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Re: Loungezelt
von Vika am 21.08.2018 13:57

could see her demons. They could see the face that conquered them all. Don't Allow their poison
to replace the kindness in your heart.
Re: Wiese
von Roger am 21.08.2018 02:02Seinen Kommentar und seine gespielt freudige Art bezog ich auf die Party, nicht auf mich. Ich kannte Lucian's Geschmack, ich konnte mir gut vorstellen, dass ihm ein riesiges Sommerfest mit Bierzelten und lauter umherrennenden Journalisten nicht sonderlich zusagte, und ich hatte ja keine Ahnung, was ihm bisher zugestoßen war. Ich konnte nicht ahnen, dass ihn meine Art zu Sprechen nervte, ich ging ja nicht davon aus, dass er mich nachäffte, und deshalb grinste ich einfach weiter. Wenn er genervt war, dann würde ich ihn schon irgendwie aufmuntern, es war doch eine Schande, wenn man einen so schönen Abend missmutig verbrachte, und ich war mir sicher, dass ich wusste, wie ich Lucian wieder aufmuntern konnte. Das war der Vorteil daran, wenn man sich so oft sah. Ich hatte ihn mit der Zeit persönlich besser kennengelernt, kannte seine Eigenarten und wusste, wie ich mich auf ihn einstellen konnte. Wir verbrachten oft Zeit zusammen, und ich tat es ehrlich gesagt immernoch ziemlich gerne. Zumal ich seit Monaten mit niemand anderem etwas am Laufen gehabt hatte, also war er der Mann für alle Fälle. Egal, was wir machten, wenn wir uns trafen, es wurde nie langweilig und wir kamen beide auf unsere Kosten.
Ich hatte nicht wirklich von ihm erwartet, dass er mir etwas kaufte, es war ein Scherz gewesen. Einen, den er wohl so lustig fand, dass er ihn gleich weiter spielen wollte, indem er mir ein Getränk kaufte, wie es schien. Aber das war eigentlich gar nicht das gewesen, was ich meinte. Dass ich Anspruch auf den zweiten Drink erhoben hatte, hatte eigentlich heißen sollen, dass er, für wen auch immer dieser Drink gemeint war, vergessen und sich lieber mit mir unterhalten sollte. Dass er diese Bedeutung wahrscheinlich aktiv ignorierte, kam mir auch nicht in den Sinn, denn jetzt hatte ich ein Getränk, ohne, dass ich es selber hatte bestellen müssen, das war doch großzügig von Lucian. Sein So bin ich eben. klang trocken, und als er sich so süßlich von mir verabschiedete, dämmerte mir langsam, dass Lucian wohl wirklich mies gelaunt war. Wie gut, dass ich zur Stelle war. Ich schaute ihm einen Moment lang dabei zu, wie er Anstalten machte, sich von mir zu entfernen, bevor ich ihn mit ein paar leichten Schritten einholte. "Nicht so schnell, Lucian, was ist denn los? Genießt du die Party nicht?", sprach ich ihn von der Seite an. Mein Ton war noch immer locker, und man konnte mein Lächeln noch immer heraus hören, aber ich versuchte, nicht ganz so überschwänglich zu sprechen, wie vorher. Das war offenbar nicht so gut angekommen, merkte ich jetzt, und ich hatte die Erfahrung gemacht, dass es Leute in verdrießlicher Stimmung nicht sonderlich gefiel, wenn man ihnen seine eigene Freude unter die Nase rieb. Außerdem wählte ich diesen etwas ernsteren Ton, um ihm zu verstehen geben, dass er, wenn er irgendetwas zu erzählen hatte, sich gern bei mir auslassen konnte, wenn er es denn wollte.
GEBURTSDATUM
01.06.1978
TRIKOTNUMMER
21
TREFFERQUOTE
78.8%
HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT
263km/h
GESPIELTE LIGASPIELE
22
GEWONNENE LIGASPIELE
16
Früher Jäger und Kapitän der Hausmannschaft von Ravenclaw, heute Jäger und seit 2000 auch Kapitän der Tutshill Tornados. Roger Davies' größte Stärken als Spieler liegen in seinem flinken, zielgenauen Passspiel und der intensiven, sowie vertrauten Zusammenarbeit im Jäger-Trio. Auch seine Strategie als Mannschaftskapitän beruht auf dem eingespielten Miteinander seines Teams und der Schnelligkeit, in der die hart antrainierten Manöver durchgeführt werden. Diese hohen Passgeschwindigkeiten bergen zwar ein großes Risiko, halten den Gegner aber auch dauerhaft in Atem, was die ausdauerstarken Tornados zu einem gefährlichen Konkurrenten im Kampf um den Quidditchpokal macht. Davies' bislang größte Leistung bestand darin, die Tornados bereits in seiner ersten Saison als Kapitän zum Sieg in der britisch-irischen Quidditch-Liga zu führen.


Re: Buffetzelt
von Roy am 20.08.2018 23:11"Ausgezeichnet!" Ein siegessicheres Schmunzeln breitete sich auf meinen Lippen aus, als mir beide mir nicht nur für ein kleines, inoffizielles Interview zusagten, sondern Caoimhe Coughlin sogar zugab, dass sie bereits etwas von mir gelesen hatte. Bisher war es immer anders herum, wie auch sonst, aber ich gönnte mir diesen kleinen Triumph-Moment. Das musste ich jedoch nicht vor den beiden machen, weshalb ich nach unten sah, um mein Notizblock aufzuschlagen, und meinen Ausdruck gekonnt zu kaschieren. Über meine Beigeisterung merkte ich auch nicht die Nervosität, die von Coughlin auszugehen schien. Ich war normalerweise ein scharfer Beobachter, aber entweder war es zu laut, ich war zu aufgeregt, oder Dinah Holloway's ruhige Aura machte es wieder wett. Jedenfalls hatte ich, als ich aufblickte, mir keine Frage zu ihrer Unsicherheit überlegt, sondern mir stattdessen ein paar andere, wahrscheinlich sehr viel relevantere Fragen überlegt. Als ich wieder aufblickte, schenkte ich ihnen für einen Moment ein strahlendes Lächeln, das man wahrscheinlich als Vorwarnung aufgreifen sollte, jedoch keinesfalls so gemeint war, bevor ich mich metaphorisch gesehen auf sie stürzte:
"Es ist ja bekannt, dass Sie beide gemeinsam in einer WG wohnen. Zufällig sind sie jedoch beide auch Top-Spielerinnen in ihren Teams, kommt da manchmal im Alltag Rivalität zwischen Ihnen auf? Wie ist das mit Spielen? Verschonen Sie einander oder oder merkt man anderweitig, dass sie so eng..." für einen Moment stockte ich, mir waren die Hände der beiden aufgefallen, und mein Unterbewusstsein hatte mir das falsche Wort unterschmuggeln wollen. Glücklicherweise hatte, ich mich rechtzeitig abgefangen, bevor ich etwas falsches gesagt hatte. "... befreundet sind?" Ich beendete meinen Satz doch noch mit Würde und sah sie beide mit dem wissbegierigen Blick eines leidenschaftlichen Quidditchreporters an. Also... mit meinem Blick eben. Sie hatten sicher schon einmal mit Reporten zu tun gehabt, also würde sie mein Verhalten sicherlich nicht allzu sehr stören, oder meine offensiven Fragen, für die ich keine großartige Einleitung gewählt hatte. Ich war nunmal ein recht direkter Mensch, und die beiden hatten sicherlich auch keine sonderliche Lust auf meinungsloses Geplauder – je eher wir zum Kern der Sache kamen, desto schneller war es auch vorbei. Mir war bewusst, dass Reporter keine sonderlich angenehme Gesellschaft waren. Ich merkte bei meinen eigenen Freunden, dass sich ihr Verhalten in der Präsens der Presse komplett veränderte und versteifte, und ich konnte sie nicht dafür verantwortlich machen. Immerhin waren auch Stars nur Menschen, nur mit viel, viel mehr zu verlieren. Nein, Ich machte mir keine Illusionen, dass sie wirklich großartige Lust darauf hatten, mit mir zu reden. Aber ich ließ mich auch nicht davon abhalten. Es war zwar eine Party, aber sie machten trotzdem ihren Job. Und ich machte meinen.

Willisburgh
REMAIN COMMITTED TO YOUR SUCCESS,
BE LOYAL TO YOUR DREAMS,
CHOOSE YOURSELF.
Gwenog
Gelöschter Benutzer
Re: Schreibpartner
von Gwenog am 20.08.2018 18:15Ich suche jemanden, mit dem ich Gwen einweihen kann - einfach melden 
Re: Wiese
von Lucian am 19.08.2018 23:36Während ich auf meine Bestellung wartete, konnte ich nicht verhindern fast schon ein wenig genervt auf meine Uhr zu blicken, die sich an meinem linken Handgelenk befand und allerlei Schnick-Schnack besaß, den ich im Grunde gar nicht brauchte. Zumindest im gewöhnlichen Alltag nicht. Doch waren die Uhren, die man traditionellerweise zur Volljährigkeit erhielt, mit dem gesamten Kram ausgestattet. Mondzyklus, Planetenkonstellation und so etwas. Zu meinem Leid benötigte die Frau hinter der Bar länger als es mir lieb war, doch stand ich hier schließlich nicht als einzige Person – auch wenn ich mir selber natürlich immer den Vorrang geben würde, doch die Dame hinter dem Thresen schien dies nicht so zu sehen. Dementsprechend blickte ich wie die Zeiger meiner Uhr sich langsam bewegten, fast war es so, als würden sie dadurch nur noch langsamer werden. Ich hätte mich umsehen können, sicherlich, doch hätte dies auch keinen Unterschied gemacht. Bis auf vielleicht den kleinen Punkt, dass ich Roger hätte kommen sehen bevor ich ihn hörte. Mein Blick ging instinktiv zur Seite, als ich meinen Namen hörte und kurz darauf auch schon ein Klopfen auf meiner Schulter spürte. Noch bevor ich antwortete, überkam mich das Bedürfnis seine Hand, die kurz auf meiner Schulter verweilte, wegzuschieben; allerdings kam er mir, gütigerweise, zuvor. „Und ich kann mir absolut nichts schöneres vorstellen womit ich meine Zeit stattdessen hätte verbringen können.", antwortete ich ihm in einem gespielt überschwänglichen Ton um ihn zu imitieren, während sich ein übertrieben freundlicher Blick sich auf mein Gesicht stahl. Mein Blick glitt zurück zur Bar, wo die Hexe die Getränke abgestellt hatte und ich wies sie mit einer Handbewegung an mir noch eins hinzustellen. Schließlich war es hier drinnen nicht gerade leise. Zu meinem Glück schenkte sie sofort ein drittes Glas ein, das ich Roger in die Hand drückte. „So bin ich eben.", sagte ich dieses mal deutlich nüchterner und schenkte auch seinem Grinsen keine sonderliche Beachtung. Stattdessen griff ich die anderen beiden Gläser, von dem ich eins für Tessa vorgesehen hatte. Er hatte sich vorher mit irgendwem vergnügt und jetzt hatte ich eben auch meine Konzentration auf wen anders gelegt. „Ich wünsche noch viel Vergnügen.", flötete ich ihm dieses Mal wieder in einem fast schon ekelhaft freundlichen Ton zu – direkt in sein Ohr, damit ich nicht so laut sprechen musste, und drehte sowohl ihm als auch der Bar den Rücken zu. Der Weg aus dem Zelt war ziemlich kurz und augenblicklich wurde es leiser, immerhin sorgte Zauber dafür, dass es hier draußen zwar Musik gab, aber sie nicht so unangenehm laut war wie in dem Zelt.
Tessa
Gelöschter Benutzer
Re: Wiese
von Tessa am 19.08.2018 21:54Nachdem Lucian verschwunden war um mir ein weiteres Glas zu bringen, stand ich weiterhin an dem Stehtisch. In solchen Momenten wäre ich dann doch am Liebsten zu Hause geblieben und hätte einen der Artikel fertig geschrieben die ich vor einer Woche schon angefangen hatte.. aber nein ich war hier und vergeudete meine Zeit mit Alkohol und einer Party auf der nicht wirklich etwas passierte.
Hin und wieder liefen ein paar Leute an dem Stehtisch vorbei an welchem ich stand, jedoch machte ich mir noch nicht einmal die Mühe herauszufinden wer es war, da jeder in einem Gespräch war und - wo genau war eigentlich Lucian geblieben?
Ich lehnte mich von meinem Stehtisch ab und blickte umher aber Lucian sah ich nicht. Vielleicht hatte er ja untwegs jemanden getroffen den er kannte.
Seufzend nahm ich meine Tasche von dem Stehtisch und machte mich zum nach Hause gehen bereit, als ich mich noch einmal umblickte und dann Gabriel in der Menge stehen sah, der mir auch genau in diesem Moment zuwinkte.
Mit einem Lächeln lief ich auf meinen Arbeitskollegen zu, da er dort genauso alleine stand wie auch ich bis zuvor. "Hey Gabriel, du auch hier", stellte ich fest und musterte ihn. Er war schick angezogen- genauso wie man es aber auch machte bei dieser Art von Event.
"Ich wusste gar nicht dass sie mehrere von uns hierher geschickt hatten, sonst hätten wir doch auch zusammen herkommen können", sagte ich und schenkte ihm ein Lächeln. Er war wirklich nett und ich kannte ihn sogar schon aus dem Hogwartszeiten, in welcher wir jedoch nicht all zu viel miteinander zu tun hatten, da wir in verschiedenen Häusern waren.. aber nun wo wir uns fast jeden Tag auf der Arbeit trafen hatte sich eine gute Freundschaft zwischen uns ergeben.
Re: Wiese
von Roger am 19.08.2018 20:43Die Wahrheit war, ich war mir nicht bewusst, dass ich mit Zoey flirtete. Wäre ich ein Außenstehender, und könnte sehen, wie ich mich verhielt und welche Wirkung ich auf sie hatte, oder hätte ich auch nur den leisesten Schimmer, was in ihr vorging, dann wäre es mir wahrscheinlich gedämmert, dass dies nicht die unschuldige Konversation war, für die ich sie hielt. Aber ich fühlte mich siegestrunken, euphorisch, alles was ich tat oder sagte fand seinen Ursprung in meiner kompletten Ausgelassenheit. Meine Nähe zu ihr, die Vertrautheit, meine Worte, sie waren alles Produkte dieses Gefühls. In ihr sah ich eine Gleichgesinnte, vor der ich meine Überschwänglichkeit nicht hemmen musste, da sie den Grund dafür genauso spürte, wie ich. Für ein paar Tage, bis der ernst des Lebens wieder begann, konnten wir uns in unserer Sorglosigkeit treiben lassen. Vielleicht spielte auch mein bisheriger Umgang mit Zoey eine Rolle in meinem jetzigen Verhalten. Wir hatten noch keine freundschaftliche Dynamik entwickelt, und ich hatte zwar versucht, so etwas aufzubauen, aber bisher war ich nicht so weit gekommen, da es gereicht hatte, wenn sie zu mir aufsah und meine Bitten und Ratschläge befolgte. Ich bildete mir ein, dass meine leitende Hand ihr dorthin geholfen hatte, wo sie jetzt war. Nicht ausschließlich, das war mir klar, es brauchte schon eine ganz bestimmte Art von Kämpfer, sich in so kurzer Zeit so weit vor zu arbeiten, und Talent hatte Zoey zweifelsohne auch. Allerdings hätte ich als Kapitän es mir auch sparen können, extra auf sie zu achten, sie zu fördern, wo ich konnte, und auch die Trainer von meiner positiven Meinung zu überzeugen. Ich war mir von Anfang an bewusst, dass auch sie ein Auge auf mich geworfen hatte – in einem ganz anderen Sinne des Wortes – und ich konnte nicht von mir sagen, dass ich das nicht, bis zu einem bestimmten Grad, für meine eigenen Absichten ausgenutzt hatte. Nicht, weil ich sie hinters Licht führen wollte, ich brachte sie ja nicht dazu, unmoralische Dinge zu tun; ich würde schon sagen, dass sich alles, zu dem ich sie brachte, positiv auf ihre eigene Karriere und Zukunft auswirkte, und ich ihr also demnach einen Gefallen tat, wenn ich meinen Charme dazu ausnutzte, sie in die richtige Richtung zu lenken. Es war mir dabei jedoch nicht klar, dass ich mit ihren Gefühlen spielte, immerhin hatte sie mir bisher nie etwas dergleichen gestanden oder ihrerseits einen Versuch gemacht, irgend etwas zum Laufen zu bringen. Es war allerdings auch nichts, was ich verstand oder jemals erlebt hatte. Wenn ich eine Person mochte, dann wusste sie das schnell, und wenn sie dieselbe Meinung von mir hatte, wurde eben mehr daraus. Ich hatte nicht oft mit Zurückweisung zu tun, aber wenn, dann wusste ich, wie ich damit umzugehen hatte. Allerdings, und das wusste ich selbst zu diesem Zeitpunkt nicht einmal selber so genau, hatte ich niemals eine Frau getroffen, für die ich ernsthafte romantische Gefühle gehabt hatte. Dessen ungeachtet, ich unterschätzte, wie stark meine Wirkung auf Zoey wirklich war. Es war nicht meine Absicht, ihr falsche Hoffnungen zu machen, diese Art von leichtem Flirten stufte ich als komplett harmlos ein, wenn nicht gar als Ansporn.
Wenn ich in diesem Augenblick allerdings gemerkt hätte, dass ich gerade mit Zoey flirtete, dann wäre mir auch bewusst geworden, dass sie ebenfalls ein wenig zurück flirtete. Nicht sonderlich offensiv, das würde niemand von ihr erwarten, aber sie stieg auf das ein, was ich sagte, und hielt die Sache in Gang. Es fiel mir jedoch nicht auf. Ihr neckender Ton, ihr Toast als wir die Gläser erhoben, ihre lebhafte Röte, das Glitzern in ihren Augen. Ich bezog es auf das, was auch ich fühlte, unwissend, dass das nicht alles war. "Danke, danke.", antwortete ich mit einem Grinsen im Gesicht und einer Hand auf der Brust. Ich deutete eine kleine Verbeugung an. Keine falsche Bescheidenheit, ich verdiente das Lob, das wusste ich. Doch wir hatten beide diese Art von Austausch schon oft genug hinter uns, dass wir es mit Humor nehmen konnten. Sie wusste, dass ich nichts ohne das Team war, und dass der Verdienst nicht komplett mir zuzuschreiben war, doch dies war ein lockerer, neckischer Austausch. Auch die Doppeldeutigkeit ihres Trinkspruchs bemerkte ich nicht. Sie meinte das, was ich meinte, es gab nichts Wichtigeres für mich in diesem Moment, auf das man anstoßen könnte.
Das Lächeln auf meinen Zügen, das man als zufrieden wenn nicht gar selig beschreiben konnte, verbreitete sich nur, als mir Zoey bestätigte, dass sie genau das fühlte, was ich von ihrem Gesicht abgelesen hatte. Man sah ihr das Glück an, das sie spürte, und von dem ich mir sicher war, dass es auch mir ins Gesicht geschrieben stand. Auch meine Wangen waren leicht gerötet, von der Nachmittagshitze und dem Alkohol, aber hauptsächlich von der Aufregung und der Freude. Zusammen mit den kunstvoll verwuschelten Haaren und dem Schimmern hinter meinen Augen, sah man auch mir wahrscheinlich meine gute Stimmung schon von Weitem an. Dass Zoey dazu eine Bemerkung machte, hinterfragte ich also nicht. Jedem stand Freude wahrscheinlich besser als Missmut, und der Gewinn der Meisterschaft war wohl für mich ein größerer Grund zur Freude als alles andere. Ich sagte nichts, trotzdem schenkte ich ihr ein strahlendes Lächeln an Stelle einer Antwort.
Ein sanfter Windstoß erreichte uns und fuhr durch die Grashalme, ließ die Blätter der Bäume rascheln und verschaffte uns eine Sekunde der Erfrischung. Es wurde langsam Abend. Eine lose Strähne aus Zoeys Frisur war ihr ins Gesicht gepustet worden; aus einem Impuls heraus streckte ich die Hand danach aus, und strich sie sanft wieder hinter ihr Ohr. Es hatte wirklich nichts zu bedeuten, meine Zuneigung für Zoey ging nicht über die eines Mentors hinaus, und doch fühlte es sich in diesem Augenblick richtig an, sie zu berühren. Ich nahm die Hand nicht weg, stattdessen legte ich sie ihr für einen Moment auf die Schulter, und strich dann ihren Arm hinab, bis ich ihre Hand fand, die ich kurz drückte. "Es ist schön, dass du hier bist.", sagte ich leise. Mein Blick fand ihren, und für einen Augenblick sahen wir uns einfach in die Augen. Dann ließ ich sie ganz los, und verlagerte mein Gewicht wieder nach hinten, den Abstand zwischen uns nur minimal vergrößernd, was sich jedoch wie eine plötzliche, drastische Veränderung in der Atmosphäre zwischen uns anfühlte. Ich nahm einen weiteren Schluck von meinem Sekt, und dann war das Glas auch schon leer. "Aber ich will dich nicht länger aufhalten, ich geh mal meine Freunde suchen. Ich hoffe, du hast hier heute Abend noch eine Menge Spaß!" Ich merkte nicht, dass mein Umgangston sich mit einem Mal verändert hatte, für mich war das alles bis jetzt eine Konversation zwischen Teamkameraden gewesen, mehr nicht. Jetzt, wo ich mich verabschiedete, nahm sie aber auch endlich auch für Außenstehende diesen Charakter an. Ich machte einen weiteren Schritt zurück, und hob meine Hand zum Gruß, noch immer lächelnd. Ich würde mein Lächeln an diesem Abend wahrscheinlich gar nicht mehr ablegen. "Wir sehen uns sicher noch einmal, bis später!" Mit diesen Worten verabschiedete ich mich von ihr, und ich merkte gar nicht, wie abrupt diese Wandlung war. Ich wollte sie nicht einfach so stehen lassen, aber es fühlte sich, für mich zumindest, an, als wäre unsere Unterhaltung zu einem natürlichen Ende gekommen. Sicherlich könnte man sie später noch einmal aufgreifen, aber wir hatten sicher beide viele Leute auf dieser Party, die unsere Anwesenheit begehrten.
Ich drehte mich um, um mir im Tanzzelt ein weiteres Getränk zu holen, wo ich wahrscheinlich auch Bradley und Chambers wieder aufgabeln würde, jedoch kam ich nicht so weit. Am Rande des Zeltes, an der äußeren Ecke der Bar, erblickte ich Lucian Bole, der auf seine Bestellung zu warten schien. Ein Grinsen breitete sich auf meinem Gesicht aus, und ich änderte meinen Kurs leicht, um mein leeres Glas auf einem der fliegenden Tabletts abzustellen, bevor ich zu ihm hinüber kam. "Lucian! Ich wusste doch, dass du dich hier irgendwo rumtreibst." begrüßte ich ihn überschwänglich und klopfte ihm, als ich neben ihm ankam, leicht auf die Schulter, wo meine Hand dann ein paar Sekunden lang verweilte, bis ich ihn wieder los ließ. Bevor er antworten konnte, hatte uns die Barhexe zwei Gläser vor die Nase gestellt. Ich erkannte die bernsteinfarbene Farbe meines go-to Getränks in fast jeder Bar sofort. "Hast du mir auch einen bestellt? Wie lieb von dir.", bemerkte ich scherzhaft. Es war mir schon klar, dass Lucian mir nicht einfach ein Getränk kaufen würde, wenn wir uns noch nicht gesehen hatten an diesem Abend, aber ich wollte auch nicht, dass er gleich wieder abhaute, um zu seiner Begleitung, oder wem auch immer einen Whiskey kaufte, zurück zu kehren. Jetzt war ich hier, und ich war in Feierstimmung, und ich wollte mit ihm zusammen feiern. Wer auch immer die andere Person war, sie konnte warten. Grinsend sah ich ihn an.
GEBURTSDATUM
01.06.1978
TRIKOTNUMMER
21
TREFFERQUOTE
78.8%
HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT
263km/h
GESPIELTE LIGASPIELE
22
GEWONNENE LIGASPIELE
16
Früher Jäger und Kapitän der Hausmannschaft von Ravenclaw, heute Jäger und seit 2000 auch Kapitän der Tutshill Tornados. Roger Davies' größte Stärken als Spieler liegen in seinem flinken, zielgenauen Passspiel und der intensiven, sowie vertrauten Zusammenarbeit im Jäger-Trio. Auch seine Strategie als Mannschaftskapitän beruht auf dem eingespielten Miteinander seines Teams und der Schnelligkeit, in der die hart antrainierten Manöver durchgeführt werden. Diese hohen Passgeschwindigkeiten bergen zwar ein großes Risiko, halten den Gegner aber auch dauerhaft in Atem, was die ausdauerstarken Tornados zu einem gefährlichen Konkurrenten im Kampf um den Quidditchpokal macht. Davies' bislang größte Leistung bestand darin, die Tornados bereits in seiner ersten Saison als Kapitän zum Sieg in der britisch-irischen Quidditch-Liga zu führen.


Re: Wiese
von Gabriel am 19.08.2018 17:00Ich konnte nicht behaupten, dass ich mich sonderlich auf den heutigen Tag gefreut hatte. Ich war kein Freund von Events, schon gar nicht, wenn nicht nur Journalisten und eben die A-Riege der magischen Prominenz auftauchten, sondern eben auch noch Freunde, Familienangehörige und diverse Fans, die ein Ticket ergattern konnten. Denn dies hieß vor allem eins für mich: Stress. Jede menge Stress. Doch es war eben Teil meines Jobs hier zu sein. Es war ein Teil meiner Freundschaft zu Roy, der für die Quidditch League arbeitete. Ich war mir zwar ziemlich sicher, dass er verstehen würde, wenn ich irgendeine simulierte Krankheit vorgeschoben hätte, aber andererseits .. wie könnte ich etwas bewusst verpassen von dem ich wusste wie wichtig es einem Freund war? Demnach handelte ich schon den ganzen Tag nach einem meiner „beliebtesten" Konzepte: Augen zu und durch (und Alkohol). Ich hatte Zuhause bereits ein Glas getrunken, bevor ich hier hergekommen war und seit meiner Zeit hier, hatte ich auch dauerhaft ein Glas in der Hand. Es war schließlich auch nicht so, dass ich ein Getränk nach dem anderen herunterkippte, im Gegenteil, viel mehr war es mein Ziel mich auf einem konstanten Level zu halten. Eins, bei welchem man mich noch nicht als be- oder gar angetrunken wahrnehmen würde, dafür aber mich entspannt und ruhig hielt. Dementsprechend brauchte ich mir nicht ständig ein neues zu holen, auch wenn das Getränk irgendwann nicht mehr sonderlich kalt sondern eher warm war. Ein verschwindend geringes Übel, meiner Meinung nach.
Im Gegensatz zu diversen Journalisten sprach ich nicht wirklich mit einem der hier anwesenden Quidditchspielerinnen und –spielern. Zumindest nicht in einem Interviewkontext. Hier und da gab ich mich als Freund von jemandem aus und bei anderen als Fan, der eines der Tickets erhalten hatte. Es war erstaunlich wie viel freier die Leute mit einem sprachen. Sie setzten nicht ihr Interview-Lächeln auf oder drückten sich absolut gewählt aus; sie waren sie selbst und das war etwas, nachdem ich schon immer gerne gesucht hatte. Nach ehrlichen Informationen, nicht nach solchen, die vom Management geschrieben wurden – oder zumindest gefühlt. Dementsprechend war der heutige Tag für mich nicht ganz unbrauchbar gewesen und im nachhinein auch nur halb so schlimm wie ich erwartet hatte. Doch blieb ich eben ein Freund der Vorsicht.
Ich ließ meinen Blick über die Wiese gleiten. Meaghan McCormack und weitere Spieler der Pride of Portree's betraten geradewegs das Loungezelt, vereinzelt erblickte ich Spieler der Wigtown Wanderers die mit mir unbekannten Gesichter (Freunde, Verwandte oder Fans?) sprachen und lachten, Kinder die ein wenig über die Wiese tollten und dabei den ein oder anderen Gast dabei zur Seite stießen und schließlich fiel mir auch eine meiner Kolleginnen in die Augen: Theresa „Tessa" Willow, die an einem Stehtisch war. Als unsere Blicke sich kreuzten, schenkte ich ihr ein leichtes Lächeln und hob kurz meine freie Hand um sie zu grüßen.
Re: Tanzzelt
von Azra am 19.08.2018 14:35
Lexi
Gelöschter Benutzer









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