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Re: Wiese
von Gabriel am 21.08.2018 17:35„Offensichtlich.", antwortete ich meiner Arbeitskollegin mit einem leichten Schmunzeln, ehe ich meine Stirn ein wenig in Falten legte. „Das wusstest du nicht?", fragte ich etwas verblüfft nach obwohl ich Tessa gut verstanden hatte. Natürlich hätte ich ihr noch mitteilen können, dass auch Lexi sich noch hier auf der Party herum trieb, doch war mir bekannt, dass die beiden sich nicht unbedingt wirklich mochten, weswegen ich diese Information lieber für mich hielt. „Entschuldige, ich wusste nicht, dass du daran Interesse gehabt hättest." Ich wusste wirklich nicht, dass sie sich hätte vorstellen können zusammen her zu kommen, allerdings hätte ich sie dies auch nicht gefragt, wenn ich es getan hätte. Freundschaft hin oder her, aber sie hätte mir meinen Job hier durchaus erschwert, weswegen ich ihr, sowie Lexi, oder sonstigen Leuten, die mich näher kannten, absichtlich aus dem Weg gegangen war. „Beim nächsten Mal, ok?" Ich schenkte ihr ein Lächeln, bevor ich einen kleinen Schluck aus meinem Glas nahm.
Mein Blick glitt noch einmal kurz über die Wiese, in der Hoffnung etwas interessantes zu erblicken, allerdings schien alles recht gesittet. Als wäre ich auf einer zu groß geratenen Familienfeier. Sicherlich erfreute es die Redaktion des Quidditch League Magazins, dass es hier so friedlich zu ging, aber für die anderen Zeitung war dies wohl eher weniger von Interesse. So gemein es auch klang, aber mit Schlagzeilen zu irgendwelchen Prügeleien oder so etwas, verdiente man eben die meisten Galleonen und das war für mich von größerem Interesse als eine perfekt-harmonische Party. Etwas, das mir kurz darauf ein bisschen leid tat – immerhin war auch Roy einer von ihnen und ich wollte ihm sicherlich nichts schlechtes. „Ich hoffe übrigens, dass du nicht zu traurig darüber bist, dass die Falcons nur dritter geworden sind." In meinen Augen lag ein leicht frecher Blick, schließlich war es bekannt, dass Quidditchfans gerne mal leidenschaftlich werden konnte. Ich selber war kein übermäßiger Fan des Spiels, ich bevorzugte Fußball aber damit konnten nicht allzu viele etwas anfangen, doch irgendwie hatten es mir die Tornados es mir schon von der Schulzeit an irgendwie am meisten zu gesagt.
Re: Wiese
von Gabriel am 19.08.2018 17:00Ich konnte nicht behaupten, dass ich mich sonderlich auf den heutigen Tag gefreut hatte. Ich war kein Freund von Events, schon gar nicht, wenn nicht nur Journalisten und eben die A-Riege der magischen Prominenz auftauchten, sondern eben auch noch Freunde, Familienangehörige und diverse Fans, die ein Ticket ergattern konnten. Denn dies hieß vor allem eins für mich: Stress. Jede menge Stress. Doch es war eben Teil meines Jobs hier zu sein. Es war ein Teil meiner Freundschaft zu Roy, der für die Quidditch League arbeitete. Ich war mir zwar ziemlich sicher, dass er verstehen würde, wenn ich irgendeine simulierte Krankheit vorgeschoben hätte, aber andererseits .. wie könnte ich etwas bewusst verpassen von dem ich wusste wie wichtig es einem Freund war? Demnach handelte ich schon den ganzen Tag nach einem meiner „beliebtesten" Konzepte: Augen zu und durch (und Alkohol). Ich hatte Zuhause bereits ein Glas getrunken, bevor ich hier hergekommen war und seit meiner Zeit hier, hatte ich auch dauerhaft ein Glas in der Hand. Es war schließlich auch nicht so, dass ich ein Getränk nach dem anderen herunterkippte, im Gegenteil, viel mehr war es mein Ziel mich auf einem konstanten Level zu halten. Eins, bei welchem man mich noch nicht als be- oder gar angetrunken wahrnehmen würde, dafür aber mich entspannt und ruhig hielt. Dementsprechend brauchte ich mir nicht ständig ein neues zu holen, auch wenn das Getränk irgendwann nicht mehr sonderlich kalt sondern eher warm war. Ein verschwindend geringes Übel, meiner Meinung nach.
Im Gegensatz zu diversen Journalisten sprach ich nicht wirklich mit einem der hier anwesenden Quidditchspielerinnen und –spielern. Zumindest nicht in einem Interviewkontext. Hier und da gab ich mich als Freund von jemandem aus und bei anderen als Fan, der eines der Tickets erhalten hatte. Es war erstaunlich wie viel freier die Leute mit einem sprachen. Sie setzten nicht ihr Interview-Lächeln auf oder drückten sich absolut gewählt aus; sie waren sie selbst und das war etwas, nachdem ich schon immer gerne gesucht hatte. Nach ehrlichen Informationen, nicht nach solchen, die vom Management geschrieben wurden – oder zumindest gefühlt. Dementsprechend war der heutige Tag für mich nicht ganz unbrauchbar gewesen und im nachhinein auch nur halb so schlimm wie ich erwartet hatte. Doch blieb ich eben ein Freund der Vorsicht.
Ich ließ meinen Blick über die Wiese gleiten. Meaghan McCormack und weitere Spieler der Pride of Portree's betraten geradewegs das Loungezelt, vereinzelt erblickte ich Spieler der Wigtown Wanderers die mit mir unbekannten Gesichter (Freunde, Verwandte oder Fans?) sprachen und lachten, Kinder die ein wenig über die Wiese tollten und dabei den ein oder anderen Gast dabei zur Seite stießen und schließlich fiel mir auch eine meiner Kolleginnen in die Augen: Theresa „Tessa" Willow, die an einem Stehtisch war. Als unsere Blicke sich kreuzten, schenkte ich ihr ein leichtes Lächeln und hob kurz meine freie Hand um sie zu grüßen.
Re: Schreibpartner
von Gabriel am 02.02.2018 19:56Du weißt wie schräg Reg ist. Was würde deiner Meinung nach besser passen? 
Re: Die Arbeitsplätze
von Gabriel am 28.07.2017 19:18„Auch wieder wahr.", stimmte ich Lexi in ihrem Gedankengang zu. Wir hätten sicherlich deutlich mehr arbeit damit die ganzen Spinner abzuwimmeln als ohnehin schon. Nun ja, andere hätten diese Arbeit sicherlich, aber ich drückte mich sowieso immer vor solchen Sachen, weil ich ausschließlich meinen Dingen nachging. Ebenso wie Lexi erinnerte ich mich, leider viel zu sehr, daran, dass es einzig und allein der Quibbler gewesen war, der auf Harry Potters Seite gestanden hatte. Doch gab ich mir immer Mühe jenen Gedankengang zu unterdrücken, weil mir dabei schnell mehr als nur ein wenig übel wurde, wenn ich an diese dunklen Zeiten dachte, die jedoch langsam aber sicher hinter uns lagen.
Ich konnte mir ein fast spöttisches auflachen nicht verkneifen als ich ihre Worte vernahm. „Ich wünsche dir dabei viel Erfolg, nur sage ich dir gleich, dass dieses Vorhaben zum Scheitern verurteilt ist, Süße." Zu gerne hätte ich gesagt, dass es mehr brauchte als ein paar Galleonen um meine Informanten auf ihre Seite zu bringen, doch wäre das mehr als nur ein kleiner Hinweis gewesen, den ich Lexi nicht gönnte. Immerhin hatte sie selbst genügend zwitschernde Vögelchen, da brauchte sie nicht gleich noch meine. Auch ich bediente mich der zwinkernden Geste und lächelte sie beinahe süßlich an. Ärgern konnte sie mich damit nicht. Nun gut, zumindest nicht offensichtlich, aber Gedanken machte ich mir nun alle mal. Scheint als müsste ich demnächst mal wieder ein paar Briefe versenden und Besuche abstatten, bevor sie ihren Worten tatsächlich Taten folgen ließ – vorrausgesetzt sie wusste wer zu meinen Leuten gehörte. „Kein Thema.", sagte ich dieses mal ohne den Hauch von Spott oder List, der eben noch in meiner Stimme mitgeschwungen ist und wandte mich schließlich meiner eigenen Arbeit wieder zu nachdem ich wieder ein „sicheres Umfeld" hatte.
Re: Die Arbeitsplätze
von Gabriel am 27.07.2017 00:01„Stimmt. Wie konnte ich je etwas anderes von dir erwarten?", antwortete ich ihr schmunzelnd und stützte mein Kinn auf meiner rechten Hand ab, während ich Lexi betrachtete. Auf jedenfall würde ich mir die nächste Ausgabe des Quibblers besorgen – allein um diese fantastische Geschichte zu lesen, die in ein Licht geschrieben werden würde, als sei sie tatsächlich war und der Journalist vollkommen davon überzeugt. Dennoch würde ich für das Blättchen nicht einmal einen müden Knut ausgeben; dafür war mir mein Geld viel zu schade und bekanntlich war es auch ein leichtes die Zeitschrift einfach in die Tasche zu stecken. Möglicherweise würde ich auch mein Glück in meiner Animagusgestalt versuchen. Die wenigstens würden auf die Idee kommen beim Ministerium das Verzeichnis der Animagi durchgehen zu wollen .. Innerlich grinsend wurde mir mal wieder bewusst wie wenig ich mich doch tatsächlich für Regeln, Gesetze oder moralische Grenzen interessierte, was viele wohl eher als Eigenschaft von (ehemaligen) Slytherins oder Gryffindors sahen. Was mich jedes Mal mehr amüsierte.
„Das Traurige ist ja eigentlich, dass sie es tatsächlich für die Wahrheit halten." Inbesondere Lovegood, der Besitzer, war der festen Überzeugung, dass ausschließlich seine Zeitung die wirkliche Wahrheit druckte und verkaufte. Und zu meinem gelegentlichen entsetzen, war er offenbar nicht der einzige der diesem Schwachsinn glauben schenkte. „Ich wette dagegen.", antwortete ich und erwiderte ihren herausfordernden Blick. Verdammt! Jetzt müsste ich irgendeine bescheuerte Story finden, die ihre noch übertraf, damit diese nicht auf der Titelseite erschien! Und das am besten sofort.
Re: Die Arbeitsplätze
von Gabriel am 24.07.2017 19:13„Das ist dann wirklich bitter. Man kann immer jemanden irgendwie erwähnen. Hast du sie an den Quibbler weitervermittelt?", meinte ich mit einem leichten Schmunzeln auf den Lippen. Eine Sache die vor allem ich mir angewöhnt hatte: Durchgeknallte Idioten an einen ebenso durchgeknallten Idioten vermitteln, der diesen Mist sofort glauben würde. Vermutlich könnte ich ihm sogar erzählen, dass ich zum Teil Troll und zum Tteil Kobold wäre, weswegen ich eine normale Körpergröße hätte und der Spinner von Lovegood würde mir dies auch noch abkaufen.
Ich konnte Smith kein bisschen ausstehen, weswegen ich nur zu gerne die Gelegenheit ergriffen hatte ihm eins auszuwischen. Und da ich ja für heute bedient war, durfte Lexi dies nur viel zu gerne übernehmen. Ich gönnte ihr den Artikel eindeutig mehr als ihm. Immerhin waren wir auf eine verdrehte Art und Weise gut befreundet. „Immer wieder gerne.", antwortete ich ihr und erwiderte ihr leichtes Lächeln, wobei wir beide genau wussten, dass wir uns auch hin und wieder mit Freude gegenseitig den Abend ruinierten. Aber gegen Idioten musste man eben dann doch zusammenhalten. Zu mal ich ja keinen Schaden nahm sondern Smith.
Bei der Erzählung die ihr die Frau aufgetischt hatte konnte ich zwischenzeitlich nur den Kopfschütteln oder hin und wieder lachen. „Und da soll nochmal jemand erzählen, dass wir vom Tagespropheten uns irgendetwas aus den Fingern saugten.." Man musste es ja nicht immer mit der Wahrheit so genau nehmen, aber das war nun wirklich der größte Mist den ich im Leben je gehört hatte und es war gut, dass Lexi einsah, dass sie damit der Volksheldin nicht schaden würde, sondern einzig und allein sich selbst.
Re: Die Arbeitsplätze
von Gabriel am 24.07.2017 00:36Ich verzog das Gesicht. Es kam häufiger vor als man dachte, dass eine Quelle totaler Müll war. Dennoch konnte man sie, zumindest tat ich das so, weiterverwenden. Immerhin schrieb ich für den Tagespropheten und der nahm es mit der Wahrheit sowieso nicht so genau – ebenso wenig wie ich. Manchmal waren die Quellen aber dann doch eher für einen Quibbler Artikel geeignet. „Das ist ärgerlich. Falls du noch auf die schnelle eine Idee brauchst – ich habe eben Smith darüber lautstark tönen hören, dass The Weird Sister bald eine neue Single namens ‚Kiss a Dementor' rausbringen werden." Nicht unbedingt die allergrößte Schlagzeile, aber immerhin noch deutlich besser als über einen Ministeriumserlass zu schreiben. Mal ehrlich, wer las diesen langweiligen Politikkram eigentlich? Nichts gegen Shacklebolt, aber täglich darünber zu schreiben, dass Erlasse vom vorherigen Minister wieder abgeschafft werden (Merlin sei Dank) ist nun auch nicht spannend. „Bei mir lief es ganz gut.", meinte ich nur Schulterzuckend. Nicht unbedingt eine Titelseite, aber Klatsch – den schrieb ich ohnehin am liebsten.
Ein leichtes Grinsen erschien auf meinen Lippen als ihr Blick über meinen Schreibtisch glitt und ihr, natürlich, auffiel, dass ich etwas verbarg. Zugegeben würde ich selbst einen Artikel für die letzte Seite des Tagespropheten zwischen den ganzen Werbungsanzeigen vor Lexi verbergen. Auch wenn ich schon förmlich darauf wartete, dass sie mir die Sache mit Wagtail heimzahlen würde. Eine zugegeben seltsame Freundschaft, aber so blieb das ‚Feuer' erhalten.
Re: Die Arbeitsplätze
von Gabriel am 23.07.2017 23:26Ein letztes Mal ging ich meine schön sortierten Notizen und Unterlagen durch, bevor ich schließlich damit begann meinen Artikel zu verfassen, wobei ich, da ich mich aktuell in der Redaktion, selbst schrieb und es meiner Feder nicht wie sonst immer diktierte. Es war weniger der Wunsch meine Arbeitskollegen nicht zu belästigen, als mehr aus einem gesunden Misstrauen, dass mir nicht gleich jemand meine Story klauen und schneller verfassen würde (was natürlich einen gewissen Qualitätsmangel mit sich brachte). Ein kollegiales Miteinander konnte man hier beim Tagespropheten kaum finden, aber ehrlich gesagt fand ich dies nicht schlimm und ich konnte es den anderen auch nicht verübeln – immerhin hatte ich auch schon Storys vor der Nase von Kollegen weggeschnappt, in dem ich den Interviewpartner einfach um den Finger gewickelt hatte. Das letzte Mal war aber zugegeben schon lange her. Vor einem Monat. Als ich meiner blonden Arbeitskollegin Lexi ihr inoffizielles Interview mit Myron Wagtail, dem Leadsänger der angesagten Band The Weird Sisters, versaute. Zugegeben schien er dem eigenem Geschlecht einfach zugetaner zu sein, weswegen es ein leichtes war. Um mein Gespräch zusammenzufassen ... Myron stellte in jeglicher Hinsicht einen richtigen Rockstar dar. Und das, obwohl ich immer noch begeisterter von Muggelmusik war.
Als eine Tür laut geschlossen wurde zuckte ich merklich zusammen – wie es seit dem Krieg häufig vor kam – und schaute auf. Es war meine besagte Arbeitskollegin, über welche ich eben noch nachgedacht hatte, während ich instinktiv einen Aktenordner, der gefüllt war mit Kopien meiner Artikel, über meine Notizen schob und meinen Arm auf mein bereits geschriebenes Pergament legte – zum Glück musste ich als Linkshänder auf schnell trocknende Tinte zurückgreifen, wodurch jetzt nicht verschmierte. „Weshalb so schlecht gelaunt?", fragte ich an sie gewandt, als sie sich in hörweite befand.










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