Tanzzelt

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Lexi
Gelöschter Benutzer

Re: Tanzzelt

von Lexi am 03.09.2018 23:00

Es mochte sein, dass ich mich, was den Alkohol anbelangte, ein bisschen mehr gehenlassen hatte, als es geplant gewesen war. Mir war langweilig gewesen und so hatte ich zugegriffen... Immerhin war der Preis der Getränke, der mit null Galleonen doch angenehm niedrig lag, ein wirklich ausschlaggebendes Argument. Huch, ich hatte wohl wirklich ein bisschen zu tief ins Glas geschaut. Ups. Na, immerhin sah es nicht aus, als würde hier heute noch was passieren, das wirklich bemerkenswert war. Und selbst wenn, sollte Gabe sich doch darum kümmern. Die eine Schlagzeile konnte ich ihm lassen. Meine Motivation, mich heute nochmal in die Arbeit zu stürzen, hatte sich etwa am Ende des zweiten Glases Feuerwhiskey verdünnisiert. Richtig betrunken war ich aber zum Glück noch nicht. Ich kannte meine Grenzen und inzwischen sogar die Stufen des Betrunkenwerdens, bzw. wie sie sich speziell bei mir äußerten, ganz gut. So wie jetzt war es gerade richtig. Ich hatte mich eigentlich ziemlich gut im Griff. Ich sollte bloß aufpassen, dass ich nicht noch mehr zu trinken in die Finger bekam, sonst würde ich unangenehm ehrlich werden... Also, unangenehm für mich. Und das musste nicht sein. Grundsätzlich nicht, aber auch nicht unbedingt heute und schon gar nicht hier.
Um mich daran zu hindern, mir noch einen Drink zu bestellen, sah ich mich nach einer geeigneten Ablenkung um. Und als hätte ich nach ihr gerufen, quakte mir exakt in der Sekunde Azra von rechts ins Ohr. "Lexiii, wie schön dich hier zu sehen!" Die Situation an sich war zu vertraut, ich freute mich zu sehr darüber, sie zu sehen und mit ihr quatschen zu können und vor allem war ich doch zu beschwipst, um mich in dem Moment an den Grund dafür zu erinnern, warum wir uns in letzter Zeit eher aus dem Weg gegangen waren und die Nähe des anderen gemieden hatten. Irgendwas meldete sich dazu in meinem Hinterkopf, aber ich hatte einfach keine Lust, dem Gedanken zuzuhören. Stattdessen musterte ich Azra kurz, während ich ihr breites Grinsen erwiderte und sie ihren Stuhl näher an meinen heranrückte. Die Stimme in meinem Hinterkopf wurde lauter, aber ich beschloss einfach, sie auszublenden. Natürlich hatte ich nicht vergessen, was passiert war, wie könnte ich, wo es mich doch geradezu ständig beschäftigte, aber die Gedanken passten einfach nicht hierher. Ich war alkoholisiert, gut gelaunt und hatte keine Lust, dass sich die Stimmung jetzt in eine unangenehme Richtung entwickelte. Die Lösung: Ich ignorierte konsequent, was mein Bewusstsein mir von meinem Unterbewusstsein mitteilen wollte, und führte lieber einen von den amüsanten Partydialogen mit Azra, von denen der hier nur ein weiterer in einer langen Reihe von angeschwipsten Konversationen werden würde. "Heeeey Azzzzzzz", erwiderte ich, wissend, dass man mir meinen Pegel sehr leicht anmerken konnte. Aber so wie Azra aussah, mit ihren roten Wangen und den zerzausten Haaren - wobei mein Kopf gleich kommentieren musste, wie gut ihr das stand, woraufhin ich ihm das Denken verbot -, sah sie aus wie ich mich fühlte und wenn ich mich nicht allzu arg täuschte, war ihr Blutalkoholwert gegenwärtig in etwa so hoch wie meiner. "Siehst Du den Typen da drüben?", setzte ich gleich zum Gespräch an, weil ich fand, dass ich eine ziemlich witzige Geschichte zu erzählen hatte. Mit meinem Zeigefinger deutete ich dabei unauffällig in seine Richtung. (Jedenfalls hielt ich die Geste für unauffällig.) "Der, der sich nur noch mit Mühe auf den Beinen hält und eben fast den Stuhl da umgetorkelt hat? Der versucht schon seit mindestens einer halben Stunde, die Tussi da an der Bar anzugraben. Die hat aber keinen Bock auf ihn, vermutlich weil er von Pride of Portree ist und die dieses Jahr ja nichts gerissen haben, und schielt stattdessen nach dem einen Barmann, der schon die ganze Zeit versucht, dem Portree-Typen schöne Augen zu machen", erzählte ich glucksend und vermutlich auch ein wenig lallend. Beobachten und Beziehungen zu analysieren gelang mir ganz gut, wenn ich mal geduldig genug war, den Menschen nur zuzusehen und mich nicht mittenrein stürzte, um meine Informationen aus erster Hand zu bekommen. Und vor allem mit Quellenangabe. Jetzt aber war das nicht von Belang. Der Kram taugte sowieso nicht für einen Artikel, sondern nur zum drüber Lustigmachen. Zum Ende meiner Geschichte hin schaute ich deshalb abwartend zu Azra hinüber, darauf wartend, dass ich den für die Beobachtung verdienten Lacher kassierte. Lange musste ich nicht warten. Und nicht nur das, sie hatte direkt die nächste witzige Bemerkung auf Lager. Vor uns hin kichernd setzten wir unser Gespräch fort und tuschelten noch eine ganze Weile über die restlichen Festgäste, die den Fehler gemacht hatten, sich zu uns ins Tanzzelt zu gesellen, ohne dabei ein Blatt vor den Mund zu nehmen.

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Azra

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Re: Tanzzelt

von Azra am 19.08.2018 14:35

Im Anbetracht der Erwartungen, die ich in diesen Abend gehabt hatte, war dieser mehr als gelungen, immerhin hatte ich deutlich mehr Spaß gehabt, als ich erwartet hatte. Vor allem lag dies wohl daran, dass ich mein erstes Bier bereits vor dem Eintreffen am frühen Abend geleert hatte und demnach bereits aufgemuntert war (Alkohol wirkte bei mir zwar schnell, aber dann dauerte es eine Weile, bis ich wirklich betrunken war und selbst dann war ich eine Partybombe, also kein Problem!) und direkt darauffolgend hatte ich außerdem die Möglichkeit bekommen, innerhalb des Lucian-Bole-Aufmerksamkeitsbereichs einen Cha-Cha-Cha-Tanz mit kleinen Tutshill Tornadoes Fähnchen aufzuführen und dabei in einen Singsang zu verfallen, der - zu meinem Bedauern - nicht von dem Umstehenden aufgegriffen wurde (was für langweiler!): "Ja wir ham gewonnen un ihr, ihr habt verlor'n!"
Mal abgesehen davon, dass ich diese Möglichkeit tadellos genutzt hatte, war der Rest des Abends nicht weniger spaßig verlaufen. Ich hatte bereits viel getanzt, einen meiner Schuhe irgendwo verloren und den anderen deshalb auch entfernt und einiges getrunken, sodass ich schließlich barfuß und in meinem besten sehr engen Kleid mit gewagtem Ausschnitt zwischen den anderen sich auf der Tanzfläche tummelnden durch die Gegend feierte. Ich wusste, dass ich unter Alkoholeinfluss oft recht touchy und vielleicht auch ein wenig launisch wurde, weshalb ich nicht wirklich etwas dagegen hatte, dass öfter als oft zwischen anderen Tänzern regelrecht eingequetscht wurde. Gut, vielleicht war die Party bis zu dem Zeitpunkt noch nicht ganz so wild, wie ich es auffasste, aber hauptsache ich hatte Spaß. Und den hatte ich allemal.
Gerade zwängte ich mich wieder - den Journalisten aus dem Weg gehend - zwischen zwei auffälligen Dekolletés hindurch, um an die Bar zurückzukehren und mir einen weiteren Drink zu holen. An sich war Feuerwhiskey für solche Parties die beste Variante, auch merkte ich das brennen kaum noch, wenn ich betrunken genug war, aber mir war gerade nach etwas, das mehr oder weniger stilvoll aussah (ich sag ja, launisch), weshalb ich mir ein Glas Champagner von einem schwebenden Tablett griff und mich dann damit an die Bar platzierte. Einen Moment brauchte ich, um mein Kleid ein wenig zurechtzurücken, sodass meine Oberweite nicht herausfiel, nur um dann die Beine übereinander zu schlagen und einen Arm auf der Bartheke abzustützen, das Glas in der anderen Hand und mit dem Blick in Richtung Tanzfläche. Obwohl ich mich gerade fühlte wie eine elegante Lady in einem James Bond Film, sitzend und den Kopf leicht vorgeneigt und mit einem milden sexy Lächeln auf den Lippen, so sah man mir wohl eigentlich wirklich an, dass ich bereits recht angetrunken war. Ich war mir sicher, dass ich rote Wangen hatte und meine Haare saßen definitiv ein wenig zerzauster, als zu dem Zeitpunkt, zu dem ich zuhause losgegangen war. Klar, ich hatte sie ja auch lediglich offen gelassen und mir nicht die Mühe gemacht, sie zu frisieren, das sah beim Tanzen besser aus und machte mehr Spaß. Nachdem ich die Tanzfläche also einmach gescannt hatte, drehte ich mich dann nach links, um die Person neben mir an der Bar anzusehen und dann wohl auch einfach anzulabern. Zu meinem und natürlich auch zu ihrem Glück handelte es sich bei dieser Person um Lexibexi Davies (ich bin wohl betrunkener als ich dachte...) und sobald ich sie sah, breitete sich ein Grinsen auf meinen Zügen auf. "Lexiii, wie schön dich hier zu sehen!", ich dachte schon gar nicht mehr daran, dass wir uns in letzter Zeit in irgendwie unangenehmes Schweigen gehüllt hatten, aus Angst nicht mehr zusammengehören zu können anhand dessen, was zuletzt zwischen uns passiert war. Auch wenn es schon eine Weile her war, es beschäftigte mich und sie sicherlich auch, ich machte mir sorgen, dass wir nicht mehr normal miteinander würden reden können. Zumindest sonst, gerade machte ich das nicht mal ansatzweise. Ich war einfach froh, meine hübsche beste Freundin neben mir sitzen zu haben und demnach rückte ich mit dem Stuhl auch direkt ein wenig näher zu ihr heran.

azrayy.gif

A center of attention, can you feel them? Even when we're up against the wall you've got me in a crazy position yeah, if you're on a mission uh-uh you got my permission. We can get down like there's no one around, we'll keep on rockin', we'll keep on rockin', rockin', cameras are flashin' while we're dirty dancin' they keep watching keep watching Feel's like the crowd is saying: Gimme, Gimme more, Gimme, More, Gimme, Gimme, More, Gimme, Gimme more, Gimme, More, Gimme, Gimme, More

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Lexi
Gelöschter Benutzer

Re: Tanzzelt

von Lexi am 19.08.2018 02:14

Das große Saison-Abschlussfest der Quidditch League war bereits seit einigen Stunden in vollem Gange. Am Nachmittag und in der ersten Hälfte des Abends hatte ich mich tatsächlich als die Journalistin, als die ich eingeladen worden war, unter die Menge gemischt, hier und da ein interessantes Gespräch geführt und auf pikante Informationen und alkoholgeschwängerte Eskalationen gelauert, aber was das anging, war die Feier bisher relativ ruhig verlaufen. Vermutlich war es nicht unbedingt hilfreich, dass der Veranstalter dieser Party ein populäres Quidditchmagazin war. Die Anwesenden schienen sich in den meisten Fällen ziemlich bewusst darüber zu sein, dass sie hier ständig unter Beobachtung standen. Bis auf ein paar kleinere, über das verbale Level nicht hinausreichende Auseinandersetzungen zwischen Mitgliedern verschiedener Quidditchmannschaften, die in dieser Saison gegeneinander gespielt und - natürlich zu Unrecht - verloren bzw. gewonnen hatten, und ein, zwei schon jetzt eher unglaubwürdige Gerüchte hatte der Tag bis jetzt nichts ergeben. All das rechtfertigte noch keinen Artikel. Sinnlos war meine Zeit hier bisher trotzdem nicht verstrichen; ich hatte ein paar neue Kontakte knüpfen können und mich eigentlich recht gut unterhalten. Es war schließlich nicht verboten, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Aber für intensive investigative Interviews fehlte einem der ruhige Rückzugsort. In der Menge war es zu laut und zu voll, um ein tiefgründigeres Gespräch zu führen, daher war die einzige Option, an eine gute Schlagzeile zu kommen, darauf zu warten, dass die ausgelassene Grundstimmung und der Alkohol die anwesenden Berühmtheiten dazu brachten, sich zu vergessen und ein wenig über die Strenge zu schlagen. Oder wenigstens etwas auszuplaudern, dass sie sonst nicht ausplaudern würden. Mein Instinkt sagte mir allerdings, dass daraus heute nicht mehr viel werden würde. Ich war in meiner Karriere als Journalistin für den Tagespropheten bereits auf so einigen Veranstaltungen gewesen und erkannte inzwischen, bei welchen Events es sich lohnte, nüchtern und am Ball zu bleiben, und wann die Stimmung darauf hinwies, dass man es gut sein lassen und den Abend genießen konnte. Und genau das hatte ich mit dem Rest des schon recht weit fortgeschrittenen Abends vor. Ich würde zwar weiterhin meine Augen und Ohren offenhalten, aber mir schien, als würde zum aktuellen Zeitpunkt nichts dagegen sprechen, mich ein wenig zu amüsieren. Den Grundsatz "Erst die Arbeit, dann das Vergnügen" hatte ich ja längst erfüllt und bis auf das eine oder andere Glas Champagner, das ich in der Hand gehalten hatte, um bei den Gesprächen nahbarer zu wirken, war ich dem Alkohol heute noch nicht wirklich nahe gekommen. Das plante ich jetzt zu ändern. Ich begab mich Richtung Bar und stibitzte mir auf dem Weg dahin noch ein Glas Champagner von einem der herrenlos durch die Menge schwebenden Tabletts. Mit dem Glas in der Hand lehnte ich mich rückwärts an den Tresen. Während ich die Tanzenden musterte und in der Menge nach bekannten Gesichtern suchte, nahm ich immer wieder einen Schluck, bis das Glas leer war. Gerade, als ich Nachschub in Form eines Glases Feuerwhisky, das mich gleich in die richtige Stimmung versetzen sollte, bestellt hatte, entdeckte ich einen befreundeten Quidditchspieler an der Bar, mit dem ich ein angeregtes Gespräch begann, in dessen Lauf der Inhalt dieses und noch eines weiteren Glases den Weg in meine Kehle fanden. Schließlich verabschiedete er sich, um nach seiner Begleitung zu sehen, die vermutlich im Loungezelt auf ihn wartete. Ich bestellte mir noch ein Glas und drehte mich wieder Richtung Tanzfläche, die sich inzwischen mit lautstark feiernden und ausgelassenen Menschen gefüllt hatte. Mir war ebenfalls nach feiern zumute, was sowohl an meiner guten Laune lag, als bestimmt auch an dem angenehmen Pegel, den ich mir mit den Gläsern erarbeitet hatte.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 19.08.2018 02:27.

Roger
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Tanzzelt

von Roger am 06.08.2018 13:28

Das große, weiße Zelt ist von drei Seiten geöffnet und hat einen hölzernen Parkettboden, der perfekt zum Tanzen geeignet ist. Von hier kommt die Musik, die über die gesamte Fläche des Festplatzes tönt, hier ist sie jedoch am lautesten. An der vierten Seite, die von der Zeltplane geschlossen ist, ist eine lange Bar aufgebaut, deren Getränkeliste sich im Laufe des Abends um viele alkoholische Kreationen verlängert.


GEBURTSDATUM

01.06.1978

TRIKOTNUMMER
21

TREFFERQUOTE
78.8%

HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT
263km/h

GESPIELTE LIGASPIELE
22

GEWONNENE LIGASPIELE
16

Früher Jäger und Kapitän der Hausmannschaft von Ravenclaw, heute Jäger und seit 2000 auch Kapitän der Tutshill Tornados. Roger Davies' größte Stärken als Spieler liegen in seinem flinken, zielgenauen Passspiel und der intensiven, sowie vertrauten Zusammenarbeit im Jäger-Trio. Auch seine Strategie als Mannschaftskapitän beruht auf dem eingespielten Miteinander seines Teams und der Schnelligkeit, in der die hart antrainierten Manöver durchgeführt werden. Diese hohen Passgeschwindigkeiten bergen zwar ein großes Risiko, halten den Gegner aber auch dauerhaft in Atem, was die ausdauerstarken Tornados zu einem gefährlichen Konkurrenten im Kampf um den Quidditchpokal macht. Davies' bislang größte Leistung bestand darin, die Tornados bereits in seiner ersten Saison als Kapitän zum Sieg in der britisch-irischen Quidditch-Liga zu führen.

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