Wiese

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Gabriel

29, Männlich

  Schnatz-Wacher

Tutshill Tornados Daily Prophet Journalist Hogwarts Hufflepuff Abschluss Halbblut Gut Animagus

Beiträge: 56

Re: Wiese

von Gabriel am 21.08.2018 17:35

„Offensichtlich.", antwortete ich meiner Arbeitskollegin mit einem leichten Schmunzeln, ehe ich meine Stirn ein wenig in Falten legte. „Das wusstest du nicht?", fragte ich etwas verblüfft nach obwohl ich Tessa gut verstanden hatte. Natürlich hätte ich ihr noch mitteilen können, dass auch Lexi sich noch hier auf der Party herum trieb, doch war mir bekannt, dass die beiden sich nicht unbedingt wirklich mochten, weswegen ich diese Information lieber für mich hielt. „Entschuldige, ich wusste nicht, dass du daran Interesse gehabt hättest." Ich wusste wirklich nicht, dass sie sich hätte vorstellen können zusammen her zu kommen, allerdings hätte ich sie dies auch nicht gefragt, wenn ich es getan hätte. Freundschaft hin oder her, aber sie hätte mir meinen Job hier durchaus erschwert, weswegen ich ihr, sowie Lexi, oder sonstigen Leuten, die mich näher kannten, absichtlich aus dem Weg gegangen war. „Beim nächsten Mal, ok?" Ich schenkte ihr ein Lächeln, bevor ich einen kleinen Schluck aus meinem Glas nahm.
Mein Blick glitt noch einmal kurz über die Wiese, in der Hoffnung etwas interessantes zu erblicken, allerdings schien alles recht gesittet. Als wäre ich auf einer zu groß geratenen Familienfeier. Sicherlich erfreute es die Redaktion des Quidditch League Magazins, dass es hier so friedlich zu ging, aber für die anderen Zeitung war dies wohl eher weniger von Interesse. So gemein es auch klang, aber mit Schlagzeilen zu irgendwelchen Prügeleien oder so etwas, verdiente man eben die meisten Galleonen und das war für mich von größerem Interesse als eine perfekt-harmonische Party. Etwas, das mir kurz darauf ein bisschen leid tat – immerhin war auch Roy einer von ihnen und ich wollte ihm sicherlich nichts schlechtes. „Ich hoffe übrigens, dass du nicht zu traurig darüber bist, dass die Falcons nur dritter geworden sind." In meinen Augen lag ein leicht frecher Blick, schließlich war es bekannt, dass Quidditchfans gerne mal leidenschaftlich werden konnte. Ich selber war kein übermäßiger Fan des Spiels, ich bevorzugte Fußball aber damit konnten nicht allzu viele etwas anfangen, doch irgendwie hatten es mir die Tornados es mir schon von der Schulzeit an irgendwie am meisten zu gesagt.

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Lucian

31, Männlich

  Anfänger

Falmouth Falcons Quidditchspieler Kapitän Treiber Hogwarts Slytherin Abschluss Reinblut Neutral

Beiträge: 306

Re: Wiese

von Lucian am 21.08.2018 17:19

Als Roger mir folgte und auch direkt wieder seine Stimme vernahm konnte ich nicht anders als meine Augen zu verdrehen. Den kleinen Funken in mir, der sich darüber freute, dass er nicht einfach mit einem Getränk an der Bar stehen blieb und sich dort mit Merlin-weiß-wem unterhielt, übertünchte ich schnell mit der Erinnerung daran, wie er der jungen Frau eben eine Haarsträhne hinters Ohr gestrichten hatte. Ich hatte direkt wieder weggesehen, denn ich wusste was auf eine solche Geste folgte und ich wusste, dass es mich nervte. Genau wie es mich jetzt gleich schon wieder nervte – und den Funken erlischen ließ.
Ich gab lediglich ein leichtes Schnauben von mir, als er sich danach erkundigte ob ich die Party nicht genießen würde. Nein, gerade ganz und gar nicht. Eigentlich die ganze Zeit schon nicht. Mein Instinkt hatte mich wirklich von Anfang an nicht im Stich gelassen. Ich hatte gewusst, dass die Party mich nur verärgerte und weiter verärgern würde. Er wollte, dass ich mich ausließ? Bitte. Konnte er haben. Zumindest eine abgeschwächte Form von dem, was ich am liebsten äußern würde, doch waren hier auf der Wiese zu viele Zeugen. Nicht, dass ich vor hatte ihn zu schlagen oder tatsächlich anzuschreien, aber es musste ja nicht gleich noch eine Journalistin von der Hexenwoche oder so mitbekommen wie ich gelaunt war und dies unnötig aufbauschen. „Nein Roger, ich genieße die Party nicht, aber meine Meinung ist ja ohnehin irrelevant." Ich war, noch während ich gesprochen hatte, stehen geblieben. Allerdings nur um meinen Zauberstab zu ziehen – ich hielt die Gläser beide in einer Hand, was ich als umständlich empfand, doch wollte ich normalerweise eine Hand frei haben. Mit einer simplen Handbewegung, und einem nonverbalen Zauber, dass die Gläser zu schweben begannen und ich sie einfach loslassen konnte. Meinen Stab steckte ich schließlich wieder weg und blickte meine unfreiwillige Begleitung aufgrund unseres Größenunterschieds von unten herauf an. „Die Hauptsache ist, dass du sie genießt, nicht? Ich möchte dich wirklich nicht beim Feiern aufhalten. Deine weibliche Gesellschaft vermisst dich sicherlich bereits und sie warten zu lassen wäre tragisch." Davon abgesehen wartete auf mich selbst eine Blondine darauf, dass ich zurückkam. Obwohl ich mir nicht so sicher war ob Tessa noch wartete, immerhin hatte es schon lang genug gedauert bis ich meine Getränke von der Barhexe erhalten hatte und nun war hier noch Roger, der meine Aufmerksamkeit wollte. Was mich normalerweise freuen würde, immerhin verbrachte ich gerne Zeit mit Roger und bekam noch lieber Aufmerksamkeit, allerdings war ich nicht gut auf ihn zu sprechen. Oder sprach er generell nur mit mir, weil ihn die Blondine doch abserviert hatte? Amüsant wäre es. Doch daran glaubte ich nicht. Niemand würde Roger jetzt noch abweisen. Eine weitere Sache, die mich störte. Noch mehr Fans. Noch mehr Groupies. Noch mehr Interesse an dem Junggesellen, der hin und wieder auf ein paar Dates ging.


Antworten Zuletzt bearbeitet am 21.08.2018 17:42.

Raphael

29, Männlich

  Hausmannschaftsspieler

Ballycastle Bats Daily Prophet Journalist Hogwarts Hufflepuff Abschluss Muggelstämmig Neutral Okklumentik Legilimentik

Beiträge: 53

Re: Wiese

von Raphael am 21.08.2018 14:31

Ich wusste wirklich nicht genau, wieso ich eigentlich länger geblieben war, als nötig. Immerhin hatte ich es mir zu Beginn der Party noch zur Aufgabe gemacht, tatsächlich Informationen für einen möglichen Artikel zu sammeln und dabei auch Lexi Davies bemerkt, die wohl ebenso erpicht auf Informationen war. Nachdem ich allerdings nach einer Weile des Leute Ansprechens und abgewiesen Werdens ein wenig den Elan verloren hatte, mich weiter irgendwie mehr oder weniger zu blamieren, hatte ich doch tatsächlich beschlossen, mir einfach bei der Wiese, ein wenig abseits von den größeren Menschenmassen einen Sitzplatz zu suchen und mich dort entspannt niederzulassen. Ich hatte mich seit langem nicht mehr getraut, aus dem Haus zu gehen, höchstens zur Arbeit und zu Orten, an denen ich Nachforschungen anzustellen hatte und selbst das tat ich eher widerwillig. Im Büro zog ich mich hinter meine kleinen Pappwand zurück, die mich und meine Arbeitsbucht von den anderen trennte und vergrub mich ganz und gar in Pergament und Tinte. Gespräche vermied ich so gut es möglich war und wenn ich mit jemandem sprechen musste, fasste ich mich kurz und beendete die Unterhaltung so schnell wie möglich. Es war mir einfach unangenehm, andere Menschen zu treffen, zumindest war es das bisher gewesen und nachdem ich zumindest ein wenig über meinen Selbsthass hinweggekommen war, fühlte ich mich oft einfach nur noch fehl am Platz oder irgendwie unerwünscht. Also musste ich wohl vorerst damit leben, mehr oder weniger allein zu sein, auch wenn das nicht wirklich das war, das ich mir wünschte. Oder, ich traf eben wie heute Entscheidungen, die mich wohl zumindest ansatzweise wieder unter Menschen brachten. Na gut, vielleicht wusste ich doch, weshalb ich geblieben war. Ich hatte es einfach satt, allein in meiner Wohnung zu hocken und Trübsal zu blasen, das half ja auch nichts und ich musste nunmal auch irgendwann beginnen an mir zu arbeiten. Wie sollte ich das schaffen, ohne unter Leute zu gehen? Ich musste einfach über meinen Schatten springen und mich etwas zusammenreißen. Und das hatte ich ja hiermit getan.
Ich beobachtete also von meiner Position aus einige Menschen, teilweise waren sie bereits so betrunken, dass sie nicht mehr gerade gehen konnten und der dämmernde Himmel bestätigte mich in meiner annahme, dass sie wohl auch schon eine Weile hier waren und genug zeit gehabt haben, sich zu besaufen. Ich selbst hielt nicht allzu viel von Alkohol, ich mochte es einfach nicht, betrunken zu sein. Es war ein merkwürdiges Gefühl. Ich hatte immer zu den Leuten gehört, die die betrunkenen lieber beobachteten und froh waren, sich selbst nicht so zu blamieren. In einiger Entfernung entdeckte ich einen der Quidditchspieler, die ich zuvor angesprochen hatte, dieser hatte mich lediglich mit den Worten "Verzeihung, ich lasse mir nur ungern meine Karriere von einem Zeitungsfatzke ruinieren." abgewimmelt. Zu meiner eigenen Überraschung hatte mich das nicht wirklich getroffen, vermutlich weil ich fand, dass er recht hatte und ich musste ihm ja keine Informationen entlocken. Als ich meinen Blick dann weiter durch die Menge schweifen ließ, erkannte ich noch mehrere bekannte Gesichter, doch eins stich - aus meiner Perspektive war das absehbar - besonders heraus. Natürlich war Roger Davies hier, es wäre dumm von mir gewesen, anzunehmen, dass er sich von dieser Party fernhielt, immerhin gehörte er zum Siegerteam und das gönnte ich ihm allemal, nach dem riesen Skandal, der um ihn geschehen war hatte er das wirklich souverän durchgezogen und gewonnen.
Natürlich bemerkte ich, dass Zoey bei ihm stand und auch fiel mir auf, dass ihr Gespräch irgendwie zweideutig schien, zumindest anhand der Mimik, die ich bei Davies beobachten konnte, da Zoey mir mit dem Rücken zugewandt dastand und ich so nur sein Gesicht sehen konnte. Ich hätte ehrlich darauf verzichten können, doch konnte ich meinen Blick auch nicht abwenden, das war wie bei einer katastrophe oder einem Unfall, wenn etwas so schrecklich war oder so unglaublich - im negativen Sinne - dass man einfach nicht wegsehen konnte...Nein, dachte ich dann und schüttelte mich, ich würde diese negativen Gedanken nicht zulassen, jetzt wieder mit Hass anzufangen war nicht der richtige Weg. Außerdem entfernte er sich kurz darauf sowieso aus meinem Blickfeld. Für eine Millisekunde tauchte in meinem Kopf der Gedanke aus, zu Zoey hinüberzugehen, immerhin wirkte sie ein wenig stehengelassen, aber im nächsten Moment dachte ich, dass ich sicherlich nicht der erste wäre, den sie würde sehen wollen. Auch nicht der zweite oder überhaupt jemand und ich hatte ihr versprochen, dass sie mich nicht wiedersehen musste, also verdrängte ich den Gedanken schnell, auch wenn ein Gespräch sicher nett hätte werden können.

Raphraph.gifRaphiiii.png

glass_1.jpgglass_2.jpgglass_3.jpg

He might be there but you'd never notice got a lot to say but he's soft spoken. He's a book that just isn't open a tiny ripple in a stormy ocean cause theres way too many things going on in his head and he's always in his head thinking too far ahead could've gone to prom but instead he lays in bed thinkin' of all the things that he left unsaid till hes red.
Sorry Mister Glass the world has a way but now im sure you're heard many people say you miss every opportunity you dont take
Mister Glassman! he's really soft spoken you never notice glass unless its broken.

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Roger
Administrator

31, Männlich

  Anfänger

Tutshill Tornados Quidditchspieler Kapitän Jäger Hogwarts Ravenclaw Abschluss Halbblut Gut

Beiträge: 565

Re: Wiese

von Roger am 21.08.2018 02:02

Seinen Kommentar und seine gespielt freudige Art bezog ich auf die Party, nicht auf mich. Ich kannte Lucian's Geschmack, ich konnte mir gut vorstellen, dass ihm ein riesiges Sommerfest mit Bierzelten und lauter umherrennenden Journalisten nicht sonderlich zusagte, und ich hatte ja keine Ahnung, was ihm bisher zugestoßen war. Ich konnte nicht ahnen, dass ihn meine Art zu Sprechen nervte, ich ging ja nicht davon aus, dass er mich nachäffte, und deshalb grinste ich einfach weiter. Wenn er genervt war, dann würde ich ihn schon irgendwie aufmuntern, es war doch eine Schande, wenn man einen so schönen Abend missmutig verbrachte, und ich war mir sicher, dass ich wusste, wie ich Lucian wieder aufmuntern konnte. Das war der Vorteil daran, wenn man sich so oft sah. Ich hatte ihn mit der Zeit persönlich besser kennengelernt, kannte seine Eigenarten und wusste, wie ich mich auf ihn einstellen konnte. Wir verbrachten oft Zeit zusammen, und ich tat es ehrlich gesagt immernoch ziemlich gerne. Zumal ich seit Monaten mit niemand anderem etwas am Laufen gehabt hatte, also war er der Mann für alle Fälle. Egal, was wir machten, wenn wir uns trafen, es wurde nie langweilig und wir kamen beide auf unsere Kosten.
Ich hatte nicht wirklich von ihm erwartet, dass er mir etwas kaufte, es war ein Scherz gewesen. Einen, den er wohl so lustig fand, dass er ihn gleich weiter spielen wollte, indem er mir ein Getränk kaufte, wie es schien. Aber das war eigentlich gar nicht das gewesen, was ich meinte. Dass ich Anspruch auf den zweiten Drink erhoben hatte, hatte eigentlich heißen sollen, dass er, für wen auch immer dieser Drink gemeint war, vergessen und sich lieber mit mir unterhalten sollte. Dass er diese Bedeutung wahrscheinlich aktiv ignorierte, kam mir auch nicht in den Sinn, denn jetzt hatte ich ein Getränk, ohne, dass ich es selber hatte bestellen müssen, das war doch großzügig von Lucian. Sein So bin ich eben. klang trocken, und als er sich so süßlich von mir verabschiedete, dämmerte mir langsam, dass Lucian wohl wirklich mies gelaunt war. Wie gut, dass ich zur Stelle war. Ich schaute ihm einen Moment lang dabei zu, wie er Anstalten machte, sich von mir zu entfernen, bevor ich ihn mit ein paar leichten Schritten einholte. "Nicht so schnell, Lucian, was ist denn los? Genießt du die Party nicht?", sprach ich ihn von der Seite an. Mein Ton war noch immer locker, und man konnte mein Lächeln noch immer heraus hören, aber ich versuchte, nicht ganz so überschwänglich zu sprechen, wie vorher. Das war offenbar nicht so gut angekommen, merkte ich jetzt, und ich hatte die Erfahrung gemacht, dass es Leute in verdrießlicher Stimmung nicht sonderlich gefiel, wenn man ihnen seine eigene Freude unter die Nase rieb. Außerdem wählte ich diesen etwas ernsteren Ton, um ihm zu verstehen geben, dass er, wenn er irgendetwas zu erzählen hatte, sich gern bei mir auslassen konnte, wenn er es denn wollte.


GEBURTSDATUM

01.06.1978

TRIKOTNUMMER
21

TREFFERQUOTE
78.8%

HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT
263km/h

GESPIELTE LIGASPIELE
22

GEWONNENE LIGASPIELE
16

Früher Jäger und Kapitän der Hausmannschaft von Ravenclaw, heute Jäger und seit 2000 auch Kapitän der Tutshill Tornados. Roger Davies' größte Stärken als Spieler liegen in seinem flinken, zielgenauen Passspiel und der intensiven, sowie vertrauten Zusammenarbeit im Jäger-Trio. Auch seine Strategie als Mannschaftskapitän beruht auf dem eingespielten Miteinander seines Teams und der Schnelligkeit, in der die hart antrainierten Manöver durchgeführt werden. Diese hohen Passgeschwindigkeiten bergen zwar ein großes Risiko, halten den Gegner aber auch dauerhaft in Atem, was die ausdauerstarken Tornados zu einem gefährlichen Konkurrenten im Kampf um den Quidditchpokal macht. Davies' bislang größte Leistung bestand darin, die Tornados bereits in seiner ersten Saison als Kapitän zum Sieg in der britisch-irischen Quidditch-Liga zu führen.

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Lucian

31, Männlich

  Anfänger

Falmouth Falcons Quidditchspieler Kapitän Treiber Hogwarts Slytherin Abschluss Reinblut Neutral

Beiträge: 306

Re: Wiese

von Lucian am 19.08.2018 23:36

Während ich auf meine Bestellung wartete, konnte ich nicht verhindern fast schon ein wenig genervt auf meine Uhr zu blicken, die sich an meinem linken Handgelenk befand und allerlei Schnick-Schnack besaß, den ich im Grunde gar nicht brauchte. Zumindest im gewöhnlichen Alltag nicht. Doch waren die Uhren, die man traditionellerweise zur Volljährigkeit erhielt, mit dem gesamten Kram ausgestattet. Mondzyklus, Planetenkonstellation und so etwas. Zu meinem Leid benötigte die Frau hinter der Bar länger als es mir lieb war, doch stand ich hier schließlich nicht als einzige Person – auch wenn ich mir selber natürlich immer den Vorrang geben würde, doch die Dame hinter dem Thresen schien dies nicht so zu sehen. Dementsprechend blickte ich wie die Zeiger meiner Uhr sich langsam bewegten, fast war es so, als würden sie dadurch nur noch langsamer werden. Ich hätte mich umsehen können, sicherlich, doch hätte dies auch keinen Unterschied gemacht. Bis auf vielleicht den kleinen Punkt, dass ich Roger hätte kommen sehen bevor ich ihn hörte. Mein Blick ging instinktiv zur Seite, als ich meinen Namen hörte und kurz darauf auch schon ein Klopfen auf meiner Schulter spürte. Noch bevor ich antwortete, überkam mich das Bedürfnis seine Hand, die kurz auf meiner Schulter verweilte, wegzuschieben; allerdings kam er mir, gütigerweise, zuvor. „Und ich kann mir absolut nichts schöneres vorstellen womit ich meine Zeit stattdessen hätte verbringen können.", antwortete ich ihm in einem gespielt überschwänglichen Ton um ihn zu imitieren, während sich ein übertrieben freundlicher Blick sich auf mein Gesicht stahl. Mein Blick glitt zurück zur Bar, wo die Hexe die Getränke abgestellt hatte und ich wies sie mit einer Handbewegung an mir noch eins hinzustellen. Schließlich war es hier drinnen nicht gerade leise. Zu meinem Glück schenkte sie sofort ein drittes Glas ein, das ich Roger in die Hand drückte. „So bin ich eben.", sagte ich dieses mal deutlich nüchterner und schenkte auch seinem Grinsen keine sonderliche Beachtung. Stattdessen griff ich die anderen beiden Gläser, von dem ich eins für Tessa vorgesehen hatte. Er hatte sich vorher mit irgendwem vergnügt und jetzt hatte ich eben auch meine Konzentration auf wen anders gelegt. „Ich wünsche noch viel Vergnügen.", flötete ich ihm dieses Mal wieder in einem fast schon ekelhaft freundlichen Ton zu – direkt in sein Ohr, damit ich nicht so laut sprechen musste, und drehte sowohl ihm als auch der Bar den Rücken zu. Der Weg aus dem Zelt war ziemlich kurz und augenblicklich wurde es leiser, immerhin sorgte Zauber dafür, dass es hier draußen zwar Musik gab, aber sie nicht so unangenehm laut war wie in dem Zelt.


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Tessa
Gelöschter Benutzer

Re: Wiese

von Tessa am 19.08.2018 21:54

Nachdem Lucian verschwunden war um mir ein weiteres Glas zu bringen, stand ich weiterhin an dem Stehtisch. In solchen Momenten wäre ich dann doch am Liebsten zu Hause geblieben und hätte einen der Artikel fertig geschrieben die ich vor einer Woche schon angefangen hatte.. aber nein ich war hier und vergeudete meine Zeit mit Alkohol und einer Party auf der nicht wirklich etwas passierte. 
Hin und wieder liefen ein paar Leute an dem Stehtisch vorbei an welchem ich stand, jedoch machte ich mir noch nicht einmal die Mühe herauszufinden wer es war, da jeder in einem Gespräch war und - wo genau war eigentlich Lucian geblieben?
Ich lehnte mich von meinem Stehtisch ab und blickte umher aber Lucian sah ich nicht. Vielleicht hatte er ja untwegs jemanden getroffen den er kannte. 
Seufzend nahm ich meine Tasche von dem Stehtisch und machte mich zum nach Hause gehen bereit, als ich mich noch einmal umblickte und dann Gabriel in der Menge stehen sah, der mir auch genau in diesem Moment zuwinkte. 
Mit einem Lächeln lief ich auf meinen Arbeitskollegen zu, da er dort genauso alleine stand wie auch ich bis zuvor. "Hey Gabriel, du auch hier", stellte ich fest und musterte ihn. Er war schick angezogen- genauso wie man es aber auch machte bei dieser Art von Event.
"Ich wusste gar nicht dass sie mehrere von uns hierher geschickt hatten, sonst hätten wir doch auch zusammen herkommen können", sagte ich und schenkte ihm ein Lächeln. Er war wirklich nett und ich kannte ihn sogar schon aus dem Hogwartszeiten, in welcher wir jedoch nicht all zu viel miteinander zu tun hatten, da wir in verschiedenen Häusern waren.. aber nun wo wir uns fast jeden Tag auf der Arbeit trafen hatte sich eine gute Freundschaft zwischen uns ergeben.

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Roger
Administrator

31, Männlich

  Anfänger

Tutshill Tornados Quidditchspieler Kapitän Jäger Hogwarts Ravenclaw Abschluss Halbblut Gut

Beiträge: 565

Re: Wiese

von Roger am 19.08.2018 20:43

Die Wahrheit war, ich war mir nicht bewusst, dass ich mit Zoey flirtete. Wäre ich ein Außenstehender, und könnte sehen, wie ich mich verhielt und welche Wirkung ich auf sie hatte, oder hätte ich auch nur den leisesten Schimmer, was in ihr vorging, dann wäre es mir wahrscheinlich gedämmert, dass dies nicht die unschuldige Konversation war, für die ich sie hielt. Aber ich fühlte mich siegestrunken, euphorisch, alles was ich tat oder sagte fand seinen Ursprung in meiner kompletten Ausgelassenheit. Meine Nähe zu ihr, die Vertrautheit, meine Worte, sie waren alles Produkte dieses Gefühls. In ihr sah ich eine Gleichgesinnte, vor der ich meine Überschwänglichkeit nicht hemmen musste, da sie den Grund dafür genauso spürte, wie ich. Für ein paar Tage, bis der ernst des Lebens wieder begann, konnten wir uns in unserer Sorglosigkeit treiben lassen. Vielleicht spielte auch mein bisheriger Umgang mit Zoey eine Rolle in meinem jetzigen Verhalten. Wir hatten noch keine freundschaftliche Dynamik entwickelt, und ich hatte zwar versucht, so etwas aufzubauen, aber bisher war ich nicht so weit gekommen, da es gereicht hatte, wenn sie zu mir aufsah und meine Bitten und Ratschläge befolgte. Ich bildete mir ein, dass meine leitende Hand ihr dorthin geholfen hatte, wo sie jetzt war. Nicht ausschließlich, das war mir klar, es brauchte schon eine ganz bestimmte Art von Kämpfer, sich in so kurzer Zeit so weit vor zu arbeiten, und Talent hatte Zoey zweifelsohne auch. Allerdings hätte ich als Kapitän es mir auch sparen können, extra auf sie zu achten, sie zu fördern, wo ich konnte, und auch die Trainer von meiner positiven Meinung zu überzeugen. Ich war mir von Anfang an bewusst, dass auch sie ein Auge auf mich geworfen hatte – in einem ganz anderen Sinne des Wortes – und ich konnte nicht von mir sagen, dass ich das nicht, bis zu einem bestimmten Grad, für meine eigenen Absichten ausgenutzt hatte. Nicht, weil ich sie hinters Licht führen wollte, ich brachte sie ja nicht dazu, unmoralische Dinge zu tun; ich würde schon sagen, dass sich alles, zu dem ich sie brachte, positiv auf ihre eigene Karriere und Zukunft auswirkte, und ich ihr also demnach einen Gefallen tat, wenn ich meinen Charme dazu ausnutzte, sie in die richtige Richtung zu lenken. Es war mir dabei jedoch nicht klar, dass ich mit ihren Gefühlen spielte, immerhin hatte sie mir bisher nie etwas dergleichen gestanden oder ihrerseits einen Versuch gemacht, irgend etwas zum Laufen zu bringen. Es war allerdings auch nichts, was ich verstand oder jemals erlebt hatte. Wenn ich eine Person mochte, dann wusste sie das schnell, und wenn sie dieselbe Meinung von mir hatte, wurde eben mehr daraus. Ich hatte nicht oft mit Zurückweisung zu tun, aber wenn, dann wusste ich, wie ich damit umzugehen hatte. Allerdings, und das wusste ich selbst zu diesem Zeitpunkt nicht einmal selber so genau, hatte ich niemals eine Frau getroffen, für die ich ernsthafte romantische Gefühle gehabt hatte. Dessen ungeachtet, ich unterschätzte, wie stark meine Wirkung auf Zoey wirklich war. Es war nicht meine Absicht, ihr falsche Hoffnungen zu machen, diese Art von leichtem Flirten stufte ich als komplett harmlos ein, wenn nicht gar als Ansporn.
Wenn ich in diesem Augenblick allerdings gemerkt hätte, dass ich gerade mit Zoey flirtete, dann wäre mir auch bewusst geworden, dass sie ebenfalls ein wenig zurück flirtete. Nicht sonderlich offensiv, das würde niemand von ihr erwarten, aber sie stieg auf das ein, was ich sagte, und hielt die Sache in Gang. Es fiel mir jedoch nicht auf. Ihr neckender Ton, ihr Toast als wir die Gläser erhoben, ihre lebhafte Röte, das Glitzern in ihren Augen. Ich bezog es auf das, was auch ich fühlte, unwissend, dass das nicht alles war. "Danke, danke.", antwortete ich mit einem Grinsen im Gesicht und einer Hand auf der Brust. Ich deutete eine kleine Verbeugung an. Keine falsche Bescheidenheit, ich verdiente das Lob, das wusste ich. Doch wir hatten beide diese Art von Austausch schon oft genug hinter uns, dass wir es mit Humor nehmen konnten. Sie wusste, dass ich nichts ohne das Team war, und dass der Verdienst nicht komplett mir zuzuschreiben war, doch dies war ein lockerer, neckischer Austausch. Auch die Doppeldeutigkeit ihres Trinkspruchs bemerkte ich nicht. Sie meinte das, was ich meinte, es gab nichts Wichtigeres für mich in diesem Moment, auf das man anstoßen könnte.
Das Lächeln auf meinen Zügen, das man als zufrieden wenn nicht gar selig beschreiben konnte, verbreitete sich nur, als mir Zoey bestätigte, dass sie genau das fühlte, was ich von ihrem Gesicht abgelesen hatte. Man sah ihr das Glück an, das sie spürte, und von dem ich mir sicher war, dass es auch mir ins Gesicht geschrieben stand. Auch meine Wangen waren leicht gerötet, von der Nachmittagshitze und dem Alkohol, aber hauptsächlich von der Aufregung und der Freude. Zusammen mit den kunstvoll verwuschelten Haaren und dem Schimmern hinter meinen Augen, sah man auch mir wahrscheinlich meine gute Stimmung schon von Weitem an. Dass Zoey dazu eine Bemerkung machte, hinterfragte ich also nicht. Jedem stand Freude wahrscheinlich besser als Missmut, und der Gewinn der Meisterschaft war wohl für mich ein größerer Grund zur Freude als alles andere. Ich sagte nichts, trotzdem schenkte ich ihr ein strahlendes Lächeln an Stelle einer Antwort.
Ein sanfter Windstoß erreichte uns und fuhr durch die Grashalme, ließ die Blätter der Bäume rascheln und verschaffte uns eine Sekunde der Erfrischung. Es wurde langsam Abend. Eine lose Strähne aus Zoeys Frisur war ihr ins Gesicht gepustet worden; aus einem Impuls heraus streckte ich die Hand danach aus, und strich sie sanft wieder hinter ihr Ohr. Es hatte wirklich nichts zu bedeuten, meine Zuneigung für Zoey ging nicht über die eines Mentors hinaus, und doch fühlte es sich in diesem Augenblick richtig an, sie zu berühren. Ich nahm die Hand nicht weg, stattdessen legte ich sie ihr für einen Moment auf die Schulter, und strich dann ihren Arm hinab, bis ich ihre Hand fand, die ich kurz drückte. "Es ist schön, dass du hier bist.", sagte ich leise. Mein Blick fand ihren, und für einen Augenblick sahen wir uns einfach in die Augen. Dann ließ ich sie ganz los, und verlagerte mein Gewicht wieder nach hinten, den Abstand zwischen uns nur minimal vergrößernd, was sich jedoch wie eine plötzliche, drastische Veränderung in der Atmosphäre zwischen uns anfühlte. Ich nahm einen weiteren Schluck von meinem Sekt, und dann war das Glas auch schon leer. "Aber ich will dich nicht länger aufhalten, ich geh mal meine Freunde suchen. Ich hoffe, du hast hier heute Abend noch eine Menge Spaß!" Ich merkte nicht, dass mein Umgangston sich mit einem Mal verändert hatte, für mich war das alles bis jetzt eine Konversation zwischen Teamkameraden gewesen, mehr nicht. Jetzt, wo ich mich verabschiedete, nahm sie aber auch endlich auch für Außenstehende diesen Charakter an. Ich machte einen weiteren Schritt zurück, und hob meine Hand zum Gruß, noch immer lächelnd. Ich würde mein Lächeln an diesem Abend wahrscheinlich gar nicht mehr ablegen. "Wir sehen uns sicher noch einmal, bis später!" Mit diesen Worten verabschiedete ich mich von ihr, und ich merkte gar nicht, wie abrupt diese Wandlung war. Ich wollte sie nicht einfach so stehen lassen, aber es fühlte sich, für mich zumindest, an, als wäre unsere Unterhaltung zu einem natürlichen Ende gekommen. Sicherlich könnte man sie später noch einmal aufgreifen, aber wir hatten sicher beide viele Leute auf dieser Party, die unsere Anwesenheit begehrten.
Ich drehte mich um, um mir im Tanzzelt ein weiteres Getränk zu holen, wo ich wahrscheinlich auch Bradley und Chambers wieder aufgabeln würde, jedoch kam ich nicht so weit. Am Rande des Zeltes, an der äußeren Ecke der Bar, erblickte ich Lucian Bole, der auf seine Bestellung zu warten schien. Ein Grinsen breitete sich auf meinem Gesicht aus, und ich änderte meinen Kurs leicht, um mein leeres Glas auf einem der fliegenden Tabletts abzustellen, bevor ich zu ihm hinüber kam. "Lucian! Ich wusste doch, dass du dich hier irgendwo rumtreibst." begrüßte ich ihn überschwänglich und klopfte ihm, als ich neben ihm ankam, leicht auf die Schulter, wo meine Hand dann ein paar Sekunden lang verweilte, bis ich ihn wieder los ließ. Bevor er antworten konnte, hatte uns die Barhexe zwei Gläser vor die Nase gestellt. Ich erkannte die bernsteinfarbene Farbe meines go-to Getränks in fast jeder Bar sofort. "Hast du mir auch einen bestellt? Wie lieb von dir.", bemerkte ich scherzhaft. Es war mir schon klar, dass Lucian mir nicht einfach ein Getränk kaufen würde, wenn wir uns noch nicht gesehen hatten an diesem Abend, aber ich wollte auch nicht, dass er gleich wieder abhaute, um zu seiner Begleitung, oder wem auch immer einen Whiskey kaufte, zurück zu kehren. Jetzt war ich hier, und ich war in Feierstimmung, und ich wollte mit ihm zusammen feiern. Wer auch immer die andere Person war, sie konnte warten. Grinsend sah ich ihn an.


GEBURTSDATUM

01.06.1978

TRIKOTNUMMER
21

TREFFERQUOTE
78.8%

HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT
263km/h

GESPIELTE LIGASPIELE
22

GEWONNENE LIGASPIELE
16

Früher Jäger und Kapitän der Hausmannschaft von Ravenclaw, heute Jäger und seit 2000 auch Kapitän der Tutshill Tornados. Roger Davies' größte Stärken als Spieler liegen in seinem flinken, zielgenauen Passspiel und der intensiven, sowie vertrauten Zusammenarbeit im Jäger-Trio. Auch seine Strategie als Mannschaftskapitän beruht auf dem eingespielten Miteinander seines Teams und der Schnelligkeit, in der die hart antrainierten Manöver durchgeführt werden. Diese hohen Passgeschwindigkeiten bergen zwar ein großes Risiko, halten den Gegner aber auch dauerhaft in Atem, was die ausdauerstarken Tornados zu einem gefährlichen Konkurrenten im Kampf um den Quidditchpokal macht. Davies' bislang größte Leistung bestand darin, die Tornados bereits in seiner ersten Saison als Kapitän zum Sieg in der britisch-irischen Quidditch-Liga zu führen.

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Gabriel

29, Männlich

  Schnatz-Wacher

Tutshill Tornados Daily Prophet Journalist Hogwarts Hufflepuff Abschluss Halbblut Gut Animagus

Beiträge: 56

Re: Wiese

von Gabriel am 19.08.2018 17:00

Ich konnte nicht behaupten, dass ich mich sonderlich auf den heutigen Tag gefreut hatte. Ich war kein Freund von Events, schon gar nicht, wenn nicht nur Journalisten und eben die A-Riege der magischen Prominenz auftauchten, sondern eben auch noch Freunde, Familienangehörige und diverse Fans, die ein Ticket ergattern konnten. Denn dies hieß vor allem eins für mich: Stress. Jede menge Stress. Doch es war eben Teil meines Jobs hier zu sein. Es war ein Teil meiner Freundschaft zu Roy, der für die Quidditch League arbeitete. Ich war mir zwar ziemlich sicher, dass er verstehen würde, wenn ich irgendeine simulierte Krankheit vorgeschoben hätte, aber andererseits .. wie könnte ich etwas bewusst verpassen von dem ich wusste wie wichtig es einem Freund war? Demnach handelte ich schon den ganzen Tag nach einem meiner „beliebtesten" Konzepte: Augen zu und durch (und Alkohol). Ich hatte Zuhause bereits ein Glas getrunken, bevor ich hier hergekommen war und seit meiner Zeit hier, hatte ich auch dauerhaft ein Glas in der Hand. Es war schließlich auch nicht so, dass ich ein Getränk nach dem anderen herunterkippte, im Gegenteil, viel mehr war es mein Ziel mich auf einem konstanten Level zu halten. Eins, bei welchem man mich noch nicht als be- oder gar angetrunken wahrnehmen würde, dafür aber mich entspannt und ruhig hielt. Dementsprechend brauchte ich mir nicht ständig ein neues zu holen, auch wenn das Getränk irgendwann nicht mehr sonderlich kalt sondern eher warm war. Ein verschwindend geringes Übel, meiner Meinung nach.
Im Gegensatz zu diversen Journalisten sprach ich nicht wirklich mit einem der hier anwesenden Quidditchspielerinnen und –spielern. Zumindest nicht in einem Interviewkontext. Hier und da gab ich mich als Freund von jemandem aus und bei anderen als Fan, der eines der Tickets erhalten hatte. Es war erstaunlich wie viel freier die Leute mit einem sprachen. Sie setzten nicht ihr Interview-Lächeln auf oder drückten sich absolut gewählt aus; sie waren sie selbst und das war etwas, nachdem ich schon immer gerne gesucht hatte. Nach ehrlichen Informationen, nicht nach solchen, die vom Management geschrieben wurden – oder zumindest gefühlt. Dementsprechend war der heutige Tag für mich nicht ganz unbrauchbar gewesen und im nachhinein auch nur halb so schlimm wie ich erwartet hatte. Doch blieb ich eben ein Freund der Vorsicht.
Ich ließ meinen Blick über die Wiese gleiten. Meaghan McCormack und weitere Spieler der Pride of Portree's betraten geradewegs das Loungezelt, vereinzelt erblickte ich Spieler der Wigtown Wanderers die mit mir unbekannten Gesichter (Freunde, Verwandte oder Fans?) sprachen und lachten, Kinder die ein wenig über die Wiese tollten und dabei den ein oder anderen Gast dabei zur Seite stießen und schließlich fiel mir auch eine meiner Kolleginnen in die Augen: Theresa „Tessa" Willow, die an einem Stehtisch war. Als unsere Blicke sich kreuzten, schenkte ich ihr ein leichtes Lächeln und hob kurz meine freie Hand um sie zu grüßen.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 19.08.2018 17:01.

Lucian

31, Männlich

  Anfänger

Falmouth Falcons Quidditchspieler Kapitän Treiber Hogwarts Slytherin Abschluss Reinblut Neutral

Beiträge: 306

Re: Wiese

von Lucian am 17.08.2018 22:53

Ich schüttelte bei ihrer Frage leicht den Kopf. „Nein, aber ich bin auch allgemein betrachtet kein übertrieben emotionaler Mensch und neige dazu unangenehm ehrlich zu sein. Es wäre mir viel zu anstrengend meine Gefühle zu unterdrücken." Eine Aussage, die wohl nicht ganz an die Wahrheit ran kam. Mag sein, dass ich Wut auch gerne mal zeigte, insbesondere auf dem Quidditchfeld, aber andere Sachen? Niemals. Obwohl ich zugegeben wirklich nicht das Gefühl hatte ein sonderlich emotionsgeladener Mensch zu sein.
„Ich stimme dir in den Punkten durchaus zu. Hat einen gewissen Charakter von der Jugendmentalität. Selbst wenn die Party vollkommen langweilig war und man nichts verpasst hat, war man noch langweiliger, wenn man nicht dort war – unabhängig ob man selber keine Lust hatte hin zu gehen oder man eben nicht eingeladen wurde." Bei dem Gedanken musste ich für einen Augenblick schmunzeln. Ich kannte diverse Leute, die sich ihre unbeschwerte Jugendzeit zurück wünschten. (Obwohl ich mich durchaus schon gefragt hatte in welcher Welt sie gelebt hatten, dass die Zeit unbeschwert war.) Ich für meinen Teil wünschte mir diesen Augenblick nicht zurück. Dafür fand ich mein Leben, genau so wie es jetzt gerade war, einfach viel zu gut. „Sicherlich ist das nur die Ruhe vor dem Sturm." War auch schon vorgekommen, dass ein Event anfänglich langweilig erschien und es später schließlich doch ziemlich gut wurde. Ob dies jedoch tatsächlich daran lag, dass noch etwas passiert war oder ich mir den Abend nur schön getrunken hatte, konnte ich jetzt im nachhinein nicht mehr so genau sagen.
„Exzellenter Geschmack.", teilte ich ihr schließlich meine Meinung mit und ließ ihr ein Zwinkern zu kommen. Auch wenn die Ansicht vielleicht mittlerweile ein wenig überholt war, verband ich Whiskey eher mit Männern. Bei Frauen hingegen war meine Assoziation Sekt oder irgendein Cocktail mit Schirmchen und Glitzerfirlefanz. „Ich bin gleich zurück." Mit den Worten wandte ich mich von Theresa ab und machte mich auf den Weg zur Bar, die nicht weit von unserem Stehtisch entfernt war. Allerdings hatte sich inzwischen eine kleine Traube um die Getränkeausgabe gebildet, jedoch war dies nichts, was mich je von irgendetwas abhielt. Mir nichts, dir nichts schob ich einfach eine mir nicht sonderlich vertraute Person, ich glaube es war die nervige Meaghan McCormack von Pride of Portree, oder wie die Quidditch League, genauer genommen Roy Willisburgh mal meinte, Shame of Portree, zur Seite. „Zwei Whiskeys.", wandte ich mich schließlich an den Barkeeper und ignorierte die empörten Laute eben jener Quidditchspielerin, die es vermutlich nur so weit in der Liga geschafft hatte, weil ihre Mutter zu den erfolgreichsten Spielerinnen gehörte, die die Pride's je unter Vertrag hatten.


Antworten Zuletzt bearbeitet am 18.08.2018 12:04.

Tessa
Gelöschter Benutzer

Re: Wiese

von Tessa am 17.08.2018 20:55

Dass er nichts weiteres dazu sagte nahm ich einfach hin. Ich würde ihn so oder so nicht darauf ansprechen und wenn doch.. dann musste ich entweder betrunken sein oder wirklich viel Mut haben. So persönliche Fragen oder Anschuldigungen waren einfach nicht mein Ding.
Aber für den Job würde ich es dennoch machen, wenn es keinen anderen Ausweg gab oder keine andere Story, aber das drängte sich nun immer mehr in den Hintergrund da Lucian und ich uns anfingen über andere Dinge zu unterhalten und eigentlich war es auch ganz interessant ein wenig über ihn kennenzulernen und vielleicht Dinger herauszufinden die ich vorher noch nicht wusste. Für gewöhnlich sprachen wir über andere Dinge wie die Arbeit auch nicht.
"Bist du so ein Mensch?", fragte ich ihn dann und grinste ihn neugierig an. "Der seine Gefühle gut überspielen kann?" Es machte mich tatsächlich neugierig, aber auf der anderen Seite würde er mir sicherlich nicht die Wahrheit sagen wenn er gerade seine Gefühle überspielte.
Auf sein weiteres Kommentar hin zuckte ich mit den Schultern. "Ich denke die meisten die von der Zeitung kommen sind nur hier weil sie sonst nicht hier wären. Es wird vielleicht ein Artikel kommen... so spannend ist es leider nun mal wirklich nicht.. außer es wird noch etwas passieren. Der Abend hat ja gerade erst begonnen", sagte ich dann schließlich und blickte mich kurz um, aber noch immer waren alle hauptsächlich in Gesprächen vertieft.
"Whiskey klingt gut", sagte ich und  schenkte ihm ein Lächeln, da ich die Höflichkeit zu schätzen wusste. Er war wie es schien nicht der Typ der sich viel um andere scherte und sich Gedanken über alles machte. Da war ich nun mal ganz anders, aber nun gut.. jeder hatte seine Macken. Viele sahen meinen Perfektionismus als Macke an. Jeder wie er wollte.

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