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Re: Buffetzelt
von Dinah am 18.08.2018 13:42Ich war einer dieser Menschen, die auf großen Partys eigentlich nicht besonders viel Spaß hatten, besonders nicht, wenn irgendwo Reporter unterwegs waren. Immer musste man aufpassen was man sagt oder tut, da einige von ihnen großen Spaß daran hatten einem die Worte im Mund zu verdrehen und irgendeinen neuen Skandal auszulösen, aber wenn man nun mal zu den Stars und Sternchen der Qudditchwelt gehörte, waren solche Veranstaltungen schon fast ein Pflichtprogramm. Zum Glück hatte ich Queeves an meiner Seite, ohne sie würde ich hier vermutlich nur in einer Ecke herumstehen... naja.. allein. Klar, viele der Leute waren auch Privat Freunde von uns beiden gewesen aber ich war nur mit etwa einer Hand voll so gut befreundet um mein Unbehagen öffentlich herauszuposaunen. Zum Glück war ich aber die nicht die einzige die hier am liebsten verschwinden würde. Caoimhe hatte vielleicht andere Gründe.. gute Gründe, aber trotzdem zogen wir es durch und vielleicht würde es ja gar nicht so schlimm werden wie ich es mir vorgestellt hatte.
Auf dem Weg zum Buffetzelt begrüßten wir hier und da ein paar Leute, ließen uns aber in keine allzugroße Konversation verwickeln, erstens weil ich wusste dass dies das letzte war, was meine Beste Freundin jetzt gebrauchen konnte und zweitens war ich am verhungern. Ich konnte es kaum erwarten meinen Magen zu füllen mit all den Köstlichkeiten die sie bei solch großen Veranstaltungen auftischten. Das war vermutlich auch einer der wenigen Pro Argumente, mit denen man mich hier her schleifen konnte.
Nachdem wir das erledigt hatten, holten wir uns ein paar Drinks und suchten uns ein kleines abgelegenes Plätzchen innerhalb des Zeltes, damit wir unsere Ruhe hatten. Queeves sah schon so aus alsob ihr Kopf gleich Platzen würde und da würde es sicherlich nicht helfen sich in einer Menschenmenge zu postieren. Klar, ich wusste nicht genau was ihr gerade durch den Kopf ging und vorstellen wie sie sich fühlte konnte ich mir es auch nicht genau, aber ich kannte meine Beste Freundin jetzt schon mein halbes Leben und da hatte ich das ein oder andere über ihre Mimiken und Verhaltensweisen gelernt um zu wissen, dass sie am liebsten orgendwo anders sein würde und nicht hier. "Oh, ich hoffe wir können die Leute hinter das Licht führen und in dem Glauben lassen wir hätten tatsächlich Spaß, aber du weißt doch, wenn wir zusammen sind haben wir eigentlich immer eine gute Zeit!" mit diesen Worten versuchte ich sie ein wenig aufzubauen.
Ich wollte sie gerade fragen, ob alles in Ordnung war, da wurden wir von einem jungen Mann unterbrochen. Als ich sein Gesicht sah, war mir klar um wen es sich hier handelte. Immerhin war er als Sportreporter des Magazins auf dessen Party wir uns hier befanden kein unbekanntes Gesicht.
Bevor ich rigendetwas sagen konnte, hatte Caoimhe schon eingewilligt ihm ein paar Fragen zu beantworten und ich nickte ihn daraufhin einfach nur an, um ihm auch meine Zustimmung zu geben. Nebenbei drückte ich kurz die Hand meiner Besten Freundin, ehe ich sie ansah und leicht lächelte, um ihr dadurch zu zeigen, dass ich mich darum kümmern würde, wenn er anfing fragen zu stellen die bei ihr Unbehagen auslösen könnten. Das würde sie immerhin auch für mich tun. Ich blickte wieder zu unseren neuen Freund und lächelte auch ihn an. "Welche Fragen brennen ihnen denn auf der Zunge?"


There's something about sitting alone in the dark that reminds you how big the world really is, and how far apart we all are.
The stars look like they're so close, you could reach out and touch them. But you can't. Sometimes things look a lot closer than they are.
Re: Buffetzelt
von Caoimhe am 18.08.2018 12:55Es war definitiv die falsche Entscheidung gewesen, hierherzukommen. Nicht, dass ich als festes Teammitglied der zweitplatzierten Mannschaft und Spielerin im Finale dieser Saison wirklich eine andere Wahl gehabt hatte. Ich musste mich in der Öffentlichkeit zeigen, wenn ich wollte, dass niemand Verdacht zu schöpfen begann. Ich musste lächeln, mich beglückwünschen lassen und so tun, als würde ich Spass haben. Und trotzdem. Wenn es nach mir ginge, läge ich jetzt zuhause in meinem abgedunkelten Schlafzimmer. Weit weg von solchen dichten Menschenmengen. Weit weg von gefühlt tausend gleichzeitig und meiner Meinung nach viel zu laut sprechenden Stimmen, die meine gereizten Sinne total überforderten. Weit weg von billigen und nicht ganz so billigen Parfums, deren Düfte in der Luft zusammenflossen und ein, wenn man einen so guten Geruchsinn wie ich hatte, alles andere als gutes Gemisch abgaben. Ich war ja normalerweise wirklich kein Mensch, der ein Problem damit hatte, unter Menschen zu gehen, aber zwei Tage nach Vollmond hätte ich wirklich die Einsamkeit bevorzugt.
Nun. Wenigstens hatte ich meine beste Freundin an meiner Seite, was mir Kraft gab – nicht viel, aber immerhin musste ich das nicht alleine durchstehen. Dinah würde keine Fragen stellen, wenn ich heute Abend nicht in Beststimmung sein würde. Ich hatte mich schon beim Herankommen bei ihr eingehakt, damit sie mich weiterziehen würde, falls ich doch noch auf die Idee kam, wieder umzukehren. Und seither hatte ich sie nicht mehr losgelassen. Wahrscheinlich wäre ich, wenn ich dies nicht getan hätte, schon lange umgekippt.
Schlussendlich wusste nicht mal mehr, woher ich das Glas in meiner Hand, dieser Ort war definitiv zu laut und zu voll, als dass ich mich richtig konzentrieren konnte. Aber der Champagner tat mir definitiv gut, selbst wenn das Glas meiner Meinung nach viel zu klein war. Ich konnte definitiv mehr davon gebrauchen, denn noch hatte der Alkohol all meine Kopfschmerzen, Bedenken und innere Panik nicht verschwinden lassen - doch viele Gläser mehr durfte ich mir auch nicht mehr leisten, wenn ich verhindern wollte, dass ich mich auf irgendwelche Art und Weise verriet. Also musste ich mir wohl besonders Mühe geben, langsam zu trinken.
Ich nahm einen weiteren Schluck, ehe ich mich zu meiner besten Freundin drehte und sie anlächelte, auch wenn mir alles andere als nach Lächeln war. „Wir sollten wenigstens versuchen, so auszusehen, als ob wir Spass hätten", meinte ich und strich mir eine widerspenstige Haarsträhne aus dem Gesicht. Ich hatte von uns beiden gesprochen, und dabei hatte ich nicht die geringste Ahnung, ob sie Spass hatte. Vielleicht hätte sie ihn, wenn sie nicht mit mir hier wäre. Ich war wohl derzeit nicht gerade die unterhaltsamste Begleitung für solche Anlässe.
Ich schreckte hoch, als ich von einer anderen Person als Dinah angesprochen wurde, ich musste erwartet oder zumindest gehofft haben, dass wir beide noch ein bisschen länger für uns bleiben würden. Ich brauchte einige Sekunden, bis ich verstand, was der Mann von uns wollte, und... Es gefiel mir nicht, dass er sich ausgerechnet uns ausgesucht hatte. Ich kannte seinen Namen, natürlich tat ich das, immerhin hatte ich in den letzten Monaten alle Zeitungsartikel gelesen, in denen mein Name vorkam. Derzeit wollte ich eigentlich nicht mit Reportern sprechen, aber eine andere Wahl hatte ich wohl nicht – Weglaufen war nicht wirklich eine gute Option...
„Ich weiss, ich..." ...Habe Ihre Stellen über mich nur etwa hundertmal gelesen und mich mindestens doppelt so oft gefragt, ob jemand deswegen eine Werwolf-Theorie aufstellen könnte, habe ich schon erwähnt, dass ich ein Werwolf bin? Nein. Merlin, hoffentlich war mein Stocken nicht allzu auffällig gewesen. „... Habe schon von Ihnen gehört. Ihr Magazin scheint ja immer bedeutender zu werden." Ich lächelte ihn an, ehe ich einen Blick auf Dinah neben mir warf – ich wusste, dass dieser Blick ihr reichen würde, um zu wissen, wie ich mich gerade fühlte. „Natürlich haben wir einen Moment Zeit. Was wollen Sie denn wissen?" Meine Stimme klang fröhlich, nur sehr wenige Menschen wie, die mich wirklich gut kannten und zu denen er nicht gehören sollte, würden mein Unwohlsein heraushören können. Dinah gehörte zu diesen Menschen, und ich hoffte wirklich, dass sie meinen Hilferuf verstehen würde. Ich war panisch, selbst wenn man mir das nicht anmerken mochte, und bisher waren nie gute Dinge aus meinem Mund gekommen, wenn ich panisch gewesen war. Ich würde ihre Hilfe brauche, wenn ich nichts Dummes sagen wollte.

Re: Wiese
von Lucian am 17.08.2018 22:53Ich schüttelte bei ihrer Frage leicht den Kopf. „Nein, aber ich bin auch allgemein betrachtet kein übertrieben emotionaler Mensch und neige dazu unangenehm ehrlich zu sein. Es wäre mir viel zu anstrengend meine Gefühle zu unterdrücken." Eine Aussage, die wohl nicht ganz an die Wahrheit ran kam. Mag sein, dass ich Wut auch gerne mal zeigte, insbesondere auf dem Quidditchfeld, aber andere Sachen? Niemals. Obwohl ich zugegeben wirklich nicht das Gefühl hatte ein sonderlich emotionsgeladener Mensch zu sein.
„Ich stimme dir in den Punkten durchaus zu. Hat einen gewissen Charakter von der Jugendmentalität. Selbst wenn die Party vollkommen langweilig war und man nichts verpasst hat, war man noch langweiliger, wenn man nicht dort war – unabhängig ob man selber keine Lust hatte hin zu gehen oder man eben nicht eingeladen wurde." Bei dem Gedanken musste ich für einen Augenblick schmunzeln. Ich kannte diverse Leute, die sich ihre unbeschwerte Jugendzeit zurück wünschten. (Obwohl ich mich durchaus schon gefragt hatte in welcher Welt sie gelebt hatten, dass die Zeit unbeschwert war.) Ich für meinen Teil wünschte mir diesen Augenblick nicht zurück. Dafür fand ich mein Leben, genau so wie es jetzt gerade war, einfach viel zu gut. „Sicherlich ist das nur die Ruhe vor dem Sturm." War auch schon vorgekommen, dass ein Event anfänglich langweilig erschien und es später schließlich doch ziemlich gut wurde. Ob dies jedoch tatsächlich daran lag, dass noch etwas passiert war oder ich mir den Abend nur schön getrunken hatte, konnte ich jetzt im nachhinein nicht mehr so genau sagen.
„Exzellenter Geschmack.", teilte ich ihr schließlich meine Meinung mit und ließ ihr ein Zwinkern zu kommen. Auch wenn die Ansicht vielleicht mittlerweile ein wenig überholt war, verband ich Whiskey eher mit Männern. Bei Frauen hingegen war meine Assoziation Sekt oder irgendein Cocktail mit Schirmchen und Glitzerfirlefanz. „Ich bin gleich zurück." Mit den Worten wandte ich mich von Theresa ab und machte mich auf den Weg zur Bar, die nicht weit von unserem Stehtisch entfernt war. Allerdings hatte sich inzwischen eine kleine Traube um die Getränkeausgabe gebildet, jedoch war dies nichts, was mich je von irgendetwas abhielt. Mir nichts, dir nichts schob ich einfach eine mir nicht sonderlich vertraute Person, ich glaube es war die nervige Meaghan McCormack von Pride of Portree, oder wie die Quidditch League, genauer genommen Roy Willisburgh mal meinte, Shame of Portree, zur Seite. „Zwei Whiskeys.", wandte ich mich schließlich an den Barkeeper und ignorierte die empörten Laute eben jener Quidditchspielerin, die es vermutlich nur so weit in der Liga geschafft hatte, weil ihre Mutter zu den erfolgreichsten Spielerinnen gehörte, die die Pride's je unter Vertrag hatten.
Tessa
Gelöschter Benutzer
Re: Wiese
von Tessa am 17.08.2018 20:55Dass er nichts weiteres dazu sagte nahm ich einfach hin. Ich würde ihn so oder so nicht darauf ansprechen und wenn doch.. dann musste ich entweder betrunken sein oder wirklich viel Mut haben. So persönliche Fragen oder Anschuldigungen waren einfach nicht mein Ding.
Aber für den Job würde ich es dennoch machen, wenn es keinen anderen Ausweg gab oder keine andere Story, aber das drängte sich nun immer mehr in den Hintergrund da Lucian und ich uns anfingen über andere Dinge zu unterhalten und eigentlich war es auch ganz interessant ein wenig über ihn kennenzulernen und vielleicht Dinger herauszufinden die ich vorher noch nicht wusste. Für gewöhnlich sprachen wir über andere Dinge wie die Arbeit auch nicht.
"Bist du so ein Mensch?", fragte ich ihn dann und grinste ihn neugierig an. "Der seine Gefühle gut überspielen kann?" Es machte mich tatsächlich neugierig, aber auf der anderen Seite würde er mir sicherlich nicht die Wahrheit sagen wenn er gerade seine Gefühle überspielte.
Auf sein weiteres Kommentar hin zuckte ich mit den Schultern. "Ich denke die meisten die von der Zeitung kommen sind nur hier weil sie sonst nicht hier wären. Es wird vielleicht ein Artikel kommen... so spannend ist es leider nun mal wirklich nicht.. außer es wird noch etwas passieren. Der Abend hat ja gerade erst begonnen", sagte ich dann schließlich und blickte mich kurz um, aber noch immer waren alle hauptsächlich in Gesprächen vertieft.
"Whiskey klingt gut", sagte ich und schenkte ihm ein Lächeln, da ich die Höflichkeit zu schätzen wusste. Er war wie es schien nicht der Typ der sich viel um andere scherte und sich Gedanken über alles machte. Da war ich nun mal ganz anders, aber nun gut.. jeder hatte seine Macken. Viele sahen meinen Perfektionismus als Macke an. Jeder wie er wollte.
Re: Buffetzelt
von Roy am 17.08.2018 18:31Dies war ein soziales Event, aber trotzdem war ich am Arbeiten. Ich war gewissermaßen Gastgeber, zumindest mitunter, und gleichzeitig war dies die perfekte Gelegenheit, meinem Job nachzukommen und so gut und viel wie möglich über die geladenen Gäste zu schreiben. Es war wie eine Art Handel, sie bekamen eine angenehme Party mit Musik, Speisen und Getränken, und wir hatten alle relevanten Figuren der Quidditchwelt versammelt und für unser Magazin zur Verfügung. Ich versuchte, nicht allzu penetrant zu sein, immerhin war dies eine Party, auf der die Leute auch Spaß haben sollten. Allerdings war ich bis jetzt nur umher gerannt, mit meinem Notizblock und Bleistift in der Brusttasche meines Hemdes, und hatte eine Liste an für mich relevanten Personen und Informationen abgearbeitet. Ich konnte natürlich theoretisch auch entspannen – niemand zwang mich dazu, zu arbeiten, ich konnte auch zurücklehnen und den Abend mit meinen Freunden genießen, von denen viele eh bereits als Teil der Quidditchliga eingeladen worden waren. Aber das entsprach nun, um ehrlich zu sein, wirklich nicht meinem Stil. Möglicherweise, wenn ich meine kleine Checkliste abgearbeitet hatte, würde ich Zeit finden, mich an den Rand zu stellen und ein Getränk zu genießen, aber das wahr dann doch wohl eher unwahrscheinlich. Bei so vielen Quidditchsternen auf einem Haufen konnte einem das Material nie ausgehen, gerade heute war eine einmalige Gelegenheit, den Artikel zu schreiben. Das war meine Definition von Spaß. In meiner Arbeit ging ich auf, es war das, was mir lag und das, was ich tun wollte.
Ich hatte nach verschiedenen Leuten ausschau gehalten, die mir weiter helfen konnten oder von denen ich gern ein Statement hätte, und ich entdeckte gleich zwei davon am Rande des Buffetzelts stehen, mit jeweils einem Getränk in der Hand. Ich lief zu Dinah Holloway und Caoimhe Coughlin, Starspielerinnen der Montrose Magpies und Appleby Arrows, und bekanntermaßen gute Freundinnen, und stellte mich vor. "Hallo, ich bin Roy Willisburgh vom Quidditch League Magazin, ich hoffe ich störe nicht. Hätten Sie einen kurzen Augenblick für mich?" Sie sahen nicht aus, als würde ich sie bei irgendwas unterbrechen, zumindest nichts wichtigem. Vielleicht hatten sie Lust auf eine kleine... Unterhaltung.

Willisburgh
REMAIN COMMITTED TO YOUR SUCCESS,
BE LOYAL TO YOUR DREAMS,
CHOOSE YOURSELF.
Re: Wiese
von Lucian am 17.08.2018 00:27„Tu dir keinen Zwang an.", unterstützte ich sie in ihrer Aussage, dass sie ihn später möglicherweise drauf ansprechen würde. Natürlich wäre es jetzt merkwürdig, wenn ich sie davon abhalten wollen würde, allerdings hoffte ich dann doch, dass sie dies nicht würde. Auch wenn ich aktuell nicht gut auf ihn zu sprechen war, hieß es nicht, dass ich provozieren wollte, dass er nicht gut auf mich zu sprechen war. Obwohl .. so besonders gut konnte es ja nicht sein, wenn er es als notwendig sah meine alleinige Existenz zu verschweigen. Wäre ich nicht so von mir selber überzeugt, und vor allem davon, dass ich jemand bin, wäre vielleicht der Gedanke in mir aufgekommen, dass ich tatsächlich ein niemand für ihn war. Jemand mit dem man Zeit verbringen konnte, wenn es einem gerade passte, der aber abgeschoben wurde sobald sich etwas besseres ergab oder deren Existenz man ansonsten vor anderen leugnete. Und wieso bei Salazar dachte ich immer noch darüber nach?
Die Tatsache, dass sie mich mit angehobenen Augenbrauen ansah, als würe sie ein wenig verwundert, ignorierte ich gekonnt. Schließlich wusste ich selber, dass dies normalerweise nicht zu unseren normalen Gesprächsthemen gehörte. „Man weiß nie wie es jemandem geht, es gibt erstaunlich viele Menschen, die das gut überspielen können.", warf ich schließlich ein und konnte mir ein leichtes Lachen nicht verkneifen, weil ich es selber gerade etwas absurd fand das zu sagen, während ich selber meine Wut – ausschließlich Wut! – unterdrückte. „Es freut mich dennoch zu hören, dass es dir gut geht." Ich nickte schließlich leicht zustimmend bei ihren Worten. „Ehrlich gesagt ich auch. Ich meine,.. Es ist nicht schlecht besucht, die Musik ist auch nicht übel, das Catering soweit okay; nicht ganz mein Geschmack, aber das ist ja eine persönliche Präferenz und es hätte durchaus Potenzial. Vielleicht sollte man das mal den Mitarbeitern der Quidditch League mitteilen, immerhin schafft der Daily Prophet es ja auch, dass immer ein wenig Action ist." Möglicherweise lag dies auch an der Unterschiedlichkeit der beiden Zeitungen. Zwar bemühte sich der Daily Prophet zur Seriösität, was er während des Krieges ja eher nicht getan hatte, aber ein Hauch von Kimmkorns Vermächtnis blieb dennoch in diversen Artikeln haften. „Was trinkst du denn gerne? Champagner, Whiskey etwas ganz anderes oder alkoholfreies?" Immerhin wollte ich ihr auch keinen Drink holen, den sie am Ende abstoßend fand – was immerhin einen gewissen Grad an Höflichkeit mit sich brachte. Oder auch das größte, das ich an „Fürsorge" aufbringen konnte (oder wollte).
Tessa
Gelöschter Benutzer
Re: Wiese
von Tessa am 16.08.2018 16:30Ich sah sein Zwinkern und konnte nicht anders als leicht zu lachen. Charmant war er ja und vielleicht auch ein wenig selbstverliebt. Zu seinem Kommentar hin gab ich jedoch keine weitere Antwort, jedoch schien es mir fast so als hatte er den Drang mir beweisen zu müssen dass sein Tratsch stimmte.
"Vielleicht spreche ich ihn ja später einfach mal darauf an", sagte ich und grinste leicht dabei. Natürlich würde ich das nicht machen. Das war einfach nicht meine Art. Ich würde jedoch einen Weg finden um die Wahrheit oder etwas in der Richtung heraus zu finden. Ich war einfach nicht eine Person die Gerüchte in die Welt stellte und die Person dann am Ende mit verletzte oder ihr Leben auf den Kopf stellte. Deswegen schrieb ich auch selten über Tratsch. Aber ich würde schon noch herausfinden ob Lucian da Recht behielt oder ob etwas anderes dahinter steckte.
Als er dann jedoch das Themna wechselte blickte ich ihn mit erhobenen Augenbrauen an. Smaltalk war bisher noch nicht wirklich unser Ding gewesen, da wir meist nur über Artikel oder solche Dinge wie gerade sprachen. Aber warum auch nicht? Er sah gut aus und konnte auch ganz nett sein. Er entschuldigte sich sogar. Das hatte ich wirklich nicht wartet.
"Wie du siehst geht es mir gut und über die Arbeit kann ich mich auch nicht beschweren... aber auf der anderen Seite hatte ich mir das hier ein wenig spannender vorgestellt", antwortete ich auf seine Frage und blickte mich erneut um. Es passierte wirklich kaum etwas hier auf diesem Event. Ich hatte mehr erwartet. Ein paar Dramen oder sonstiges. "Wie gefällt es dir denn bisher?", fragte ich ihn dann und sah zu wie er seinen Drink auf einen Zug hinunterkippte und mich fragte ob ich noch etwas haben wollte. Ich blickte auf mein Glas. Viel war ja nicht mehr darin. "Gerne. Warum nicht", antwortete ich dann und trank mein Glas leer. Das bisschen Alkohol schadete mir nicht. Vielleicht würde ich die Dinge hier dann auch interessanter finden. Ich schenkte ihm ein leichtes Grinsen.
Re: Wiese
von Lucian am 15.08.2018 23:58„Ich bitte dich, Liebes. Ich bin Lucian Bole. Ich weiß eine ganze menge Dinge." Ich konnte es mir nicht verkneifen ihr ein Zwinkern zu schenken. Ich drehte das Glas, welches sich noch in meiner Hand befand, ein wenig, weswegen die dunkle Füssigkeit hin und her schwappte. „Obendrein hat er es mir gesagt. Frauen haben das Konzept des ‚sich miteinander unterhalten' nicht für sich allein gepachtet." Mir war durchaus bewusst wie viel Frauen über ihre Männerbekanntschaften (und anderen Kram) reden konnten. Tabitha und Nerissa waren insbesondere zu Beginn des vierten Schuljahres wirklich schwer zu ignorieren, wenn sie erst einmal angefangen hatten. Aber wie ich es bereits gesagt hatte: Männer konnten das auch gut. Zwar auf andere Art und Weise und viel weniger Details, aber das war ja irrelevant. Mich würde es aber, ohne dieses mal zu lügen, kaum überraschen, wenn Dinah und Roger was miteinander hätten. Was den Gedanken aber auch nicht weniger nervig machte.
Mir war klar, dass sie nicht einfach irgendetwas aufgreifen würde, nur weil ich es gesagt hatte. Aber wer weiß wen ich finden konnte, der bei der ganzen Sache mitmachte – unabhängig ob nun bewusst oder unbewusst. Immerhin gab es mehr als eine handvoll Leute die sich regelrecht danach sehnten, dass ein Gerücht aufkam, mit dem sie sich beschäftigen konnten.
„Ich erkundige mich nachher mal bei Kollegen, vielleicht weiß jemand was tatsächlich mit Holloway ist und, was noch interessanter wäre, wer die Unbekannte ist." Mit den Worten trank ich meinen Whiskey aus und stellte das leere Glas vor mir auf dem Tisch ab. Es interessierte mich in der Tat um wen es sich bei der Göre handelte, denn nach meinem Geschmack standen die beiden nicht nur viel zu nah beieinander, sondern sie blickte ihn mir auch eindeutig zu gespannt an, zu glücklich. Ich würde viel zu gerne wissen worüber sie sprachen, obwohl deren viel zu glückliche Gesichtsausdrücke mir doch deutlich vermittelten, dass ich es eben nicht wollte – oder wollen sollte. Wieso bei Merlin beschäftigte ich mich damit überhaupt? Innerlich schüttelte ich den Kopf, gut, dass ich wusste wie man seine Gefühle für sich behielt.
„Nun gut,.. Genug von anderen und Verzeihung für meine erneute Unhöflichkeit: Wie geht es dir eigentlich? Wie läuft die Arbeit?", erkundigte ich mich schließlich bei ihr. Man konnte uns beide vielleicht nicht unbedingt als Freunde bezeichnen, doch konnte ich auch nicht sagen, dass sie mir gänzlich unsympathisch war. Tatsächlich erschien sie mir sogar recht umgänglich, allerdings hatte sich bisher nie mehr ergeben als gelegentliche Gespräche, bei denen es jedoch mehr um die Arbeit ging, als um das Persönliche. Obwohl hin und wieder ein flirtender Unterton vorhanden war. Zwar hatte sie, im Gegensatz zu mir, noch etwas zu trinken doch würde dies vermutlich auch nicht mehr allzu lange halten. Zumindest ging ich davon aus. Es bestand natürlich auch die Möglichkeit, dass sie wirklich langsam trank. „Möchtest du noch etwas zu trinken?", stellte ich schließlich eine weitere Frage in den Raum und schenkte ihr einen freundlichen Gesichtsausdruck, hinter dem ich die aufkochende Wut versteckte und unterdrückte. Nein, ich würde mir diesen absolut fantastischen Tag jetzt nicht versauen lassen. Von niemandem.
Zoey
Gelöschter Benutzer
Re: Wiese
von Zoey am 15.08.2018 03:35Hector
Gelöschter Benutzer
Re: Abwesenheit
von Hector am 14.08.2018 22:22Genau absehen kann ich die Dauer zwar nicht, werde aber regelmäßig Updates geben, was denn nun Stand der Dinge ist.
Ein Monat wird's jetzt aber definitiv werden.
Hiermit melde ich
Will Bates und Hector Lorenz
bis zum 13.09.2018
ab.
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