Wiese
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Wiese
von Roger am 06.08.2018 13:38Sobald die Nacht einbricht, beginnen über den Köpfen der Gäste tausende kleine Lichter zu schweben und zur Musik zu tanzen, und die Szene in warmes Licht zu tauchen.
GEBURTSDATUM
01.06.1978
TRIKOTNUMMER
21
TREFFERQUOTE
78.8%
HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT
263km/h
GESPIELTE LIGASPIELE
22
GEWONNENE LIGASPIELE
16
Früher Jäger und Kapitän der Hausmannschaft von Ravenclaw, heute Jäger und seit 2000 auch Kapitän der Tutshill Tornados. Roger Davies' größte Stärken als Spieler liegen in seinem flinken, zielgenauen Passspiel und der intensiven, sowie vertrauten Zusammenarbeit im Jäger-Trio. Auch seine Strategie als Mannschaftskapitän beruht auf dem eingespielten Miteinander seines Teams und der Schnelligkeit, in der die hart antrainierten Manöver durchgeführt werden. Diese hohen Passgeschwindigkeiten bergen zwar ein großes Risiko, halten den Gegner aber auch dauerhaft in Atem, was die ausdauerstarken Tornados zu einem gefährlichen Konkurrenten im Kampf um den Quidditchpokal macht. Davies' bislang größte Leistung bestand darin, die Tornados bereits in seiner ersten Saison als Kapitän zum Sieg in der britisch-irischen Quidditch-Liga zu führen.


Re: Wiese
von Roger am 06.08.2018 20:32Es war Sommer, die Sonne prallte gnadenlos auf Großbritannien, die Saison war vorbei, und die Tornados waren Meister. Ich war wahrscheinlich noch nie glücklicher gewesen als in diesen letzten Tagen, ich wachte auf, erinnerte mich daran, dass ich es geschafft hatte, in meinem ersten Jahr als Kapitän meine Mannschaft zum Sieg zu führen, und ich war für den Rest des Tages gut gelaunt. In manchen Momenten kam es so über mich, dass ich nicht aufhören konnte zu grinsen, aber niemand versuchte, mich davon abzuhalten. Ich hatte hart gearbeitet, ich verdiente es, mich über die Früchte dieser Arbeit zu freuen. Außerdem gab es jetzt umso mehr Grund, zu feiern. Fast jeden Tag, ob Wochentag oder nicht, hatte es irgendeine Feier gegeben, entweder von uns, zu unseren Ehren oder einfach mit uns. Ich hatte viel und ausgelassen gefeiert und mit meinen Freunden und Teamkollegen getrunken, und heute war nur eine weitere Gelegenheit, das gleiche zu tun. Ich war vor einigen Minuten gekommen, meine Freunde, die ich mitgebracht hatte, hatten sich bereits direkt zum Buffet aufgemacht; es war ein Sommerfest, und viele Gäste hatten ihre Familien mitgebracht, doch meine Eltern waren beide arbeiten und mein Cousin hatte nicht auf meine Eule geantwortet, sodass ich mir einfach eine handvoll meiner Freunde geschnappt hatte, die nicht schon eh eingeladen worden waren, und hatte sie zur Feier geschleppt. Ich hatte sie noch dazu überreden können, mich wenigstens zur Bar zu begleiten, bevor sie das Buffet abräumen gingen, und so hatten wir bereits ein Glas Champagner getrunken, und ich hatte mir ein zweites mit hier raus auf die Wiese gebracht. Es war aber egal, dass ich "nur" ein Glas getrunken hatte, ich fühlte mich ausgelassen und aufgeregt, als hätte ich sehr viel mehr intus. Ich hatte noch keinen Plan, ob ich meine Freunde wieder finden oder andere Gesprächspartner finden sollte; ich wusste, dass Lucian irgendwo hier war, und meine Teammitglieder sollten auch irgendwo anzufinden sein. Auf der anderen Seite der Wiese entdeckte ich Zoey. Ich schnappte mir von einem der Tabletts, die kellnerlos durch die Gegend schwebten, ein zweites Glas Champagner und lief ihr entgegen. Wir hatten in den letzten Tagen sicherlich irgendwann mal zusammen gefeiert, zumindest nahm ich an, dass sie hätte dabei sein müssen, aber so zu zweit, auf einer Party in einem Meer von mehr oder weniger Fremden, waren wir seit der Weihnachtsgala nicht gewesen. Ich hielt ihr mit einem breiten Grinsen das zweite Glas hin, und begrüßte sie mit einem "Na? Genießt du die Party?"
GEBURTSDATUM
01.06.1978
TRIKOTNUMMER
21
TREFFERQUOTE
78.8%
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263km/h
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22
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Früher Jäger und Kapitän der Hausmannschaft von Ravenclaw, heute Jäger und seit 2000 auch Kapitän der Tutshill Tornados. Roger Davies' größte Stärken als Spieler liegen in seinem flinken, zielgenauen Passspiel und der intensiven, sowie vertrauten Zusammenarbeit im Jäger-Trio. Auch seine Strategie als Mannschaftskapitän beruht auf dem eingespielten Miteinander seines Teams und der Schnelligkeit, in der die hart antrainierten Manöver durchgeführt werden. Diese hohen Passgeschwindigkeiten bergen zwar ein großes Risiko, halten den Gegner aber auch dauerhaft in Atem, was die ausdauerstarken Tornados zu einem gefährlichen Konkurrenten im Kampf um den Quidditchpokal macht. Davies' bislang größte Leistung bestand darin, die Tornados bereits in seiner ersten Saison als Kapitän zum Sieg in der britisch-irischen Quidditch-Liga zu führen.


Zoey
Gelöschter Benutzer
Re: Wiese
von Zoey am 12.08.2018 23:59Re: Wiese
von Lucian am 13.08.2018 12:57Eigentlich hatte ich relativ wenig Lust auf dieses Event. Die Saison war vorbei, die Falcons hatten nicht einmal bis zum Ende gespielt, und die Quidditch League richtete ein Fest aus. Zwar wurde jenes offiziell als Saison-Abschlussfest bezeichnet, aber eigentlich konnte man es schon als Tutshill Tornados erweiterte Siegesfeier sehen. Eigentlich hatte sich meine Laune diesbezüglich wieder längst eingependelt und eigentlich hatte ich schon damit begonnen mich auf die nächste Saison zu konzentrieren, in der wir nicht nur unter die ersten Drei kommen würden, sondern auf den ersten Platz – damit ich .. ich meine natürlich wir den wohlverdienten Pokal in den Händen halten konnten. Und ich diesen Roger Davies' Fingern entreißen konnte. Obwohl ich ihm und den Tornados den Sieg so viel mehr gönnte als den Arrows, weswegen ich am Ende froh über den Ausgang des Finalspiels war. Es war nicht mal aus dem Grund, dass ich Roger mehr mochte als Aurora und deutlich mehr Zeit mit ihm verbrachte, immerhin trafen wir uns regelmäßig, sondern allein aus dem Grund, dass gleich zwei Niederlagen gegen die Appleby Arrows in einer Saison echt hart zu verdauen sind. Mag sein, dass sie in der Tabellenplatzierung über uns standen, doch wenigstens blieb mir die Genugtuung ihre enttäuschten Gesichter zu sehen, nachdem die Tornados den Schnatz gefangen und zu jubeln begonnen hatten.
Vielleicht war es hier auch gar nicht so furchtbar, wie ich es möglicherweise fast schon gewollt hatte. Das Wetter spielte mit, das Angebot an Getränken und Speisen war üppig, die Musik nicht schlecht und ich hatte mal wieder die Zeit und Gelegenheit mit ein paar Leuten zu sprechen, die ich nicht regelmäßig sah. Allgemein konnte man die Stimmung und Atmosphäre als ziemlich gut beschreiben. An der Bar unterhielt ich mich, während ich mir einen Whiskey hatte geben lassen, mit einem Teamkameraden, als mir eine blonde Journalistin vom Daily Prophet ins Auge fiel, die mit einem Glas alleine an einem der Stehtische stand – allerdings handelte es sich hierbei nicht um Lexi, welche meine erste Assoziation bei blond, Journalistin und Daily Prophet war, sondern um Theresa Willow. Damit konnte ich arbeiten.
„Ist schon etwas Artikel-würdiges auf der Feier geschehen, das mir entgangen ist?", fragte ich schließlich ohne umschweife, während ich mich neben sie stellte. Wie man es fast von mir gewohnt war ohne zu grüßen und direkt auf den Punkt kommend. Dafür schenkte ich Tessa allerdings ein freundliches Lächeln und ließ meinen Blick über die Leute schweifen, in der Hoffnung etwas interessantes zu Gesicht zu bekommen, bevor ich mich wieder an meine Gesellschaft wandte.
Tessa
Gelöschter Benutzer
Re: Wiese
von Tessa am 13.08.2018 13:11Mich hatte es nicht überrascht, dass ich eine Einladung zu diesem Event bekommen hatte. Zwar schrieb ich nicht viel über Quidditch für den Daily Prophet, aber ab und an tat ich es dann doch und bisher hatte ich kaum schlechte Kritik bekommen für meine Artikel. Natürlich gab es einige Zeitschriften, die sich nur auf Quidditch spezialisierten, aber auch meine wollte solche Neuigkeiten nicht verpassen.
Für gewöhnlich schrieb ich jedoch über die Muggelwelt oder andere Neuigkeiten. Als ich das Event betreten hatte, befanden sich so viele Spieler hier, dass ich anfangs nicht einmal wusste mit wem ich mich zuerst unterhalten sollte. Die meisten Spieler waren genervt, dass sie nicht den ersten Platz bekommen hatten - was natürlich auch verständlich war. Aber diese Spieler wollte ich auch nicht großartig nerven. Ich hatte versucht mich zu einem der Gewinner vorzuschlagen, jedoch waren alle entweder schon in einem Interview, oder mit ihren Freunden beschäftigt.
Demnach hatte ich mich einfach mit einem Drink in der Hand an einen der Stehtische gestellt und beobachtete meine Opfer ein wenig. Ich würde darauf warten, dass jemand für einen Augenblick niemanden vor sich stehen haben würde und dann würde ich zuschlagen. Ein Gespräch zu unterbrechen war einfach nicht mein Ding. Dafür war ich wahrscheinlich zu Höflich erzogen worden. Und meistens hatten die Leute dann auch keine Lust auf ein Interview und gaben kurze Antworten, die mir fast nichts brachten.
So stand ich also eine Weile hier, als ich auch schon eine mir bekannte Stimme neben mir hörte und meinen Kopf zu Lucian wendete, der mich ohne zu Begrüße ansprach. Daran hatte ich mich jedoch auch schon gewöhnt.
"Auch dir einen wunderschönen Abend", sagte ich und grinste ihn leicht an. "Nein", gab ich dann auch schon zu seiner Frage antwort und schenkte ihm dann auch schon meine Aufmerksamkeit. "Aber vielleicht kommt es ja jetzt dazu", fügte ich hinzu und zwinkerte ihm zu. "Ist dir schon etwas ins Auge gefallen, dass ich womöglich verpasst habe?"
Re: Wiese
von Lucian am 13.08.2018 17:54„Hmm,.. Tragisch.", seufzte ich gespielt enttäuscht und trank schließlich einen Schluck aus meinem Glas, wobei ich das brennen des Feuerwhiskeys in meiner Kehle regelrecht genoss. Es ging nichts über einen guten Whiskey – zumindest wenn es um alkoholische Getränke ging. Ansonsten fielen mir diverse Dinge und Aktivitäten ein, die ich einem Whiskey vorziehen würde. Angefangen bei Quidditch. „Leider muss ich dich enttäuschen. Das skandalöseste, das ich heute hier beobachtet habe, ist die Tatsache, dass sich ernsthaft Spieler von Puddlemere United hier hin getraut haben." Ich konnte mir ein schadenfrohes lachen nicht verkneifen. Ich war noch nie ein sonderlicher Fan von dieser Mannschaft gewesen und die Tatsache, dass sie mit nur 190 Punkten am Ende der Tabelle standen erheiterte eindeutig mein Gemüt.
Schließlich ließ ich doch wieder meinen Blick über die Wiese gleiten. Vom Weiten erkannte ich eine Jägerin meines Teams, Aurélie Mercier, mit ihrer Freundin, die in Flint's Team spielte. Was mich für einen Moment fragen ließ weshalb er nicht hier war – zumindest hatte ich ihn noch nicht gesehen und wenn man eines über Marcus Flint nicht sagen konnte, dann, dass er leicht zu übersehen war. Doch statt Marcus, oder einer anderen Person die für eine peinliche, skandalträchtige oder sogar interessante Geschichte zu haben war, fiel mir Roger auf, der sich gerade mit einer jungen Frau unterhielt, die mir bekannt vorkam. Vielleicht irgendeine namenlose Quidditchspielerin? Irgendeine Journalistin? Möglicherweise auch einfach nur ein Fan, der einem irgendwo mal über den Weg gelaufen war oder das Anhängsel von irgendwem. Immerhin waren hier genügend Leute. „Wie sehr stehst du auf Gossip und wie groß ist bei dir der Spielraum für eigene Interpretation?", wandte ich mich schließlich wieder an Tessa, bevor ich einen weiteren Schluck aus meinem Glas trank und dem gefühlten Turteltäubchen einen argwöhnischen Seitenblick zu warf. Ich wusste nicht wieso oder was es eigentlich war, aber es missfiel mir, auch wenn ich eine eindeutige Haltung diesbezüglich vor Theresa verbarg.
Tessa
Gelöschter Benutzer
Re: Wiese
von Tessa am 13.08.2018 20:08Auf sein Kommentar hin verkniff ich es mir mit den Augen zu rollen. Lucian war nicht gerade das was man als Höflich beschrieb, jedoch kannte ich ihn nun schon etwas länger und ich konnte darüber hinwegsehen. Schließlich lieferte er mir ab und an wirklich gute Storys, die ich entweder für mich behielt oder auch für den Daily Prophet schrieb.
Dass sich der Quidditchspieler hier neben mir gerade umschaute und jemanden zu suchen schien, ignorierte ich und nahm einen Schluck meines Drinks. Ich wusste gar nicht so recht was ich da überhaupt in mich hinein kippte, aber ich wusste dass es Alkohol war, denn er brannte in meinem Hals. Ich blinzelte ein paar Mal, ehe ich mich umschaute. Die meisten Leute hier kannte ich wirklich nur weil sie Spieler waren aus ein paar der Teams. Jedoch gab es auch viele Gesichter die ich bisher noch nicht kannte. Wahrscheinlich waren auch ein paar Fans hier unterwegs und versuchten von ihrem Idol ein Autogramm oder ähnliches zu ergattern.
Dass ein Spieler aus Puddlemere Unite hier war, war nun wirklich kein Skandal, auch wenn man es vielleicht in einem Nebensatz schreiben könnte für jemanden den es interessiere, aber das nun mal wirklich nicht worüber man etwas schreiben konnte. Zu mindest würde es keinen Interessieren.
"Gossip? Interessant. Aber ob es interessant genug für einen Artikel ist, entscheide ich am Ende dann", sagte ich und zuckte mit den Schultern. "Wieso? Was gibt es denn für Gossip?", fragte ich ihn dann auch schon und wendete meinen Oberkörper in seine Richtung und sprach auch ein wenig leiser, da ich schließlich nicht wusste um wen es ging und ob die Person in der Nähe von uns stand.
Re: Wiese
von Lucian am 13.08.2018 21:51Das Augenrollen von Tessa ignorierte ich, wie üblich, gekonnt. Mir war zwar bekannt, dass sie wohl jemand war der viel auf höfliche Floskeln gab, nicht, dass ich nicht höflich sein konnte, aber ich gab mir tatsächlich nur selten die Mühe mich an so etwas belangloses zu halten. Wieso sollte ich mir auch besonders mühe damit geben? Ich konnte es mir schließlich erlauben und die Leute akzeptierten meine Art dennoch. Wahrscheinlich gab es auch Leute, die mich genau deswegen mochten. Aber wie sollte es auch anders sein? Immerhin hatte ich das Privileg Lucian Bole zu sein. Egozentrisch? Vielleicht ein bisschen.
Tatsächlich kam mir für einen ganz kurzen Augenblick in den Sinn ihr zu stecken, dass Roger Davies nicht so ausschließlich auf Frauen stand, wie die Allgemeinheit glaubte – allein der letzte Artikel beim Daily Prophet hatte schon aufgezeigt, dass niemand auf die Idee kam, dass er auch ein gewisses Interesse an Männern zu haben schien, weil er sonst wohl kaum schon über einen längeren Zeitraum etwas mit mir hätte. Allerdings würde ich dann selber in die Sache hineingezogen werden, und so angepisst ich gerade auch auf Roger war wegen seiner gewählten Worte bei seinem letzten Interview bezüglich des Sexiest Wizard Alive Award, wollte ich es dann doch nicht so weit treiben. Außerdem war es selbst mir eine Schublade zu tief jemanden zu outen; falls man es bei ihm überhaupt so nennen konnte, weil ich mir inzwischen gar nicht mehr so sicher war ob er nicht nur gerne längerfristig experimentierte. Was irgendwie .. absurd klang.
„Schön das du fragst.", meinte ich schließlich mit einem Schmunzeln auf den Lippen. Möglicherweise hatte ich etwas Zeit geschunden damit mir einfiel was ich ihr jetzt verklickern konnte, nachdem ich mal wieder gesprochen bevor ich etwas zu Ende überlegt hatte. Mit einem eindeutigen Blick schaute ich zu Roger Davies und dem Mädchen, das ich immer noch nicht als Ersatzspielerin Zoey Shepherd identifizieren konnte. „Entgegen seiner kürzlichen Behauptung, dass er ab und an auf ein Date geht, kann ich dir bestätigen, dass es gelogen ist. Eigentlich trifft er sich schon seit einer ganzen Weile mit der Hüterin der Montrose Magpies Dinah Holloway." Tatsächlich wäre die Geschichte für die Öffentlichkeit nicht allzu weit hergeholt, immerhin waren die beiden gut befreundet, das wusste sogar ich, und netterweise sah man sie auch hin und wieder recht vertraut miteinander in der Öffentlichkeit. „Ich habe keine Ahnung wieso die beiden es unbedingt geheim halten wollen, aber ist dir mal aufgefallen, dass man sie seit dem letzten Spiel der Magpies nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen hat? Kein Interview, kein Lebenszeichen, nichts. Vielleicht ist sie ja schwanger." Letzteres war möglicherweise gar nicht so weit hergeholt. Tatsächlich hatte man von Holloway nichts mehr mitbekommen, auch wenn ich stark bezweifelte, dass ausgerechnet Roger etwas damit zu tun hatte. „Und jetzt flirtet er mit einer anderen. Wäre ich mit Dinah befreundet würde sie mir leid tun, andererseits fand ich es schon immer amüsant, dass Roger gerne zweigleisig fährt und seine Freundinnen es nie bemerken.", fügte ich beiläufig hinzu, während mein Blick noch einmal kurz zu ihm rüber wanderte, ehe ich Tessa wieder ansah – ohne auch nur einen Hauch Scham bezüglich der Lüge im Gesicht zu haben. Manche sahen die Fähigkeit hervorragend zu lügen als verwerflich an, ich hingegen nannte es praktisch.
Re: Wiese
von Roger am 13.08.2018 23:14Vielleicht stand ich ein wenig näher an ihr dran, als nötig war, doch es war voll hier, Menschen liefen hin und her, und von dem großen Hauptzelt tönte laute Musik. Demnach war es nur logisch, dass ich ihr einen Schritt näher kam, damit wir nicht den Menschen im Weg waren und sie mich hören konnte. Ich dachte mir, ehrlich gesagt, nichts dabei. Ich hatte nicht die Intention, mit ihr zu flirten, oder ihr irgendwie zu vermitteln, dass ich Interesse an ihr hätte. Ich vermutete zwar, dass sie mehr als nur Bewunderung für mich empfand, aber daran dachte ich in diesem Moment gar nicht. Ich hatte sie als Teamkollegin und vielleicht sogar Freundin angesprochen; seit der Gala hatten wir selten Zeit außerhalb des Trainings miteinander verbracht, und wenn, dann nur unter anderen Teamkameraden. Ich hatte darauf geachtet, sie nicht sich außenvor fühlen zu lassen, hatte ihr im Training und bei Meetings, sowie auch bei privaten Treffen und Feiern Aufmerksamkeit geschenkt, aufmunternde Blicke zugeworfen, und auch den einen oder anderen Satz mit ihr gewechselt. Nichts davon konstituierte eine Freundschaft, doch es war nicht so, dass ich es nicht wollte – es war für mich noch immer Priorität, ein angenehmes persönliches Verhältnis mit meinen Teamkollegen und potenziellen zukünftigen Teamkollegen zu etablieren. Sich privat gut zu verstehen, sorgte für eine ganz andere Dynamik auf dem Feld. Es reichte nicht, zu erraten, wie der Mitspieler handeln würde. Um auf einer Wellenlänge zu spielen, musste man wissen, wie der andere dachte – und nichts machte dies leichter, als sich mit ihm anzufreunden. Bei Zoey würde ich das auch noch tun – ich konnte nichts bestätigen, aber ich war bereits mit Trainern und Managern im Gespräch über die Aufstellung der Mannschaft in der nächsten Saison. Es konnte gut sein, dass uns ein paar Spieler verlassen würden, insbesondere die älteren fanden es angemessen, ihre Karriere auf einem Hoch zu beenden. Bisher war ich jedoch einfach noch nicht dazu gekommen. Aber deshalb war ich ja jetzt hier.
"Natürlich, gerade wir haben doch eine Menge zu genießen, nicht?", antwortete ich mit einem kecken Zwinkern. Man merkte mir an, dass ich in diesen Tagen mein Leben sehr viel mehr genoss. Der Sieg strahlte wie eine Sonne darauf herab und tauchte alles in Gold. Es fühlte sich an, als hätte mein Tee jeden Morgen einen Schuss Felix Felicis darin, nur dass ich mir das alles selbst verdient hatte, anstatt auf Betrug zurückzufallen. Ich hob mein Sektglas an und prostete Zoey zu. "Auf unseren Sieg." Ich nannte es bewusst unseren Sieg. Auch, wenn sie in diesem Spiel nicht auf dem Feld gewesen war, und auch den Rest der Saison auf der Bank verbracht hatte, war sie doch ein Teil des Teams. Die Tutshill Tornados hatten gewonnen. Wir waren die Tutshill Tornados, vom Teamkapitän bis hin zum Schwenker der winzigsten himmelblauen Fahne. Wir hatten es geschafft. Auch ihr Beistand hatte uns dort hin gebracht, wo wir jetzt waren. Und wer weiß, vielleicht konnte sie uns in der nächsten Saison sogar noch aktivere Unterstützung bieten?
Ich ließ meinen Blick über ihr Gesicht wandern, und ein verschmitztes Lächeln schlich sich auf meine Züge. Von Nahem – und ich war ihr gerade wirklich nah – glänzten ihre Augen im Licht wie Peridot-Steine. Sie schien wirklich genau so froh zu sein, wie ich. Ich sah sie einen weiteren Moment schmunzelnd an, und sagte nichts. Stattdessen nahm ich mir die Zeit, ein paar Schlucke Champagner zu trinken, ohne sie für einen Moment aus dem Blick zu lassen. Als ich mein Glas absetzte, hinterließ es meine Unterlippe mit Tropfen des prickelnden Schaumweines benetzt. Ohne mein Lächeln loszuwerden, ließ ich meine Zungenspitze darüber fahren, und biss mir dann leicht auf die Unterlippe. Unsere Redepause war nun bereits länger, als eigentlich aushaltbar, aber ich fixierte sie noch immer mit meinem Blick und lächelte sie an, als hätte ich einen heimlichen Gedanken über sie, den ich vielleicht jeden Moment mit ihr teilen könnte. "Ich muss ganz ehrlich sagen, Gewinnen steht uns, findest du nicht?", brach ich dann das Schweigen. Für einen Moment pausierte ich wieder, um sie mit leich schief gelegtem Kopf zu mustern. "Du siehst jedenfalls strahlend aus." Allein mit dem Ton meiner Stimme drückte ich wow aus, ohne es überhaupt zu sagen. Sie sah wirklich strahlend aus, wie in Gold getaucht. Ihr Glück reflektierte mein Glück, es fühlte sich an, als würde ich meine eigene Euphorie im Spiegel sehen, und genau so spüren. Doppelt euphorisch. Wir hatten es geschafft, wir hatten gewonnen.
GEBURTSDATUM
01.06.1978
TRIKOTNUMMER
21
TREFFERQUOTE
78.8%
HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT
263km/h
GESPIELTE LIGASPIELE
22
GEWONNENE LIGASPIELE
16
Früher Jäger und Kapitän der Hausmannschaft von Ravenclaw, heute Jäger und seit 2000 auch Kapitän der Tutshill Tornados. Roger Davies' größte Stärken als Spieler liegen in seinem flinken, zielgenauen Passspiel und der intensiven, sowie vertrauten Zusammenarbeit im Jäger-Trio. Auch seine Strategie als Mannschaftskapitän beruht auf dem eingespielten Miteinander seines Teams und der Schnelligkeit, in der die hart antrainierten Manöver durchgeführt werden. Diese hohen Passgeschwindigkeiten bergen zwar ein großes Risiko, halten den Gegner aber auch dauerhaft in Atem, was die ausdauerstarken Tornados zu einem gefährlichen Konkurrenten im Kampf um den Quidditchpokal macht. Davies' bislang größte Leistung bestand darin, die Tornados bereits in seiner ersten Saison als Kapitän zum Sieg in der britisch-irischen Quidditch-Liga zu führen.


Tessa
Gelöschter Benutzer
Re: Wiese
von Tessa am 14.08.2018 14:04Dass ich auf Höflichkeit wert legte, wussten die meisten Leute die ich kannte, jedoch hatte ich auch angefangen es zu ignorieren wenn manche das einfach nicht so sahen wie ich. Ich versuchte einfach nicht mehr die Menschen um mich herum zu ändern, da sie es meistens nicht zuliesen und so blieben wie sie waren. Aber ich kannte das. Wenn man versuchte mich zu verändern, dann stieß man auch da gegen eine Wand.
Als er dann seinen Blick auf Rodger Daviews warf, zog ich interessiert meine Augenbrauen in die Luft. Ich hatte den Artikel natrülich gelesen. Wie denn auch nicht. Jeder wollte schließlich wissen was mit dem Sexiest Wizard Alive war und ich glaubte auch jeder meiner Freundinnen hatte diesen Artikel verschlungen und sich Hoffnung gemacht, dass er gerade niemanden datete.
"Woher weißt du das?", fragte ich ihn dann und blickte ihn neugierig an. Was sollte ich dazu schon großartig sagen? Ich brauchte leider mehr als nur einen andere Quidditch-Spieler der etwas behauptete und gerade stand er schließlich auch mit einem Mädchen vor uns, dass ich leider nicht erkennen konnte. Bei seiner nächsten Behauptung zog ich dann überrascht meine Augenbrauen in die Luft. Ich hatte sie wirklich nicht so sehr verfolgt, wenn ich ehrlich war. Ich hatte mich die letzten Tage auch nicht auf Quidditch konzentriert musste ich dazu sagen.
"Das sollten wir vielleicht erst einmal ein wenig mehr beobachten", sagte ich und schenkte ihm ein Lächeln. Ich mochte zwar Klatsch, aber ohne einen winzigen Beweis konnte ich das nun mal auch nicht so schreiben. Ich würde Rodger auf jeden Fall im Auge behalten die nächsten Stunde und Tage. Vielleicht kam man ja wirklich auf etwas in der Art. Aber jemanden als Schwanger zu betiteln, der vielleicht einfach nur seine Ruhe wollte... konnte man machen. Aber wohl dabei war es mir dann nicht.
"Ich werde definitiv schauen ob ich sie nicht einmal finden kann und ein paar meine Freunde darauf ansetzen. Vielleicht kennt einer meiner Freunde sie ja und erzählt mir ein wenig davon", sagte ich und blickte weiterhin zu Rodger und dem Mädchen, ehe ich meinen Blick von ihnen wendete. Stalken wollte ich ihn schließlich auch nicht. Ich würde schon dahinter kommen wenn es der Fall war.










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