Suche nach Beiträgen von Vicky
Die Suche lieferte 3 Ergebnisse:
Re: Buffetzelt
von Vicky am 13.08.2018 13:28„Die Party würde auch sicherlich nicht so gut laufen, wenn sie es hätten. Ich meine,.. Die Verpflegung ist das Wichtigste, wenn du mich fragst." Ich hatte mein Leben lang Entscheidungsschwierigkeiten, was sich vor allem bei meinem Wunschberuf niederschlug. Allein als Kind hatte ich gefühlt jedes Jahr ein andere Vorstellung und dies zog sich sogar weiter, nachdem ich von Magie und Hogwarts und von allem drumherum erfahren hatte. Nur waren meine Berufswünsche schließlich magischer Natur – unter anderem Professorin, Heilerin, Aurorin und schlussendlich Quidditchspielerin. Zwar war Eventplanerin nicht der einzige Beruf den ich nie in betracht gezogen hatte, aber einer der wenigen die ich dennoch interessant waren. Aber meine Arbeitsweise war schon immer viel zu chaotisch, ich verlor mich gerne im Detail und obendrein .. ich liebte es Geld aus dem Fenster zu schmeißen. Nicht wortwörtlich natürlich. Aber das waren nicht unbedingt Eigenschaften die man haben sollte, wenn man eine große Saison-Abschlussfeier plante. Das war selbst mir bewusst. Obendrein verlor man doch den ganzen Spaß an der Party, wenn man bangen musste ob sie überhaupt ein Erfolg werden würde. Ich war lieber Teil der Party.
Wenn man Aurélie und mir eines nicht ankreiden konnte, dann mangelnden Appetit. Gerne würde ich behaupten, dass allein meine guten Gene dafür verantwortlich waren, dass ich so viel verdrücken konnte ohne zu zunehmen, aber .. das war nicht der Fall. Vermutlich könnte meine bezaubernde Verlobte oder irgendwer anderes, vielleicht ein Angestellter den man dann benötigte?, durch die Gegend rollen, wenn ich nicht regelmäßig Sport machen würde. Sowohl mit der Mannschaft, als auch allein. Denn, auch wenn es durchaus Leute gab die es schockierte, zu Quidditch gehörte doch ein bisschen mehr als sich nur auf einen Besen zu schwingen und mal, in meiner Position als Hüterin, einen Quaffel zu halten. Ausdauertraining, Geschicklichkeit, Gelenkigkeit und all der Kram – all der Kram, der auch den Bettsport nur zu gut unterstützte. Eine Tatsache, die ich mit am meisten liebte Sportlerin zu sein und, was noch besser war, mit einer verlobt zu sein. Meine Tätigkeiten außerhalb der Beziehung,.. Ignorierte ich gekonnt. Als wäre die Person und diese Tätigkeit nicht existent. Zumindest nicht heute. Nicht jetzt wo es so gut lief.
Tatsächlich musste ich nicht lange darauf warten bis meine Begleitung fertig damit war sich Essen auf den Teller zu schaufeln, der sicherlich für mehrere Personen genügt hätte. Doch ich verurteilte sie dafür nicht, im Gegenteil, viel mehr bewunderte ich sie dafür, dass sie sogar noch ein bisschen mehr verdrücken konnte als ich – auch wenn es nicht wirklich viel war. Liebe ging bekanntlich durch den Magen, nicht? Und ich hatte eine menge Liebe zu geben. Und dementsprechend auch eine menge Platz im Magen. So meine Logik zumindest. „Setzen wir uns? Im Essen stehen finde ich persönlich etwas nervig." Zwischendurch kam es sicherlich vor, dass ich mir was beim Stehen oder während des Gehens reindrückte, was in etwa genauso elegant klang wie es vermutlich in den meisten Fällen aussah, aber wenn die Möglichkeit bestand, die hier durch die Bierbänke und Tische gegeben waren, griff ich lieber darauf zurück.
Re: Buffetzelt
von Vicky am 10.08.2018 19:50„Ich habe nur gute Ideen.", scherzte ich schließlich als Antwort auf Aurélies französische Aussage hin. Trotz der Tatsache, dass ich schon seit drei Jahren mit einer wunderschönen Französin liiert war, wir beide häufiger Urlaube in Frankreich bei ihrer Familie verbrachten und ich die französische Küche liebte – konnte ich kaum französisch. Ich hörte Aurélie wahnsinnig gerne zu wenn sie in ihrer Muttersprache redete, selbst wenn ich nur bruchstückhaft etwas verstand, und ja, ich hatte auch schon versucht es wirklich zu lernen .. aber die Sprache machte mich fertig. Nicht nur die Grammatik war schwer im Vergleich zu englisch, sondern auch die Aussprache. Diese gottverdammte Aussprache! Und wieso schrieben sie Worte ganz anders als sie letztenendes gesagt wurden?! Verwirrend.
Auf dem Weg zum Buffetzelt, ich ließ ihre Hand auf dem Weg dorthin nicht los, auch wenn hier kaum die Möglichkeit bestand sich zu verlieren wie es auf einem Konzert der Fall wäre, nahm ich mir mit meiner freien Hand die Sonnenbrille von den Augen und steckte sie mir kurzerhand in mein offenes, zurzeit rötliches, Haar. Dankbar nahm ich den Teller entgegen, welchen sie von einem Stampel genommen hatte, nachdem wir das Zelt und unsere Hände voneinander lösten. Ich selber empfand es nicht als romantisch, sondern viel mehr als befremdlich sich seinen Teller zu teilen. Einer stand dämlich damit in der Hand rum, während die andere Person sich mitbediente, oder wie? Mal davon abgesehen, dass es in meinen Augen nicht niedlich war, wenn Aurélie mir mein Essen stibitzte. Nun gut, irgendwo war es schon niedlich. Vielleicht auch nur, weil ich sie mal mit einem Eichhörnchen verglichen hatte, nachdem sie mir Pommes vom Teller geklaut hatte, aber freiwillig würde ich mein Essen nicht mit ihr teilen. Dafür war ich dann doch viel zu egoistisch und zu verfressen – ganz wie sie.
Ich zögerte nicht lange und ging an der Tafel entlang, ließ meinen Blick über die zahlreichen Teller wandeln und griff hier und da mal zu,.. Beziehungsweise wurde aus „hier und da" gerne mal ein kleiner Berg. Aber ich wollte ungern zweimal laufen und ich würde sowieso alles verputzen. Vor allem bei den Würstchen im Teigmantel und dem Nudelsalat konnte ich nicht widerstehen. Für die anderen Gäste war es sicherlich gut, dass sich das Essen wieder auffüllte. Andernfalls hätten sie gefühlt leere Mägen und ich ein schlechtes Gewissen. Für zehn Minuten zumindest. „Es sieht fantastisch aus und riecht so gut und - " Ich hielt kurz in meinem Monolog inne, als ich einen kleinen Snack nahm und genüsslich probierte, bevor ich beschloss auch dies nochmal auf meinen Teller zu legen. „und schmeckt hervorragend.", beendete ich schließlich meinen Satz.
Ein breites Lächeln erschien auf meinen Lippen, als mir meine Verlobte einen Kuss auf die Wange drückte, weswegen ich ihr auch so gleich einen von liebeerfüllten Blick zu warf. Trotz ihrer Macken, wer hatte keine?, war sie perfekt. Zumindest gerade in diesem Moment, schließlich hatte ich auch solche Momente in denen ich sie am liebsten zum Mond hexen würde. Doch jetzt, hier und heute fühlte ich mich wie in einer bunt schillernden Seifenblase, die durch ein fröhliches Zuckerwattewäldchen schwebte.
Re: Buffetzelt
von Vicky am 07.08.2018 23:29Endlich hatte die Saison ein Ende genommen. Nicht, dass ich mich nicht auf diese Saison gefreut hatte, immerhin gehörte ich seit Beginn zur ersten Mannschaft der Wimbourne Wasps, allerdings hatte dies, wie ich feststellen durfte, ein paar negative Aspekte, die ich zuvor nie groß bedacht hatte. Nämlich die Tatsache, dass meine Verlobte ebenfalls Quidditchspielerin war und dies in einem anderen Team, was sich durchaus negativ auswirken konnte. Zumindest, wenn man gegeneinander spielen musste. Als Hüterin und Jägerin war dies sowieso noch kritischer. Aber der Punkt, dass meine Mannschaft verloren hatte, macht es auch nicht besser. Siebter. Irgendwie war dies schon ein harter Schlag, aber es hätte schlimmer kommen können .. Zum Beispiel wenn die Falcons, gegen die ich eine dezente Abneigung durch das verlorene Spiel entwickelt hatte (insbesondere der großkotzige Kapitän hatte es mir nicht angetan, obwohl ich zugeben musste, dass mein eigener Kapitän ihm kaum in etwas nach stand), gewonnen hätten. Allerdings waren die glücklichen Sieger die Tornados, denen ich den Sieg voll gönnte. Ob dies mit einer gewissen attraktive Brünetten zusammenhing? Naah!
Doch heute, bei der Saison-Abschlussfeier des Quidditch League Magazins, war jeglicher zuvor angestauter Groll wie weggeblasen. Die Saison war vorbei. In wenigen Wochen würde eine neue beginnen und somit konnte ich auch meine eigenen Emotionen auf Reset setzen. Heute, wo beinahe alle recht ausgelassen wirkten, war der perfekte Moment. „Ich wäre absolut dafür, dass wir uns was zu essen holen. Ich sterbe vor hunger.", wandte ich mich an Aurélie, mit welcher ich erst vor wenigen Augenblicken hier aufgetaucht war. Wie üblich konnte ich mich nicht zurückhalten und folgte dem leckeren Duft von den Köstlichkeiten, welche ich schon auf einer langen Tafel erkennen konnten – natürlich nicht ohne meine bessere Hälfte mitzuziehen.









Antworten