Schlafzimmer

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Lexi
Gelöschter Benutzer

Schlafzimmer

von Lexi am 27.12.2018 02:11

Tritt man durch die weiße Schlafzimmertür und lässt den Blick über die Einrichtung schweifen, so bestätigt sich der Eindruck aus Flur und Wohnküche: Die Bewohnerin des kleinen Zweizimmer-Appartements hat eine Menge Geld, zumindest verglichen mit ihrem nicht besonders großzügig ausfallenden Einkommen, vor allem aber Zeit und Mühe in die Gestaltung ihres Wohnraums gesteckt.
Von der Tür aus blickt man seitlich auf ein mittig im Raum stehendes, weißes Queensize-Bett, dessen einladende Ausstrahlung durch flauschige Zierkissen unterstützt wird. Unter dem Bett schaut ein cremefarbener Langflor-Teppich hervor, der beinahe den gesamten Zimmerboden aus dunklem Nussparkett verdeckt. Das Kopfteil bzw. die Rückenlehne des Bettes ist im Chesterfield-Stil gestaltet und grenzt an die Wand, die rechts an jene anschließt, in die die Tür eingelassen ist. Alle Wände des Zimmers sind in einem dunklen Marineblau gestrichen, wodurch ein angenehmer Kontrast zu den weißen Stuckleisten an der Decke und den weißen Holzfußleisten entsteht. Rechts und links vom Bett stehen zierliche Nachttische aus Walnussholz, auf denen jeweils eine brillantförmige Kristallschale in goldener Fassung steht, in der durch einmaliges Antippen mit dem Zauberstab ein Feuer zur Beleuchtung entzündet werden kann. Außerdem stehen auf dem linken Nachttisch - da die Besitzerin des Bettes es gewohnt ist, auf der linken Seite zu schlafen - zwei Bilderrahmen mit zeitweise wechselnden Fotos von engen Freunden und Familie, sowie ein schmaler Zauberstabhalter aus goldenem Metall, in dem die Bewohnerin des Appartements nachts ihren Zauberstab ablegen kann. Über dem Nachttisch ist eine Sitzstange an der Wand angebracht, die in Form und Farbe einem gewöhnlichen Ast gleicht, wie man ihn in einem klassisch britischen Wald findet, und der der Schleiereule des Hauses als Rastplatz dient, sollte sie es sich im Schlafzimmer bequem machen wollen.
Die Wand gegenüber der Tür wird in der Breite nahezu komplett von einer Fensterfront eingenommen, die einen interessanten Ausblick auf das Treiben in der Winkelgasse bietet. Von unten bekommt man jedoch lediglich einen Ausschnitt der weißen Zimmerdecke zu sehen, wenn man hinaufschaut. Die Fenster werden durch lichtundurchlässige Vorhänge eingerahmt, die sich im Laufe des Tages von einem frischen Weiß in ein intensives Dunkelblau verfärben und nachts bei Bedarf den aktuellen Sternenhimmel über London präsentieren. Unter der Fensterfront ist eine Sitzbank in Walnussholzoptik eingelassen, die durch große Schubladen einigen Stauraum bietet. Auf der Sitzbank laden weiße Sitzkissen und die gleichen flauschigen Zierkissen wie auf dem Bett zum Verweilen ein, was die junge Hexe, die das Appartement bewohnt, wohl auch täglich in Anspruch nimmt, wie das dort häufig herrschende augenscheinliche Chaos aus bekritzelten Pergamenten, alten Zeitungsausgaben, die meisten davon vom Tagespropheten, und sich bewegenden Photographien vermuten lässt.
Sitzt man aufrecht im Bett, mit dem Rücken an das Kopfteil gelehnt, blickt man auf einen offenen Walnusskleiderschrank, in dem hübsch sortiert die Kleidung der Schlafzimmerbewohnerin hängt bzw. liegt. Neben einigen aufregenden (Abend-)Kleidern findet man hier vor allem schicke, aber gemütliche Büro-/Alltagsoutfits, aber auch einige Stücke, die nur für das Tragen zu Hause gedacht sind. Ein paar Schubladen auf der linken Seite des Kleiderschranks verbergen intimere Kleidungsstücke vor ungewollten Blicken. Links neben dem Kleiderschrank, in der Ecke des Zimmers, steht ein weißer Sessel, der meist nur als Ablage für die Klamotten benutzt wird, die am Abend gegen den Pyjama eingetauscht werden. Daneben, an derselben Wand, in der sich auch die Tür befindet, steht ein großer Spiegel, hoch genug, dass man sich darin komplett betrachten kann. Auch er ist in einen goldenen Rahmen eingefasst, der aussieht, als bestünde er aus Ranken und filigranen Blättern, die sich um den Spiegel herumwinden. Um die rechte Ecke des Spiegels ist ein Ravenclawschal gebunden. Jedoch nicht aus Deko- oder Stolzgründen, obwohl die Besitzerin des Spiegels durchaus eine stolze Schülerin ihres Hauses war, sondern, um den goldenen Vogel, der dort im Geäst sitzt, am Sprechen zu hindern. Der Vogel am Spiegel, der ursprünglich ein scherzhaftes Einzugsgeschenk der Schwester der hier wohnenden Hexe war, ist so verzaubert, dass er jedem, der in den Spiegel schaut, ein schmeichelhaftes Kompliment macht. Die Ausführung des Zaubers, mit dem er belegt ist, scheint aber eher von minderer Qualität zu sein, da seine Sprüche im Laufe der Zeit immer vulgärer und unhöflicher geworden und jetzt bloß noch als störende und über alle Maßen dreiste Belästigungen zu verstehen sind, die sich scheinbar durch keinen Zauber stoppen lassen und deshalb mit einem Schal gedämpft werden müssen.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 12.01.2019 02:31.

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