Tribüne der Tutshill Tornados
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Re: Tribüne der Tutshill Tornados
von Raphael am 19.10.2017 20:39Ich überlegte erneut kurz, mein Lächeln war in der Zwischenzeit verblasst. Wenn ich gleich mit der Frage anfing, auf die ich hinauswollte, würde das zu unerwartet sein. Klar, man wollte schockieren, aber doch auch nicht so sehr, dass dem Interviewpartner keine Antwort mehr entkommen konnte. Ich beschloss also, mit den Standardfragen zu beginnen, vermutlich waren das auch genau die, die sie erwartete. "Nun, am meisten interessiert mich unter anderem die subjektive Einschätzung eines jeden Spielers in Bezug auf die folgende Saison", sagte ich deshalb, "und da wäre es doch super, bei dir anzufangen", ich hatte sie schnell analysiert und festgestellt, dass sie positiv auf unterschwellige Schmeicheleien reagierte. Sofort abgespeichert und in Verhaltensschema eingebaut. Perfekt. Ich kniff leicht die Augen zusammen, und musterte sie, während ich auf eine Antwort wartete, bereit jedes Wort aufzuschreiben und es danach genau so zu interpretieren, wie ich es wollte. Das war das, was Journalisten taten. Das war unser Job. Und glücklicherweise schien ich an jemanden geraten zu sein, der dies nicht wusste. Klar war das gemein, aber anders wurde man nicht erfolgreich und es funktionierte einfach nicht. Man musste in diesem Berufszweig gnaden- und skrupellos sein, perfekt für mich also.







He might be there but you'd never notice got a lot to say but he's soft spoken. He's a book that just isn't open a tiny ripple in a stormy ocean cause theres way too many things going on in his head and he's always in his head thinking too far ahead could've gone to prom but instead he lays in bed thinkin' of all the things that he left unsaid till hes red.
Sorry Mister Glass the world has a way but now im sure you're heard many people say you miss every opportunity you dont take
Mister Glassman! he's really soft spoken you never notice glass unless its broken.
Zoey
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Re: Tribüne der Tutshill Tornados
von Zoey am 20.10.2017 18:10Aus irgendeinem Grund hatte ich plötzlich das Gefühl, in der Öffentlichkeit zu stehen. Dabei war das doch nur ein Interview und der Rest der Menge interessierte sich nach wie vor für das Quidditchspiel, das in der Zwischenzeit begonnen hatte. Während ich mich instinktiv aufrichtete und eine gerade Haltung annahm als sonst, schaute ich immer wieder kurz zum Feld hinüber. Gleichzeitig versuchte ich, konzentriert zu wirken und Raphaels Worten zu folgen. Seine erste Frage überraschte mich nicht, mit genau so etwas hatte ich gerechnet. Zu meiner eigenen Verwunderung musste ich gar nicht überlegen, sondern antwortete einfach aus dem Bauch heraus. "Ich glaube, wir haben eine spannende Saison vor uns. Es gibt einige neue und damit schwer kalkulierbare Faktoren, von denen man im Voraus nie genau wissen kann, wie sie sich auswirken. Aber meine Mannschaft hat hart trainiert, um sich auf jede erdenkliche Situation vorzubereiten. Sie sehen hier die Top-Spieler Großbritanniens auf dem Feld. Sicher waren andere Teams, besonders natürlich die Holyhead Harpies, in der vergangenen Saison sehr stark, aber wir haben Ehrgeiz und unseren Teamgeist. Ich denke, die Tornados haben in dieser Saison gute Chancen auf den Sieg." Ich war ein wenig stolz auf meine Antwort; die Stärken des eigenen Teams hervorgehoben, aber ohne andere Mannschaften in den Dreck zu ziehen oder zu beleidigen. Ein selbstbewusstes Lächeln zierte mein Gesicht.
Re: Tribüne der Tutshill Tornados
von Raphael am 21.10.2017 18:54Ich notierte jedes Wort, das sie sagte und es gefiel mir gut, denn allein zu den ersten paar Dingen fiel mir so viel guter Stoff für einen wirklich erfolgreichen Artikel ein. "Also wenn ich mich recht entsinne, waren wir doch schon beim du?", wies ich sie nur nochmal darauf hin, nachdem ich sie hatte aussprechen lassen und ihr aufmerksam zugehört hatte. Ein leichtes Zucken meines rechten Mundwinkels deutete ein erneutes Lächeln an, als ich sie mit leicht noch auf meine Mitschriften gesenktem Kopf ansah. "Und wenn du es gestattest, würde ich gern näher auf diese..."schwer kalkulierbaren Faktoren" eingehen. Was genau meinst du damit?", meine Stimme klang genauso wie immer, aber wie immer wenn es ums Informationen beschaffen ging, konnte ich die Antworten kaum abwarten, ich war einfach oftmals zu erpicht darauf, Material für meinen Artikel zu sammeln. Natürlich ließ ich mir aber nichts anmerken...Ich warf nach der Frage einen ganz kurzen Blick auf meine Notizen und musterte dann wieder ihre Mimik. Ich bemerkte, wie stolz sie zu sein schien, es faszinierte mich wie immer, andere Menschen zu observieren und zu analysieren, und bei manchen war das unglaublich einfach. Während meiner bisherigen Karriere hatte ich für mich zwei Arten von Menschen herauskristallisiert: die einen waren wie reife Zitronen. Man musste nur ein bisschen Druck ausüben und Alles, was man wissen wollte, sprudelte nur so heraus. Ich war noch nicht sicher, ob ich Zoey in diese Art einordnen konnte, aber ich wusste definitiv, dass sie nicht in die andere Art gehörte, denn diese Menschen waren eher wie...Steine. Man konnte so viel sagen und tun, wie man wollte, man kam nicht in ihr Inneres. Wenn man draufschlug, splitterte vielleicht etwas ab, aber wirkliche Informationen bekam man nie. Diese Leute konnte man nur zerstören, um an ihren Kern zu gelangen. So einer war ich. Nur dass ich von mir selbst glaubte, zu den unzerstörbaren Steinen zu gehören. Zoey war vielleicht...eine Zitrone, die noch am Baum hing? Ja...das würde gehen. Damit wurde ich fertig.







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Zoey
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Re: Tribüne der Tutshill Tornados
von Zoey am 22.10.2017 15:52"Stimmt", erinnerte ich mich lächelnd. Während ich so darauf bedacht gewesen war, die richtigen Worte zu finden, hatte ich glatt vergessen, dass mir dort eigentlich nur ein junger Mann gegenüber saß, der nicht viel älter sein konnte als ich. Wir waren uns sicher in Hogwarts über den Weg gelaufen, allerdings konnte ich mich nicht an ihn erinnern. Ein Gryffindor dürfte er demnach eher nicht sein.
Seine Nachfrage verunsicherte mich ein kleines Bisschen, aber ich versuchte, es mir nicht anmerken zu lassen. Ich hatte doch nichts Falsches gesagt, oder? "Nun ja... Zum Beispiel, dass neue Spieler in die Mannschaften aufgenommen wurden. Ich selbst bin ja das beste Beispiel dafür." Ich lachte leicht. "Es ist schwer, vorauszusagen, wie sich Spieler, die noch nie an einem Ligaspiel teilgenommen haben, in ihrer ersten Saison verhalten. Bremsen sie das Team aus, weil sie noch nicht genügend eingearbeitet wurden? Oder entpuppen sie sich als Naturtalente? Außerdem gab es einige Spielerwechsel vor Beginn der Saison... Die Sucherin der Harpies beispielsweise, Meave Lachance, die zu den Wespen gewechselt ist, oder Freya White, die jetzt bei den Ballycastle Bats spielt. Es wird sich erst noch zeigen, wie sich die Verluste auf den Teamgeist und die Gruppenfunktionalität der Mannschaften auswirken." Ich war froh, dass Raphael mich nicht über Verwandlung oder Alte Runen ausfragte. Das wäre ein peinliches Interview geworden. Quidditch dagegen war viel mehr mein Ding. Ich wusste Bescheid, einfach, weil es mich interessierte. Die Namen von wichtigen Spielern und taktischen Manövern brannten sich wie von selbst in meinen Kopf.
Re: Tribüne der Tutshill Tornados
von Raphael am 22.10.2017 23:11Ich hob beeindruckt die Augenbrauen, während ich zuhörte und mitschrieb. "Wow, du hast echt Ahnung", meinte ich dann und obwohl ich tatsächlich staunte, klang das sarkastisch und unehrlich. "Aber mal ganz unter uns", ich schob den Block etwas beiseite und lehnte mich kaum merklich zu ihr. Distanz überwinden, war nun die Devise. Und Vertrauen erwecken, deshalb nahm ich den Block zur Seite und machte keine Anstalten, mitzuschreiben. Ich konnte mich auf mein Gedächtnis genauso verlassen, wie auf meine Feder und meine Tinte. "Du solltest jetzt auch da unten auf dem Feld stehen, meinst du nicht?...Du hast dich offenbar voll reingehängt und du scheinst wirklich viel zu wissen, also was meinst du ist der Grund, dass sie dich nicht aktiv spielen lassen? Ich wette, dass es nicht an deinen Qualitäten als Spielerin liegt", ich hatte meine Stimme etwas gesenkt, den sachlichen Tonfall gedrosselt und erneut ein bemüht freundliches Lächeln aufgesetzt, um den Eindruck zu erwecken, dass es tatsächlich um etwas Vertraurliches ging.
Der Grund weshalb sie nicht aktiv spielen durfte...natürlich gab es Etwas, was ich genau in diesem Moment von ihr hören wollte, doch ob sie es sagte, musste ich anzweifeln. Zur Not jedoch stieg sie in meinem Klassensystem zu einer grünen und unreifen Zitrone auf und ich würde sie einfach so lange bearbeiten, bis ich das hörte, was ich wollte und brauchte. Das war für mich kein Problem, wenn es um etwas ging, das mir so derart wichtig war, kannte ich keine Gnade, keine Hektik und ich konnte mir nicht zu viel Zeit nehmen.







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Zoey
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Re: Tribüne der Tutshill Tornados
von Zoey am 24.10.2017 17:05Sein in meinen Ohren etwas sarkastisch klingender Kommentar irritierte mich etwas. Versuchte er, mich zu verunsichern? Oder interessierte er sich eigentlich gar nicht für die Materie und führte bloß das Interview, das ihm von seinem Arbeitgeber aufgezwungen wurde? Ich wusste nicht, wie ich damit umgehen sollte und beschloss, seinen Tonfall einfach zu ignorieren. "Na ja, das bringt die Branche so mit sich", erwiderte ich verlegen lächelnd. Aber als sich Raphael ein wenig zu mir hinüberbeugte und seinen Block bei Seite legte, kam die Verwirrung in mir wieder hervor. Mal ganz unter uns? Ich war kein Mensch für Geheimnisse. Im Gegenteil, ich war eher der offene Typ und sagte, was ich auf dem Herzen hatte. Geheimnisse brachten nur Komplikationen und Missverständnisse mit sich. Inzwischen musste mir die Verwirrung bereits ins Gesicht geschrieben sein. "Sicher", stotterte ich beinahe. "Ich würde mich zwar freuen, wenn ich spielen könnte, aber ich kann die Entscheidung unseres Trainers durchaus nachvollziehen. Roger und er haben sich im Vorfeld bestimmt eine Menge Gedanken bezüglich der Aufstellung gemacht und ich bin nun einmal Ersatzspielerin. Klar, ich hab viel trainiert, aber ich bin ja immer noch ganz neu im Team und hänge eben hinterher. Ich kann das schon verstehen." Ich war zwar ein wenig enttäuscht, aber ehrlich gesagt waren meine Hoffnungen, gleich beim ersten offiziellen Spiel der Saison zum Einsatz zu kommen, auch ein bisschen naiv gewesen. Auch, wenn ich mich vom Spielfeld zurückgezogen hatte, hieß das nicht, dass ich der Mannschaft gleich den Rücken kehrte oder wütend vor mich hinbrodelte. Meine Hingabe und Leidenschaft fürs Team waren immer noch genauso präsent wie vorher.
Re: Tribüne der Tutshill Tornados
von Raphael am 24.10.2017 18:01Ich hob leicht das Kinn und lehnte mich wieder zurück. "Verstehe...", murmelte ich dann nachdenklich, "du fühlst dich also kein bisschen benachteiligt?", hakte ich dann nochmal nach. Ihre Antwort war für mich schon wirklich hilfreich gewesen, allein dass sie Rogers Namen verwendet hatte, ließ mich innerlich aufhorchen, aber es reichte mir einfach nicht. Ich wollte die besten Infos aus ihr herausbekommen, jene Infos, die normalerweise auch nur ich herausfand, wenn es um Interviews mit anderen Menschen ging. "Ich meine ich kann mir gar nicht vorstellen, dass du wirklich hinterherhängst, zumindest nicht so sehr, wie das jetzt wirkt...", merkte ich noch an, "und gerade weil du neu bist, ist es doch wirklich wichtig, auch dich spielen zu lassen...immerhin musst auch du irgendwann deine Erfahrungen machen. Meinst du nicht, dass es eher uneffektiv ist, nur alteingebackene Spieler aufs Feld zu lassen und den Nachwuchs total zu vernachlässigen? Da braucht man sich ja dann nicht wundern, dass die folgenden Generationen schlechter spielen...", das war zwar kein Fakt, aber es war mein Job, provokante Fragen zu stellen, auch wenn diese auf Spekulationen basierten, sie mussten nach festen Fakten klingen und ich wusste, dass ich gut darin war, solch ein Sicherheitsgefühl bei meinen Opf...Interviewpartnern zu erwecken, dass sie mir bei den richtigen Fragen alles sagten. Zumindest die Zitronen unter ihnen. Also wenn Zoey auf diese Frage nicht ansprang, würde ich meine Taktik ändern müssen. Natürlich trotzdem kein Problem.







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Zoey
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Re: Tribüne der Tutshill Tornados
von Zoey am 25.10.2017 00:15"Nein, sicher nicht", erwiderte ich beinahe hastig. Ich wollte auf keinen Fall ein schlechtes Licht auf die Mannschaft werfen. "Das ist ein wichtiges Spiel. Im Training konnte ich schon öfter mit Mitgliedern aus dem ersten Team zusammenspielen. Dabei habe ich eine Menge gelernt. Ich bin nur eine Ersatzspielerin. Vielleicht kann ich mich, wenn ich weiter hart an mir arbeite, irgendwann weiterentwickeln und dem Trainer zeigen, dass ich so weit bin. Jetzt bin ich vielleicht noch nicht bereit." Obwohl es vielleicht nicht so klingen mochte, stand ich komplett hinter meinen Worten. Ich akzeptierte die Entscheidungen meines Coaches vollkommen, unabhängig von meinem eigenen Empfinden. "Sicher hänge ich hinterher. Einige der Spieler", sagte ich und nickte zum Spielfeld hinüber, "spielen seit Jahren für die Mannschaft. Die sind mir in Erfahrung und taktischen Manövern weit überlegen. Ganz abgesehen davon, dass sie Zeit hatten, sich aufeinander einzuspielen. Wenn ich auch noch etwas Zeit bekomme, kann ich bestimmt eine ähnliche Verbindung zu meinen Kollegen aufbauen." Bedächtig hörte ich seinen Worten zu. "Ich werde ja nicht vernachlässigt...", begann ich, noch verunsicherter als vorher. "Im Training werde ich wirklich super mit eingebunden, ich habe gar nicht das Gefühl, 'die Neue' oder 'die Kleine' zu sein. Alle meine Fragen werden beantwortet, alle Techniken werden gezeigt. Wirklich. Ich meine, ich lerne hier ja von den Besten. Roger hat sogar angeboten, sich privat mit mir zu t..." Bei Merlins labbrigen Feinrippunterhosen! In Gedanken bis ich mir auf die Zunge. Der Kerl machte mich ganz wuschig, ich redete mich ja um Kopf und Kragen. Das mit Roger war mir nur so herausgerutscht; ich hatte bloß ausdrücken wollen, dass ich, repräsentativ für den Nachwuchs, keinesfalls vernachlässigt wurde. Hoffentlich würde er das jetzt nicht hervorheben und noch einmal nachhaken... Aber ich rechnete mir meine Chancen da nicht allzu groß aus.
Re: Tribüne der Tutshill Tornados
von Raphael am 25.10.2017 17:55Ich war erleichtert, dass meine Taktik, sie aus dem Konzept zu bringen, anscheinend anschlug. Ich sah sie also weiterhin direkt an, ich wusste wie beunruhigend und einschüchternd das sein konnte. Ich hörte ihr aufmerksam zu und speicherte alles ab, was wichtig war. Als sie dann Rogers Namen erwähnte, blitzte für eine Millisekunde neugieriges Interesse in meinen Augen auf. Das war es doch, was ich hören wollte. Ein leicht schiefes Lächeln erschien auf meinen Zügen. "Verstehe", eigentlich könnte das schin genug sein, gemeinsam mit dem was ich auch so über Roger wusste würde es schon einen wunderbaren Artikel abgeben, aber ich konnte nicht widerstehen, diese Quelle wurde mir derart angeboten, dass ich einfach nachhaken musste. "Bezüglich Roger Davies", provozierte ich also weiter, wohl wissend welche Worte ich wählen musste, um sie zum Sprechen zu bringen, "wie genau würdest du die Beziehung zu ihm beschreiben...wenn du sagst, er habe dir ein privates Treffen angeboten? Wie kann ich das verstehen?", ich presste leicht die Lippen aufeinander, in gespieltem Bedauern. "Du musst verstehen, wenn ich etwas, das du mir sagst, falsch verstehe, dann kann das so in der Zeitung landen, und das würde ich sowohl dir als auch Davies wirklich gern ersparen...deshalb müsstest du mich genauer aufklären, was du gemeint hast", erklärte ich in ziemlich sachlichem Ton, als läge es mir am Herzen, dass nur die Wahrheit und nur das, was sie gesagt hatte in die Zeitung käme. Ich war schon immer überzeugend gewesen, sogar in der Schule damals hatte ich allein durch meine Redekunst einige Lehrer zu minimal besseren Noten bewegen können. Das lag mir einfach total gut. Zusätzlich zu der "Bitte", die ich ihr stellte, legte ich den Kopf kaum merklich schief und lächelte nun wieder vertrauenserweckend, wobei die schiefe Art meines Lächelns verschwand.







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Re: Tribüne der Tutshill Tornados
von Zoey am 26.10.2017 16:00Ich wich Raphaels direktem Blick aus. So langsam glaubte ich, dass es keine gute Idee gewesen war, diesem Interview zuzustimmen. Doch das Kind war ohnehin schon in den Kessel gefallen... Augen zu und durch. Was anderes blieb mir nicht übrig. Ich konnte bloß noch versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Ich sah gerade rechtzeitig wieder zu Raphael, um das Blitzen in seinen Augen zu bemerken, als ich Roger erwähnte. Das, zusammen mit dem Lächeln, das darauf folgte, ließ mich Böses vorausahnen. Und tatsächlich. Als wäre alles weggewischt, was ich vorher erzählt hatte, sprach er mich nur auf meinen letzten Satz an. Während seines ganzen Monologs versuchte ich, zu Wort zu kommen, aber er duldete keine Unterbrechung. Dem letzten "Bitte" hätte es gar nicht bedurft, ich war schon von mir aus bereit, alles zu erklären. "Nein, nein", ruderte ich zurück. "Das hat sich jetzt ganz falsch angehört. Roger und ich sind nur Freunde. ... Wirklich", ergänzte ich mit Nachdruck. "Er hat mir nur angeboten, mir noch ein paar Tricks zu zeigen und mir bei einigen Problemen zu helfen. Also, was die Techniken eines Jägers betrifft und so." Das leichte Stottern, das meinen sonst sehr flüssigen Sprechfluss begleitete, ließ meine Worte sogar in meinen Ohren eingeschüchtert und beinahe unglaubwürdig klingen. "Er ist ein großartiger Spieler", versicherte ich. "Als Kapitän sorgt er sich eben um sein Team und kümmert sich. Er steht uns mit Rat und Tat zur Seite und sorgt dafür, dass alle in Topform sind und dass der Teamgeist immer wieder gestärkt wird. Roger ist großartig darin. Er will bestimmt nur nicht, dass ich als Neue im Team verloren gehe und mich einsam fühle." Dass das fast wie der Vortrag eines verträumten Fangirls klang, bemerkte ich selbst nicht.











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