Daily Prophet: Ausgabe 7, Januar
[ Nach unten | Zum letzten Beitrag | Thema abonnieren | Neueste Beiträge zuerst ]
Re: Daily Prophet: Ausgabe 7, Januar
von DailyProphet am 05.01.2018 02:33GOSSIP
WAS WIRKLICH DAHINTER STECKT:
ROGER DAVIES & CO ÄUSSERN SICH ZU DEN VORWÜRFEN
Ist er das Opfer eines leidenschaftlichen Rachefeldzugs geworden?
ROGER DAVIES & CO ÄUSSERN SICH ZU DEN VORWÜRFEN
Ist er das Opfer eines leidenschaftlichen Rachefeldzugs geworden?
Erst kürzlich machte der Quidditchstar Roger Davies, Jäger und Kapitän bei den Tutshill Tornados, Aufsehen erregende Schlagzeilen. Es handelte sich dabei um einen Artikel des beim Propheten beschäftigten Journalisten Raphael Drake (Der Tagesprophet distanziert sich hiermit von den in der Kolumne getroffenen Aussagen. Die Verantwortung für die Inhalte des Artikels liegt ausschließlich beim Urheber.), in dem Davies mehrfach mit seinem eigenen Fehlverhalten konfrontiert wurde. U. a. wirft Drake dem bekannten Tutshill Tornados-Helden vor, dass sein Egoismus und seine Skrupellosigkeit nicht nur ihm selbst, sondern seinem ganzen Team schaden würden, das schwer unter den Psychosen des Jägers leiden müsste.
Nur Stunden nach der Veröffentlichung sah sich die Redaktion des Tagespropheten, die natürlich nicht für die ihr vorgeworfenen Fehler verantwortlich ist, mit den wütenden Reaktionen der TT-Fans konfrontiert. Die Postabteilung wurde derart mit Heulern überschwemmt, dass einige Mitarbeiter wegen Ohrensausens und geplatzten Trommelfellen ins St.-Mungo-Hospital eingeliefert werden mussten. Doch damit nicht genug. Vor den Türen des Redaktionsgebäudes in der Winkelgasse sammelte sich am Tag nach der Veröffentlichung eine riesige Menschenmenge an, die nur durch die gerufenen Mitarbeiter der Magischen Strafverfolgungspatrouille in Schach gehalten werden konnte. Das Gebäude wurde u. a. mit Drachendung, faulen Eiern und Weasleys wildfeurigen Wunderknallern (Das Zehnerpack jetzt im Angebot – nur drei Galleonen) beworfen. Dabei wurden die Fassade sowie mehrere Fenster der Redaktionsgebäudes und der umstehenden Geschäfte beschädigt.
Unsere Reporter haben diese Stimmung als Anlass genommen, sich undercover unter die aufgebrachte Menschenmenge zu mischen und die Zauberer zu ihrer Meinung bezüglich Drakes Vorwürfen zu befragen. Es folgen einige Statements von befragten Demonstranten.
„So ein Schwachsinn! Davies ist einer der fähigsten Kapitäne, die die Tornados in den letzten zwanzig Jahren hatten. Der Einzige, der psychisch nicht ganz in Ordnung ist, ist der Idiot von Reporter! (schmeißt brüllend eine Tomate auf das Redaktionsgebäude des Propheten)"
„Warte, es geht um Quidditch?!? Ich dachte, wir demonstrieren für die Rechte von Hauselfen!"
„Ich lese den Tagespropheten jeden Morgen und das seit dreißig Jahren, und so ein Schwachsinn ist mir noch nie untergekommen. Niemand setzt sich mehr für den Erfolg des Teams ein. Die werden bestimmt die Meisterschaft gewinnen, und das zu Recht!"
„Drake ist ein vollendeter Schwachkopf. Er hat bestimmt nur selbst keinen Erfolg und ist neidisch auf Roger. Die sollten den feuern! ... Aber mich würde ja mal interessieren, wer seine anonyme Quelle ist; dem jage ich einen Fluch auf den Hals!"
„Wer ist denn Ragnar Davies? Und von Raphael Snake habe ich auch noch nie gehört... Ich bin hier, um gegen den Propheten zu kämpfen. Kauft den Klitterer!"
„Als ob Roger unter Psychosen leiden würde... Er ist so klug und so talentiert. Und soooo gutaussehend! So etwas Gemeines würde er nie tun! Bestimmt machen ihn die Vorwürfe total fertig. Sicher braucht er jemanden, der jetzt für ihn da ist. Vielleicht sollte ich ihn besuchen, um ihn zu trösten..."
Der letzte Kommentar stammte von einer verträumt wirkenden Hexe zwischen zwanzig und fünfundzwanzig Jahren und wurde vom Kichern und Seufzen weiterer Hexen begleitet. Durch intensivere Nachforschung konnte unser Reporter feststellen, dass es sich hierbei um eine Gruppe von Fans handelte, die sich selbst als Roupies bezeichnen (Abkürzung für Rogers Groupies). Sie besteht hauptsächlich aus Hexen jungen bis mittleren Alters, die alles dafür geben würden, von Davies wahrgenommen zu werden und ihm für jedes seiner Spiele hinterher reisen. Lediglich ein Hexer befand sich inmitten der Damen. Er schien ein wenig verwirrt und antwortete auf die Nachfrage unseres Reporters mit: „Sagen Sie, können Sie mir den Weg zu Flourish and Blotts verraten? Hallo? ... Hey! Warum schreiben Sie sich das auf?!"
Allerdings gab es unter den Reaktionen auf den Artikel, die die Redaktion des Tagespropheten erreichten, nicht nur Zuspruch für Davies. So stach besonders der drei Meter lange Brief eines Quidditchfans hervor, der den Kapitän bereits seit Monaten im Verdacht hatte, Frauen mithilfe seiner angeblichen Veela-Gene zu verführen, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Um alle Standpunkte zu den Vorwürfen zu beleuchten, verabredeten wir uns mit dem Absender zu einem Interview bei ihm zu Hause, wo er uns freudestrahlend empfing und uns seine Version der Geschichte erzählte. Doch bevor er zu den versprochenen Beweisen kommen konnte, unterbrach eine blonde Frau das Gespräch, die wutentbrannt die Tür aufstieß und begann, unseren Gesprächspartner mit wüsten Beschimpfungen zu traktieren. „Wie kannst Du es wagen, Verräter! Wie kommst Du dazu, HINTER MEINEM RÜCKEN die Leute von der Zeitung ins Haus zu holen und noch mehr Lügen über Roger zu verbreiten?!? Hat er nicht schon genug unter diesem Scheusal von einem Journalisten gelitten?!" Sie stellte sich dabei als die Hexe heraus, die unser Reporter Tage zuvor in der Menschenmenge vor dem Redaktionsgebäude interviewt hatte. Zudem konnten wir nach wenigen Worten feststellen, dass es sich bei dieser Hexe um die Lebenspartnerin des Absenders handelte. Nach dieser Erkenntnis und aufgrund der aktuellen, wenig überzeugenden Beweislage, verwiesen wir ihn an den Klitterer und verabschiedeten uns, um nicht zwischen die Fronten zu geraten.
Der Quidditchspieler mit dem äußerst wohlklingenden Nachnamen scheint viele Sympathisanten unter seinen Fans zu haben, die trotz der Vorwürfe immer noch von seiner Unschuld überzeugt sind. Nur wenige scheinen Drakes Worten zu glauben. Doch wie sieht es unter seinen Kollegen aus? Um das herauszufinden, trafen wir uns mit Azra Van Dael, 23, derzeit Treiberin bei den Tutshill Tornados. Sie steht Tag für Tag mit ihm auf dem Spielfeld und verbringt damit so viel Zeit mit ihm wie sonst kaum jemand.
„Also, als ich den Artikel gesehen habe, konnte ich erst mal gar nicht glauben, dass das überhaupt in die Zeitungen gekommen war, geschweige denn, dass es ernst gemeint war; ich hab gedacht, das war ein Witz, einfach, weil es der größte Blödsinn ist, den ich in meinem Leben gelesen habe, und ich habe nicht wenig gelesen, darunter einige Klitterer-Artikel und Schulbücher. Also Respekt, Drake, du hast es geschafft, eine ganze Fangemeinde und vor allem mich auf Dich zu hetzen. Darauf einen Slowclap. In Dein Gesicht. Mit meiner Faust.
Aber mal ehrlich, wer glaubt das denn? Und vor allem: Wer glaubt irgendeinem Journalisten, der zu seiner Belustigung einen Skandal in die Zeitungen bringt...nein, warte, das ist nicht zu seiner Belustigung. Wer sowas schreibt, will Leute einfach nur niedermachen und das, was Drake über Roger schreibt ist, nicht nur unnötig, sondern auch nicht wahr!"
(An dieser Stelle entschuldigt sich der Tagesprophet noch einmal bei allen Lesern dafür, dass der Artikel veröffentlicht wurde. Er ist bei der Korrekturlesung übersehen worden. Der Verantwortliche wurde bereits zur Rechenschaft gezogen.)
Weiterhin äußerte sich Van Dael gegenüber Drake:
„Jeder, der Roger Davies als Stressquelle oder als arrogant oder als manipulativ bezeichnet, sollte definitiv mal seine Psyche im St. Mungo testen lassen, denn das wirkt halt schon so ziemlich so, als wäre er nach der Geburt dreimal hochgeworfen und zweimal aufgefangen worden."
Dazu erklärt die temperamentvolle Quidditchspielerin, dass sie keinesfalls unter dem Einfluss des manipulativ eingesetzten Charmes stehen könnte, der Roger Davies in dem vergangen Artikel ebenfalls vorgeworfen wird, da sie homosexuell sei und damit auf Frauen stünde.
„[...] Und das sage ich nicht nur, weil er mich, wie Drake behauptet, manipuliert hätte. Er hätte mich auch gar nicht so manipulieren können, wie es im Artikel erwähnt wird, weil ich ne Lesbe bin, ich falle nicht auf dumme Tricks von Typen rein. Schon gar nicht, wenn sie überhaupt keine miesen Tricks durchziehen; die einzigen Tricks, die Roger beherrscht sind so Sachen wie „auf einem Besen im Stehen fliegen" oder so. Also...Sie wissen schon, was ich mein..."
Vehement gestikulierend überzeugt sie auch uns davon, dass Davies wenig gemeinsam hat mit dem grausamen und egoistischen Monster, das in Drakes Kolumne beschrieben wird. Im Gegenteil. Aufgrund seiner Leistung und Fähigkeiten als Jäger scheint er ein echter Gewinn für das Team zu sein. Nicht zu vergessen die Erfahrung und das Verantwortungsbewusstsein, die er in seinen Job als Kapitän mit einbringt.
„Roger ist unsere Motivationsquelle, er weiß so viel über das Spiel und entwickelt die besten Strategien, die uns schon mehrere Siege beschert haben (Guckt einfach mal den Pokalschrank in unserem Besprechungsraum an, das kann er sich nicht erschummelt haben, denn so gut schummelt keiner!) und er ist noch dazu ein wirklich guter Spieler."
Als wir sie anschließend um ein Fazit bitten, bestätigt Azra Van Dael, was wir uns bis hierher erarbeitet haben:
„[...]Roger Davies lässt sich nicht unterkriegen, und wenn er sich doch unterkriegen lässt, lass ich mich für ihn nicht unterkriegen und das ganze Team steht ebenfalls hinter ihm, sowie die Tausenden an Fans, die uns Tag für Tag den Rücken stärken, und sowas erschummelt man sich nicht. Was ist die Meinung von einem Journalisten, der gut darin ist, Worte zu verdrehen, gegenüber der Worte und der Versprechen tausender Hexen und Zauberer, die ihr Leben auf Roger Davies schwören würden. Na gut, vielleicht ist das übertrieben...aber es sollte definitiv allen klar sein, dass dieser Artikel frei erfunden und einfach nur aus Boshaftigkeit entstanden ist, darin ist keinerlei Rationalität enthalten, sondern nur eine Menge Rumgeweine von einem beleidigten Kleinkind."
Klare Worte von der attraktiven und selbstbewussten Treiberin des Teams. Doch scheinbar denken nicht alle Mitglieder der Tutshill Tornados wie sie. Zumindest spricht Raphael Drake von einer „anonymen Quelle", die von ihm als „eine[r] der Spieler des Teams" bezeichnet wurde. Ist bei den Tornados doch nicht alles so rosarot, wie es Van Dael dargestellt hat? Durch intensive Recherche und die Befragung mehrerer Zeugen, die während des im Artikel benannten Spiels zwischen den Tutshill Tornados und den Wigtown Wanderers anwesend waren, konnte der Tagesprophet die Identität der geheimen Quelle ausmachen. Auf ihren eigenen Wunsch hin halten wir ihren Namen weiterhin unter Verschluss, es sei nur gesagt, dass es sich tatsächlich um eine/n Spieler/in des Quidditchteams handelt, dessen Kapitän Davies ist. Als wir sie (die Quelle) um eine Stellungnahme zu den Worten baten, die der Verursacher für die Unruhen der vergangenen Woche waren, schüttelte sie nur erzürnt den Kopf.
„Es ist eine Unverschämtheit. Jedes einzelne Wort hat er mir im Mund herumgedreht! Ich habe nie gesagt, dass ich Roger für eine Belastung für das Team halte. Im Gegenteil. Das, was im Artikel als Schwärmerei bezeichnet wurde, war meine Antwort auf die Frage ‚Glaubst du, dass Roger Davies dem Team zum Sieg verhelfen wird?' - Ich kann das halbe Interview rezitieren, weil sich diese unangenehme Augenblick in meinen Kopf eingebrannt hat. Merlin, was gäbe ich dafür, es ungeschehen machen zu können! - und ich habe damit nur ausdrücken wollen, was für ein ausgezeichneter Kapitän er ist. Er beherrscht sein Handwerk und setzt sich für seine Teamkollegen ein. Und das hat nichts damit zu tun, dass ich angeblich für ihn schwärmen würde!"
Als wir sie darauf ansprachen, dass Drake von „schwer kalkulierbare[n] Faktoren" gesprochen hat, die es im Team geben soll, antwortete sie entrüstet:
„Er hat mich nach meiner Einschätzung der kommenden Saison gefragt. Natürlich hat man am Anfang der Saison schwer kalkulierbare Faktoren einzuberechnen, wenn man neue Spieler noch nicht kennenlernen und neue Taktiken noch nicht beobachten konnte!"
Rogers Unschuld scheint damit bewiesen; selbst Drakes Quelle nimmt Abstand von seinen Äußerungen. Die Frage, die noch offen bleibt, ist die nach der Motivation von Raphael Drake. Warum hat er sich freiwillig und scheinbar ohne Grundlage mit einem beliebten Quidditchhelden der Zauberwelt angelegt? Was verspricht er sich davon? Geht es wirklich nur darum, persönliche Unzufriedenheit abzubauen? Aus diesem Grund haben wir seine Quelle abschließend noch nach ihrem Eindruck von ihm und ihrer Begegnung gefragt.
„Ich weiß nicht... Er wirkte irgendwie ungeübt im Umgang mit Menschen. Sein Lächeln war unsicher, so, als würde er es nicht häufig benutzen. Aber ich hatte das Gefühl, dass er jeden Schritt genau analysiert hat und stets, beinahe unruhig, seine Umgebung und eben vor allem mich beobachtet hat. Im Nachhinein denke ich, dass er nichts dem Zufall überlassen hat. Ich muss zugeben, auch wenn ich mich dafür schäme, dass er es wohl geschafft hat, mich komplett zu manipulieren und sich genau die Worte zu holen, die er hören wollte. Vielleicht war sogar unser Zusammentreffen im Voraus geplant."
Obwohl damit auch nicht mehr über seine Beweggründe klar wird, zeigt es uns zumindest, dass es sich bei Raphael Drake nicht um einen dummen Jungen handelt, der bloß versucht, zu provozieren. Er plant jeden Schritt. Analysiert seine Mitmenschen. So ein kluger und aufmerksamer Mensch würde kein so großes Risiko eingehen, ohne nicht einen wichtigen Grund dafür zu haben oder sich einen viel größeren Gewinn davon zu versprechen. Trotz allen Nachforschungen liegt sein Motiv weiterhin im Dunkeln. Wir bleiben für Sie am Ball; der Tagesprophet wird berichten.
Das Ende des am Jahresende unerwartet auftretenden Dramas ist noch lange nicht erreicht und trotzdem können wir einen ersten Etappensieg für uns verzeichnen. Die Wahrheit hat über die Lüge gesiegt und trotz unschöner Verunglimpfungen konnte Roger Davies Name reingewaschen werden. Fans wie Kollegen stehen hinter dem erfolgreichen Quidditchspieler, von dem wir in Zukunft noch viel hören werden. Auch wir stellen uns hinter Davies, der im Gegensatz zu dem, was einige in Umlauf geratene Gerüchte verkünden, nicht im Streit mit dem Tagespropheten liegt, was zum Beispiel seine Anwesenheit auf der großen TP-Weihnachtsgala bewies. Zusätzlich ließ uns der viel beschäftigte TT-Kapitän exklusiv sein Statement zum aktuellen Geschehen zukommen:
„[...] verstehe ihren Standpunkt und vertraue darauf, dass mit Drake entsprechend umgegangen wird. Ich hege keinen Groll gegen ihn oder den Propheten, ich bin froh darüber, dass sie verantwortungsvoll mit der Situation umgegangen sind [...]"
In diesem Sinne hoffen wir, alle Missverständnisse aus dem Weg geräumt haben zu können und dass Sie uns auch weiterhin als Leser treu bleiben. Über alle zukünftigen Ereignisse in diesem Fall wird der Tagesprophet für Sie berichten.
05.01.2001, LEXI M. DAVIES (Anm. d. Red.: keinerlei Bezug zu Roger Davies)
Nur Stunden nach der Veröffentlichung sah sich die Redaktion des Tagespropheten, die natürlich nicht für die ihr vorgeworfenen Fehler verantwortlich ist, mit den wütenden Reaktionen der TT-Fans konfrontiert. Die Postabteilung wurde derart mit Heulern überschwemmt, dass einige Mitarbeiter wegen Ohrensausens und geplatzten Trommelfellen ins St.-Mungo-Hospital eingeliefert werden mussten. Doch damit nicht genug. Vor den Türen des Redaktionsgebäudes in der Winkelgasse sammelte sich am Tag nach der Veröffentlichung eine riesige Menschenmenge an, die nur durch die gerufenen Mitarbeiter der Magischen Strafverfolgungspatrouille in Schach gehalten werden konnte. Das Gebäude wurde u. a. mit Drachendung, faulen Eiern und Weasleys wildfeurigen Wunderknallern (Das Zehnerpack jetzt im Angebot – nur drei Galleonen) beworfen. Dabei wurden die Fassade sowie mehrere Fenster der Redaktionsgebäudes und der umstehenden Geschäfte beschädigt.
Unsere Reporter haben diese Stimmung als Anlass genommen, sich undercover unter die aufgebrachte Menschenmenge zu mischen und die Zauberer zu ihrer Meinung bezüglich Drakes Vorwürfen zu befragen. Es folgen einige Statements von befragten Demonstranten.
„So ein Schwachsinn! Davies ist einer der fähigsten Kapitäne, die die Tornados in den letzten zwanzig Jahren hatten. Der Einzige, der psychisch nicht ganz in Ordnung ist, ist der Idiot von Reporter! (schmeißt brüllend eine Tomate auf das Redaktionsgebäude des Propheten)"
„Warte, es geht um Quidditch?!? Ich dachte, wir demonstrieren für die Rechte von Hauselfen!"
„Ich lese den Tagespropheten jeden Morgen und das seit dreißig Jahren, und so ein Schwachsinn ist mir noch nie untergekommen. Niemand setzt sich mehr für den Erfolg des Teams ein. Die werden bestimmt die Meisterschaft gewinnen, und das zu Recht!"
„Drake ist ein vollendeter Schwachkopf. Er hat bestimmt nur selbst keinen Erfolg und ist neidisch auf Roger. Die sollten den feuern! ... Aber mich würde ja mal interessieren, wer seine anonyme Quelle ist; dem jage ich einen Fluch auf den Hals!"
„Wer ist denn Ragnar Davies? Und von Raphael Snake habe ich auch noch nie gehört... Ich bin hier, um gegen den Propheten zu kämpfen. Kauft den Klitterer!"
„Als ob Roger unter Psychosen leiden würde... Er ist so klug und so talentiert. Und soooo gutaussehend! So etwas Gemeines würde er nie tun! Bestimmt machen ihn die Vorwürfe total fertig. Sicher braucht er jemanden, der jetzt für ihn da ist. Vielleicht sollte ich ihn besuchen, um ihn zu trösten..."
Der letzte Kommentar stammte von einer verträumt wirkenden Hexe zwischen zwanzig und fünfundzwanzig Jahren und wurde vom Kichern und Seufzen weiterer Hexen begleitet. Durch intensivere Nachforschung konnte unser Reporter feststellen, dass es sich hierbei um eine Gruppe von Fans handelte, die sich selbst als Roupies bezeichnen (Abkürzung für Rogers Groupies). Sie besteht hauptsächlich aus Hexen jungen bis mittleren Alters, die alles dafür geben würden, von Davies wahrgenommen zu werden und ihm für jedes seiner Spiele hinterher reisen. Lediglich ein Hexer befand sich inmitten der Damen. Er schien ein wenig verwirrt und antwortete auf die Nachfrage unseres Reporters mit: „Sagen Sie, können Sie mir den Weg zu Flourish and Blotts verraten? Hallo? ... Hey! Warum schreiben Sie sich das auf?!"
Allerdings gab es unter den Reaktionen auf den Artikel, die die Redaktion des Tagespropheten erreichten, nicht nur Zuspruch für Davies. So stach besonders der drei Meter lange Brief eines Quidditchfans hervor, der den Kapitän bereits seit Monaten im Verdacht hatte, Frauen mithilfe seiner angeblichen Veela-Gene zu verführen, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Um alle Standpunkte zu den Vorwürfen zu beleuchten, verabredeten wir uns mit dem Absender zu einem Interview bei ihm zu Hause, wo er uns freudestrahlend empfing und uns seine Version der Geschichte erzählte. Doch bevor er zu den versprochenen Beweisen kommen konnte, unterbrach eine blonde Frau das Gespräch, die wutentbrannt die Tür aufstieß und begann, unseren Gesprächspartner mit wüsten Beschimpfungen zu traktieren. „Wie kannst Du es wagen, Verräter! Wie kommst Du dazu, HINTER MEINEM RÜCKEN die Leute von der Zeitung ins Haus zu holen und noch mehr Lügen über Roger zu verbreiten?!? Hat er nicht schon genug unter diesem Scheusal von einem Journalisten gelitten?!" Sie stellte sich dabei als die Hexe heraus, die unser Reporter Tage zuvor in der Menschenmenge vor dem Redaktionsgebäude interviewt hatte. Zudem konnten wir nach wenigen Worten feststellen, dass es sich bei dieser Hexe um die Lebenspartnerin des Absenders handelte. Nach dieser Erkenntnis und aufgrund der aktuellen, wenig überzeugenden Beweislage, verwiesen wir ihn an den Klitterer und verabschiedeten uns, um nicht zwischen die Fronten zu geraten.
Der Quidditchspieler mit dem äußerst wohlklingenden Nachnamen scheint viele Sympathisanten unter seinen Fans zu haben, die trotz der Vorwürfe immer noch von seiner Unschuld überzeugt sind. Nur wenige scheinen Drakes Worten zu glauben. Doch wie sieht es unter seinen Kollegen aus? Um das herauszufinden, trafen wir uns mit Azra Van Dael, 23, derzeit Treiberin bei den Tutshill Tornados. Sie steht Tag für Tag mit ihm auf dem Spielfeld und verbringt damit so viel Zeit mit ihm wie sonst kaum jemand.
„Also, als ich den Artikel gesehen habe, konnte ich erst mal gar nicht glauben, dass das überhaupt in die Zeitungen gekommen war, geschweige denn, dass es ernst gemeint war; ich hab gedacht, das war ein Witz, einfach, weil es der größte Blödsinn ist, den ich in meinem Leben gelesen habe, und ich habe nicht wenig gelesen, darunter einige Klitterer-Artikel und Schulbücher. Also Respekt, Drake, du hast es geschafft, eine ganze Fangemeinde und vor allem mich auf Dich zu hetzen. Darauf einen Slowclap. In Dein Gesicht. Mit meiner Faust.
Aber mal ehrlich, wer glaubt das denn? Und vor allem: Wer glaubt irgendeinem Journalisten, der zu seiner Belustigung einen Skandal in die Zeitungen bringt...nein, warte, das ist nicht zu seiner Belustigung. Wer sowas schreibt, will Leute einfach nur niedermachen und das, was Drake über Roger schreibt ist, nicht nur unnötig, sondern auch nicht wahr!"
(An dieser Stelle entschuldigt sich der Tagesprophet noch einmal bei allen Lesern dafür, dass der Artikel veröffentlicht wurde. Er ist bei der Korrekturlesung übersehen worden. Der Verantwortliche wurde bereits zur Rechenschaft gezogen.)
Weiterhin äußerte sich Van Dael gegenüber Drake:
„Jeder, der Roger Davies als Stressquelle oder als arrogant oder als manipulativ bezeichnet, sollte definitiv mal seine Psyche im St. Mungo testen lassen, denn das wirkt halt schon so ziemlich so, als wäre er nach der Geburt dreimal hochgeworfen und zweimal aufgefangen worden."
Dazu erklärt die temperamentvolle Quidditchspielerin, dass sie keinesfalls unter dem Einfluss des manipulativ eingesetzten Charmes stehen könnte, der Roger Davies in dem vergangen Artikel ebenfalls vorgeworfen wird, da sie homosexuell sei und damit auf Frauen stünde.
„[...] Und das sage ich nicht nur, weil er mich, wie Drake behauptet, manipuliert hätte. Er hätte mich auch gar nicht so manipulieren können, wie es im Artikel erwähnt wird, weil ich ne Lesbe bin, ich falle nicht auf dumme Tricks von Typen rein. Schon gar nicht, wenn sie überhaupt keine miesen Tricks durchziehen; die einzigen Tricks, die Roger beherrscht sind so Sachen wie „auf einem Besen im Stehen fliegen" oder so. Also...Sie wissen schon, was ich mein..."
Vehement gestikulierend überzeugt sie auch uns davon, dass Davies wenig gemeinsam hat mit dem grausamen und egoistischen Monster, das in Drakes Kolumne beschrieben wird. Im Gegenteil. Aufgrund seiner Leistung und Fähigkeiten als Jäger scheint er ein echter Gewinn für das Team zu sein. Nicht zu vergessen die Erfahrung und das Verantwortungsbewusstsein, die er in seinen Job als Kapitän mit einbringt.
„Roger ist unsere Motivationsquelle, er weiß so viel über das Spiel und entwickelt die besten Strategien, die uns schon mehrere Siege beschert haben (Guckt einfach mal den Pokalschrank in unserem Besprechungsraum an, das kann er sich nicht erschummelt haben, denn so gut schummelt keiner!) und er ist noch dazu ein wirklich guter Spieler."
Als wir sie anschließend um ein Fazit bitten, bestätigt Azra Van Dael, was wir uns bis hierher erarbeitet haben:
„[...]Roger Davies lässt sich nicht unterkriegen, und wenn er sich doch unterkriegen lässt, lass ich mich für ihn nicht unterkriegen und das ganze Team steht ebenfalls hinter ihm, sowie die Tausenden an Fans, die uns Tag für Tag den Rücken stärken, und sowas erschummelt man sich nicht. Was ist die Meinung von einem Journalisten, der gut darin ist, Worte zu verdrehen, gegenüber der Worte und der Versprechen tausender Hexen und Zauberer, die ihr Leben auf Roger Davies schwören würden. Na gut, vielleicht ist das übertrieben...aber es sollte definitiv allen klar sein, dass dieser Artikel frei erfunden und einfach nur aus Boshaftigkeit entstanden ist, darin ist keinerlei Rationalität enthalten, sondern nur eine Menge Rumgeweine von einem beleidigten Kleinkind."
Klare Worte von der attraktiven und selbstbewussten Treiberin des Teams. Doch scheinbar denken nicht alle Mitglieder der Tutshill Tornados wie sie. Zumindest spricht Raphael Drake von einer „anonymen Quelle", die von ihm als „eine[r] der Spieler des Teams" bezeichnet wurde. Ist bei den Tornados doch nicht alles so rosarot, wie es Van Dael dargestellt hat? Durch intensive Recherche und die Befragung mehrerer Zeugen, die während des im Artikel benannten Spiels zwischen den Tutshill Tornados und den Wigtown Wanderers anwesend waren, konnte der Tagesprophet die Identität der geheimen Quelle ausmachen. Auf ihren eigenen Wunsch hin halten wir ihren Namen weiterhin unter Verschluss, es sei nur gesagt, dass es sich tatsächlich um eine/n Spieler/in des Quidditchteams handelt, dessen Kapitän Davies ist. Als wir sie (die Quelle) um eine Stellungnahme zu den Worten baten, die der Verursacher für die Unruhen der vergangenen Woche waren, schüttelte sie nur erzürnt den Kopf.
„Es ist eine Unverschämtheit. Jedes einzelne Wort hat er mir im Mund herumgedreht! Ich habe nie gesagt, dass ich Roger für eine Belastung für das Team halte. Im Gegenteil. Das, was im Artikel als Schwärmerei bezeichnet wurde, war meine Antwort auf die Frage ‚Glaubst du, dass Roger Davies dem Team zum Sieg verhelfen wird?' - Ich kann das halbe Interview rezitieren, weil sich diese unangenehme Augenblick in meinen Kopf eingebrannt hat. Merlin, was gäbe ich dafür, es ungeschehen machen zu können! - und ich habe damit nur ausdrücken wollen, was für ein ausgezeichneter Kapitän er ist. Er beherrscht sein Handwerk und setzt sich für seine Teamkollegen ein. Und das hat nichts damit zu tun, dass ich angeblich für ihn schwärmen würde!"
Als wir sie darauf ansprachen, dass Drake von „schwer kalkulierbare[n] Faktoren" gesprochen hat, die es im Team geben soll, antwortete sie entrüstet:
„Er hat mich nach meiner Einschätzung der kommenden Saison gefragt. Natürlich hat man am Anfang der Saison schwer kalkulierbare Faktoren einzuberechnen, wenn man neue Spieler noch nicht kennenlernen und neue Taktiken noch nicht beobachten konnte!"
Rogers Unschuld scheint damit bewiesen; selbst Drakes Quelle nimmt Abstand von seinen Äußerungen. Die Frage, die noch offen bleibt, ist die nach der Motivation von Raphael Drake. Warum hat er sich freiwillig und scheinbar ohne Grundlage mit einem beliebten Quidditchhelden der Zauberwelt angelegt? Was verspricht er sich davon? Geht es wirklich nur darum, persönliche Unzufriedenheit abzubauen? Aus diesem Grund haben wir seine Quelle abschließend noch nach ihrem Eindruck von ihm und ihrer Begegnung gefragt.
„Ich weiß nicht... Er wirkte irgendwie ungeübt im Umgang mit Menschen. Sein Lächeln war unsicher, so, als würde er es nicht häufig benutzen. Aber ich hatte das Gefühl, dass er jeden Schritt genau analysiert hat und stets, beinahe unruhig, seine Umgebung und eben vor allem mich beobachtet hat. Im Nachhinein denke ich, dass er nichts dem Zufall überlassen hat. Ich muss zugeben, auch wenn ich mich dafür schäme, dass er es wohl geschafft hat, mich komplett zu manipulieren und sich genau die Worte zu holen, die er hören wollte. Vielleicht war sogar unser Zusammentreffen im Voraus geplant."
Obwohl damit auch nicht mehr über seine Beweggründe klar wird, zeigt es uns zumindest, dass es sich bei Raphael Drake nicht um einen dummen Jungen handelt, der bloß versucht, zu provozieren. Er plant jeden Schritt. Analysiert seine Mitmenschen. So ein kluger und aufmerksamer Mensch würde kein so großes Risiko eingehen, ohne nicht einen wichtigen Grund dafür zu haben oder sich einen viel größeren Gewinn davon zu versprechen. Trotz allen Nachforschungen liegt sein Motiv weiterhin im Dunkeln. Wir bleiben für Sie am Ball; der Tagesprophet wird berichten.
Das Ende des am Jahresende unerwartet auftretenden Dramas ist noch lange nicht erreicht und trotzdem können wir einen ersten Etappensieg für uns verzeichnen. Die Wahrheit hat über die Lüge gesiegt und trotz unschöner Verunglimpfungen konnte Roger Davies Name reingewaschen werden. Fans wie Kollegen stehen hinter dem erfolgreichen Quidditchspieler, von dem wir in Zukunft noch viel hören werden. Auch wir stellen uns hinter Davies, der im Gegensatz zu dem, was einige in Umlauf geratene Gerüchte verkünden, nicht im Streit mit dem Tagespropheten liegt, was zum Beispiel seine Anwesenheit auf der großen TP-Weihnachtsgala bewies. Zusätzlich ließ uns der viel beschäftigte TT-Kapitän exklusiv sein Statement zum aktuellen Geschehen zukommen:
„[...] verstehe ihren Standpunkt und vertraue darauf, dass mit Drake entsprechend umgegangen wird. Ich hege keinen Groll gegen ihn oder den Propheten, ich bin froh darüber, dass sie verantwortungsvoll mit der Situation umgegangen sind [...]"
In diesem Sinne hoffen wir, alle Missverständnisse aus dem Weg geräumt haben zu können und dass Sie uns auch weiterhin als Leser treu bleiben. Über alle zukünftigen Ereignisse in diesem Fall wird der Tagesprophet für Sie berichten.
05.01.2001, LEXI M. DAVIES (Anm. d. Red.: keinerlei Bezug zu Roger Davies)
Re: Daily Prophet: Ausgabe 7, Januar
von DailyProphet am 21.01.2018 15:54NEULICH IM MINISTERIUM
RÜCKGANG DER HAUSELFENHAUSHALTE
Was aus dem Jahresbericht des Amts für die Neuzuteilung von Hauselfen hervorgeht
Was aus dem Jahresbericht des Amts für die Neuzuteilung von Hauselfen hervorgeht
Der Hauself, lange bekannt als der beste Helfer eines jeden bedeutenden Zauberers, hat in den letzten Jahren mehrfach für Streitigkeiten in der Zauberwelt gesorgt. So löste beispielsweise der Skandal um eine Hauselfe namens Winky im Jahre 1994 schwerwiegende Diskussionen aus. Obwohl sich die Vorwürfe, die Elfe, deren Vorfahren schon seit Generationen im Dienst einer Zaubererfamilie mit ranghohen Posten im Ministerium standen, habe während der Quidditch-Weltmeisterschaft mit einem gestohlenen Zauberstab das Dunkle Mal an den Himmel gebrannt, im Nachhinein als falsch herausstellten, wurde damit eine neue Frage aufgeworfen: Wie vertrauenswürdig sind Hauselfen wirklich? Im Zuge dieser Überlegungen schenkten einige alte Zaubererfamilien ihren Elfen Kleidung und entließen sie damit aus dem Dienst. Das Amt für die Neuzuteilung von Hauselfen, das in diesem Fall für die Wiederaufnahme der Elfen ins System zuständig ist, hatte bereits damals Schwierigkeiten, die entlassenen Hauselfen an neue Familien zu vermitteln. "Das einst bodenlose Vertrauen in Hauselfen ist gebrochen", erklärte ein Ministeriumsmitarbeiter. "Zaubererfamilien, die beispielsweise ihre finanziellen Geschäfte auch zu Hause besprechen, wünschen keine Mithörer, die gegebenfalls plaudern könnten."
Nun scheint es erneut einen derartigen Trend zu geben. Aus dem Jahresbericht des Amts für die Neuzuteilung von Hauselfen von 2000 geht hervor, dass zwar keine neue Entlassungswelle stattgefunden hat, sich aber wesentlich weniger Haushalte bereit erklären, einen Hauselfen aufzunehmen. "Es ist wie verhext", erzählt uns eine Mitarbeiterin des Amts, "wir müssen die Leute ernsthaft bearbeiten, damit sie einen Elfen aufnehmen. Ich arbeite hier schon seit zwanzig Jahren. Als ich angefangen habe, haben einem die Familien die Anmeldungsformulare nur so aus den Händen gerissen." Grund für diese Entwicklung scheint ein generelles Umdenken besonders in den jüngeren Schichten der magischen Gesellschaft zu sein. Galten Hauselfen früher als ein Zeichen von Reichtum und Wohlstand und wurden als Besitztümer gehandelt, so beginnen junge Zauberer, die Elfen als eigenständige Individuen wahrzunehmen und für ihre Rechte zu kämpfen. Vorreiterin dieser Bewegung ist die junge Volksheldin Hermine Jean Granger, die in dem Trio um Harry Potter die Zauberwelt von der Schreckensherrschaft Lord Voldemorts befreite. Sie begann bereits während ihrer Schulzeit in Hogwarts, sich für die Rechte der Elfen einzusetzen. "Ich wurde selten ernst genommen. Besonders, da die Elfen selbst keine freundliche und nach ihren Wünschen ausgerichtete Behandlung gewohnt waren. Sie haben behauptet, glücklich zu sein, und nur noch mehr Arbeit gefordert. Wir müssen ihnen klarmachen, dass das, was ihnen jahrhundertelang geradezu eingeprügelt wurde, nicht mehr gilt." Dass jetzt immer mehr Zauberer auf den Zug aufspringen und für die Elfenrecht demonstrieren, freut die junge Ministeriumsangestellte. "Es ist schön, dass sich jetzt mehr Menschen davon überzeugen lassen, dass man diese fürsorglichen und freundlichen Geschöpfe nicht mit Füßen treten sollte." Granger arbeitet bereits an Gesetzen, die die Rechte von Hauselfen erweitern sollen. Pläne für die Zukunft der Elfen sind ebenfalls in Arbeit: "Ich gehe da ganz mit Albus Dumbledore, zu meiner Zeit Schulleiter von Hogwarts und einer der größten, wenn nicht der größte, Zauberer unserer Zeit. Möge er in Frieden ruhen. Jedenfalls hat er noch während meiner Schulzeit zwei freie Hauselfen, Winky, von der Sie bestimmt gehört haben, und Dobby, die Harry bereits eineinhalb Jahre vorher von den Malfoys befreit hatte, gegen eine monatliche Bezahlung in den Dienst der Schule aufgenommen. Sie haben für Hogwarts gearbeitet, blieben aber dennoch freie Elfen." Wie Hermine Granger berichtete, sind gerade Dobby und Winky Paradebeispiele für den eigenen Charakter der Hauselfen. Während Dobby seine Befreiung als Segen warnahm und sich schon über Kleinigkeiten, wie das Tragen von Socken, freute - als die bekannte und von Großbritannien geliebte Hexe von dem kleinen Hauself erzählt, rollt ihr eine Träne über die Wange - konnte Winky sich nur schwer mit ihrer neuen Freiheit abfinden und betrank sich wochenlang mit Butterbier, das für Elfen eine starke alkoholische Wirkung hat. "Sie ist das beste Beispiel dafür, was mit dem Verstand eines Wesens passiert, wenn man ihr von Kindesbeinen auf einimpft, dass sie glücklich damit sein muss, eine Sklavin zu sein", erklärt Granger wütend. Mit ihrem Verein "B.ELFE.R" (Bund für Elfenrechte), der in den letzten zwei Jahren immer mehr neue Mitglieder angezogen hat, kämpft sie dafür, die Zauberwelt zum Umdenken zu bewegen. Erste Anzeichen des Erfolgs sieht sie daher auch im Jahresbericht des Amts für die Neuzuteilung von Hauselfen. "Es zeigt sich, dass ganz besonders junge Zaubererfamilien sich bewusst gegen Hauselfen entscheiden, um sich nicht an der Ausbeutung einer ganzen Art von Zauberwesen zu beteiligen. Wenn wir mit unserer Aufklärungsarbeit weitermachen, können wir bald den Großteil der Gesellschaft von der Wichtigkeit unseres Anliegens überzeugen. Erst dann kann der nächste Schritt angegangen werden: Die Elfen müssen sich darüber klar werden, dass der Sinn ihrer Existenz nicht in der Arbeit für andere liegt."
Ob die Mehrheit der Hauselfen sich der revolutionären Sinneswandlung anschließt und bezahlte Jobs in der Zauberwelt, die laut Hermine Granger gerade vorbereitet werden, annimmt, bleibt abzuwarten.
21.01.2001, LEXI M. DAVIES
Nun scheint es erneut einen derartigen Trend zu geben. Aus dem Jahresbericht des Amts für die Neuzuteilung von Hauselfen von 2000 geht hervor, dass zwar keine neue Entlassungswelle stattgefunden hat, sich aber wesentlich weniger Haushalte bereit erklären, einen Hauselfen aufzunehmen. "Es ist wie verhext", erzählt uns eine Mitarbeiterin des Amts, "wir müssen die Leute ernsthaft bearbeiten, damit sie einen Elfen aufnehmen. Ich arbeite hier schon seit zwanzig Jahren. Als ich angefangen habe, haben einem die Familien die Anmeldungsformulare nur so aus den Händen gerissen." Grund für diese Entwicklung scheint ein generelles Umdenken besonders in den jüngeren Schichten der magischen Gesellschaft zu sein. Galten Hauselfen früher als ein Zeichen von Reichtum und Wohlstand und wurden als Besitztümer gehandelt, so beginnen junge Zauberer, die Elfen als eigenständige Individuen wahrzunehmen und für ihre Rechte zu kämpfen. Vorreiterin dieser Bewegung ist die junge Volksheldin Hermine Jean Granger, die in dem Trio um Harry Potter die Zauberwelt von der Schreckensherrschaft Lord Voldemorts befreite. Sie begann bereits während ihrer Schulzeit in Hogwarts, sich für die Rechte der Elfen einzusetzen. "Ich wurde selten ernst genommen. Besonders, da die Elfen selbst keine freundliche und nach ihren Wünschen ausgerichtete Behandlung gewohnt waren. Sie haben behauptet, glücklich zu sein, und nur noch mehr Arbeit gefordert. Wir müssen ihnen klarmachen, dass das, was ihnen jahrhundertelang geradezu eingeprügelt wurde, nicht mehr gilt." Dass jetzt immer mehr Zauberer auf den Zug aufspringen und für die Elfenrecht demonstrieren, freut die junge Ministeriumsangestellte. "Es ist schön, dass sich jetzt mehr Menschen davon überzeugen lassen, dass man diese fürsorglichen und freundlichen Geschöpfe nicht mit Füßen treten sollte." Granger arbeitet bereits an Gesetzen, die die Rechte von Hauselfen erweitern sollen. Pläne für die Zukunft der Elfen sind ebenfalls in Arbeit: "Ich gehe da ganz mit Albus Dumbledore, zu meiner Zeit Schulleiter von Hogwarts und einer der größten, wenn nicht der größte, Zauberer unserer Zeit. Möge er in Frieden ruhen. Jedenfalls hat er noch während meiner Schulzeit zwei freie Hauselfen, Winky, von der Sie bestimmt gehört haben, und Dobby, die Harry bereits eineinhalb Jahre vorher von den Malfoys befreit hatte, gegen eine monatliche Bezahlung in den Dienst der Schule aufgenommen. Sie haben für Hogwarts gearbeitet, blieben aber dennoch freie Elfen." Wie Hermine Granger berichtete, sind gerade Dobby und Winky Paradebeispiele für den eigenen Charakter der Hauselfen. Während Dobby seine Befreiung als Segen warnahm und sich schon über Kleinigkeiten, wie das Tragen von Socken, freute - als die bekannte und von Großbritannien geliebte Hexe von dem kleinen Hauself erzählt, rollt ihr eine Träne über die Wange - konnte Winky sich nur schwer mit ihrer neuen Freiheit abfinden und betrank sich wochenlang mit Butterbier, das für Elfen eine starke alkoholische Wirkung hat. "Sie ist das beste Beispiel dafür, was mit dem Verstand eines Wesens passiert, wenn man ihr von Kindesbeinen auf einimpft, dass sie glücklich damit sein muss, eine Sklavin zu sein", erklärt Granger wütend. Mit ihrem Verein "B.ELFE.R" (Bund für Elfenrechte), der in den letzten zwei Jahren immer mehr neue Mitglieder angezogen hat, kämpft sie dafür, die Zauberwelt zum Umdenken zu bewegen. Erste Anzeichen des Erfolgs sieht sie daher auch im Jahresbericht des Amts für die Neuzuteilung von Hauselfen. "Es zeigt sich, dass ganz besonders junge Zaubererfamilien sich bewusst gegen Hauselfen entscheiden, um sich nicht an der Ausbeutung einer ganzen Art von Zauberwesen zu beteiligen. Wenn wir mit unserer Aufklärungsarbeit weitermachen, können wir bald den Großteil der Gesellschaft von der Wichtigkeit unseres Anliegens überzeugen. Erst dann kann der nächste Schritt angegangen werden: Die Elfen müssen sich darüber klar werden, dass der Sinn ihrer Existenz nicht in der Arbeit für andere liegt."
Ob die Mehrheit der Hauselfen sich der revolutionären Sinneswandlung anschließt und bezahlte Jobs in der Zauberwelt, die laut Hermine Granger gerade vorbereitet werden, annimmt, bleibt abzuwarten.
21.01.2001, LEXI M. DAVIES
Re: Daily Prophet: Ausgabe 7, Januar
von DailyProphet am 25.01.2018 21:18GOSSIP
BROOKLYN C. FEROX WECHSELT ZU DEN BATS
Zweite Chance für Broomitri?
Die Frauen lieben ihn, die Frauen beneiden sie. Seit der Weltmeisterschaft 1994 kennt ihn wohl jeder. Dimitri Koslow (26). Frauenschwarm und Weltmeisterhüter. Viele Fans himmeln den gutaussehenden Vampirhüter nun seit seinem großen Erfolg schon länger an, doch dieser schien immer nur Augen für eine Frau zu haben. Brooklyn C. Ferox (25). Doch seit der tragischen und unerwarteten Trennung der beiden vor gut über drei Jahren herrschte Funkstille zwischen dem Paar
und es schien keine Aussicht auf eine neue Chance für B. Ferox zu geben. Nun aber wechselte die Treiberin vor kurzen zu den Ballycastle Bats und natürlich wird bei den Fans bereits heiß diskutiert, ob es tatsächlich nur das gute Angebot war oder ob es noch etwas oder jemand anderen gab, der diese Entscheidung beeinflusst haben könnte. Gibt es also eine zweite Chance für Broomitri?
Es ist kein Geheimnis, dass sich der russische Vampirhüter und die junge Treiberin vor langer Zeit getrennt hatten. Für viele Fans des Hüters ein Schock, für andere Frauen wohl die Hoffnung selbst das Herz des Bats-Spielers zu erobern, doch weit gefehlt. Seit der Trennung von Brooklyn C. Ferox sah man den Hüter selten bis gar nicht mit einer neuen Frau an seiner Seite. Dies wirft natürlich die Frage auf, ob er nicht doch noch an der Blondie hängt. Zwar schienen beide in einvernehmlichkeit auseinander gegangen zu sein, sagte Koslow damals über die Trennung doch selbst: "Der Erfolg bringt auch seine Schattenseiten mit sich und wir haben beide entschieden, dass es vorerst das Beste für uns beide ist getrennte Wege zu gehen." und
doch gab es bereits davor und auch danach gemunkelt, dass der Weltmeisterhüter die junge Frau von sich aus verlassen haben soll, andererseits hieß es Eifersucht auf seitens B. Ferox sei der Grund gewesen, da sie schlicht und einfach nicht damit klar gekommen sei, dass der Hüter von Frauen auf der ganzen Welt heiß begehrt ist. Von Brooklyn C. Ferox selbst gab es bis heute keine Antwort dazu, doch Bilder von damals zeigen, dass wohl beide Parteien nicht gerade glücklich über diese Entscheidung waren.
Seit wenigen Wochen jedoch schafften es die Ballycastle Bats die Treiberin für sich zu gewinnen, welche den Vertrag unterschrieb und kehrte den Appleby Arrows den Rücken. Damit gewinnen die Bats nicht nur eine gute Treiberin dazu, nachdem D. Koslow vor einem Jahr selbst erst zum Kaptain aufstieg und es einige Spielerwechel gab, sondern scheinen die Aussichten auch gut für eine zweite Chance für Brooklyn C. Ferox und den Vampirhüter zu geben. Ein Insider berichtete, dass die beiden beim
Training sehr vertraut miteinander umgingen und sicher würde es auch für so manchen 'Broomitri-Fan' ein Happyend geben, sollte das ehemalige Traumpaar sich doch noch einmal einen Ruck geben und die Chancen scheinen nicht schlecht zu stehen. So jedenfalls ein Teamkollege Koslows, der sagte: "Ich verstehe gut, dass es nicht leicht für beide war und doch tun sie nun ihr bestes für die Mannschaft. Als Team." Als Team. Tatsächlich nur für die Mannschaft? Sicher würden so einige Fans sich über ein Liebescomeback freuen, waren sie doch eines der Traumpaare schlechthin, wie auch Bilder aus damaliger Zeit zeigen.
Wird es eine zweite Chance für das ehemalige Paar geben? Wir bleiben für Sie dran!
25.01.2001, DAVINA EDWARDS

Es ist kein Geheimnis, dass sich der russische Vampirhüter und die junge Treiberin vor langer Zeit getrennt hatten. Für viele Fans des Hüters ein Schock, für andere Frauen wohl die Hoffnung selbst das Herz des Bats-Spielers zu erobern, doch weit gefehlt. Seit der Trennung von Brooklyn C. Ferox sah man den Hüter selten bis gar nicht mit einer neuen Frau an seiner Seite. Dies wirft natürlich die Frage auf, ob er nicht doch noch an der Blondie hängt. Zwar schienen beide in einvernehmlichkeit auseinander gegangen zu sein, sagte Koslow damals über die Trennung doch selbst: "Der Erfolg bringt auch seine Schattenseiten mit sich und wir haben beide entschieden, dass es vorerst das Beste für uns beide ist getrennte Wege zu gehen." und

Seit wenigen Wochen jedoch schafften es die Ballycastle Bats die Treiberin für sich zu gewinnen, welche den Vertrag unterschrieb und kehrte den Appleby Arrows den Rücken. Damit gewinnen die Bats nicht nur eine gute Treiberin dazu, nachdem D. Koslow vor einem Jahr selbst erst zum Kaptain aufstieg und es einige Spielerwechel gab, sondern scheinen die Aussichten auch gut für eine zweite Chance für Brooklyn C. Ferox und den Vampirhüter zu geben. Ein Insider berichtete, dass die beiden beim

Wird es eine zweite Chance für das ehemalige Paar geben? Wir bleiben für Sie dran!
25.01.2001, DAVINA EDWARDS

Antworten