an interview and a lovestory | Aurora &' Milo

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Milo
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Re: an interview and a lovestory | Aurora &' Milo

von Milo am 13.04.2018 19:38

Es war ihr anzumerken, dass sie nicht zum ersten Mal interviewt wurde. Es mochten die kleinen Dinge sein, die sie verrieten wie ihre Haltung, das Lächeln und die Wahl ihrer Worte, aber ich sah sie dennoch. Und all das erinnerte mich daran, dass wir hier kein einfaches Treffen á la Blind Date hatten, sonder rein geschftlich kommunizierten. Sie für ihr Image und ich für meine Karriere. Etwas anderes war das hier nicht und irgenwie enttäuschte mich das. Aurora war so zauberhaft, dass ich mir schon beinahe wünschte, die Situation wäre eine andere. Merlin, normal war das auch nicht mehr. Ich kannte sie nicht, und selbst wenn wäre sie unnerreichbar. Ihre Welt war anders als meine und ich wollte keinesfalls ins Rampenlicht - aber dort gehörte sie hin, zu Recht. Ich sollte diese Träumerei aus meinem Kopf schlagen, bevor sie Wurzeln bekam und sich festsetzte. Das hier wäre das einzige Treffen zwischen ihr und mir und es würde professionell bleiben. Ja, das war gut. So sollte es aussehen. Also verbannte ich jeglichen Gedanken an ihre umwerfende Schönheit, ihren betörenen Geruch oder ihre wunderbare Art in die hinterste Ecke meines Hirns und konzentrierte mich wieder vollkommen auf unser Gespräch. Es ging hier ausschließlich um Quidditch, alles andere war nebensächlich. Ich nahm also meine Tasse zu mir, lehnte mich wieder in das Polster zurück und blickte zu ihr hinüber, während sie sprach. Jedes Wort sog ich in mich auf, verinnerlichte es, um es später auf Papier zu entlassen. "Ich kann's mir vorstellen. Man kommt sich immer ein bisschen so vor, als würde man jemanden in die Pfanne hauen, nur um sich selbst besser dastehen zu lassen", erwiderte ich. Erst hinterher fiel mir auf, wie das wohl auf sie wirken mochte, obgleich ich nicht hatte sie angreifen wollen. "Also, versteh das nicht falsch. Ich glaube nicht, dass du so bist", schob ich schnell hinterher, um jegliche Verletzung vorzubeugen. Manchmal war ich ein ziemliches Trampeltier, vor allem wenn mich jemand so sehr aus dem Konzept brachte wie sie. Aber ich war es eben nicht gewohnt, einer berühmten Schönheit gegenüber zu sitzen. Für einen kurzen Moment senkte ich den Blick, war versucht in mein Schneckenhaus zurückzukriechen und erst einmal in Schweigen zu verfallen. Aber das wäre alles andere als professionell, also atmete ich nur tief ein und hob meinen Blick dann wieder, um sie direkt anzusehen. Ein - hoffentlich - freundliches Lächeln, und die Sache war so gut wie gegessen; also eigentlich gar nicht. "Glaubst du, dass diese Bewertungen schon zeigen, wer das Zeug hat, Mannschaftskapitän zu sein?", fragte ich, wieder einmal interessiert nach. Wenigstens dabei machte ich keinerlei Fehler, Fragen hatte ich immer. Und gerade war ich dankbar dafür, nicht lange in diesr peinlichen Situation stecken zu müssen.

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Aurora
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Re: an interview and a lovestory | Aurora &' Milo

von Aurora am 13.03.2018 00:22

Es war schön hier mit Milo zu sitzen. Er wirkte so ehrlich und irgendwo auch so nervös, wie man es nur selten von jemanden kannte der ein Interview führte. Die meisten wussten ganz genau, welche Fragen sie stellen musste um die Antwort zu bekommen, die sie hören wollte. Oder vielleicht sogar noch mehr, als ihr Gegenüber eigentlich zugeben wollte. Da musste man sehr aufpassen um nichts zu verraten, was man vielleicht eigentlich gar nicht durfte. 

Schlussendlich ging es bei uns dann aber um Quidditch und da der Ablauf der Bewerbungsspiele nicht wirklich Top Secret ist, konnte ich mich hier auch nicht groß verplappern. Das Einzige, worauf ich aufpassen musste war, nicht irgendwelche Namen oder besondere Vorkommnisse des Trainings zu erzählen. Das war nämlich nicht nur verboten, sondern moralisch auch echt unmöglich. Immerhin könnte ich hier und jetzt wahreinlich noch fast genau sagen, warum die einzelnen Spieler es nicht ins Team geschafft haben. Tat ich aber nicht, immerhin würde ich auch nicht wollen, dass irgendjemand etwas über meine ersten Quidditchverluste erzählen würde. Somit blieb ich bei meinen Erzählungen recht Sachlich und ließ auch noch Luft nach oben da. "Ja genau", bestätigte ich seine Worte und nickte. Den Kaffee lehnte ich aber mit einem leichten, dankbaren Lächeln ab. "Vielen Dank für das Angebot, aber ich trinke keinen Kaffee." Mir persönlich war das dunkle Getränk viel zu bitter und ich konnte mich auch mit Milch und Zucker nicht damit anfreunden. Da war mir Tee oder eine Tasse heiße Schokolade um einiges lieber. 


Ich dachte kurz über seine Frage nach und versuchte dann eine passende Antwort zu finden. "Nervenaufreibend war es wirklich", bestätigte ich ihm. "Vorallem weil man sich eigentlich nur auf sich konzentrieren möchte um auch alles richtig zu machen. Trotzdem ist es eigentlich gar nicht so schwer mitzubekommen, was die anderen Spieler so treiben zumal man ja sowieso mit ihnen zusammen spielt und man dann ja gezwungen ist auch auf sie zu schauen. Das schwierigste war danach die Relfexion. Über andere Menschen zu sprechen ist sowieso schon eine Sache für sich, aber zu wissen, dass es vielleicht auch etwas zu dem Ausscheidungsverfahren beitragen könnte. Wobei das eigentlich schwachsinn ist, da die Trainer sowieso schon ihre Meinung gebildet haben. Da geht es Hauptsächlich um die Beobachtung und Einschätzung der anderen. Und ich glaube, dass war der schwierigste Part der ganzen Bewerbung."

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Milo
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Re: an interview and a lovestory | Aurora &' Milo

von Milo am 02.02.2018 16:03

Konnten Interviews nicht immer so laufen? Dann würde ich sie auch viel häufiger führen. Hier mit Aurora zu sitzen war entspannt. Sicher, sie war mir fremd, deshalb war ich auch ganz froh nicht selbst die Antworten geben zu müssen, sondern die Fragen zu stellen. Wäre es andersherum, dann würde es wohl recht schweigsam sein – gesprächig war ich ja nun nicht gerade. Aber das war okay, schließlich schien sie sich nicht unwohl zu fühlen. Und überraschenderweise hatte auch ich keinerlei Probleme mit ihr zu reden. Eher im Gegenteil, ich hatte sogar immer mehr Fragen. Und die beantwortete sie mir auch bereitwillig. Wie beispielsweise jetzt mit der Bewerbung für eine Quidditchmannschaft. Es war spannend und wissenswert, vor allem weil es den Sport betraf, über den unsere Redaktion schrieb. Vielleicht könnte man auch daraus mal einen wunderbaren Artikel zaubern. Es wäre jedenfalls eine Überlegung wert und ich nahm mir fest vor, meinen Chef mal zu fragen, was er davon hielt. Vielleicht würde diese Aufgabe ja sogar mir zugeteilt werden. Jetzt aber hatte ich anderes zu tun. Es ging zwar auch um die Bewerbung, hauptsächlich aber um Aurora, ihren Werdegang und ihre Person. Ich war sogar ehrlich neugierig, wie sie tickte und was sie über bestimmte Dinge dachte. Aber dazu kamen wir später, zunächst einmal musste das Berufliche abgearbeitet werden, bevor ich mich mit Politik und dem Showbizz befassen konnte. Also lauschte ich zunächst mal ihren Erzählungen, sog alles in mich auf. Es war faszinierend, sie dabei zu beobachten, wie sie von ihren Erlebnissen berichtete – es klang ehrlich und wahrheitsgemäß. „Das heißt, mehrere Trainer sitzen dann dort unten und die, die man überzeugt hat, laden einen dann zum Gespräch ein?", hakte ich nach, goss mir gleichzeitig aus der Kanne Kaffee ein und blickte sie dann fragend an. Wenn ich mir schon einschenkte, konnte ich ihr ja auch gleich etwas anbieten. Seit Scarlett so ein High-Tech-Ding in die Küche gestellt hatte, war ich nahezu süchtig danach. Woher auch immer sie es hatte, ich fragte da lieber gar nicht erst nach. „Das hört sich jedenfalls nach einem ziemlich nervenaufreibenden Prozedere an. Mann muss nicht auf sich selbst, sondern auch auf die anderen achten. Wie ist es dir dabei gegangen? Ich meine, es muss doch merkwürdig sein, Menschen zu kritisieren, die man vielleicht gar nicht weiter kennt", fuhr ich fort und blickte ihr neugierig entgegen. Ich persönlich hasste es, über andere urteilen zu müssen. Ich tat es zwar trotzdem, jeder machte das. Aber wirklich angenehm war es nicht, man fühlte sich doch immer ein wenig schuldig.

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Aurora
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Re: an interview and a lovestory | Aurora &' Milo

von Aurora am 03.12.2017 12:53

Als Milo ebenfalls begann zu lachen, wurde mein Lächeln immer zufriedener. Es zeigte mir, dass er immer lockerner wurde und sich somit immer mehr auf mich einließ was mich mehr freute, als ich erwartet hatte. Er war interessant, einfach weil er nicht direkt hysterisch wurde wenn er mich sah oder so lange mit irgendwelche Fragen über ein Thema nachborte, über das ich eigentlich gar nicht reden wollte. Er war so natürlich und doch so mysterös, was alles Eigenschaften sind, die man in meiner Welt nicht sehr oft so antrifft. Es war erfrischend und schön - auch wenn ich vielleicht nicht so denken sollte. Denn auch wenn ich mir mittlerweile sicher war, dass Milo wusste, dass ich keine abgehobene Quidditschspielerin war, die nichts als ihren Erfolg und sich selber im Kopf hatte, war ich mir fast sicher, dass er nie in so einer Art interesse an mir haben würde. Die Welt in der ich lebte war nicht einfach, schon gar nicht wenn man gar nichts mit soetwas zu tun haben wollte und mir kam der junge Mann vor mir nicht so vor, als würde er das Rampenlicht suchen wollen. 

Wir kamen auf das Bewerbungsgespräch zu sprechen und ich lächelte ihn wieder an. "Prinzipiell läuft es ab wie jedes andere Spiel auch", meinte ich und überlegte wie ich es ihm am besten erklären sollte. "Anfangen tut man mit dem aufwärmen, dann werden im Team die wichtigsten Punkte besprochen - was gar nicht so einfach ist, weil man in dieser Phase einfach willkürlich mit irgendwelchen anderen Bewerben zusammen geschmissen wird - und dann geht es auch schon los. Man tut das, was man in den anderen Spielen oder im Training davor auch schon die ganze Zeit gemacht hatte. Der einzige Unterschied ist, dass jemand aus den verschiedensten Quidditchmanschaften im Publikum sitzt und dich beobachtet. Dabei ist es nicht einmal so wichtig das Spiel zu gewinnen, viel mehr wird auf deine Technik und dem Umgang mit dem Team geachtet. Das Gewinnen ist also Nebensache. Am Ende werden die herausgezogen, die noch in Erwägung gezogen werden, was meinstens ungefähr die hälfte ist. Sie kommen einer nach dem anderen in ein extra Zimmer und unterhalten sich mit dem Trainer, der ihnen gegenüber sitzt. Dabei wird erst über die UTZ-Prüfungen und den bereits vorhandenen Quidditch Erfahrungen gesprochen und dann reflektiert man das Spiel. Das heißt, was man selber denkt, dass gut gewesen ist, was man vielleicht hätte besser machen können und was man denkt, welche Fehler die bereits ausgeschiedenen Spieler gemacht haben. Gerade letzteres ist gar nicht so einfach, weil man sich so sehr auf sich selber konzentriert, dass alles andere zur Nebensache wird." Ich schloss meine kleine Rede mit einem Lächeln und hoffte, ich habe ihn mit meinen Worten nicht verwirrt und es war irgendwie verständlich was ich gesagt hatte.

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Milo
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Re: an interview and a lovestory | Aurora &' Milo

von Milo am 04.11.2017 18:43

Einen Manager als nicht wichtig zu bezeichnen, das war schon ein Ding. aber ich wusste ja, wie sie es meinte. Und ehrlich, es freute mich wie sonst nichts, dass ich mir mal nicht selbst im Weg stand. Es war schließlich Fakt, dass mich schöne Frauen schnell verunishcerten; ich wusste einfach nie, was ich sagen sollte. Aber gerade floss das Gespräch nur so dahin und irgendwie wollte ich nicht so recht, dass wir am Ende diesen Raum verließen und dann getrennte Wege gingen. Wie hoch war schon die Wahrscheinlichekit, dass sie irgendwann noch einmal treffen würde? Vermutlich gar nicht, weil ich niemals freiwillig solche Interviews führte. Ich wandelte nur den Inhalt in einen Artikel um. "Na, wenn du das sagst, dann vertraue ich dir da mal", erwiderte und stieg leise in ihr Lachen ein. Wie konnte jemand nur so perfekt sein? Es schien quasi nichts an ihr zu geben, dass sie weniger perfekt erscheinen ließ. Oh, wie sehr wünschte ich mir, sie würde wenigstens ein bisschen Interesse an mir haben können. Aber das würde sie nicht. Ich war nur Milo James, ein einfacher Reporter aus noch sehr viel einfacheren Verhältnissen. Und sie war eine Königin im Quidditch, wurde verehrt. Das Leben war eben kein Märchen, sondern knallhart und absolut unfair.
Ihre Erklärung klang durchaus plausibel - und sie ergab Sinn. Dass ich da nicht selbst drauf gekommen war! Insgeheim ärgerte es mich, immerhin war ich einer der besten in meinem Jahrgang gewesen, möglicherweise sogar der Beste. Aber ich gab nicht viel auf sowas, jedenfalls wenn es mich selbst betraf. Bei anderen bewunderte ich solche Errungenschaften trotzdem. Wenn man es so betrachtete, dann war es mehr als nur ein bisschen paradox. "Ah, okay", machte ich also und nickte langsam. Abgespeichert war es mittlerweile alles in meinem Gehirn. Auch eine Sache, die ich schon immer beherrschte. Was man mir einmal gesagt hatte, das wusste ich noch Jahre später. Ich merkte mir Dinge unglaublich schnell - es sei denn, ich wollte sie mir nicht merken, dann war ich gut darin, alles mögliche wieder zu vergessen. "Wie läuft so ein Bewerbungsspiel denn ab? Ich meine, klar, ein bisschen auf dem Besen fliegen und das Können unter Beweis stellen, das versteht sich ja quasi von selbst. Aber gibt es auch so etwas wie ein Vorsprechen, also einen mündlichen Einstellungstest?", sprudelte die nächste Frage aus mir heraus. Wenigstens darüber musste ich mir keine Gedanken machen, Fragen würden mir wohl immer und ständig einfallen.

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Aurora
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Re: an interview and a lovestory | Aurora &' Milo

von Aurora am 29.10.2017 22:18

Ich winkte ihn bei seinen Worten ab. "Naja", sagte ich dann. "So wichtig ist er eigentlich auch nicht. Du musst ihm also keinen ganzen Absatz widmen. Ein oder zwei Sätze reichen vollkommen", scherzte ich und lachte leicht. Auch wenn er es nie zugeben würde wusste ich, dass Keil es genoss wenn in den Zeitungen auch mal etwas über ihn stand. Nur das postive natürlich, wobei man hier sagen musste dass es wirklich nicht sehr viel negatives über ihn zu sagen gab. Natürlich machte ich mich oft über solche Kleinigkeiten lustig, aber schlussendlich war Keil einer der nettesten Menschen die man sich vorstellen konnte. Es war einfach nur meine Art vieles von diesen Sachen ins sarkastische zu ziehen und das wussten die Leute im mich herum auch. 

Es machte richtig Spaß sich mit Milo zu unterhalten und es kam mir auch überhaupt nicht vor als wäre das hier meine oder seine Arbeit. Fast, als würden wir freiwillig hier sitzen einfach aus Spaß und ohne verpflichtungen. Schlussendlich war es aber so, dass Milo über all das hier einen Artikel verfassen und veröffentlichen wird, was wiederrum hieß dass er mich mit alledem hier total in der Hand hatte. Allerdings war mir das im Moment egal, sodass ich einfach ganz normal mit ihm weiter redete. Als er mich nach Carter fragte nickte ich bestädigend und wartete auf seine nächsten Worte. Ein kleines, verlegenes Lächeln breitete sich auf meinem Gesicht aus als mir auffiel dass mich wohl unklar ausgedrückt hatte. Schnell versuchte ich ihm zu erklären, wie ich es gemeint hatte: "Er hat mich angerufen weil sie dringend einen Sucher brauchten und im Moment Bewerbungen entgegen nahmen. Ich musste mich bewerben wie alle anderen auch, aber dadurch dass Will mich vorher schon kannte, hatte er mir früh genug Bescheid gegeben und irgendwie auch eingeladen zu kommen. Trotzdem war ich bei den Bewerbungsspielen auf der gleichen Wellenlänge wie die anderen Spieler und musste mich selber durchsetzen", stellte ich klar. 
 

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Milo
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Re: an interview and a lovestory | Aurora &' Milo

von Milo am 19.10.2017 09:44

Was Worte anging, damit hatte ich nie Probleme. Nun ja, jedenfalls wenn es darum ging, eine andere Person oder einen Umstand zu beschreiben. So etwas lag mir schon immer. Wenn ich schrieb, dann vergaß ich jegliche Hemmschwelle. Dort konnte ich sien, wer ich war; das Schreiben war meine Art des Flüchtens. Und wenn man viel schrieb, dann beherrschte man es auch irgendwann, sich so auszudrücken, dass es jeder verstand. Solange es sachlich blieb, zumindest. Auf der persönlichen oder gar emotionalen Ebene war ich schon nicht mehr zu gebrauchen.
Aurora bestätigte mir eben dies auch. Mein Vorschlag schien ihr zu gefallen, was mich unerwarteter Weise ziemlich freute. Woran das lag, keine Ahnung. Wahrscheinlich war es lediglich die Tatsache, dass ich mich mal nicht von eine rhübschen Frau blamiert hatte. Das gelang mir ja immerhin gerne mal. "Gut, dann werde ich das so aufnehmen", hielt ich also grinsend fest. Es war trotzdem fraglich, ob ich Keil miteinbringen konnte. Vielleicht am Rande, immerhin ging es in dem Artikel ja nicht um ihn. Er würde zwar auch noch kommen, aber dafür war ich nicht zuständig.
Mittlerweile waren wir bei dem Hauptteil dieses Interviews angekommen. Erstaunt stellte ich fest, dass es gar nicht mal so schwer war, dort hin zu kommen. Viel eher erschien es mir, als ob sich das einfach so ergeben hätte und wir nun ein einfaches Gespräch darüber führen würden. Wie zwei Menschen, die sich zum ersten Mal sahen. Es war unglaublich interessant, was sie mir so alles erzählte; vor allem aber, wie freiwillig sie mir die Auskunft gab. Stolz grinste sie mir entgegen. Und ganz ehrlich? Darauf konnste sie auch stolz sein. Die Trainer waren hart und gnadenlos, was Leistungen anging; Manager waren sogar noch schlimmer. Ich hatte im Laufe der Zeit so einige kennengelernt, im Prinzip waren sie alle gleich. "Das glaube ich dir aufs Wort", erwiderte ich und lachte leise. "Aber ganz offensichtlich hat sich der Nervenverlust ja gelohnt." Sonst wäre sie ja auch nicht da, wo sie mittlerweile stand. "Also hat Mr. Carter dein Spiel gesehen, hat vielleicht sogar mit dir geredet" - an dieser Stelle legte ich eine kurze Pause ein, um mir die Bestätigung oder Verneinung von ihr zu holen, ehe ich fortfuhr - "Sobald du dann deine UTZ-Prüfungen fertig hattest, hast du dich bei den Arrows als Sucherin beworben und da Mr. Carter ja bereits wusste, dass du gut bist, hat er dich genommen. Wobei, warte mal, du hast gesagt, er hätte dich angerufen." Ich zog die Stirn kraus, versuchte einen Zusammenhang herzustellen zwischen ihren Worten, aber ich fand keinen. Entweder mir fehlte eine Information oder ich hatte irgendwas falsch verstanden.

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Aurora
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Re: an interview and a lovestory | Aurora &' Milo

von Aurora am 15.10.2017 21:48

Ich dachte kurz über seine Worte nach und nickte dann "Ich glaube da könntest du recht haben. Hmm." Ich legte meinen Kopf schief und dachte darüber nach, wie man Keil am besten beschreiben konnte ohne ihn oder mich selber schlecht dastehen zu lassen. Es gefiel mir so locker mit ihm umzugehen und einfach nur ich selber sein zu können. Es machte richtig Spaß nicht ständig darauf schauen zu müssen was ich nun sagen konnte und was nicht und was genau er mit den Worten machte, die meinen Mund verliesen. Es gab genug Journalisten, die dir das Wort um Mund umdrehen und das, während sie dir noch ganz lieblich ins Gesicht lächeln. Aber Milo war keineswegs so - ganz im Gegenteil sogar. Es war richtig schön sich hier mit ihm zu unterhalten. Bevor ich allerdings meinen Gedankengang zuende führen konnte, kam mir Milo schon mit einer Idee entgegen. Ich lachte und nickte ihm zu. "Das ist eine gute Idee."

Er hörte mir aufmerksam zu und nickte hin und wieder und lächelte mir zu. Gleich nachdem ich fertig war mit dem reden, fing er an mir fragen zu stellen, welche ich natürlich gerne beantwortete. "Ja das war so eine Sache", meinte ich dann schon fast verlegen. "Da mein Vater auch in der Quidditch Szene zugange war - also schon vor einer etwas längeren Zeit und auch nicht als Spieler sonder mehr hinter den Kulissen - kannte er Will privat und hat ihm damals davon überzeugen können eines unserer Quidditch Spiele anzusehen. Es war eine große Ehre und anscheinend habe ich auch einen guten Eindruck hinterlassen", grinste ich, allerdings eher stolz als überheblich. Natürlich was dies eine richtig große Hilfe dich damals bekommen hatte, aber schlussendlich war ich es, die den Trainer hatte überzeugen müssen. Das war eine einmalige Chance, für die ich auch eine menge trainiert und schlussendlich alles gegeben hatte. "Das war wahrscheinlich eines der Nervenaufreibendsten Spiele die ich je gespielt hatte", meinte ich und lachte leicht. 

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Milo
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Re: an interview and a lovestory | Aurora &' Milo

von Milo am 07.10.2017 19:59

Anscheinend lag ich richtig mit der Einschätzung, dass die Stimmung lockerer wurde. Gut, ich wollte eh niemandem die Laune vermiesen, weil ich absolut unbegabt im Umgang mit Menschen war, deshalb gab ich mir auch mehr Mühe als sonst, freundlich zu sein. Schließlich sollte man die Prominenten nicht gegen sich aufbringen, sondern sich ihren Wünschen beugen - zumindest, wenn sie direkt vor einem saßen. Im Gegensatz zu mir konnte sie sich schließlich einen Anwalt leisten. Allerdings musste ich gestehen, sie war mir sympathisch und zum ersten Mal empfand ich es als angenehm, ein Interview zu führen. Möglicherweise strengte mich deshalb auch noch ein klein wenig mehr an, als es sonst der Fall war. "Wenn du ihn positiv darstellen willst, dann ist das immer noch zu negativ. Die Menschen stellen sich unter einem Sklaventreiber jemanden vor, der mit einer Peitsche und lauten Schreien dafür sorgt, dass sich alle sputen", wandte ich grinsend ein, "aber ich bezweifle, dass er so drauf ist." Allein die Vorstellung dessen war urkomisch. Besonders wenn man wie ich dabei an das alte Ägypten dachte. Nicht förderlich, wenn man eine ernste Angelegnehit vor sich hatte.
Kurz legte ich den Kopf schief, kräuselte nachdenklich die Stirn, ehe ich sie direkt ansah. "Wie wäre es mit so etwas wie 'Liebevolle Strenge ist des Managers bester Weg'?", schlug ich vor. Schlussendlich musste ich sowieso mal sehen, inwieweit ich ihren Manager tatsächlich mit in den Artikel einband; über diesen Punkt war ich mir noch nicht sicher. Aber das hatte ja auch noch Zeit, wir waren gerade eh nur am Herumblödeln.
Immerhin waren wir trotzdem produktiv dabei. Ganz ohne, dass ich sie dazu auffordern musste, begann sie frei zu erzählen und ich lauschte ihr. Wahrscheinlich könnte ich ihr noch stundenlang zuhören, ihre Stimme klang unglaublich schön. Stop - was?! Ich sollte mir den Inhalt ihrer Worte merken, aber doch nicht nur den Klang. Bei Merlins Puschen, ich musste mich echt konzentrieren. Das hier wa mein Job und außerdem sollte ich es gar nicht in Erwägung ziehen, irgendwas anderes zuzulassen - zumal das eh zum scheitern verurteilt war. Ihre Begründung klang jedenfalls pausibel, weckte aber sofort die nächsten Fragen in mir. Allerdings ließ ich sie zunächst ausreden, könnte ja sein, dass sie meine ungestellten Fragen gleich von selbst beantwortete. Zum Teil tat sie das auch. "Ich muss nochmal nachhaken: Du hattest bereits Kontakt zu Mister Carter, während du noch in Hogwarts warst. Wie genau kam das zustande? Meines Wissens nach sind Trainer nicht häufig dort, sondern schauen eher, wer sich bei ihnen um einen Platz bewirbt." Gespannt sah ich sie an, wohl wissend, dass ich ihr gerade unterstellte, dass Vitamin B im Spiel war. Aber diese Annahme war meines Erachtens berechtigt und ich fragte schließlich nach, um die Wahrheit zu erfahren.

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Aurora
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Re: an interview and a lovestory | Aurora &' Milo

von Aurora am 03.10.2017 10:42

Ich lachte bei seinen Worten. "Das finde ich toll", lächelte ich und schüttelte den Kopf. "Wie wäre es mit "Liebevoller Sklaventreiber, der seine Taten eigentlich nur gut meint und schlussendlich sowieso nur seinen Job macht"?", scherzte ich, da ich meinen Gegenüber langsam einschätzen konnte. Mir war klar, dass er mir nichts böses wollte und eher einer der humanen Journalisten war. Es gab eine Menge anderer Interviews, in denen ich - glücklicherweiße auch schon am Anfang meiner Karriere- bereits von Beginn an bemerkte, wie sie immer wieder versuchen mir die Worte im Mund umzudrehen. Anfangs war es für mich auch ehrlich gesagt noch ziemlich schwierig dann gleich zu wissen, was man sagen kann und soll und was man lieber für sich behalten sollte. Aber hier hatte ich keine Bedenken auch mal einen Spaß zu machen, was die Stimmung zwischen uns um einiges besser machte.

Als wir dann zwar das Thema wechselten, aber dann doch wieder auf Keil zu sprechen kamen musste ich ein weiteres Mal lachen. "Ja da könntest du sogar recht haben", scherzte ich. "Er ist überall." Ein weiteres Mal schüttelte ich den Kopf und versuchte mich wieder auf die mir gestellten Fragen zu konzentrieren, was ja der eigentliche Grund war weswegen wir hier saßen. "Naja", sagte ich dann. "Die Irische Mannschaften hatten damals schon einen Sucher und auch einen Kapitän. Letzteres war mir damals noch nicht so wichtig, aber ich wollte nicht ständig auf der Auswechselbank sitzen und das wäre mir gerade als Anfängerin wahrscheinlich lange Zeit so ergangen. Also hab ich mich umgesehen und bin zufälligerweiße auf die Appleby Arrows gestoßen, welche dringend nach einem Sucher gesucht haben, da Malte Garrer ja leider seinen schrecklichen Unfall hatte. Also hatte ich mich da beworben und bin sogar genommen worden. Ohne lange auf der Bank sitzen zu müssen." Es klang vielleicht etwas hart, aber manchmal im Leben war es einfach wirklich so, dass des einen Leid des anderen Freud war und in meinem Fall traf dies einfach wie die Faust aufs Auge. 

Da wir gerade so sehr drinnen war und man ihm einfach ankannte, dass dies hier nicht wirklich seine größte Stärke war, redete ich einfach weiter. "Irgendwie hatte meine Glückssträhne dann auch weiter angehalten und so kam es, dass ich nur ein paar Monate später sogar zur Kapitänin weiter hinauf stieg. Gut, der damalige Trainer, Will Carter, kannte mich auch schon aus meiner Hogwartszeit und war auch derjenige, der mich damals angerufen hatte, als der Sucher der Appleby Arrows gebracht hatte. Als der Kapitän damals aus privaten Gründen zurück getretten war, wurde ich aufgestellt und auch ausgewählt, was für mich eine ziemlich große Ehre war. Immerhin war ich gerade einmal 18 und noch nicht sehr lange im Business. Bereuen tue ich es aber auf keinen Fall", lächelte ich. In diesem Fall war ich wohl eine der wenigen Personen die wirklich von sich behaupten konnte, ihren Traumjob gefunden zu haben. 

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