Dimitri & Samuel | After all, you’re his number one fan | Freeplay
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Dimitri
Gelöschter Benutzer
Re: Dimitri & Samuel | After all, you’re his number one fan | Freeplay
von Dimitri am 20.03.2018 16:56Menschen waren Gewohnheitstiere und das schien auch für Magier zu gelten und auch mich. Ein Mischwesen, aber das war weniger eine Sache die mich je störte. Ich war seit ich denken konnte ein halber Vampir und letztendlich hatte man sich in der magischen Welt auch damit zurecht gefunden. Auch wenn das von manchen Leuten immer noch nicht wirklich gern gesehen war. Selbst Zauberer hatten Angst vor dem was sie nicht kannten. Das war bei magischen Tierwesen nicht wirklich anders. Und auch ich hielt es mit Newt Scamander, der strickt dafür gewesen war magische Tierwesen und magische Geschöpfe zu trennen. Andererseits hätte man mich wohl unter die Kategorie Tierwesen gesteckt, aber nein, ich war zum einen ein Zauberer und zum anderen eben auch ein magisches Geschöpf. Und da ich nun einmal zur Hälfte Zauberer war, war es mir auch möglich Quidditch zu spielen und auf eine magische Schule zu gehen so wie jeder normale Zauberer dieser Welt. Dafür war ich ehrlich gesagt ganz dankbar gewesen, denn auch wenn ich kein Problem damit hatte anders zu sein, so verschwand ich auch gern in der Menge, nur war das inzwischen wohl ein Ding der Unmöglichkeit. Nicht aber hier, nicht hier in Muggellondon wo mich kein Mensch kannte oder zumindest nur die wenigstens, denn die wenigstens hatten eine Ahnung davon, dass es so etwas wie Magie wirklich gab. Immerhin gab es immer noch das Gesetz der Geheimhaltung und wenn ich ehrlich war, dann unterstützte ich dieses Gesetz sogar. Es war ganz gut, wenn die Menschen nicht erfuhren was so passierte. Zum anderen aber auch, weil ich glaubte, dass es gerade Personen wir mir oder anderen magischen Wesen nicht gerade gut ergehen würde. Hatte man nicht erst die Zauberer und Hexen aus den Geschichtsbüchern verbannen müssen, damit die Hexenverbrennung aufhörte? Damit die Menschen vergaßen? Aber all das war länger her als es mich selbst gab. Aber auch so war es uns nun möglich uns hier in Muggellondon nieder zu lassen und das ohne, dass man mich erkennen würde. Zwar hatte ich meine Fans recht gern, wenn einige auch eher weniger, aber es gab immer Extremisten. Das würde wohl überall vorkommen und zwar in jeder Sportart. Aber darum ging es nicht. Stattdessen wandte ich mich dem Mann neben mir zu, mit dem ich mich hier verabredet hatte, um die alten Zeiten ein bisschen auffrischen zu lassen. Wenigstens wusste man an alten Freunden was man hatte. Die hatten einen auch schon gemocht bevor der große Hype um einen selbst losgegangen war. Da brauchte man sich meistens eher weniger Gedanken darum machen, dass es man hinters Licht geführt wurde, aber auch das hatte es sicherlich schon gegeben, aber ich selbst suchte mir meine Freund mit Ruhe und Bedacht aus und Samuel hatte es doch recht schnell in den engeren Kreis geschafft und hatte sich, trotz das wir uns lange nicht gesehen hatten, doch irgendwie gehalten. Sonst wäre ich ja wohl nicht hier. Dabei fiel mir auf, dass mir zwar klar war, dass er wusste was genau ich über die Jahre gemacht hatte und ich im Moment mein Geld verdiente, aber die traurige Tatsache war, dass ich absolut keinen Plan hatte was er selbst tat. Und genau deswegen fragte ich nach. Ich redete ungern um den heißen Brei herum, außer es ging darum mich zu entschuldigen oder über meine Gefühle zu reden, denn das war nicht wirklich etwas, dass ich besonders gut konnte. Hatte ich noch nie. "Im Ministerium? Also bist du Auror oder arbeitest du in einer speziellen anderen Abteilung?",fragte ich, wobei ich mir kaum vorstellen konnte dass er etwas anderes war als eben genanntes. Immerhin hatte er früher mal erzählt, dass er das hatte werden wollen, auch wenn er es sicher auch geschafft hätte Quidditchspieler zu werden. So schlecht war er ja nicht, aber am Ende musste jeder das machen was für ihn am besten war. Immerhin musste jeder von uns selbst damit leben. Doch ich war dem Sport treu geblieben. Konnte recht froh über den Erfolg von 1994 sein, was mir wirklich erst eine große Karriere geschenkt hatte. Weltmeisterhüter. Ich war damals noch jung gewesen und doch schon so erfolgreich zusammen mit meiner Mannschaft. Irland war beinahe meine zweite Heimat geworden. Das hieß neben England und Frankreich. Irgendwie pendelte ich andauernd und doch konnte ich mich nicht wirklich beschweren. Würde ich auch nicht. Doch tatsächlich verbrachte ich auch meine Zeit öfter in London als in Dublin oder gar Paris, wenngleich Paris liebte und es manchmal vermisste, aber es hielt mich auch nichts jeder Zeit dahin zurückzukehren. Und so antwortete ich Samuel auf seine Frage, ehe ich von meiner Schwester sprach, die ja eigentlich auch einen großen Anteil daran hatte, dass ich öfter in London war. "Ihr geht es gut. Sie schreibt inzwischen für den Tagespropheten.",erklärte ich ihm und beantwortete ihm dabei auch gleich seine nächste Frage. Ehrlich gesagt war ich froh darüber, dass meine Schwester dort arbeitete. Denn das hieß, dass zumindest eine Person keinen allzu großen Mist über mich verbreitete, auch wenn es hin und wieder die ein oder andere Schreiberin gab, die das ebenfalls nicht tat. Ein Schmunzeln legte sich auf meine Lippen. "Das wäre wohl die Ausweichvariante gewesen.",stimmte ich zu und grinste doch etwas, was man bei mir eher weniger zu Gesicht bekam außer man gehörte zur Familie oder engen Freunden und das tat ich nicht einmal mit Absicht. "Nein, eher nicht. Nur wenn ich hin und wieder mal Ruhe brauche, aber selbst dann eher weniger. Es gibt andere Orte die Ruhe zulassen.",antwortete ich ihm und nahm einen Schluck von meinem Getränk, dass mir zwar nicht so gut schmeckte wie es Blut tat, aber es war auch nicht besonders schlecht.
Samuel
Gelöschter Benutzer
Re: Dimitri & Samuel | After all, you’re his number one fan | Freeplay
von Samuel am 22.03.2018 20:19Dimitri hatte mich doch seit unserer ersten Begegnung interessiert. Woran das gelegen hatte, konnte ich heute gar nicht mehr wirklich sagen. Vielleicht doch an der Tatsache, dass wir recht schnell herausgefunden hatten, dass wir doch einige Gemeinsamkeiten hatten? Wobei die Gegensätze eindeutig überwogen. Ich hatte unbedingt mit ihm befreundet sein wollen! Ich hatte es mir selbst schon fast zur Aufgabe gemacht, mich mit ihm anzufreunden. Jekat war einfacher gewesen. Sie war doch um einiges weniger misstrauisch, als ihr Zwilling. Ich hatte erst viel später überhaupt erfahren, dass er ein Teil-Vampir war. Deswegen hatte ich nicht mit ihm befreundet sein wollen! Natürlich hatte ich mich dann doch gefragt, wie das für ihn war. Was das bedeutete. Oft begegnete man einem Teil-Vampir ja nicht. Angst hatte ich aber keine vor ihm gehabt. Auch nicht vor Jekat. Überraschen würde es mich aber nicht, wenn es andere gegeben hatte, die doch Angst gehabt hatten. Vampire waren ja nicht für ihre Freundlichkeit bekannt. Da hielt man doch lieber Abstand. Auch wenn Dimitri und Jekat nur zur Hälfte Vampire waren. Für viele war es sicher etwas Unbekanntes und vor unbekanntem, hatten viele doch Angst. Solche Leute konnten daher sicher auch ziemlich abweisend reagieren.
Die Muggel sollten definitiv nicht erfahren, dass es Hexen und Zauberer gab. Lieber liessen wir sie in dem Glauben, dass es nur Fantasie war, anstatt zu riskieren, dass sie uns jagten. Wir mochten in der Lage sein Magie anzuwenden, aber Muggel konnten doch recht einfallsreich sein. Auf eine Hexenjagd konnten wir wohl alle verzichten.
Wir konnten uns in Ruhe unter die Muggel begeben, ohne uns Sorgen machen zu müssen. Persönlich begab ich mich doch gerne unter die Muggel. Wohl aus anderen Gründen als es Dimitri tat, da ich keine Fans hatte, die mir auf die Nerven gingen. Jedoch war es immer eine Abwechslung, unter Muggeln zu sein. Ich fand es doch immer wieder faszinierend, herauszufinden, was sie neues erfunden hatten um sich ihr Leben zu vereinfachen. Und in gewissen Punkten waren sie uns eindeutig voraus. Immerhin benutzten wir immer noch mehrheitlich Eulen um Briefe zu versenden, während sie sich Emails und SMS schrieben. Ja, ich hatte mir auch ein Handy besorgt, aber wirklich damit umgehen konnte ich nicht.
Ich freute mich doch darauf, mal wieder etwas Zeit mit Dimitri zu verbringen. Es war länger her und ich konnte eigentlich gar nicht mehr sagen, wann wir das letzte Mal einfach nur miteinander geredet hatten. Meistens hatte ich ihn nur von der Ferne gesehen, da ich doch oft bei Spielen der Bats dabei war. Er als Spieler achtete sich kaum auf die Zuschauer. Hintergedanken hatte ich keine. Wir waren alte Freunde und ich wollte doch einfach wissen, von ihm selbst hören wie es ihm so ergangen war. In den Zeitungen wurde oft und viel über ihn berichtet, aber ob alles der Wahrheit entsprach, ja, das zweifelte ich doch an. Seit unserem Abschluss hatten wir uns nicht mehr gesehen, daher war es nicht überraschend, wusste er nicht, was ich tat um mein Geld zu verdienen. Ich nickte leicht, als er nachfragte. "Als Auror ja", antwortete ich. "Eine andere Abteilung hat mich nicht wirklich interessiert." Ich hatte damals sicherlich mal erwähnt, dass ich Auror werden wollte. Natürlich war Quidditch für mich auch in Frage gekommen, aber ich hatte mich schlussendlich dann doch dagegen entschieden. Ich liebte diesen Sport, aber Profi werden war für mich dann doch nicht in Frage gekommen. Nicht, weil ich nicht gut genug dafür gewesen wäre. Ich war ein guter Spieler gewesen... aber im Vergleich zu Dimitri dann doch eher Durchschnitt. Auror war doch der Beruf gewesen, der mich interessiert hatte, noch bevor ich überhaupt das Interesse für Quidditch entwickelt hatte.
In London zu wohnen war nicht immer leicht. Oft vermisste ich es doch, durch die Pariser Strassen zu schlendern. Durch meinen Beruf kam ich selten dazu, mal einfach für ein paar Tage frei zunehmen, aber es war eindeutig mal wieder Zeit dafür. Meine Eltern würden sich über Besuch von mir freuen. Er war öfters in London und dennoch waren wir uns nur wieder begegnet, weil ich bei einem Spiel doch die Security gewesen war. Gut, er hatte ja nicht wissen können, dass ich in London lebte. Als ich hergezogen war, wäre ich am liebsten in der ersten Woche gleich wieder zurück nach Paris. Da wir auf Jekat zu sprechen kamen, fragte ich doch nach ihr. Sie hatte ich auch länger nicht gesehen. "Freut mich das zu hören", erwiderte ich. "Tut sie? Doch ein Grund mal den Tagespropheten zu lesen. Wobei ich Zeitungen meistens meide. So viel Unsinn wie die darin immer veröffentlichen..." Über ihn war sicherlich auch schon oft Unwahres geschrieben worden. Natürlich war es wichtig auf dem Laufenden zu bleiben, aber man sollte auch nicht alles glauben was die Medien einem auftischten. Jekat hatte schon immer einen gewissen Sinn für Mode gehabt, daher hatte ich doch immer angenommen sie würde eines Tages etwas in diesem Bereich tun. Oft genug hatte sie meine Kleidung kritisiert! Ihre Modeberatung war natürlich oft hilfreich gewesen, aber manchmal doch auch etwas anstrengend. Ich selbst hatte aber sicher weniger oft unter ihrer Modeberatung 'leiden' müssen, wie ihr Zwilling. Zumindest stimmte er mir leicht grinsend zu. Weswegen ich doch leicht lächelte. Ihn dazu zu bringen zu grinsen, war alles andere als leicht, aber definitiv ein Zeichen, dass er sich bei mir heute noch wohl fühlte. Worüber ich froh war, immerhin hatten wir uns lange nicht gesehen und da hätte das gut auch anders sein können. "Solltest du jemals das Bedürfnis zu haben mehr von Muggellondon zu sehen, biete ich mich gerne als dein privater Stadtführer an. Ich kenne viele Orte, an denen du deine Ruhe haben kannst."
Dimitri
Gelöschter Benutzer
Re: Dimitri & Samuel | After all, you’re his number one fan | Freeplay
von Dimitri am 29.03.2018 13:00Ein geselliger Mensch oder Halbvampir war ich ehrlich gesagt noch nie gewesen und das würde ich wohl auch nie werden. Nicht, dass das je jemand von mir verlangt hätte und selbst wenn, dann würde ich daran nichts mehr ändern. Ich mochte mein Leben und meinen kleinen Kreis auf welchen ich mich aber dennoch immer verlassen konnte. Zu diesem Kreis gehörte eben nicht nur die Familie, sondern meistens eben auch ein oder zwei gute oder engere Freunde. Samuel kannte ich seit meiner Schulzeit und auch wenn wir uns am Anfang mehr oder weniger gut verstanden hatten, was zu Anfangs an mir gelegen hatte, da ich weniger offen für so etwas gewesen war. Neue Freundschaften. So hatte es Samuel am Ende doch geschafft einen Teil in mir ans Tageslicht zu bekommen, der sich sonst eher tief in mir versteckt hielt. Wahrscheinlich war meine Zwillingsschwester sogar recht froh darüber gewesen, dass ich mir einen guten Freund gesucht hatte und das jener mich hin und wieder zu bestimmten Sachen 'motivieren' konnte. Ich war nie besonders unhöflich gewesen und hatte mich anwesend gezeigt, wenn es von Nöten gewesen war, aber wenn es nicht zwingend hatte sein müssen, nun dann ließ ich es. Das hieß wenn mich Samuel und meine beiden Schwestern, wobei nur eine wirklich Blutsverwandt mit mir war, mitgeschleppt hatten. Aber das war eine ganz andere Sache von der ich nun nicht wirklich sprechen oder eben auch darüber nachdenken wollte. Über die Jahre hatte sich aber zumindest gezeigt, dass der Blondhaarige ein wirklich guter Freund war und immer zu mir hielt. Sicher, auch wir hatten uns hin und wieder gestritten, hatten verschiedene Meinungen und waren mal sauer aufeinander, aber am Ende gab dann doch immer einer von uns beiden nach. Auch wenn es wahrscheinlich nicht für möglich gehalten wurde, aber ja jemand wie ich war nicht unbedingt gut darin sich zu entschuldigen und man beinahe meinen könnte, dass ich das nicht konnte. Tatsächlich aber tat ich es, wenn ich es musste. Das hieß nicht, dass es mir auch gefiel, aber Samuel war nun einmal einer meiner engsten Vertrauten gewesen und den hatte ich über die Jahre einfach nicht verlieren wollen, dafür war mir unsere langjährige Freundschaft und das beinahe brüderliche Verhältnis zueinander viel wichtiger gewesen. Und diese langjährige Freundschaft hatte auch über die Jahre gehalten in denen wir nicht mehr in der Schule gewesen waren. Naja mehr oder weniger, aber zumindest hielt sie so stark, dass wir nun jetzt und hier saßen. Mitten im Muggellondon in einem Pub von dem ich noch nie gehört hatte und tranken etwas zusammen. Beinahe schon so als hätten wir beide das jede Woche mindestens einmal gemacht und das schon seit Jahren. Aber die Realität sah da ein bisschen anders aus. In den letzten Jahren hatten wir uns nicht wirklich oft gesehen, wenn überhaupt. Zwar flogen hin und wieder ein paar Eulen ein, aber meine Zeit und meine Karriere hatten all das ein bisschen in den Hintergrund gestellt. Nicht, weil ich auf einmal vergessen hatte, dass es Samuel und diese Freundschaft gab, nein. Nur gab es auch für mich, gerade nach dem großen Durchbruch Termine um Termine und wenn ich ehrlich war, dann hielt ich Freunde und Familie gern aus den Schlagzeilen heraus, die definitiv immer auftauchten. Auch dann, wenn ich es nicht wollte. Das hieß aber nicht, dass ich nicht gern Zeit mit ihm verbrachte, denn unter diesen Umständen hätte ich diesem Treffen eindeutig nicht zugestimmt, aber das war ja nicht der Fall gewesen. Ich fand es sogar ganz entspannend an einem Ort wie diesem meine Zeit zusammen mit einem alten Freund aus meiner Jugend zu verbringen. Zugegeben ich war immer noch jung und alterte nicht bis kaum. Es ließ sich einfach zu wenig nachweisen, beziehungsweise interessierte es mich auch gar nicht. Zumindest hatte mein immer junges Aussehen dann doch seine Vorteile. Aber dieses Leben hatte auch Nachteile, nämlich dann, wenn es darum ging, dass ich den Blutdurst wie jeder andere Vampir verspürte. Auch wenn ich über die Jahre gelernt hatte diesen so gut es ging zu kontrollieren war er dennoch da und manchmal brauchte ich es einfach. Das war eben nichts, dass man einfach mal so abstellen konnte. Aber man gewöhnte sich daran. Woran ich mich jedoch weniger gewöhnen konnte war Unwissenheit. Zumindest dann, wenn es um Personen ging die mir wichtig waren und nun wollte ich eben etwas über Samuel wissen. Wie er sich seinen Lebensunterhalt verdiente und staunte nicht schlecht, dass er es tatsächlich bis zum Auror gebracht hatte. "Na dann sollte ich dir wohl meinen Glückwunsch aussprechen, auch wenn das wohl zu spät kommt.",meinte ich und hob leicht mein Glas an, um ihm zu zuprosten und nahm dann einen Schluck von meinem Drink. Außerdem erfuhr ich, dass er wohl auch hier wohnte. Genau wie ich. Das hieß im normalen London, nicht in Muggellondon. Aber wenn man es so sah, dann lebte ich in drei Ländern gleichzeitig und das war für jemanden wie mich vollkommen normal. Auch wenn London schön war, genau wie Dublin, so liebte ich Paris und das nicht nur, weil meine Familie dort lebte. Ich war dort aufgewachsen, trotz das ich ursprünglich aus Russland zu kommen schien, doch das hatte mich eher weniger interessiert. Ich war der der ich war und genau der würde ich immer sein. Ganz egal wer meine leiblichen Eltern waren. Meine Familie war meine Familie und niemand sonst. Auch nicht jene die sich meine biologischen Eltern nannten. Meine einzige leibliche Schwester und Familie war Jekat und das würde sie immer bleiben. Über jene sprachen wir nun auch und ich erklärte Samuel, dass jene in der Zwischenzeit begonnen hatte beim Tagespropheten zu schreiben. "Tut sie. Ehrlich gesagt ist sie der einzige Grund wieso ich mir hin und wieder Artikel durchlese.",gestand ich dann, denn was das anging schienen Samuel und ich immer noch dieselbe Meinung zu haben. Der Tagesprophet schrieb mehr Müll über berühmte Personen als sonst eine Zeitung und das sollte schon was heißen. Ich hatte längst aufgehört diese Artikel zu lesen in denen es um mich ging, wenn mich Jekat nicht hin und wieder dazu trieb einen zu lesen, den sie für besonders wichtig empfand. Zum anderen bekam ich es meistens mit, wenn sie wütend oder aufgebracht war über das was man über mich schrieb. Aber sie war nun einmal meine Schwester und hatte eine spezielle und enge Verbindung zu mir. Natürlich machte sie sich Gedanken, aber so war das eben schon immer gewesen. Ich wurde je aus den Gedanken gerissen als Samuel mich erneut ansprach und meinte, wenn ich je das Bedürfnis hätte mehr von Muggellondon sehen zu wollen, dass er mich wohl gern herum führen würde. "Ähm...klar wieso auch nicht?",erwiderte ich dann. "Ich sag dir bescheid.",fügte ich hinzu. Im Moment war ich nicht wirklich scharf darauf, aber ich würde auf jeden Fall auf dieses Angebot zurückkommen, denn manchmal war ein ruhiger Nachmittag doch einiges wert und ich würde ihn mir auch nehmen, wenn ich meinte einen zu brauchen. Auch wenn meine Schwester solche Nachmittage wohl öfter für mich haben wollte, weil sie meinte, dass ich mir zu selten eine Auszeit nahm.
Samuel
Gelöschter Benutzer
Re: Dimitri & Samuel | After all, you’re his number one fan | Freeplay
von Samuel am 03.04.2018 15:54Dimitri sollte sich auch nicht verändern. Er war ein toller Mensch so wie er war. Es wäre recht seltsam, würde er plötzlich offener auf andere zugehen. Es würde einfach nicht zu ihm passen. Sicher, es machte es einem eher schwer sich mit ihm anzufreunden, aber es war es definitiv wert. Die Freundschaft zu ihm hatte mir schon immer sehr viel bedeutet, auch wenn wir uns zeitweise doch aus den ‚Augen' verloren hatten. Zumindest hatten wir kaum Kontakt zueinander gehabt, was doch an den verschiedenen Berufswegen lag, die wir beide eingeschlagen hatten.
Ich war doch recht hartnäckig gewesen, als wir uns kennengelernt hatten. Jekat und ich, wir hatten uns doch um einiges schneller angefreundet. Schlussendlich hatte ich es aber doch geschafft, dass sich Dimitri mir öffnete. Ich hatte mich damals schon geehrt gefühlt, dass er mit mir dann doch hatte befreundet sein wollen. Er hatte einfach etwas an sich gehabt. Ja, ich hatte für ihn geschwärmt und tat es wahrscheinlich heute noch etwas, aber das war mein kleines Geheimnis. Damals hatte ich ihn immerhin nicht abschrecken wollen. Sein Vertrauen zu gewinnen war schon schwer genug gewesen. Wer konnte schon sagen, wie er reagiert hätte, wenn ich ihm gesagt hätte, dass ich für ihn schwärmte... gut möglich, wären wir heute nicht so gut miteinander befreundet. Da er sicherlich Abstand gehalten hätte. Die Freundschaft hatte uns aber sicher beiden gut getan. Immerhin hatte ich es doch auch hin und wieder hingekriegt, Dimitri zu etwas zu überreden, was er wohl sonst nicht getan hätte. Ab und an hatten unsere Differenzen natürlich doch auch zu Streit zwischen uns geführt. Wir konnten nicht immer der gleichen Meinung sein. Wir waren zwei verschiedene Menschen. Hatten verschiedene Ansichten. Wir hatten uns aber doch immer versöhnt. Einer von uns beiden hatte sich am Ende dann doch entschuldigt. Wir konnten beide doch recht stur sein. Ihm war es meist schwerer gefallen sich zu entschuldigen, aber er hatte es doch getan, wenn er es für nötig befunden hatte bzw. wenn er eingesehen hatte, dass er im Unrecht war.
Wirklich zusammengesetzt hatten wir uns lange nicht mehr. Sicher, Briefe hatten wir uns doch geschickt, aber zu einem wirklichen Treffen um uns richtig zu unterhalten, war es nicht gekommen. Bis heute. Der Pub war meine Idee gewesen und schon als ich es ausgesprochen hatte, hatte ich ihm ansehen können, dass ihm die Idee eigentlich nicht unbedingt gefiel. Angemerkt hatte er jedoch nichts, sondern hatte zugestimmt. Deswegen sassen wir hier. Würde er sich unwohl fühlen, konnten wir den Pub jederzeit verlassen.
Es fühlte sich fast schon so an wie früher. Im Gegensatz zu mir hatte er aber eindeutig weniger Freizeit. Und diese verbrachte er wohl eher mit seiner Familie, als mit mir. War für mich in Ordnung und ich nahm es ihm auch nicht übel. Eine Karriere zu managen und dabei sein Privatleben so gut wie möglich herauszuhalten, war sicher nicht einfach. Ich konnte doch auch darauf verzichten, dass mich am Ende Leute nur ansprachen weil ich mit Dimitri befreundet war. Als ob ich ihnen Privates über ihn verraten würde.
Ich ging nicht davon aus, dass er nicht gerne Zeit mit mir verbrachte. Da er diesem Treffen dann wohl kaum zugestimmt hatte und er hatte nicht so gewirkt, als ob ihn der Gedanke Zeit mit mir zu verbringen unangenehm war. Zugegeben, ich war doch etwas nervös gewesen. Wir hatten uns immerhin lange nicht mehr wirklich unterhalten und die Möglichkeit bestand doch, dass es komisch werden könnte. Wobei ich nicht davon ausging, dass wir einander nichts zu sagen hatten. Wir konnten immerhin doch auch über alte Zeiten reden, falls er über sein jetziges Leben nicht reden wollte. Wobei ich nicht davon ausging, dass er etwas verheimlichen wollte. Wir kamen aber doch zuerst auf mein Leben zu sprechen. Schlussendlich konnte ich immerhin fast alles über ihn in der Presse lesen. >Er hingegen konnte nichts darin über mich finden. Ich schmunzelte leicht, als er mir seinen Glückwunsch aussprach. "Danke", erwiderte. „Lieber zu spät als nie", neckte ich ihn aber dennoch leicht. Auror zu werden war doch ein Stück Arbeit gewesen. Ich hatte es mir aber in den Kopf gesetzt, als ich damals nach London gezogen war und hatte es doch hingekriegt. Ich gehörte zu den besten und ich war doch stolz darauf. Ich mochte London, aber es ging mir doch wie ihm. Ich bevorzugte Paris, auch wenn ich länger nicht mehr dort gewesen war. Schlussendlich fühlte ich mich dort eben doch wohler. Es war meine Heimat. Daher war das wohl kaum überraschend. Dimitri war wie ich in Frankreich aufgewachsen. Er mochte ursprünglich aus Russland sein, aber er war nicht dort aufgewachsen.
Wenn wir schon auf seine Schwester zu sprechen kamen, fragte ich doch auch wie es ihr ging und wie sie ihr Leben so verbrachte. Der Beruf der Journalistin passte doch ganz gut zu ihr, auch wenn es mich nicht überrascht hätte, hätte sie etwas mit Mode gemacht. „Verstehe ich", erwiderte ich, als er meinte Jekat wäre auch der einzige Grund, wieso er sich den Tagespropheten hin und wieder antat. Es überraschte mich nicht, waren wir der gleichen Meinung was den Tagespropheten anging. Ihn traf es sicher auch oft persönlich. Wurde ja oft genug auch etwas über ihn berichtet. Wohl auch vieles, was nicht der Wahrheit entsprach, aber der Tagesprophet wollte immerhin auch Aufmerksamkeit und das bekamen sie ja nur mit grossen Schlagzeilen! Ob sie wahr waren oder nicht, spielte meist ja nicht so eine grosse Rolle. Hin und wieder las ich doch auch einen Artikel über Dimitri. Ich kannte ihn immerhin persönlich und liess mich daher nicht von diesen beeinflussen. Manchmal waren sie doch recht amüsant, aber manchmal waren sie doch ziemlich nervig. Kein Wunder, war Jekat hin und wieder über einen solchen Artikel aufgebracht. Sie las sicher nicht gerne, wenn Müll über ihren Bruder verbreitet wurde.
Es war nur ein Vorschlag. Er schien doch in Gedanken versunken zu sein und mein Angebot schien ihn auch nicht wirklich zu reizen. Es musste nicht sein, wenn er nicht wollte. „Wie gesagt. Nur wenn dich Muggellondon interessiert", merkte ich an. Vielleicht hatte er auch keine Lust seine Freizeit für so etwas zu verschwenden... wobei wir ja dann doch auch Zeit zusammen verbringen würden... aber gut. Ich sollte mich damit zufrieden geben, hatte er sich auf das Treffen heute eingelassen und sollte nicht schon darüber nachdenken, wann ich ihn das nächste Mal wiedersehen würde.
[Beendet]
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