Daily Prophet: Ausgabe 9, März

[ Nach unten  |  Zum letzten Beitrag  |  Thema abonnieren  |  Neueste Beiträge zuerst ]


DailyProphet

-, Männlich

  Anfänger

Beiträge: 80

Daily Prophet: Ausgabe 9, März

von DailyProphet am 05.03.2018 22:55

THE DAILY PROPHET
Ausgabe 9                                         März 

Antworten

DailyProphet

-, Männlich

  Anfänger

Beiträge: 80

Re: Daily Prophet: Ausgabe 9, März

von DailyProphet am 05.03.2018 23:12

LOKALES
MISS CAMPBELL'S MAGISCHE KINDERTAGESSTÄTTE ÖFFNET SEINE PFORTEN

Zweifelsohne wurde mit dem heutigen Tag ein weiterer Meilenstein gesetzt um den Nachteilen der Muggelgeborenen Hexen und Zauberer entgegenzuwirken, denn heute wurde ein wichtiges Projekt offiziell beendet: Die Eröffnung der ersten magischen Kindertagesstätte, die insbesondere darauf abzielt muggelgeborenen Kindern den Übergang in die magische Gesellschaft zu erleichtern. Eine Person, der das Projekt besonders am Herzen lag ist Antonia Campbell (53), welche nicht nur die Leitung des Kindergartens übernehmen wird, sondern auch seit Jahren für dessen Umsetzung kämpft.

Sie wirken ziemlich aufgeregt, wie geht es Ihnen Miss Campbell? 
Ich bin sogar ausgesprochen aufgeregt. Sie lächelt ertappt. Es geht mir übrigens großartig, dankeschön der Nachfrage. Es ist zwar ein bisschen stressig, aber auf die positive Art und Weise. Schließlich fiebere ich, und natürlich auch alle anderen Beteiligten an dem Projekt, diesem Tag nicht erst seit gestern entgegen.
Verständlich, und ich kann Ihnen im Namen des Tagespropheten meine herzlichen Glückwünsche zu Ihrem Erfolg ausrichten. Doch kommen wir zum wesentlichen, zu Ihrem Projekt, in das Ihr ganzen Herzblut geflossen ist, wie Sie mal äußerten. Wie kamen Sie zu Ihrer in Großbritannien noch einzigartigen Idee und weshalb berührt Sie dieses Thema so? 
Die Fragen sind einfach zu beantworten. Ich bin selbst als Tochter zweier Muggel geboren worden und hatte demnach bis zu meinem elften Geburtstag absolut keine Ahnung von der magischen Welt. Natürlich bemerkt jedes Kind die magischen Ausbrüche, welche insbesondere bei Wut und Angst auftreten. Ein magisches Kind erfreut sich daran, weiß es schließlich was dies zu bedeuten hat, während ein Kind, welches unter Muggeln aufwächst beunruhigt ist. Zugegeben kann ich nicht für jedes Kind sprechen, aber Sie haben sicherlich nichts dagegen, wenn ich es aus meiner Sicht schildere. Die Sache bei mir war die, dass es mich nicht nur beunruhigte, sondern irgendwie Angst einjagte, dass in meiner Nähe ständig so seltsame Dinge passierten. Berstendes Geschirr, obwohl ich dies nie angefasst hatte, flackernde Lampen oder die Tatsache, dass meine Mitschüler auf einmal Probleme hatten ihren Mund zu öffnen, wenn sie mich mal wieder ärgerten. Denn mit der eigenartigen Antonia wollte natürlich niemand zu tun haben. Damals wünschte ich mir nichts sehnlicher als Freunde, die genauso waren wie ich. Ein bisschen merkwürdig. Auf die Idee, dass ich magische Kräfte haben könnte war ich nie gekommen – schließlich kannte ich diese ausschließlich aus rein fiktionalen Werken, auch wenn man durchaus schon so getan hatte als ob man irgendeine besondere Fähigkeit besaß. Jedenfalls kam dann, an meinem elften Geburtstag, wie bei jedem Kind ein Brief und kurz darauf stand auch bereits Professor McGonagall vor unserer Haustür. Schließlich gingen meine Eltern davon aus, dass dies nur ein alberner Scherz gewesen sei. 
Und genau solchen Situationen, ich bin sicherlich kein Einzelfall, möchte ich mit der Kindertagesstätte vorbeugen. Kein Kind sollte sich alleine fühlen und im Glauben bleiben, dass es komisch sei, nur weil es nicht der Norm der nicht-magischen Menschen entspricht. Ich finde, dass es wichtig ist sie in diesem jungen Jahren bereits in unsere Gesellschaft einzugliedern. So finden Muggelgeborene nicht nur schneller Anschluss und haben den „Kulturschock" nicht zusätzlich zu bewältigen, verstehen Sie?
Eine wirklich bewegende Geschichte. Man spürt, dass Sie sich wirklich für das Wohlergehen von vielen Kindern hier in Irland und Großbritannien sorgen. Schließlich machen Muggelgeborene Hexen und Zauberer ca. zwanzig Prozent der Bevölkerung aus. Wie viele Anmeldungen haben Sie denn bereits? Nehmen viele dieses Angebot in Anspruch und wie glauben Sie wird es in den folgenden Monaten und Jahren aussehen?
Bisher haben wir siebenundzwanzig Kinder in unserer Einrichtung angemeldet. Davon sind siebzehn muggelgeboren, zwei reinblütig und acht halbblütig. Ich, bzw. wir, rechnen jedoch damit, dass die Zahl der Kinder im Laufe der Monate ansteigen wird. Schließlich könnte man die Anfangszeit der Tagesstätte als Art Pilotprojekt bezeichnen. Es muss jedoch auch hinzugefügt werden, dass natürlich noch nicht jeder Elternteil eines magischen Kindes benachrichtigt werden konnte, da solche Ausbrüche schnell mal übersehen werden können. Was die Kinder aus magischen Familien angeht: Diese müssen sicherlich auch erst von dem Konzept überzeugt werden.
Da Sie gerade das Konzept erwähnen. Was kann man sich vorstellen? Werden den Kinder wie später in Hogwarts irgendwelche Fächer nahegelegt? Und welchen Anreiz hätten magische Eltern Ihre eigenen Kinder hier jeden Morgen vorbeizubringen? Mal abgesehen davon, dass sie in Ruhe arbeiten gehen können, während ihre Kinder betreut werden. 
Zwar haben wir selbstverständlich einen Zeitplan, wann was behandelt wird, doch kann man den Unterricht nicht direkt mit Kräuterkunde oder Zaubertränke auf Hogwarts vergleichen. Viel mehr bekommen neue Schülerinnen und Schüler in den ersten Wochen eine kleine Ausführung über die magische Welt. Dafür werden wir teilweise auf den Ratgeber* zurückgreifen, welchen ich erst vor kurzem veröffentlicht habe. Er besteht aus wichtigen Eckdaten der magischen Gesellschaft, einem Plan zur Umrechnung von Pfund in Galleonen, aus nützlichen Tipps wie man sich besser in die Gesellschaft integrieren kann und auch ein Routenplaner der Winkelgasse findet sich unter anderem dort drin, damit Muggeleltern und Kinder eine erste Orientierung haben. Später werden wir auch kleinere Ausflüge unternehmen, zum Beispiel in die Winkelgasse. Bei der ersten Einkaufstour ist es den Eltern auch freigestellt ob sie daran teilnehmen wollen oder nicht, wobei wir dies sehr unterstützen würden. Schließlich gehören sie durch ihr Kind auch zu unserer Gesellschaft und wir planen ja nicht die Kinder vollkommen aus ihrer Umwelt zu entreißen. Hier findet sich, neben der bereits von Ihnen angesprochenen Betreuung während der Arbeitszeit, auch ein kleiner Anreiz für die anderen Kinder, die mit der magischen Welt bereits vertraut sind – auch wenn diese dennoch viel dazu lernen können – wir haben auch vor über die Muggelwelt, deren Sitten und Bräuche zu sprechen. Schließlich sind diese nicht nur faszinierent – Moment. Bevor ich weiterspreche und Sie mich möglicherweise nicht verstehen; haben sie Verbindung zur Muggelwelt?
Um mein Verstädnis brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen, denn ja, ich besitze Verbindungen in die Muggelwelt, aber seien Sie ruhig ausführlich. Es gibt sicherlich Leserinnen und Leser die ganz fasziniert sind, weil sie vieles nicht wissen.
Okay gut. Also ein Thema was man immer wieder anschneiden könnte: Der Kleidungsstil. Es ist kein Geheimnis, dass es immer wieder Berichte von seltsam gekleideten Menschen bei den Muggeln gibt, was daran liegt, dass die wenigsten wissen wie man sich ihnen anpasst. Selbst wenn man nicht so fasziniert von der Muggelwelt ist wie ich es bin, heißt es nicht, dass es eine schlechte Idee sei sein Kind hier herzubringen. Gerne kann man dies auch auf der Ebene betrachten, dass das eigene Kind schon vor Eintritt in die Schule viele Kontakte geknüpft hat und auch noch immer herrschende Vorurteile abgebaut werden können.
Das klingt wirklich sehr positiv, ich hoffe sehr, dass ihnen das Projekt gut gelingen wird und vor allem die Kinder ihre Vorteile daraus ziehen können. Ich bin auf jedenfall gespannt wie sich das alles weiter entwickeln wird. Ich danke Ihnen vielmals, dass Sie sich die Zeit für dieses Interview genommen haben. Möchten Sie unseren Leserinnen und Lesern noch etwas zum Abschluss sagen?
Ich habe Ihnen zu danken und hm,.. gute Frage was ich sagen könnte. Sie überlegt einen Augenblick, ehe ein leichtes Schmunzeln auf ihrem Gesicht erscheint. Sollten Sie neugierig geworden sein und sich weitere Informationen wünschen, oder gar ihr Kind gerne direkt anmelden wollen, fühlen Sie sich dazu frei eine Eule zu schicken oder zu einem unserer Informationsveranstaltungen zu kommen. Die Termine werden in kürze bekannt gegeben. Vielen Dank.

*Der hier angesprochene Ratgeber „Zurechtfinden in der magischen Welt" von Antonia Campbell kann für 4 Galleonen beim Tagespropheten bestellt werden. Wir berechnen 5 Sickel für den Versand.

05.03.2001, GABRIEL TATE 

Antworten

« zurück zum Forum