Behandlungszimmer
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Sophie
Gelöschter Benutzer
Re: Behandlungszimmer
von Sophie am 12.03.2018 14:32Ich stand von meinem Stuhl auf und verließ kurz das Zimmer um ihm ein Glas Wasser zu zu holen, kam aber auch schon nach wenigen Sekunden zurück und reichte es ihm lächelnd ehe ich mich wieder auf meinen Platz ihm gegenüber setzte. "Nun...", fing ich an und überlegte kurz. "Mir ist zumindest kein Heiltrank bekannt, der tatsächlich gut schmeckt. Und ich denke das muss schon was heißen aber natürlich bin ich auch kein Lexikon und kenne auch nicht alle auswendig. Aber wenn ich so darüber nachdenke fällt mir auf jeden Fall keiner direkt ein. Meine Mutter hatte mir damals schon erzählt, dass Medizin, die gut schmeckt, nicht hilft. Und scheinbar ist es tatsächlich so", erzählte ich ihm grinsend. Er wusste natürlich nicht, dass ich halbblütig war und meine Mutter von einer anderen Art Medizin geredet hatte als irgendwelche Heiltränke aber selbst diese Medizin hatte immer furchtbar geschmeckt, daran konnte ich mich noch genau erinnern. Gleichzeitig musste ich zugeben, dass es mich schon irgendwie fasziniert hatte, dass man durch einen Trank oder einer einfachen Tablette wieder gesund werden konnte, wobei es bei den Zauberern um einiges schneller ging als es bei den Nichtmagischen der Fall war. Sonst hätte ich natürlich auch in einem Muggel-Krankenhaus arbeiten können aber ich wollte die Zauberwelt schließlich nicht aus meinem Leben ausschließen. Und ich war wirklich glücklich mit meiner Entscheidung. Ohne zu lügen konnte ich sagen, dass ich jeden Tag gerne zur Arbeit kam. Selbst wenn oft mal Überstunden dazu zählten.
"Ja, ich denke jeder steuert was zum Wohl der Gemeinschaft bei, sei es nun ein Auror, ein Heiler oder ein einfacher Verkäufer. Wir haben alle eine wichtige Aufgabe und wir alle werden gebraucht. Sei es für medizinische Zwecke, für den Schutz oder gar einfach zu einer gewissen Belustigung um das Leben nicht allzu ernst zu nehmen", fasste ich nickend zusammen und lehnte mich etwas in meinem Stuhl zurück. "Und machen Sie sich deswegen keine Gedanken, ich habe selten jemanden kennengelernt, der sich gerne im Krankenhaus aufhält und länger geblieben ist als es nötig war, Sie sind da also keine Ausnahme und ich glaube auch nicht, dass es etwas geben würde was sie gerne hierbleiben ließ", winkte ich ab und schmunzelte. "Mir würde es sicherlich genau so gehen wenn ich Patientin wäre. Also alles gut. Und deswegen habe ich Ihnen ja gesagt, dass es nicht unbedingt von Nöten ist, dass Sie noch hierbleiben."
Ich nickte wieder und lächelte leicht. "Ja, ich denke meinem Bruder wird es auch irgendwie fehlen. Auch wenn er das niemals im Leben zugeben würde. Er ist eher jemand der so tut als wäre ihm alles und jeder egal aber ich weiß trotzdem, dass er mich liebt. Und ich liebe ihn so wie er ist." Ich zuckte etwas mit den Schultern und warf einen kurzen Blick auf die Uhr, die im Zimmer an der Wand hing. Er wäre für heute mein letzter Patient, vielleicht könnte ich mir dann auf den Weg nach Hause noch einen Kaffee holen und dann...überlegen was ich den restlichen Tag tun würde. Vielleicht würde ich es mir auch einfach nur mit einem guten Buch gemütlich machen, denn ich hatte eigentlich auch nichts weiter geplant, da ich schließlich auch nicht genau gewusst hatte wie stressig es heute sein würde.
Samuel
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Re: Behandlungszimmer
von Samuel am 12.03.2018 13:57Mir war natürlich vollkommen bewusst, dass meine Schulter vollständig verheilen würde. Schlussendlich war es eben doch praktisch, ein Zauberer zu sein. Als Muggel würde es doch um einiges länger dauern, bis diese Verletzung verheilt war – wobei es als Muggel, kaum zu einer solchen Verletzung kommen würde. Meine Aussagen waren daher natürlich nicht ernst gemeint und ich war froh, nahm sie diese auch richtig auf. Oft genug war ich auf Heiler getroffen, die von ähnlichen Aussagen gleich eingeschnappt gewesen waren. „Gut", erwiderte ich schmunzelnd. „So sollte es ja auch sein, wenn ich mich in fähige Hände begebe oder."
Gespräche mit den meisten Heilern mied ich meistens. Oft war ich selbst kurz angebunden, da ich das Mungos recht gerne schnell wieder verliess. Es lag eindeutig an ihr, dass ich mich überhaupt dazu brachte, sie doch leicht zu necken. Vor ein paar Minuten wäre ich immerhin fast unbehandelt aus dem Behandlungszimmer gelaufen. Hätte ich nur noch eine Minute länger waren müssen, wäre sie also in einen leeren Raum gelaufen. Zwar versuchte ich ja an meiner Geduld zu arbeiten, aber ich war eben doch davon überzeugt gewesen, dass ich die Verletzung auch mit einem Zauber selbst hätte heilen können! Nur hatte es der Abteilungsleiter etwas anderes gesehen. Als ob ich unfähig wäre, einen richtigen Heilzauber zu sprechen! In meinem Beruf war es doch schon fast überlebenswichtig solche Sprüche zu kennen. Sich nur zu verteidigen und angreifen zu können war nicht alles.
Oftmals waren die Heiler in diesem Stockwerk doch recht kurz angebunden. Schien doch so, als ob sie immer von einem Behandlungszimmer zum nächsten mussten und so eher weniger Zeit für den Patienten hatte. Sie hingegen nahm sich die Zeit. Ich führte den Trank an meine Lippen und verzog meinen Mundwinkel, nachdem ich diesen runtergeschluckt hatte. „Ein Glas Wasser wäre nicht schlecht." Es würde zumindest helfen den Nachgeschmack etwas runterzuspülen. Kürbissaft an sich war nicht wirklich mein Fall. „Gibt es überhaupt Heiltränke, die gut schmecken?" Sie war Heilerin und kannte sich da sicherlich um einiges besser aus als ich. Ich kannte nur die einfachen. Natürlich hatte ich mich mit Zaubertränken auseinander setzten müssen, in der Schule und auch während der Ausbildung zum Auror, aber alle kannte ich definitiv nicht.
Ihr Job schien definitiv ihre Leidenschaft zu sein. „Ohne euch wären nicht nur wir Auroren ziemlich aufgeschmissen", merkte ich doch an. Es war immerhin wirklich gut, gab es Leute, die ihren Beruf ausführten. Wie es ja auch in meinem Beruf der Fall war. Zauberunfälle gab es sicher einige. Viele wurden einfach zu schnell unvorsichtig oder überschätzen sich selbst. „In dem Punkt sind wir uns wohl ähnlich. Nur haben wir uns entschieden auf andere Art und Weise anderen zu helfen." Sie als Heilerin und ich als Auror. „Nichts für ungut, aber ich halte mich nur ungerne länger als nötig im Mungos auf."
Sie und ich schienen eindeutig mehr gemeinsam zu haben, als man auf den ersten Blick wohl vermuten würde. Zumindest kannte ich nur wenige, die wirklich viel redeten, sobald sie müde waren. „Geht meinen Geschwistern gleich", ich schmunzelte. „Wobei es ihnen sicher auch fehlt." Meine Geschwister nicht mehr jeden Tag zu sehen war für mich noch immer ungewohnt und obwohl es schon länger so war, vermisste ich sie doch. Wobei ich zumindest Sinclair in der Nähe hatte, seit sie doch auch nach London gezogen war.
Sophie
Gelöschter Benutzer
Re: Behandlungszimmer
von Sophie am 11.03.2018 17:51"Das wäre es sicherlich. Aber ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass das nicht passieren wird, Sie werdensowohl ihre Arme als auch den Rest Ihres Körpers weiterhin so bewegen können wie vorher auch", meinte ich amüsiert. Mochte sein, dass ich in dieser Sache anders war als andere Heiler, die einfach schnell mit einem Patienten fertig werden wollten um zum nächsten gehen zu können oder wenigstens fünf Minuten mal Ruhe zu haben aber ich unterhielt mich eigentlich wirklich gerne mit meinen Patienten und sie schienen es oft auch zu begrüßen, vor allem weil es sie oft auch von den Schmerzen oder irgendwelchen negativen Gedanken ablenkte. Zumindest hatte ich das schon oft erlebt. Manche sprachen sogar mit mir darüber weil sie es von anderen Heilern nicht kannten aber für mich war es wichtig, dass sich die Patienten hier wohl fühlten, zumindest so gut es in ihrem Zustand eben ging. Und oft reichte dafür ein einfaches, nettes Gespräch oder ein Lächeln um dieses Gefühl zu übermitteln. Deswegen kam es für mich auch keine Alternative einfach schweigend vor ihm zu sitzen während er den Trank an seine Lippen führte und ihn runterschluckte. Ich musste leicht schmunzeln, denn natürlich bemerkte ich wie er den Mund verzog. "Ich weiß, es schmeckt furchtbar. Aber immerhin wird es Ihnen helfen und danach können sie auch etwas anderes trinken um den Geschmack wieder los zu werden. Wir haben Wasser oder Kürbissaft falls sie davon etwas wollen", bot ich ihm an. Immerhin wusste ich, dass solche Tränke wirklich nicht besonders gut schmeckten. Man sagte schließlich auch oft, dass Medizin von Grund auf einfach nicht schmeckte und bis jetzt hatte ich selbst auch noch nie etwas gehabt was gut geschmeckt hatte. Und das sagte ausgerechnet ich als Heilerin, also musste da wohl etwas dran sein. Aber natürlich kannte ich auch nicht alles.
"Ja, das stimmt. Ich habe auch sehr oft mit solchen Leuten zu tun, zwar nicht als Auror aber wir sind schließlich diejenigen die versuchen zu retten was es zu retten gibt. Und es gibt wirklich einige Fälle. Sehr viele die wegen Flüchen hier sind, natürlich auch andere Zauber die schiefgegangen sind und es tut einem oft wirklich leid weil die meisten nichts dafür konnten. Und man tut natürlich was man kann. Aber ich muss sagen, dass ich meinen Job wirklich liebe", sagte ich. "Es war schon immer mein Traum anderen zu helfen, zumindest wenn man sich helfen lässt. Aber natürlich können Sie selbst entscheiden ob sie hier bleiben wollen oder nicht, Sie können natürlich auch wiederkommen wenn etwas ist."
Es überraschte mich wirklich, dass ich wohl nicht die einzige war die mehr sprach wenn sie müde war. Aber das machte ihn wirklich sympathisch musste ich sagen. "Ich verstehe was Sie meinen. Ich denke mein Bruder ist auch nicht sonderlich begeistert davon aber nun gut...er hat Glück, dass er mich jetzt nicht mehr jeden Tag sehen muss. So hat er wenigstens ein bisschen Ruhe." Ich grinste leicht. "Aber ich bin trotzdem froh wenn ich Feierabend habe und ein bisschen entspannen kann, zumindest brauche ich einen Kaffee."
Samuel
Gelöschter Benutzer
Re: Behandlungszimmer
von Samuel am 11.03.2018 17:18Ich fand es doch amüsant, ging sie doch auf meine Worte ein und nahm sie doch auch belustigt auf. Gab andere Heiler, die bei solchen Aussagen oft viel ernster reagierten. "Eindeutig", erwiderte ich. "Wäre schon etwas unpraktisch, wenn ich am Ende meinen Arm nicht mehr bewegen könnte." Ihre Haare waren definitiv etwas, was einem bei ihr doch sofort auffiel. Sie waren doch lang und rot. So eine Haarfarbe sah man doch eher selten. Persönlich hatte ich meine Haare erst vor kurzem doch blond gefärbt. Vorher waren diese doch braun gewesen, was wohl viele im ersten Moment gar nicht realisierten. Nun ja, blaue Augen und blonde Haare, gehörte ja fast schon zusammen. Ich wollte mich auch nicht darüber unterhalten, wieso ich den meine Haare gefärbt hatte. Jeder konnte doch mal eine Veränderung gebrauchen oder?
Ich hörte ihr zu und nahm die Phiole entgegen, die sie mir reichte. Leicht hob ich eine Augenbraue an, als ei mir doch anriet, wenigstens eine Nacht hier zu bleiben. Das war doch etwas, worauf ich nur zu gerne verzichten würde. "Wenn es kein Muss ist, verzichte ich doch lieber darauf eine Nacht hier zu verbringen", antwortet ich auf ihre Worte. "Sollte noch etwas sein, könnte ich ja einfach wiederherkommen oder Sie geben mir die Möglichkeit Sie irgendwie zu kontaktieren."
Ich hob die Phiole an um sie an meinen Mund zu führen. Je eher ich das getrunken hatte, desto eher kam wurde ich diese Schmerzen los. Ich verzog meinen Mundwinkel, nachdem ich den Trank eingenommen hatte. Wieso mussten Heiltränke eigentlich immer so einen ekelhaften bitteren Geschmack haben? Schmerzfrei war es definitiv nicht, als der Trank doch zu wirken begann.
Wenigstens lenkte sie mich doch mit ihrer Frage davon ab. "Bin ich ja", beantwortete ich ihre Frage, auch wenn das eher unnötig war. "War es. Gewissen Leuten sollte es verboten sein einen Zauberstab zu besitzen." Ich wandte kurz meinen Blick von ihr ab um einen Blick auf meine Schulter zu werfen. Wandte meinen Blick dann aber doch wieder ihr zu. Ein Lächeln schlich sich doch wieder auf meine Lippen. Meiner Meinung nach, machte es sie doch um einiges sympathischer, redete sie mit mir, anstatt das sie nur schweigend da sass und darauf wartete, dass meine Verletzung heilte. "Kein Grund sich zu rechtfertigen. Persönlich neige ich doch auch dazu, mehr zu reden, wenn ich müde bin. Womit ich meine Geschwister oft fast in den Wahnsinn getrieben habe."
Sophie
Gelöschter Benutzer
Re: Behandlungszimmer
von Sophie am 11.03.2018 13:42Ich schmunzelte. "Ich kann mir vorstellen, dass Sie ihre Schulter noch etwas brauchen werden, ihne wäre es sicherlich etwas unpraktisch auf Dauer", meinte ich und schüttelte leicht belustigt den Kopf ehe ich mir meine Haare etwas an die Seite strich, da mir ein paar Strähnen ins Gesicht gefallen war. Ich hätte so schlau sein und sie zusammen machen sollen aber ich mochte sie einfach lieber offen und eigentlich machten sie mir auch eher selten Probleme, auch wenn sie ziemlich lang waren. Und sicherlich auch ziemlich auffällig. Ich wurde sogar schon von Patienten gefragt ib ich mir die Haare so gefärbt hatte oder ob ich ein Metamorphmagus war aber nein, nichts davon. Meine Haare waren schon immer so farbintensiv gewesen, schon als ich klein gewesen war, nur waren sie damals weitaus lockiger als heutzutage. "Keine Sorge, wir bekommen Ihre Schulter schnell wieder hin." Ich gab ihm die Phiole. "Damit sollte das alles in Null Komma nichts wieder verheilen. Es könnte ein bisschen weh tun aber nicht lange, dann ist es wieder gut. Ich würde Ihnen zwar raten wenigstens eine Nacht ihr zu bleiben damit wir das im Auge behalten können, dalls es doch etwas braucht, aber natürlich ist das kein muss. Bei manchen dauert es ein bisschen länger aber es sollte auf jeden Fall besser werden. Also...trinken Sie. Keine Sorge, es wird sie nicht umbringen", sagte ich und wartete darauf, dass er mir die Phiole aus der Hand nahm.
"Ich habe gesehen Sie sind Auror? Sicherlich ist das eine Arbeitsverletzung gewesen? Solche Jobs können eindeutig gefährlich werden. Aber natürlich will ich Ihnen da nicht rein reden, ohne Auroren würde alles noch schlimmer sein und wir können wirklich froh darüber sein, dass es Zauberer und Hexen gibt, die sich dazu entschließen diesen Job zu machen. Und jeder andere Job könnte natürlich auch gefährlich sein. Also...vergessen Sie das." Ich winkte etwas ab. Ich sollte wirklich aufhören so einen Schwachsinn zu reden. Ich hatte das schließlich sonst auch nicht. Sicherlich dachte er ich würde jeden Patienten so vollquatschen. "Tut mir leid. Ich hatte einen langen Tag und offensichtlich werde ich dadurch nicht schweigsamer wie es wohl normal wäre, sondern rede noch mehr."
Samuel
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Re: Behandlungszimmer
von Samuel am 11.03.2018 12:03Gewissen Zauberern sollte es verboten sein, einen Zauberspruch besitzen zu dürfen. Die Todesser mochten besiegt sein, aber es gab genug andere Zauberer und Hexen, die für Chaos sorgten. Wie ja auch heute. Wir waren wegen einer Lärmstörung zu diesem Haus geschickt worden. Nachbarn hatten sich über den Krach beschwert. Solche Einsätze konnte ich nicht leiden, wobei ich zumindest erhofft hatte, dass das schnell vorbeigehen würde. Nur war ich von einem Fluch getroffen worden und sass jetzt im Mungos. Ich hatte den Abend eigentlich mit Freunden verbringen wollen und nicht darauf warten wollen, behandelt zu werden.
Mir war natürlich bewusst, dass es zu Notfällen kommen könnte. Als Auror war ich oft genug mit Zauberern und Hexen in Kontakt gekommen, die sich selbst verflucht hatten. Oder verflucht worden waren. Einer der Gründe wieso ich doch öfters darauf bestand bei Ballycastle Bats Spielen unter den Auroren zu sein, die für Ordnung sorgten. Natürlich verpasste ich da meistens das Spiel, aber lieber achtete ich darauf, dass niemand meinem Bruder zu nahekam. Dimitris Fans konnten doch ziemlich verrückt sein. Ich zählte mich selbst zwar auch zu seinen Fans, aber im Gegensatz zu den restlichen Fans, war ich nicht so verrückt. Wobei das Dimitri wohl nicht so sagen würde. Nun ja, wer würde es nicht ausnutzen mit dem Kapitän der Ballycastle Bats verwandt bzw. befreundet zu sein? Immerhin war Dimitri nicht nur mein Bruder, sondern auch mein bester Freund.
Meine Annahme bestätigte sich, dass ein Notfall hereingekommen war, als ich die Heilerin ansprach die den Raum betrat. Ich wollte nicht unfreundlich zu ihr sein, da sie sicher nichts dafürkonnte, aber ich hatte doch Schmerzen und langsam wurden diese doch unangenehm. Zudem hielt ich mich nur ungerne im Mungos auf. Wobei ich es gar nicht mehr so eilig hatte hier wegzukommen, als ich sie sah.
Ich schmunzelte leicht, als sie sagte, sie hätten mich natürlich nicht vergessen. "Schon in Ordnung", antwortete ich. "Immerhin ist es keine lebensbedrohliche Verletzung." Sie setzte sich mir gegenüber und legte das Pergament weg. Ich musterte sie doch. Rothaarige gehörten eigentlich nicht wirklich zu den Frauen, mit denen ich ausging, aber sie hatte doch etwas an sich. Dachte ich gerade daran mit ihr zu flirten? Ernsthaft? Man könnte meinen ich hätte es dringend nötig... "Hoffe ich doch. Ich werde meine Schulter immerhin noch brauchen", erwiderte ich leicht neckend.
Sophie
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Re: Behandlungszimmer
von Sophie am 10.03.2018 23:30Mal wieder war wirklich viel los im St. Mungos. Die Heiler, mich eingeschlossen, wuselten von einen Behandlungsraum in den nächsten und kümmerten sich dort um die verletzten Patienten, die mit verschiedenen Flüchen und Zauberunfällen zu kämpfen gehabt hatten. Zusätzlich kam auch noch ein Notfall herein, um den sich gleich mehrere Heiler gleichzeitig kümmern. Er hatte einen Fluch abbekommen und sah wirklich schrecklich aus, er schrie und wollte immer wieder versuchen zu fliehen, als würden wir irgendwelche schlimmen Dinge mit ihm anstellen aber es gelang uns trotzdem ihn etwas ruhig zu stellen und ihm den helfenden Trank zu verabreichen, sodass er jetzt auf dem Weg der Besserung sein müsste. Durch diesen Notfall hatte ich allerdings einen meiner Patienten etwas vernachlässigen müssen, was mir natürlich immer sehr leid tat, immerhin brauchte hier jeder Hilfe, aber manche eben schneller als andere und natürlich hatte ich mir vorher seine Akte angeschaut und nachgesehen ob es sich bei ihm um etwas schwerwiegenderes handelte. Wäre das der Fall gewesen, hätte ich natürlich niemanden anderes noch vorgeschoben sondern wäre sofort zu ihm gekommen um mich darum zu kümmern. So allerdings hatte ich ihn ein paar Minuten warten lassen, machte mich jetzt aber natürlich trotzdem schnell auf den Weg zu dem neuen Patienten.
Ich öffnete die Tür, wobei mein Blick auf das Pergament in meiner Hand gerichtet war, in der anderen den Trank, der eigentlich bei seinen Problemen helfen sollte, sodass er eigentlich schnell wieder gehen könnte. Vielleicht sollte er eine Nacht über zur Beobachtung bleiben oder zumindest so lange bis wir sicher sein konnten, dass seine Verletzungen wieder besser wurden. Ich sah auf und vor mir saß ein zugegeben sehr attraktiver junger Mann. "Nein, wir haben Sie natürlich nicht vergessen", sagte ich ruhig und lächelte. "Es tut mir wirklich leid, dass Sie warten mussten, wir haben gerade einen dringenden Notfall reinbekommen, dem schnell geholfen werden musste. Es waren einige Heiler dafür nötig. Aber jetzt haben Sie meine vollste Aufmerksamkeit und ich denke, dass ich Ihnen schnell helfen kann, ohne, dass Sie irgendwelche Schäden behalten werden", erklärte ich ihm und setzte mich ihm gegenüber ehe ich das Pergament weglegte und die kleine Phiole öffnete, die ich mitgebracht hatte.
Samuel
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Re: Behandlungszimmer
von Samuel am 10.03.2018 23:10». Beginn der ersten Szene | Sophie & Samuel
Es hätte eigentlich ein Routine Einsatz sein sollen. Das dieser damit enden würde, dass ich verletzt ins Mungos eingeliefert wurde, war etwas, was ich definitiv nicht erwartet hatte. Wobei ich es für unnötig hielt, immerhin kannte ich selbst Heilzauber, aber der Abteilungsleiter bestand doch darauf.
Und so kam es, dass ich jetzt in diesem Behandlungszimmer sass, anstatt zu Hause in meiner Wohnung. Natürlich waren meine Verletzungen nicht schwerwiegend, aber dennoch fragte ich mich, was solange dauerte. Verletzt zu sein war nicht wirklich angenehm, schon gar nicht, wenn man einen Fluch abbekommen hatte! Vielleicht war ein Notfall dazwischengekommen? Ich war immerhin keiner, aber Geduld war noch nie meine Stärke gewesen. Davon konnten meine Geschwister wohl ein Lied singen. Immerhin war ich ihnen schon oft wegen meiner Ungeduld auf die Nerven gegangen. Alle drei hatte ich schon länger nicht gesehen, aber das lag eben doch an unsern Berufsentscheidungen. Als Journalistin war Jekat doch oft hinter einer guten Story her. Dimitri war Profiquidditchspieler bei den Ballycastle Bats und daher eher selten in London. Und was meine jüngere Schwester anging? Sinclair arbeitete hier im Mungos, aber ich war froh, war sie nicht im vierten Stock. Ich wollte nicht, dass sie sich am Ende Sorgen um mich machte. Wobei ich es weniger gebrauchen konnte, dass unsere Eltern erfuhren das ich im Mungos gelandet war. Sie würden wissen wollen wie es dazu gekommen war und ich hatte keine Lust ihnen am Ende wieder die Chance zu geben, mir eine Rede zu halten. Wenn ich nicht so leichtsinnig handeln würde, wäre es sicher nicht dazu gekommen! Als ob. Egal.
Ich sah auf, als jemand den Raum betrat. Ihr Blick war auf das Pergament in ihren Händen gerichtet, daher konnte ich ihr Gesicht nicht gleichsehen, aber ich musste doch feststellen, dass sie doch gut aussah. "Und ich dachte schon ihr hättet mich vergessen", merkte ich doch an, was sie dazu brachte aufzusehen. Ja, mein erster Eindruck war doch richtig. Sie war schön und wohl diejenige, die mich behandeln würde. Zumindest hielt sie einen Zaubertrank in der Hand.
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