Dimitri & Samuel | After all, you’re his number one fan | Freeplay

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Samuel
Gelöschter Benutzer

Re: Dimitri & Samuel | After all, you’re his number one fan | Freeplay

von Samuel am 03.04.2018 15:54

Dimitri sollte sich auch nicht verändern. Er war ein toller Mensch so wie er war. Es wäre recht seltsam, würde er plötzlich offener auf andere zugehen. Es würde einfach nicht zu ihm passen. Sicher, es machte es einem eher schwer sich mit ihm anzufreunden, aber es war es definitiv wert. Die Freundschaft zu ihm hatte mir schon immer sehr viel bedeutet, auch wenn wir uns zeitweise doch aus den ‚Augen' verloren hatten. Zumindest hatten wir kaum Kontakt zueinander gehabt, was doch an den verschiedenen Berufswegen lag, die wir beide eingeschlagen hatten.
Ich war doch recht hartnäckig gewesen, als wir uns kennengelernt hatten. Jekat und ich, wir hatten uns doch um einiges schneller angefreundet. Schlussendlich hatte ich es aber doch geschafft, dass sich Dimitri mir öffnete. Ich hatte mich damals schon geehrt gefühlt, dass er mit mir dann doch hatte befreundet sein wollen. Er hatte einfach etwas an sich gehabt. Ja, ich hatte für ihn geschwärmt und tat es wahrscheinlich heute noch etwas, aber das war mein kleines Geheimnis. Damals hatte ich ihn immerhin nicht abschrecken wollen. Sein Vertrauen zu gewinnen war schon schwer genug gewesen. Wer konnte schon sagen, wie er reagiert hätte, wenn ich ihm gesagt hätte, dass ich für ihn schwärmte... gut möglich, wären wir heute nicht so gut miteinander befreundet. Da er sicherlich Abstand gehalten hätte. Die Freundschaft hatte uns aber sicher beiden gut getan. Immerhin hatte ich es doch auch hin und wieder hingekriegt, Dimitri zu etwas zu überreden, was er wohl sonst nicht getan hätte. Ab und an hatten unsere Differenzen natürlich doch auch zu Streit zwischen uns geführt. Wir konnten nicht immer der gleichen Meinung sein. Wir waren zwei verschiedene Menschen. Hatten verschiedene Ansichten. Wir hatten uns aber doch immer versöhnt. Einer von uns beiden hatte sich am Ende dann doch entschuldigt. Wir konnten beide doch recht stur sein. Ihm war es meist schwerer gefallen sich zu entschuldigen, aber er hatte es doch getan, wenn er es für nötig befunden hatte bzw. wenn er eingesehen hatte, dass er im Unrecht war.
Wirklich zusammengesetzt hatten wir uns lange nicht mehr. Sicher, Briefe hatten wir uns doch geschickt, aber zu einem wirklichen Treffen um uns richtig zu unterhalten, war es nicht gekommen. Bis heute. Der Pub war meine Idee gewesen und schon als ich es ausgesprochen hatte, hatte ich ihm ansehen können, dass ihm die Idee eigentlich nicht unbedingt gefiel. Angemerkt hatte er jedoch nichts, sondern hatte zugestimmt. Deswegen sassen wir hier. Würde er sich unwohl fühlen, konnten wir den Pub jederzeit verlassen.
Es fühlte sich fast schon so an wie früher. Im Gegensatz zu mir hatte er aber eindeutig weniger Freizeit. Und diese verbrachte er wohl eher mit seiner Familie, als mit mir. War für mich in Ordnung und ich nahm es ihm auch nicht übel. Eine Karriere zu managen und dabei sein Privatleben so gut wie möglich herauszuhalten, war sicher nicht einfach. Ich konnte doch auch darauf verzichten, dass mich am Ende Leute nur ansprachen weil ich mit Dimitri befreundet war. Als ob ich ihnen Privates über ihn verraten würde.
Ich ging nicht davon aus, dass er nicht gerne Zeit mit mir verbrachte. Da er diesem Treffen dann wohl kaum zugestimmt hatte und er hatte nicht so gewirkt, als ob ihn der Gedanke Zeit mit mir zu verbringen unangenehm war. Zugegeben, ich war doch etwas nervös gewesen. Wir hatten uns immerhin lange nicht mehr wirklich unterhalten und die Möglichkeit bestand doch, dass es komisch werden könnte. Wobei ich nicht davon ausging, dass wir einander nichts zu sagen hatten. Wir konnten immerhin doch auch über alte Zeiten reden, falls er über sein jetziges Leben nicht reden wollte. Wobei ich nicht davon ausging, dass er etwas verheimlichen wollte. Wir kamen aber doch zuerst auf mein Leben zu sprechen. Schlussendlich konnte ich immerhin fast alles über ihn in der Presse lesen. >Er hingegen konnte nichts darin über mich finden. Ich schmunzelte leicht, als er mir seinen Glückwunsch aussprach. "Danke", erwiderte. „Lieber zu spät als nie", neckte ich ihn aber dennoch leicht. Auror zu werden war doch ein Stück Arbeit gewesen. Ich hatte es mir aber in den Kopf gesetzt, als ich damals nach London gezogen war und hatte es doch hingekriegt. Ich gehörte zu den besten und ich war doch stolz darauf. Ich mochte London, aber es ging mir doch wie ihm. Ich bevorzugte Paris, auch wenn ich länger nicht mehr dort gewesen war. Schlussendlich fühlte ich mich dort eben doch wohler. Es war meine Heimat. Daher war das wohl kaum überraschend. Dimitri war wie ich in Frankreich aufgewachsen. Er mochte ursprünglich aus Russland sein, aber er war nicht dort aufgewachsen.
Wenn wir schon auf seine Schwester zu sprechen kamen, fragte ich doch auch wie es ihr ging und wie sie ihr Leben so verbrachte. Der Beruf der Journalistin passte doch ganz gut zu ihr, auch wenn es mich nicht überrascht hätte, hätte sie etwas mit Mode gemacht. „Verstehe ich", erwiderte ich, als er meinte Jekat wäre auch der einzige Grund, wieso er sich den Tagespropheten hin und wieder antat. Es überraschte mich nicht, waren wir der gleichen Meinung was den Tagespropheten anging. Ihn traf es sicher auch oft persönlich. Wurde ja oft genug auch etwas über ihn berichtet. Wohl auch vieles, was nicht der Wahrheit entsprach, aber der Tagesprophet wollte immerhin auch Aufmerksamkeit und das bekamen sie ja nur mit grossen Schlagzeilen! Ob sie wahr waren oder nicht, spielte meist ja nicht so eine grosse Rolle. Hin und wieder las ich doch auch einen Artikel über Dimitri. Ich kannte ihn immerhin persönlich und liess mich daher nicht von diesen beeinflussen. Manchmal waren sie doch recht amüsant, aber manchmal waren sie doch ziemlich nervig. Kein Wunder, war Jekat hin und wieder über einen solchen Artikel aufgebracht. Sie las sicher nicht gerne, wenn Müll über ihren Bruder verbreitet wurde.
Es war nur ein Vorschlag. Er schien doch in Gedanken versunken zu sein und mein Angebot schien ihn auch nicht wirklich zu reizen. Es musste nicht sein, wenn er nicht wollte. „Wie gesagt. Nur wenn dich Muggellondon interessiert", merkte ich an. Vielleicht hatte er auch keine Lust seine Freizeit für so etwas zu verschwenden... wobei wir ja dann doch auch Zeit zusammen verbringen würden... aber gut. Ich sollte mich damit zufrieden geben, hatte er sich auf das Treffen heute eingelassen und sollte nicht schon darüber nachdenken, wann ich ihn das nächste Mal wiedersehen würde.

[Beendet]

Antworten Zuletzt bearbeitet am 04.05.2018 14:50.

Dimitri
Gelöschter Benutzer

Re: Dimitri & Samuel | After all, you’re his number one fan | Freeplay

von Dimitri am 29.03.2018 13:00

Ein geselliger Mensch oder Halbvampir war ich ehrlich gesagt noch nie gewesen und das würde ich wohl auch nie werden. Nicht, dass das je jemand von mir verlangt hätte und selbst wenn, dann würde ich daran nichts mehr ändern. Ich mochte mein Leben und meinen kleinen Kreis auf welchen ich mich aber dennoch immer verlassen konnte. Zu diesem Kreis gehörte eben nicht nur die Familie, sondern meistens eben auch ein oder zwei gute oder engere Freunde. Samuel kannte ich seit meiner Schulzeit und auch wenn wir uns am Anfang mehr oder weniger gut verstanden hatten, was zu Anfangs an mir gelegen hatte, da ich weniger offen für so etwas gewesen war. Neue Freundschaften. So hatte es Samuel am Ende doch geschafft einen Teil in mir ans Tageslicht zu bekommen, der sich sonst eher tief in mir versteckt hielt. Wahrscheinlich war meine Zwillingsschwester sogar recht froh darüber gewesen, dass ich mir einen guten Freund gesucht hatte und das jener mich hin und wieder zu bestimmten Sachen 'motivieren' konnte. Ich war nie besonders unhöflich gewesen und hatte mich anwesend gezeigt, wenn es von Nöten gewesen war, aber wenn es nicht zwingend hatte sein müssen, nun dann ließ ich es. Das hieß wenn mich Samuel und meine beiden Schwestern, wobei nur eine wirklich Blutsverwandt mit mir war, mitgeschleppt hatten. Aber das war eine ganz andere Sache von der ich nun nicht wirklich sprechen oder eben auch darüber nachdenken wollte. Über die Jahre hatte sich aber zumindest gezeigt, dass der Blondhaarige ein wirklich guter Freund war und immer zu mir hielt. Sicher, auch wir hatten uns hin und wieder gestritten, hatten verschiedene Meinungen und waren mal sauer aufeinander, aber am Ende gab dann doch immer einer von uns beiden nach. Auch wenn es wahrscheinlich nicht für möglich gehalten wurde, aber ja jemand wie ich war nicht unbedingt gut darin sich zu entschuldigen und man beinahe meinen könnte, dass ich das nicht konnte. Tatsächlich aber tat ich es, wenn ich es musste. Das hieß nicht, dass es mir auch gefiel, aber Samuel war nun einmal einer meiner engsten Vertrauten gewesen und den hatte ich über die Jahre einfach nicht verlieren wollen, dafür war mir unsere langjährige Freundschaft und das beinahe brüderliche Verhältnis zueinander viel wichtiger gewesen. Und diese langjährige Freundschaft hatte auch über die Jahre gehalten in denen wir nicht mehr in der Schule gewesen waren. Naja mehr oder weniger, aber zumindest hielt sie so stark, dass wir nun jetzt und hier saßen. Mitten im Muggellondon in einem Pub von dem ich noch nie gehört hatte und tranken etwas zusammen. Beinahe schon so als hätten wir beide das jede Woche mindestens einmal gemacht und das schon seit Jahren. Aber die Realität sah da ein bisschen anders aus. In den letzten Jahren hatten wir uns nicht wirklich oft gesehen, wenn überhaupt. Zwar flogen hin und wieder ein paar Eulen ein, aber meine Zeit und meine Karriere hatten all das ein bisschen in den Hintergrund gestellt. Nicht, weil ich auf einmal vergessen hatte, dass es Samuel und diese Freundschaft gab, nein. Nur gab es auch für mich, gerade nach dem großen Durchbruch Termine um Termine und wenn ich ehrlich war, dann hielt ich Freunde und Familie gern aus den Schlagzeilen heraus, die definitiv immer auftauchten. Auch dann, wenn ich es nicht wollte. Das hieß aber nicht, dass ich nicht gern Zeit mit ihm verbrachte, denn unter diesen Umständen hätte ich diesem Treffen eindeutig nicht zugestimmt, aber das war ja nicht der Fall gewesen. Ich fand es sogar ganz entspannend an einem Ort wie diesem meine Zeit zusammen mit einem alten Freund aus meiner Jugend zu verbringen. Zugegeben ich war immer noch jung und alterte nicht bis kaum. Es ließ sich einfach zu wenig nachweisen, beziehungsweise interessierte es mich auch gar nicht. Zumindest hatte mein immer junges Aussehen dann doch seine Vorteile. Aber dieses Leben hatte auch Nachteile, nämlich dann, wenn es darum ging, dass ich den Blutdurst wie jeder andere Vampir verspürte. Auch wenn ich über die Jahre gelernt hatte diesen so gut es ging zu kontrollieren war er dennoch da und manchmal brauchte ich es einfach. Das war eben nichts, dass man einfach mal so abstellen konnte. Aber man gewöhnte sich daran. Woran ich mich jedoch weniger gewöhnen konnte war Unwissenheit. Zumindest dann, wenn es um Personen ging die mir wichtig waren und nun wollte ich eben etwas über Samuel wissen. Wie er sich seinen Lebensunterhalt verdiente und staunte nicht schlecht, dass er es tatsächlich bis zum Auror gebracht hatte. "Na dann sollte ich dir wohl meinen Glückwunsch aussprechen, auch wenn das wohl zu spät kommt.",meinte ich und hob leicht mein Glas an, um ihm zu zuprosten und nahm dann einen Schluck von meinem Drink. Außerdem erfuhr ich, dass er wohl auch hier wohnte. Genau wie ich. Das hieß im normalen London, nicht in Muggellondon. Aber wenn man es so sah, dann lebte ich in drei Ländern gleichzeitig und das war für jemanden wie mich vollkommen normal. Auch wenn London schön war, genau wie Dublin, so liebte ich Paris und das nicht nur, weil meine Familie dort lebte. Ich war dort aufgewachsen, trotz das ich ursprünglich aus Russland zu kommen schien, doch das hatte mich eher weniger interessiert. Ich war der der ich war und genau der würde ich immer sein. Ganz egal wer meine leiblichen Eltern waren. Meine Familie war meine Familie und niemand sonst. Auch nicht jene die sich meine biologischen Eltern nannten. Meine einzige leibliche Schwester und Familie war Jekat und das würde sie immer bleiben. Über jene sprachen wir nun auch und ich erklärte Samuel, dass jene in der Zwischenzeit begonnen hatte beim Tagespropheten zu schreiben. "Tut sie. Ehrlich gesagt ist sie der einzige Grund wieso ich mir hin und wieder Artikel durchlese.",gestand ich dann, denn was das anging schienen Samuel und ich immer noch dieselbe Meinung zu haben. Der Tagesprophet schrieb mehr Müll über berühmte Personen als sonst eine Zeitung und das sollte schon was heißen. Ich hatte längst aufgehört diese Artikel zu lesen in denen es um mich ging, wenn mich Jekat nicht hin und wieder dazu trieb einen zu lesen, den sie für besonders wichtig empfand. Zum anderen bekam ich es meistens mit, wenn sie wütend oder aufgebracht war über das was man über mich schrieb. Aber sie war nun einmal meine Schwester und hatte eine spezielle und enge Verbindung zu mir. Natürlich machte sie sich Gedanken, aber so war das eben schon immer gewesen. Ich wurde je aus den Gedanken gerissen als Samuel mich erneut ansprach und meinte, wenn ich je das Bedürfnis hätte mehr von Muggellondon sehen zu wollen, dass er mich wohl gern herum führen würde. "Ähm...klar wieso auch nicht?",erwiderte ich dann. "Ich sag dir bescheid.",fügte ich hinzu. Im Moment war ich nicht wirklich scharf darauf, aber ich würde auf jeden Fall auf dieses Angebot zurückkommen, denn manchmal war ein ruhiger Nachmittag doch einiges wert und ich würde ihn mir auch nehmen, wenn ich meinte einen zu brauchen. Auch wenn meine Schwester solche Nachmittage wohl öfter für mich haben wollte, weil sie meinte, dass ich mir zu selten eine Auszeit nahm.

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Samuel
Gelöschter Benutzer

Re: Dimitri & Samuel | After all, you’re his number one fan | Freeplay

von Samuel am 22.03.2018 20:19

Dimitri hatte mich doch seit unserer ersten Begegnung interessiert. Woran das gelegen hatte, konnte ich heute gar nicht mehr wirklich sagen. Vielleicht doch an der Tatsache, dass wir recht schnell herausgefunden hatten, dass wir doch einige Gemeinsamkeiten hatten? Wobei die Gegensätze eindeutig überwogen. Ich hatte unbedingt mit ihm befreundet sein wollen! Ich hatte es mir selbst schon fast zur Aufgabe gemacht, mich mit ihm anzufreunden. Jekat war einfacher gewesen. Sie war doch um einiges weniger misstrauisch, als ihr Zwilling. Ich hatte erst viel später überhaupt erfahren, dass er ein Teil-Vampir war. Deswegen hatte ich nicht mit ihm befreundet sein wollen! Natürlich hatte ich mich dann doch gefragt, wie das für ihn war. Was das bedeutete. Oft begegnete man einem Teil-Vampir ja nicht. Angst hatte ich aber keine vor ihm gehabt. Auch nicht vor Jekat. Überraschen würde es mich aber nicht, wenn es andere gegeben hatte, die doch Angst gehabt hatten. Vampire waren ja nicht für ihre Freundlichkeit bekannt. Da hielt man doch lieber Abstand. Auch wenn Dimitri und Jekat nur zur Hälfte Vampire waren. Für viele war es sicher etwas Unbekanntes und vor unbekanntem, hatten viele doch Angst. Solche Leute konnten daher sicher auch ziemlich abweisend reagieren.
Die Muggel sollten definitiv nicht erfahren, dass es Hexen und Zauberer gab. Lieber liessen wir sie in dem Glauben, dass es nur Fantasie war, anstatt zu riskieren, dass sie uns jagten. Wir mochten in der Lage sein Magie anzuwenden, aber Muggel konnten doch recht einfallsreich sein. Auf eine Hexenjagd konnten wir wohl alle verzichten.
Wir konnten uns in Ruhe unter die Muggel begeben, ohne uns Sorgen machen zu müssen. Persönlich begab ich mich doch gerne unter die Muggel. Wohl aus anderen Gründen als es Dimitri tat, da ich keine Fans hatte, die mir auf die Nerven gingen. Jedoch war es immer eine Abwechslung, unter Muggeln zu sein. Ich fand es doch immer wieder faszinierend, herauszufinden, was sie neues erfunden hatten um sich ihr Leben zu vereinfachen. Und in gewissen Punkten waren sie uns eindeutig voraus. Immerhin benutzten wir immer noch mehrheitlich Eulen um Briefe zu versenden, während sie sich Emails und SMS schrieben. Ja, ich hatte mir auch ein Handy besorgt, aber wirklich damit umgehen konnte ich nicht.
Ich freute mich doch darauf, mal wieder etwas Zeit mit Dimitri zu verbringen. Es war länger her und ich konnte eigentlich gar nicht mehr sagen, wann wir das letzte Mal einfach nur miteinander geredet hatten. Meistens hatte ich ihn nur von der Ferne gesehen, da ich doch oft bei Spielen der Bats dabei war. Er als Spieler achtete sich kaum auf die Zuschauer. Hintergedanken hatte ich keine. Wir waren alte Freunde und ich wollte doch einfach wissen, von ihm selbst hören wie es ihm so ergangen war. In den Zeitungen wurde oft und viel über ihn berichtet, aber ob alles der Wahrheit entsprach, ja, das zweifelte ich doch an. Seit unserem Abschluss hatten wir uns nicht mehr gesehen, daher war es nicht überraschend, wusste er nicht, was ich tat um mein Geld zu verdienen. Ich nickte leicht, als er nachfragte. "Als Auror ja", antwortete ich. "Eine andere Abteilung hat mich nicht wirklich interessiert." Ich hatte damals sicherlich mal erwähnt, dass ich Auror werden wollte. Natürlich war Quidditch für mich auch in Frage gekommen, aber ich hatte mich schlussendlich dann doch dagegen entschieden. Ich liebte diesen Sport, aber Profi werden war für mich dann doch nicht in Frage gekommen. Nicht, weil ich nicht gut genug dafür gewesen wäre. Ich war ein guter Spieler gewesen... aber im Vergleich zu Dimitri dann doch eher Durchschnitt. Auror war doch der Beruf gewesen, der mich interessiert hatte, noch bevor ich überhaupt das Interesse für Quidditch entwickelt hatte.
In London zu wohnen war nicht immer leicht. Oft vermisste ich es doch, durch die Pariser Strassen zu schlendern. Durch meinen Beruf kam ich selten dazu, mal einfach für ein paar Tage frei zunehmen, aber es war eindeutig mal wieder Zeit dafür. Meine Eltern würden sich über Besuch von mir freuen. Er war öfters in London und dennoch waren wir uns nur wieder begegnet, weil ich bei einem Spiel doch die Security gewesen war. Gut, er hatte ja nicht wissen können, dass ich in London lebte. Als ich hergezogen war, wäre ich am liebsten in der ersten Woche gleich wieder zurück nach Paris. Da wir auf Jekat zu sprechen kamen, fragte ich doch nach ihr. Sie hatte ich auch länger nicht gesehen. "Freut mich das zu hören", erwiderte ich. "Tut sie? Doch ein Grund mal den Tagespropheten zu lesen. Wobei ich Zeitungen meistens meide. So viel Unsinn wie die darin immer veröffentlichen..." Über ihn war sicherlich auch schon oft Unwahres geschrieben worden. Natürlich war es wichtig auf dem Laufenden zu bleiben, aber man sollte auch nicht alles glauben was die Medien einem auftischten. Jekat hatte schon immer einen gewissen Sinn für Mode gehabt, daher hatte ich doch immer angenommen sie würde eines Tages etwas in diesem Bereich tun. Oft genug hatte sie meine Kleidung kritisiert! Ihre Modeberatung war natürlich oft hilfreich gewesen, aber manchmal doch auch etwas anstrengend. Ich selbst hatte aber sicher weniger oft unter ihrer Modeberatung 'leiden' müssen, wie ihr Zwilling. Zumindest stimmte er mir leicht grinsend zu. Weswegen ich doch leicht lächelte. Ihn dazu zu bringen zu grinsen, war alles andere als leicht, aber definitiv ein Zeichen, dass er sich bei mir heute noch wohl fühlte. Worüber ich froh war, immerhin hatten wir uns lange nicht gesehen und da hätte das gut auch anders sein können. "Solltest du jemals das Bedürfnis zu haben mehr von Muggellondon zu sehen, biete ich mich gerne als dein privater Stadtführer an. Ich kenne viele Orte, an denen du deine Ruhe haben kannst."

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Dimitri
Gelöschter Benutzer

Re: Dimitri & Samuel | After all, you’re his number one fan | Freeplay

von Dimitri am 20.03.2018 16:56

Menschen waren Gewohnheitstiere und das schien auch für Magier zu gelten und auch mich. Ein Mischwesen, aber das war weniger eine Sache die mich je störte. Ich war seit ich denken konnte ein halber Vampir und letztendlich hatte man sich in der magischen Welt auch damit zurecht gefunden. Auch wenn das von manchen Leuten immer noch nicht wirklich gern gesehen war. Selbst Zauberer hatten Angst vor dem was sie nicht kannten. Das war bei magischen Tierwesen nicht wirklich anders. Und auch ich hielt es mit Newt Scamander, der strickt dafür gewesen war magische Tierwesen und magische Geschöpfe zu trennen. Andererseits hätte man mich wohl unter die Kategorie Tierwesen gesteckt, aber nein, ich war zum einen ein Zauberer und zum anderen eben auch ein magisches Geschöpf. Und da ich nun einmal zur Hälfte Zauberer war, war es mir auch möglich Quidditch zu spielen und auf eine magische Schule zu gehen so wie jeder normale Zauberer dieser Welt. Dafür war ich ehrlich gesagt ganz dankbar gewesen, denn auch wenn ich kein Problem damit hatte anders zu sein, so verschwand ich auch gern in der Menge, nur war das inzwischen wohl ein Ding der Unmöglichkeit. Nicht aber hier, nicht hier in Muggellondon wo mich kein Mensch kannte oder zumindest nur die wenigstens, denn die wenigstens hatten eine Ahnung davon, dass es so etwas wie Magie wirklich gab. Immerhin gab es immer noch das Gesetz der Geheimhaltung und wenn ich ehrlich war, dann unterstützte ich dieses Gesetz sogar. Es war ganz gut, wenn die Menschen nicht erfuhren was so passierte. Zum anderen aber auch, weil ich glaubte, dass es gerade Personen wir mir oder anderen magischen Wesen nicht gerade gut ergehen würde. Hatte man nicht erst die Zauberer und Hexen aus den Geschichtsbüchern verbannen müssen, damit die Hexenverbrennung aufhörte? Damit die Menschen vergaßen? Aber all das war länger her als es mich selbst gab. Aber auch so war es uns nun möglich uns hier in Muggellondon nieder zu lassen und das ohne, dass man mich erkennen würde. Zwar hatte ich meine Fans recht gern, wenn einige auch eher weniger, aber es gab immer Extremisten. Das würde wohl überall vorkommen und zwar in jeder Sportart. Aber darum ging es nicht. Stattdessen wandte ich mich dem Mann neben mir zu, mit dem ich mich hier verabredet hatte, um die alten Zeiten ein bisschen auffrischen zu lassen. Wenigstens wusste man an alten Freunden was man hatte. Die hatten einen auch schon gemocht bevor der große Hype um einen selbst losgegangen war. Da brauchte man sich meistens eher weniger Gedanken darum machen, dass es man hinters Licht geführt wurde, aber auch das hatte es sicherlich schon gegeben, aber ich selbst suchte mir meine Freund mit Ruhe und Bedacht aus und Samuel hatte es doch recht schnell in den engeren Kreis geschafft und hatte sich, trotz das wir uns lange nicht gesehen hatten, doch irgendwie gehalten. Sonst wäre ich ja wohl nicht hier. Dabei fiel mir auf, dass mir zwar klar war, dass er wusste was genau ich über die Jahre gemacht hatte und ich im Moment mein Geld verdiente, aber die traurige Tatsache war, dass ich absolut keinen Plan hatte was er selbst tat. Und genau deswegen fragte ich nach. Ich redete ungern um den heißen Brei herum, außer es ging darum mich zu entschuldigen oder über meine Gefühle zu reden, denn das war nicht wirklich etwas, dass ich besonders gut konnte. Hatte ich noch nie. "Im Ministerium? Also bist du Auror oder arbeitest du in einer speziellen anderen Abteilung?",fragte ich, wobei ich mir kaum vorstellen konnte dass er etwas anderes war als eben genanntes. Immerhin hatte er früher mal erzählt, dass er das hatte werden wollen, auch wenn er es sicher auch geschafft hätte Quidditchspieler zu werden. So schlecht war er ja nicht, aber am Ende musste jeder das machen was für ihn am besten war. Immerhin musste jeder von uns selbst damit leben. Doch ich war dem Sport treu geblieben. Konnte recht froh über den Erfolg von 1994 sein, was mir wirklich erst eine große Karriere geschenkt hatte. Weltmeisterhüter. Ich war damals noch jung gewesen und doch schon so erfolgreich zusammen mit meiner Mannschaft. Irland war beinahe meine zweite Heimat geworden. Das hieß neben England und Frankreich. Irgendwie pendelte ich andauernd und doch konnte ich mich nicht wirklich beschweren. Würde ich auch nicht. Doch tatsächlich verbrachte ich auch meine Zeit öfter in London als in Dublin oder gar Paris, wenngleich Paris liebte und es manchmal vermisste, aber es hielt mich auch nichts jeder Zeit dahin zurückzukehren. Und so antwortete ich Samuel auf seine Frage, ehe ich von meiner Schwester sprach, die ja eigentlich auch einen großen Anteil daran hatte, dass ich öfter in London war. "Ihr geht es gut. Sie schreibt inzwischen für den Tagespropheten.",erklärte ich ihm und beantwortete ihm dabei auch gleich seine nächste Frage. Ehrlich gesagt war ich froh darüber, dass meine Schwester dort arbeitete. Denn das hieß, dass zumindest eine Person keinen allzu großen Mist über mich verbreitete, auch wenn es hin und wieder die ein oder andere Schreiberin gab, die das ebenfalls nicht tat. Ein Schmunzeln legte sich auf meine Lippen. "Das wäre wohl die Ausweichvariante gewesen.",stimmte ich zu und grinste doch etwas, was man bei mir eher weniger zu Gesicht bekam außer man gehörte zur Familie oder engen Freunden und das tat ich nicht einmal mit Absicht. "Nein, eher nicht. Nur wenn ich hin und wieder mal Ruhe brauche, aber selbst dann eher weniger. Es gibt andere Orte die Ruhe zulassen.",antwortete ich ihm und nahm einen Schluck von meinem Getränk, dass mir zwar nicht so gut schmeckte wie es Blut tat, aber es war auch nicht besonders schlecht.

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Samuel
Gelöschter Benutzer

Re: Dimitri & Samuel | After all, you’re his number one fan | Freeplay

von Samuel am 18.03.2018 21:32

Ich konnte mir gut vorstellen, dass man sich nach einigen Jahren daran gewöhnte, berühmt zu sein. Einen Vergleich hatte ich nicht. Natürlich war ich mit verschiedenen Quidditchspielern befreundet, auch wenn ich nur wenige aus meiner Schulzeit kannte. Wie eben Dimitri, wobei er und ich, wir hatten nicht mehr wirklich Kontakt zueinander gehabt. Und wenn wir gerade bei Quidditchspielern waren, gab es da ja Lacey. Unsere Beziehung hatte zwar nicht gehalten, aber wir waren dennoch Freunde geblieben. Sie war mir wichtig und ich würde immer für sie da sein, wenn sie mich brauchen sollte. Nur weil wir kein Paar mehr waren, musste ich sie ja nicht aus meinem Leben ausschliessen und so tun, als ob wir einander nie etwas bedeutet hätten.
Quidditch brachte einen sicherlich zusammen, aber es konnte einen auch trennen. Immerhin unterstützten nicht alle das gleiche Team bzw. den gleichen Spieler. Mir persönlich war es unverständlich, wie man ein Team unterstützen konnte, aber einen Spieler davon hassen konnte. Wobei es ja auch umgekehrte Fälle gab. Sie mochten den Spieler aber das Team nicht. Gewisse Fans übertrieben es eindeutig. Wobei es nicht überraschend war. Das Wort Fan an sich stammt ja schon vom Wort Fanatiker ab. Was ja wohl schon einiges aussagte. Wenn man berühmt war, sollte man sich aber nicht von den Aussagen und Bemerkungen der Fans durcheinanderbringen lassen. Sollte es nicht zu nahe an sich heranlassen. Sicher, es war einfacher gesagt als getan, aber wenn man sich für so einen Beruf entschied oder mit jemandem zusammen war, der in der Öffentlichkeit stand, sollte man doch in der Lage sein, damit umzugehen.
Sich mit Dimitri anzufreunden war nicht leicht gewesen. Wie ich es geschafft hatte, konnte ich gar nicht sagen. Jedoch hatten wir uns eigentlich immer gut verstanden und es war doch recht schade gewesen, hatten wir doch den Kontakt nach der Schule verloren. Sicher war ich ihm ab und an auf die Nerven gegangen, wenn ich ihn doch mal wieder zu etwas hatte überreden wollen, worauf er keine Lust gehabt hatte. Seine Zwillingsschwester war doch um einiges leichter zu überreden gewesen als er. Wobei das wohl einfach daran gelegen hatte, dass sie eher Lust darauf gehabt hatte, Party zu machen. Anders als Dimitri. Dennoch hatte ich die Freundschaft zu ihm immer geschätzt. Er mochte eher das Gegenteil von mir sein, aber das hatte unsere Freundschaft doch auch besonders gemacht.
Was gewesen war, spielte im Moment gerade aber keine Rolle, da Dimitri neben mir sass und sich auch etwas zu trinken bestellt hatte. Wenn ich mich richtig erinnerte, würde der Alkohol bei ihm aber nicht wirklich eine grosse Wirkung zeigen. Zumindest erinnerte ich mich daran, dass ich mich mit dem Trinken immer zurückgehalten hatte, wenn wir zusammen aus gewesen waren. Ich redete dann noch mehr, als sonst. Wobei das ohnehin abgenommen hatte. Nicht jeder wusste es zu schätzen, dass ich ein Gespräch am laufen halten wollte. Ich nickte leicht. "Ich bin im Ministerium angestellt und da ist es doch einfacher, wenn ich in London wohne." Ich selbst hatte mich gegen das französische Ministerium entschieden. In England war zu der Zeit einfach mehr los gewesen, daher hatte ich mich dieser Herausforderung gestellt. Ich bereute es nicht, auch wenn mir Paris an manchen Tagen doch fehlte. Wie für Dimitri, war Paris auch meine Heimat. Daher versuchte ich doch auch öfters mal dort hinzugehen. Ich liebte es durch die Pariser Strassen zu laufen. All die Erinnerungen, die ich mit dieser Stadt teilte... Ich nahm einen Schluck von meinem Bier, während ich darauf wartete, dass er auf meine Frage antwortete. London hatte ich nicht erwartet, aber eigentlich lag es doch auch auf der Hand. Ich lächelte leicht, als er seine Zwillingsschwester erwähnte. "Wie geht es Jekat?", erkundigte ich mich doch nach ihr. "Sie arbeitet als Journalistin richtig? Ich war immer davon überzeugt, sie würde etwas mit Mode machen." Jekats Modeberatung war man nur selten entkommen. Schrieb sie über Mode? Ich wusste es nicht. Ich hatte bisher nichts von ihr gelesen, aber das lag mehrheitlich daran, dass ich Zeitungen eher mied. Dafür waren die meisten Schlagzeilen einfach immer zu negativ. "Ich gehe davon aus, dass du dich nicht oft in Muggellondon aufhältst?", fragte ich doch, obwohl ich es mir schon denken konnte. Die Unterstützung seiner Familie war sicher wichtig. Seine Familie war ihm schon immer wichtig gewesen und er ihnen. Daher überraschte es mich nicht das Jekat sich hier in London eine Wohnung genommen hatte. Die beiden waren Zwillinge und standen sich doch nahe.

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Dimitri
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Re: Dimitri & Samuel | After all, you’re his number one fan | Freeplay

von Dimitri am 18.03.2018 13:09

Mit all den Jahren in welchen ich inzwischen schon eine Berühmtheit war, hatte ich mich einfach daran gewöhnt, dass ständig und überall jemand war, der eben weder ein Autogramm wollte oder aber von einer Zeitung war. Man stand immer und überall in der Öffentlichkeit, wurde hier und da von Fans erkannt. Natürlich gab es nicht nur Fans, sondern auch Personen, die einen einfach nicht mochten. Es war eigentlich verrückt, dass man verurteilt wurde nur weil man am Ende nicht zu der Mannschaft gehörte, die man mochte. Es war um ehrlich zu sein beinahe lachhaft. Natürlich war Sport und damit Quidditch etwas, dass uns alle zusammenbrachte, aber es konnte auch einiges kaputt machen. Oder vielmehr die Fan-Gemeinde. Ich wollte nicht sagen, dass ich es nicht akzeptierte, wenn man nicht mein Fan war, aber ich verstand einfach nicht wie man eine fremde Person, die man eigentlich gar nicht kannte, so hassen konnte. Genauso wenig würde ich wohl jemals verstehen wie man als angeblicher Fan der Partnerin so viel Hass gegenüber empfinden konnte. Nun gut man war vielleicht eifersüchtig, aber das war doch im Grunde kein Grund jemand fremden so sehr zu hassen. Ich wusste wie sehr meine erste richtige Liebe darunter gelitten hatte. Die Zeitungen hatten es nicht besser gemacht. Ich hatte Freunde verloren, die sich abgewandt hatten und hätte wohl auch so einige dazu bekommen, wenn ich sie nur mit offenen Armen empfangen hätte. Aber ich wollte keinen großen Haufe Freunde, von denen ich genau wusste, dass sie einfach nur mit mir befreundet sein wollten, weil ich Dimitri Koslow war. Nein, ich wollte einen kleinen Kreis und den hatte ich. Meine Familie stand für mich stets an erster Stelle und das würde sich auch nie ändern. Sie gehörten auf jeden Fall dazu und ein paar andere Menschen. Darunter immer noch Brooklyn, ob wir nun zusammen waren oder auch nicht. Im Stich lassen würde ich sie niemals, wenn sie mich brauchen würde. Zu meinem kleinen Kreis gehörte auch Samuel, der bereits zu Schulzeiten mit mir befreundet gewesen war und den ich doch recht leiden konnte. Sicher manchmal war er mir auch auf die Nerven gegangen, aber irgendwie war er doch einer der besten Freunde die ich gehabt hatte. Zugegeben ich hatte nie viele davon gehabt, aber wenn, dann waren sie mir auf jeden Fall wichtig. So wie Penelope Carmichael, die meinen Besen graviert hatte. Es war manchmal wirklich erstaunlich was aus den Leuten geworden war, die man kannte. Gut, sie war auf eine andere Schule, Hogwarts gegangen, aber wir hatten uns zufällig bei einem Spiel kennengelernt. Aber darum ging es nicht. Also wandte ich mich den wichtigen Sachen zu und die waren im Moment in dieser Bar. Nun gut, ich wollte Samuel auch nicht als Sache bezeichnen. Inzwischen saß ich neben ihm und bestellte mir selbst ein bisschen Alkohol, auch wenn der mir im Grunde nicht wirklich viel antun konnte oder gar überhaupt wirken. Keiner wusste so richtig ob der menschliche Alkohol einfach zu schwach für magische Wesen war oder ob es daran lag, dass ich ein Vampir war oder zumindest zur Hälfte. Ansonsten könnte ich gar keine Magie praktizieren und heute auch kein Quidditch spielen, was wirklich mehr als schade gewesen wäre. "Verstehe, dann bist du zusagen wegen aus wohnlichen Zwecken in London.",stellte ich fest und das lag ja irgendwie auch auf der Hand. Wenn er hier lebte, dann kannte er London sicher auch von ganz anderen Seiten. Und auch wenn ich selbst oft in London war, so hielt ich mich meistens doch nur dort auf, wo ich auch musste und das war meistens eher nicht in Muggellondon. Aber mit einem hatte Samuel recht. London war auf jeden Fall anders als Paris, aber das war ja nur normal. Dennoch waren beides wundervolle Städte, dass konnte man einfach nicht abstreiten und doch würde Paris immer mein Zuhause bleiben. Was meistens merkwürdig war, denn ich hatte von Geburt an einen russischen Akzent, sprach fließend Französisch und das meistens ohne den Akzent. Meistens bemerkte man es auch nur, wenn ich das 'R' rollte. Im Englischen bemerkte man dann doch eher schneller, dass ich auf jeden Fall kein Engländer, geschweige denn Ire war. Wobei mein Aussehen eindeutig nicht zu einem Iren gepasst hätte. "Hauptsächlich in London. Jekat hat sich hier eine Wohnung genommen, um mehr bei mir zu sein. Es ist schwer zwischen dem Training auch mal die Familie zu sehen. Daher wäre die Reinfolge wohl London, Dublin und dann erst Paris. London ist sozusagen mein Drehkreuz geworden.",antwortete ich Samuel und ja möglicherweise war das überraschend. Immerhin könnte man glauben ich blieb wegen der Arbeit mehr in Dublin oder wegen meiner Familie in Paris. Nein, ich war hier. Zum Teil weil ich für die Bats spielte, zum anderen weil ich nach Irland musste, wenn ich mit der anderen Mannschaft übte und weil meine Schwester hier war. Ich wusste, dass meine Familie viel auf sich nahm, aber ich wusste auch, dass sie hundertprozentig hinter mir standen und das war irgendwie auch mein Halt und alles was ich hatte. Alles was ich brauchte. Alles was ich wollte.

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Samuel
Gelöschter Benutzer

Re: Dimitri & Samuel | After all, you’re his number one fan | Freeplay

von Samuel am 15.03.2018 13:17

Ich konnte es mir nicht vorstellen wie es sich anfühlen musste, doch so in der Öffentlichkeit zu stehen. Auf diese Aufmerksamkeit konnte ich doch ganz gut verzichten. Durch unsere verschiedene Berufsauswahl, hatten wir beide ja doch auch den Kontakt verloren. Während unserer Schulzeit hatten wir uns doch immer gut verstanden. Wir hatten doch Recht viel Zeit zusammen verbracht, auch wenn ich mir sicher war, dass ich ihm ab und an doch auf die Nerven gegangen war. Nun ja, ich hatte ihn manchmal eben doch dazu gebracht Dinge zu tun, die er nicht unbedingt hatte tun wollen. Es war doch Recht schade gewesen, dass wir nicht mehr wirklich Kontakt gehabt hatten, nach unserem Abschluss. Jedoch war das nicht wirklich überraschend. Man konnte nicht mit jedem Schulfreund befreundet bleiben. Die Wege trennten sich eben.
Dimitri war schon immer anders gewesen und das nicht nur, weil er zum Teil ein Vampir war. Und ich hatte definitiv nicht nur für ihn geschwärmt, wegen seines hübschen Gesichts. Er sah gut aus und das konnte wohl keiner abstreiten. Was meine Schwärmerei anging, hatte ich aber nie einen Schritt auf ihn zugemacht. Unsere Freundschaft war mir doch immer wichtig gewesen und ich hatte ihn nicht wegen so etwas verlieren wollen. Ich war überzeugt davon gewesen, ich würde darüber hinwegkommen. War ich auch. Zumindest hatte ich das gedacht und ich hatte es erst geschafft, als er und ich uns nicht mehr wirklich gesehen hatten. Gefühle zu haben, von denen man sich sicher war diese würden nie erwidert werden, konnten recht unangenehm werden. Nett ausgedrückt. War nicht immer leicht mitanzusehen gewesen, wenn Dimitri doch mal mit einem Mädchen geflirtet hatte. Natürlich hatte ich auch ab und an ein schlechtes Gewissen gehabt, da ich das Gefühl gehabt hatte, ich würde ihn belügen. Hatte ich aber nicht getan. Alles was ich getan hatte, war es, ihm nichts von meinen Gefühlen zu erzählen.
Ich war aber nicht sein Fan, weil ich für ihn schwärmte. Schon während unserer Schulzeit hatte ich ihn doch für seine Fähigkeiten als Quidditchspieler beneidet. Kein Wunder war er so erfolgreich geworden. Es war doch immer faszinierend, ihm beim Spielen zu zusehen. Gab selten wirklich so einen talentierten Spieler wie ihn. Ich würde mich doch zu seinen ersten Fans zählen. Heute hatte er natürlich um einiges mehr. Fans, die sich versuchten in die Quidditchzelte zu schleichen um mit ihm zu reden bzw. wohl eher um ihn zu bedrängen! Als ob er sich wirklich auf sowas einlassen würde. Wobei es wohl doch auch seine Art war, was viele der vor allem weiblichen Fans so durchdrehen liess. Wer wusste das schon.
Dimitri und ich wollten zusammen etwas unternehmen. Wir würden sicherlich über alte Zeiten reden. In Erinnerungen schwelgen. Als Schüler war das Leben doch etwas leichter gewesen, aber natürlich vermissten wir beide sicherlich nicht das Lernen und die Prüfungen.
Wie oft er ausging, konnte ich nicht sagen. Schätzte es aber nicht als oft ein, da er schon früher nicht wirklich der Typ gewesen war, der sich gerne unter viele fremde Menschen gemischt hatte. Daher hatte ich auch diesen Pub vorgeschlagen, weil wir hier sicherlich unsere Ruhe haben würden. Abseits der Zaubererwelt und abseits der Touristen. Immerhin wollte ich doch erfahren, wie es ihm ergangen war. In den Zeitungen wurde zwar oft über ihn berichtet, aber es war etwas Anderes, es aus seiner Sicht zu erfahren.
Er war pünktlich. Ich war früher hier gewesen, daher musste er sich sicher keine Gedanken darüber machen, dass er mich hätte warten lassen. Hatte er nicht. Da ich überpünktlich gewesen war, war ich selbst Schuld, hatte ich etwas auf sein Auftauchen warten müssen. Ich war jedenfalls froh, hatte er gut hergefunden.
Ungestört konnte man in diesem Pub eindeutig sein ja. Manchmal tat das doch ganz gut. Ich war zwar gerne unter Menschen, aber manchmal wollte ich doch auch einfach meine Ruhe haben, wenn ich etwas trank. Vor allem, wenn meine Stimmung eher im Tiefpunkt lag. „Als ich damals nach London gezogen bin, hatte ich es mir doch fast schon zur Aufgabe gemacht mehr über diese Stadt zu erfahren. Daher ja. Bin ich", antwortete ich auf seine Frage. „Definitiv anders als in Paris, aber ich habe mich unter den Engländern ganz gut eingelebt." Zumindest bekam ich es heute doch ganz gut hin, ohne Akzent Englisch zu reden, weswegen die meisten dann doch überrascht waren, wenn sie hören, dass ich Franzose war. „Und was ist mit dir? In welcher Stadt bist du öfters unterwegs?" Ich zweifelte daran, dass es London war. Nicht, weil ich davon ausging, dass wir uns dann eher wieder begegnet wären... dafür war die Stadt zu gross.

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Dimitri
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Re: Dimitri & Samuel | After all, you’re his number one fan | Freeplay

von Dimitri am 14.03.2018 15:03

Aus seinem Hobby einen Beruf zu machen war wohl genau das, was viele Menschen wollten und ich hatte die Chance gehabt diesen Traum zu verwirklichen. Schon früher hatte man bemerkt, dass ich ein ziemlich guter Flieger und auch Hüter war. Einige führten das auf den Vampir und den Beschützerinstinkt gegenüber meiner Schwester zurück, doch ob dem so war, nun das konnte ich nicht sagen. Ich konnte es aber auch nicht verneinen. Aber es spielte auch gar keine Rolle. Ich war gut in dem was ich tat und meine natürlichen Reflexe waren dabei klar eine Hilfe. Wahrscheinlich half der Trank, den ich vor jedem Spiel nehmen musste zwar den Vampir in mir zu unterdrücken, aber nicht die Veranlagung welche meine Eltern mitgegeben hatten. Auch wenn ich diese gar nicht kannte, aber das musste und das wollte ich auch nicht. Meine Adoptiveltern würden immer meine Eltern bleiben. Ganz egal wer glaubte noch daher kommen zu müssen, weil man mich angeblich auf die Welt gebracht hatte. Oder meine Schwester. Ich hatte mich dennoch nie wirklich so aufgeführt wie so manch ein Quidditchspieler, nur weil er berühmt war. Aber das konnte auch an meinem ruhigen Wesen liegen. Ganz gleich. Ich hatte meine Familie und ich blieb auf dem Boden der Tatsachen, weil alles andere sowieso nicht wirklich viel gebracht hatte. Ich wusste, dass ich genauso gut von heute auf morgen weit fallen konnte, wenn ich zu hoch flog und das nicht nur im wörtlichen, sondern in diesem Fall auch im übertragenen Sinne. Und einmal hatte ich eindeutig einstecken müssen. Vor Monaten als ich meine Freundin hatte gehen lassen müssen. Ich konnte die Menschen in meiner Umgebung und gerade meine Familie und Menschen die mir nahe standen, so wie Brooklyn, einfach nicht leiden sehen. Es hatte mich zwar innerlich zerstört sie gehen lassen zu müssen, aber ich wusste auch, dass ich ihr das nicht länger antun konnte. Sah doch ganz genau wie sie sich jedes Mal schlecht fühlte, wenn sie diese Artikel las. Wenn sie sah wie die Fans mich anhimmelten und einige absurde Sachen dabei herauskamen. Es war wahrscheinlich normal für solche Leute einen heiraten oder ein Kind von einem zu wollen, aber für mich und alle anderen Außenstehenden war das wohl mehr verstörend, wenn auch manchmal schmeichelhaft. Doch gerade solche Sachen, so wie Hassbriefe, böse Blicke und abfällige Kommentare waren es gewesen, die es am Ende auch nicht besser gemacht hatten. Und so war ich nun offiziell wieder Single, wenn auch nicht gerade glücklich, welcher Single war das schon? Aber irgendwie hatte ich das mit den Monaten hinbekommen zu verarbeiten, auch wenn ich dennoch öfter an die junge Blondine dachte. Doch ich traf mich heute auch mit einer anderen Blondine. Nur, dass jene nicht weiblich war, sondern männlich. Und sie war auch keine sie, sondern ein er. Ein alter Freund aus der Schule und ehrlich gesagt waren solche Freundschaften etwas von denen ich wusste, dass sie mich nicht nur als ihren Freund wollten, weil ich nun einmal war wer ich war. Der Weltmeisterhüter Dimitri Koslow von 1994. Hüter der irischen Nationalmannschaft, Kaptain und Hüter der Bats, nein. Ich war einfach ich bei diesen Leuten und auch für Samuel schien genau das der Fall zu sein. Für ihn war ich einfach nur Dimitri. Gut ich würde es auch nicht gerade böse sehen, wenn er ein Fan, aber wenigstens musste ich bei ihm nicht im Hinterkopf haben, dass er mir möglicherweise etwas vorspielte. Eben weil wir schon früher befreundet waren. Ich genoss es ehrlich gesagt auch mal mit anderen Menschen außer meiner Familie und den beiden Mannschaften Zeit zu verbringen und Samuel kam mir da doch auch gerade recht. Zumal ich keinen Grund sah mich nicht mit ihm zu treffen. Das war einfach nur ein Treffen unter alten Freunden. Wahrscheinlich würden wir über alte Zeiten oder sonst was reden und auch wenn ich eher selten der Typ fürs ausgehen war, so hatte ich hier einfach mal die Chance gesehen unter 'normale' Leute zu kommen. Sicher im Grunde war es nicht wirklich schwer mit dem Besen so schnell wie möglich von einem Ort zum nächsten zu kommen und ich flog wirklich gern, aber ich schleppte selten eine ausweitbare Tasche mit mir herum wo ich am Ende hätte den Besen verstecken können und mit Besen hier in die Bar zu kommen wäre für Muggel sicher verstörend gewesen. Etwas gutes aber hatte diese Bar. Hier kannte man mich nicht. Die Muggel hatten keine Ahnung wer ich war und das tat manchmal auch richtig gut. Einfach weil man nicht dauernd gestört oder angestarrt wurde. Hier drinnen drehte sich keiner zu mir um, weil ich war er wer ich war. Es lagen zwar einige Blicke auf mir als ich herein kam, eher von Frauen, doch das bekam ich nicht wirklich groß mit. Stattdessen setzte ich mich neben Samuel und begrüßte ihn. Scheinbar saß er schon eine Weile hier, weswegen ich auch gleich nach fragte. Ich war nie der Typ für Unpünktlichkeit gewesen, doch Samuel schien überpünktlich gewesen zu sein. Dieser wandte sich dann auch zu mir. "Ist auf jeden Fall ein guter Ort, wenn man einmal etwas ungestört sein will.",stellte ich fest und zuckte leicht mit den Schultern, bevor ich mir dann selbst etwas von meinem Getränk nahm, dass ich mir soeben bestellt hatte. Dann aber fragte ich nach wie lange er schon wartete, doch beruhigte er mich als er mir erklärte, dass es vielleicht erst zehn Minuten waren. Eindeutig überpünktlich, wie ich im Stillen feststellte. Daher nickte ich und fuhr mir kurz durch meine dunklen Haare. "Bist du öfter in Muggellondon unterwegs?",fragte ich aus reinem Interesse, denn er schien sich hier gut auszukennen. Ich war selbst eher weniger hier unterwegs. Einfach weil ich sowieso schon pendelte, was kein Problem war, aber wenn dann kannte ich eher Muggelparis, aber London war zwar auch wunderschön, aber eben doch nicht der Ort an dem ich mich oft unter die Muggel mischte. Außer ich wollte meine Ruhe vor Fans haben, so wie in diesem Fall.

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Samuel
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Re: Dimitri & Samuel | After all, you’re his number one fan | Freeplay

von Samuel am 11.03.2018 13:37

Quidditch war für mich ein Hobby gewesen. Auf der Schule hatte ich es natürlich gerne gespielt. Immerhin hatte es doch dazu beigetragen, dass ich sicherer auf dem Besen geworden war. Jedoch war ich vollkommen zufrieden mit meiner Berufsauswahl. Auror zu sein war vielleicht nicht so ein angesehener Beruf und Fans hatte ich definitiv keine, aber so konnte ich mein Leben immerhin in Ruhe leben. Mich verfolgten weder Fans noch irgendwelche nervigen Journalisten, die nur zu gerne irgendwelche Details über mein Leben veröffentlichen wollten. Sowas stellte ich mir doch recht mühsam vor. Je berühmter man war, desto weniger Privatsphäre hatte man. Darauf konnte ich doch gut verzichten. Wobei ich natürlich nur erahnen konnte, wie sich sowas anfühlte. Dimitri war derjenige von uns, der mit der Aufmerksamkeit der Zaubererwelt leben musste.
Ich pendelte doch auch oft zwischen England, Frankreich und Irland. Nach Frankreich um meine Familie zu besuchen und nach Irland, wenn dort ein Spiel der Ballycastle Bats stattfand. Mein Beruf hatte mich natürlich auch schon in andere Länder geführt, aber ich war doch immer froh, wenn ich Einsätze in England hatte. So konnten wir uns doch auch mit unseren Besen fortbewegen.
Einen bestimmten Ort in Frankreich besuchte ich natürlich öfters. Meine Mutter würde mir wohl sonst die Hölle heiss machen, wenn ich mich nur an Feiertagen bei ihr blicken lassen würde! Zuerst entschied ich mich dafür Frankreich zu verlassen und dann? Dann vergass ich meine Familie? Nein, ich überraschte sie doch immer wieder gerne mit unangekündigten Besuchen.
Von Dimitris Trennung hatte ich gelesen. Es hatte mir für ihn doch leidgetan, da er und diese Brooklyn doch glücklich zusammengewirkt hatten. Wobei ich das natürlich nicht wirklich beurteilen konnte. Die Aufmerksamkeit die Dimitri auf sich zog, hatte sicherlich ab und an zwischen Problemen gesorgt. Die Gerüchteküche hatte gekocht! Spekulationen waren einige angestellt worden, wieso sich das Paar getrennt hat. Ob sie damit der Wahrheit nahegekommen waren, wusste niemand. Persönlich hatte ich mich nicht weiter mit dem Thema auseinandergesetzt. Wozu auch? Nur weil Dimitri jetzt Single war, rechnete ich mir kaum irgendwelche Chancen bei ihm aus. Einfach, weil ich daran zweifelte, dass er überhaupt an Männern interessiert war. Ausserdem war ich doch davon überzeugt gewesen, dass meine Schwärmerei für ihn doch der Vergangenheit angehörte. Darin hatte ich mich doch geirrt. Eindeutig hatte er einen gewissen Effekt auf mich, wenn er direkt vor mir stand.
Das unser doch eher zufälliges Treffen damit enden würde, dass wir uns verabreden würden, hatte ich nicht erwartet. Eher war ich davon ausgegangen, dass es eine einmalige Sache sein würde. Wir waren alte Schulfreunde, mehr nicht. Mit wem er noch alles aus der Schulzeit Kontakt hatte, wusste ich nicht. Freundschaften waren doch wichtig und vielleicht hatte er deswegen zugestimmt? Richtige Freunde zu finden war in seiner Situation sicherlich alles andere als leicht. Viele würden sicher einfach nur mit ihm befreundet sein wollen, weil er Dimitri Koslow war. Der Quidditchspieler! Ob ihm bewusst war, dass ich ein Fan war? Wohl nicht. Wir waren uns begegnet, als ich dabei gewesen war, seine Fans wegzuschicken.
Er hatte keinen anderen Vorschlag gebracht, als ich den Pub vorgeschlagen hatte. Gut, damit hatte ich ihn wohl doch etwas überfordert, da er kurz vor einem Spiel gewesen war. Ich lebte in London und kannte mich hier aus. Wobei ich natürlich auch nach Dublin gegangen wäre, hätte er sich dort wohler gefühlt. Rückgängig machen konnte ich aber all das nicht mehr, daher sass ich jetzt im Pub und wartete auf ihn. Würde es ihm hier nicht gefallen, konnten wir ja wo anders hingehen. Wir hatten Zeit, ausser er hatte noch etwas anderes geplant. Wir hatten nicht wirklich darüber geredet. Dazu war die ganze Sache wohl einfach zu spontan entschieden worden.
Meine Unterhaltung mit dem Barkeeper rutschte leicht ins Flirten hinein, aber es musste zu nichts führen. Harmlose Flirtereien waren wohl erlaubt oder? Zumindest hatte es meine Gedanken für einen Moment von meinem Treffen mit Dimitri genommen, aber auch nur solange, bis sich dieser neben mich auf den Barhocker setzte. Danach galt meine Aufmerksamkeit doch dem dunkelhaarigen Zauberer neben mir und nicht dem dunkelhaarigen Muggel hinter der Bar. Ich nickte leicht, als er meine Frage beantwortete. "Touristen verirren sich eher weniger hierher, daher gehört dieser Ort definitiv zu meinen Lieblingsorten in London." Ich nahm einen Schluck von meinem Bier, als er sich einen Whiskey bestellte. Meinen Blick wandte ich bei seiner Frage wieder ihm zu. "Noch nicht lange", antwortete ich. "10 Minuten? Höchstens. Ich habe nicht mehr wirklich auf die Uhr gesehen, nachdem ich meine Wohnung verlassen habe."

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Dimitri
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Re: Dimitri & Samuel | After all, you’re his number one fan | Freeplay

von Dimitri am 11.03.2018 12:21

Mein Leben war eigentlich soweit ganz in Ordnung, wahrscheinlich sogar mehr als nur 'in Ordnung'. Ich machte das was mir gefiel und lebte meinen Traum aus. Es war zwar am Anfang etwas schwerer gewesen, weil ich eben ein Halbvampir war und nun vor jedem Quidditchspiel einen Trank nehmen musste, der meine Fähigkeiten soweit unterdrückte, dass es nicht unfair war, aber dennoch blieben meine guten Reflexe und der scharfe Blick. Die hatte ich wohl von Natur aus oder dieser Trank schaffte es am Ende doch nicht alles vollkommen loszuwerden. Nur war er zugelassen und einen wirklichen Vorteil hatte ich auch nicht. Auch ich ließ nicht immer alle Bälle abprallen. Aber es war nun einmal ein Spiel, auch wenn es für mich weit mehr war. Es war meine Arbeit, ein Hobby und vor allem etwas, dass ich liebte. Nur hatte mich diese liebe auch schon einiges gekostet. Ein Familienleben, da ich immer wieder pendelte und zwar nicht nur zwischen zwei Ländern, sondern genau genommen zwischen dreien. England, Irland und Frankreich. Zwar war es nicht wirklich ein Problem, wenn man auf einem Kontinent pendeln musste, nur gab es leider keine Kaminverbindung zwischen England und Frankreich oder Irland und Frankreich. Apparieren ging über das Meer hinweg leider auch nicht, was also bedeutete, dass ich ständig auf Portschlüssel angewiesen war. Nur war das eher ein kleines Problem, wenn man es genauer betrachtete. Meine Zwillingsschwester pendelte inzwischen auch, um mich öfter zu sehen und bei mir zu sein, doch ich bemerkte immer wieder, dass es trotz Magie nicht immer ganz leicht war. Doch der größte Verlust war wohl ein ganz anderer gewesen. Ich hatte meine erste wirkliche große Liebe verloren. Durch all den Tratsch und den Klatsch, so wie durch die Fans, die allerlei Gerüchte verbreiteten. Ich liebte meine Fans, tat ich wirklich, nur manches konnte ich einfach nicht verstehen und nachdem ich bemerkte wie sehr es an Brooklyn zerrte und das es ihr einfach nicht gut damit ging, hatte ich es beendet. Es ging mir noch heute nicht wirklich gut bei dem Gedanken daran, aber ich wusste, dass es das Richtige für sie war. Und nun da ich offiziell seit Monaten wieder single war, gab es natürlich auch wieder einige Gerüchte und vor allem auch Fans, die glaubten sich an mich heran machen zu können. Mir war klar, dass ich als geborener Russe und mit meinen Genen, doch ganz gut aussah, auch wenn ich das nie wirklich in den Vordergrund gestellt hatte, aber manchmal nervte all das auch. Aber durch genau solche Sachen hatte ich meinen alten Schulfreund Samuel wieder getroffen und hatte festgestellt, dass er sich kaum verändert hatte. Es war eigentlich mal recht schön ein vertrautes Gesicht unter all den hunderten von Fans zu sehen. Auch wenn damals eher als 'Aufseher' oder Security gearbeitet hatte als das er ein Fan war. Nichts desto trotz hatten wir uns kurzerhand entschlossen etwas zusammen zu unternehmen, auch wenn ich nicht wirklich dafür gewesen war in einen Pub in Muggellondon zu gehen. Ganz einfach weil das für mich bedeutete, dass ich zuerst nach London musste und irgendwie noch den Pub finden musste, doch all das hatte irgendwie dann doch geklappt, denn im Grunde war ich schon immer ein Mann mit Plan gewesen. Nachdem ich mich also informiert hatte, hatte ich es schließlich bis hierher geschafft und setzte mich schließlich, kaum das ich Samuel entdeckt hatte, auf einen Barhocker neben ihn. Nur um ihn kurz darauf auch gleich zu begrüßen. Auf dem Weg hierher hatte ich ein bisschen von dem Gespräch zwischen ihm und dem Barkeeper aufgeschnappt, aber das lag auch nur daran, dass ich mit meinen Ohren manchmal eben Sachen hörte, die ich gar nicht wollte, doch hatte ich es ganz gut unter Kontrolle. Der Blondhaarige bemerkte mich und begrüßte mich nun auch mit einem Lächeln auf den Lippen. Ich nickte auf seine Frage hin. "Es hat zwar etwas gedauert bis ich herausfand wo der Pub ist, aber der Weg an und für sich war ganz gut zu finden.",erklärte ich dann einfach um ihm seine Frage zu beantworten, ehe ich mir dann selbst etwas bestellte. Für meinen Fall einen Whiskey, was wohl zwar dem Klischee des Russen in mir alle ehre machte, nur ließ die Vampirseite in mir sowieso nicht wirklich zu, dass der Alkohol überhaupt groß wirkte. "Wie lange bist du schon hier?",fragte ich, denn er schien auch nicht erst seit zwei Minuten an der Bar zu sitzen und ich hoffte einfach, dass ich ihn nicht hatte zu lange warten lassen, auch wenn ich recht pünktlich hier aufgeschlagen war. Etwas anderes kannte man von mir auch oft gar nicht.

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