Dimitri & Samuel | After all, you’re his number one fan | Freeplay

1  |  2  |  »  |  Letzte [ Nach unten  |  Zum letzten Beitrag  |  Thema abonnieren  |  Neueste Beiträge zuerst ]


Samuel
Gelöschter Benutzer

Dimitri & Samuel | After all, you’re his number one fan | Freeplay

von Samuel am 10.03.2018 19:59

A f t e r  a l l, y o u' r e  h i s  n u m b e r  o n e  f a n 

 

Dimitri & Samuel

Dimitri und Samuel sind zusammen in Beauxbatons zur Schule. Ihre Wege haben sich durch ihre verschiednen Berufswege nach dem Abschluss getrennt. Zwar war Samuel oft bei Spielen als Zuschauer dabei, aber ansonsten haben sie sich kaum gesehen. Durch einen Vorfall bei einem Spiel, an dem Samuel doch als Auror tätig ist, kommen die beiden wieder ins Gespräch. Sie beschliessen doch ihrer Freundschaft eine neue Chance zu geben und ja vielleicht sind da doch ein paar mehr Gefühle vorhanden. Samuel hat zu ihrer Schulzeit doch für Dimitri geschwärmt, nur war dieser damals nicht interessiert. Heute vielleicht schon? Zumindest gehört Samuel definitiv zu seinen Fans.

Antworten

Samuel
Gelöschter Benutzer

Re: Dimitri & Samuel | After all, you’re his number one fan | Freeplay

von Samuel am 10.03.2018 20:38

London war jetzt schon seit ein paar Jahren meine Heimat, aber ich hielt mich doch auch öfters mal in Nordirland auf. Zwar hatte ich mich nach meiner Schulzeit gegen eine Quidditchkarriere entschieden, aber ich war unglaublich gerne als Zuschauer anwesend. Manchmal war ich bei solchen Spielen aber doch auch als 'Aufseher' eingeteilt. Nicht jeder verhielt sich ruhig, wenn er getrunken hatte und so kam es doch auch bei Quidditchspielen manchmal zu Auseinandersetzungen zwischen den Fans. Oder Fans kamen auf die Idee, sich bei den Spielern rein zu schleichen. Wie beim letzten Mal, als ich ein paar davon dabei erwischt hatte, wie sie sich bei den Ballycastle Bats hatten reinschleichen wollen. Dabei war ich dann doch Dimitri über den Weg gelaufen. Er und ich, wir waren doch Freunde gewesen. Vergangenheit, weil wir eigentlich nicht mehr wirklich in Kontakt zueinander waren. Was nicht hiess, dass ich nicht wusste, was in seinem Leben so los gewesen war. Als Quidditchspieler stand er immerhin doch in der Öffentlichkeit und der Tagesprophet berichtete öfters Mal über solche Spiele. Und nein es lag nicht daran, dass ich mal für ihn geschwärmt hatte. Gut, vielleicht tat ich das immer noch etwas, aber ich hatte nicht vor es ihm zu sagen. Dennoch bezeichnete ich mich natürlich als Fan. Wie auch nicht? Es hatte mich aber dennoch etwas überrascht, dass er meinem Vorschlag mal etwas zusammen zu unternehmen zugestimmt hatte. Wir hatten uns auf Beauxbatons gut verstanden und hatten auch immer eine gute Zeit zusammen, aber seitdem war doch viel Zeit vergangen.
Trotzdem sass ich jetzt in diesem Pub in Muggellondon. Hier würde er nicht gleich erkannt werden und wir könnten uns in Ruhe unterhalten. Ich war doch etwas zu früh dran, aber das lag auch nur daran, dass ich viel zu nervös gewesen war. Konnte man mir das übelnehmen? Man ging nicht jeden Tag mit seinem Lieblingsspieler etwas trinken.

Antworten

Dimitri
Gelöschter Benutzer

Re: Dimitri & Samuel | After all, you’re his number one fan | Freeplay

von Dimitri am 10.03.2018 21:33

Die Tage in Paris verstrichen stets viel zu schnell. Die Zeit mit meiner Familie war knapp, auch wenn Jekaterina mir oft überall hin folgte und inzwischen auch eine Wohnung in London hatte, so sah ich meine jüngere Adoptivschwester immer seltener. Sinclair war natürlich ebenfalls ein wichtiger Mensch in meinem Leben, genau wie die Magier, die mich adoptiert hatten. Meine Schwester Jekaterina und mich. Doch ich hatte wohl das beste aus meinem Leben gemacht, dass ich hätte tun können. Ich hatte die Schule erfolgreich abgeschlossen und war Quidditchspieler geworden. Nicht nur einer, nein. Bereits 1994 war ich der Weltmeisterhüter in der irischen Nationalmannschaft, nachdem ich zuvor in einem französischen Quidditchverein gespielt hatte. Inzwischen aber spielte ich für die Bats und natürlich dennoch für die Iren. Wie könnte ich auch nicht? Ich liebte Irland und ich liebte meinen Beruf und vor allem die beiden Mannschaften. Vielleicht war ich als Halbvampir eine kleine Attraktion, was auch so mancher Tagesprophetartikel wohl besonders gern hervor hob, aber das war mir egal. Ich war immer noch der Mann, den meine Eltern, ja meine Adoptioveltern, aber für mich würden sie immer meine Eltern bleiben, groß gezogen hatten. Und so hatte ich eindeutig nicht die Leute vergessen mit denen ich mal befreundet war bevor all das los gegangen war. Der ganze Wirbel um meine Persönlichkeit und ehrlich gesagt wünschte ich manchmal einfach normal leben zu können. Selbst meine Beziehung zu Brooklyn hatte all das kaputt gemacht. Nun gut es war im Grunde der Tratsch und der Klatsch der Zeitungen, aber ich hatte einfach nicht mehr zusehen können wie sie litt. Und so war ich nun schon eine ganze Weile allein. Meine Zwillingsschwester meinte immer, dass ich seit dem noch stiller wäre als sonst, aber dennoch hatte sich ansonsten eher wenig verändert. Eines der guten Sachen jedoch war, dass ich Samuel wieder getroffen hatte. Auch wenn das eigentlich nur ein Zufall gewesen war. Und irgendwie hatten wir uns auch kurzerhand entschieden etwas zusammen zu unternehmen und genau deswegen nahm ich mir einen Tag Auszeit von Dublin und dem Training und ließ mich stattdessen in Muggellondon nieder. Nun gut, nieder war wohl das falsche Wort. Ich würde mich dort in einem Pub mit Samuel treffen, wie wir es aus gemacht hatten, denn ich wollte, wenn ich schon mit meinem alten Freunde etwas unternahm nicht dauernd erkannt werden, was für mich inzwischen bereits Routine, manchmal aber dennoch recht nervig war. Ich betrat den Pub und suchte mit meinen guten Augen, dank der Vampirseite, den Laden nach Samuel ab, den ich an der Bar über einige Menschen hinweg entdeckte. Nun gut, meine Größe half mir dabei natürlich auch. In Ruhe ging ich auf ihn zu, aber dennoch mit schnellen Schritten. Meinem normalen schnellen Schritt, den ich eben immer drauf hatte und über den sich so manch einer hin und wieder beschwerte. Nicht allem voran meine Schwestern. Schließlich ließ ich mich auf dem Barhocker neben Samuel nieder. "Hey.",sagte ich einfach und sah zu ihm rüber. Er hatte sich kaum verändert. Trug die Haare zwar etwas anders als früher, zumindest etwas, aber ansonsten war nicht viel anders. Naja gut und er war erwachsener geworden seit der Schulzeit, aber das waren wir alle, wenn gleich ich auch langsamer altern würde und wohl irgendwann völlig damit aufhörte, wenn ich es nicht schon getan hatte.

Antworten

Samuel
Gelöschter Benutzer

Re: Dimitri & Samuel | After all, you’re his number one fan | Freeplay

von Samuel am 10.03.2018 22:43

Eine Karriere als Quidditchspieler hatte mich auch gereizt, aber schlussendlich hatte ich mich doch für den Beruf des Auroren entschieden. Einfacher wäre es definitiv für mich gewesen, wenn ich mich für eine Ausbildung im französischen Ministerium entschieden hätte, aber was wäre das Leben, ohne eine kleine Herausforderung? Durch meine Ausbildung in englischen hatte ich zumindest mein Englisch aufbessern können. Zuvor war das ja eher nicht vorhanden gewesen.
Spiele sah ich mir aber doch immer wieder gerne an, auch wenn ich zu Anfang keine wirkliche Lieblingsmannschaft gehabt hatte. Das hatte sich aber doch durch eine bestimmte Person geändert. Dimitri Koslow hatte schon immer einen besonderen Platz in meinem Herzen gehabt, auch wenn ich es ihm nie gesagt hatte. Gewisse Dinge blieben eben doch selbst unter Freunden lieber unausgesprochen. Seine Karriere hatte ich doch verfolgt und so kam es, dass ich öfters Mal bei einem Spiel der Ballycastle Bats in den Zuschauerreihen sass.
Im Gegensatz zu seinem Leben war meines doch eher 'langweilig'. Ich hatte keinen Schwarm an Fans, die mich verfolgten. Worüber ich doch ganz froh war. Es würde mich doch ziemlich nerven, wenn Fremde das Gefühl hätten, sie hätten etwas in meinem Leben zu sagen. Der Tagesprophet liebte es ja, Dinge über Dimitri zu veröffentlichen. Er war ein ausgezeichneter Spieler, aber es lag sicher auch daran, dass er ein Halbvampir war. Wohl definitiv eine Faszination für viele. Wobei es definitiv sein Aussehen war, dass die meisten weiblichen Fans anlockte. Es war kein Geheimnis, dass es keine Frau in seinem Leben gab zurzeit. Daher rechneten sich wohl viele eine Chance aus. Verrückt. Vor allem, weil viele ihn doch gar nicht persönlich kannten.
Zumindest hatte ich es durchgeknallten Fans zu verdanken, dass Dimitri und ich nach längerer Zeit wieder ins Gespräch gekommen waren. Wir waren beide mit unseren eigenen Leben beschäftigt gewesen. Zudem lag mir nicht Briefe zu schreiben, daher hatte ich ihm auch nie eine Eule geschickt. Wir hatten uns für heute verabredet und nachdem ich mich entschlossen hatte was ich anziehen sollte, hatte ich mich auf den Weg zu diesem Pub gemacht. Der Pub in Muggellondon war doch eher wenig besucht, aber so würden wir uns zumindest in Ruhe unterhalten können. Auf Touristen konnte ich doch gut verzichten.
Ich hatte mich an die Bar gesetzt, wo ich auf ihn wartete. Untätig sass ich aber nicht wirklich da, da ich mich doch mit dem Barkeeper unterhielt. Dieser hatte ein Bier vor mich gestellt. Mich mit ihm zu unterhalten half mir doch auch, meine Nervosität in den Griff zu kriegen. Dimitri und ich waren zwei Freunde, die sich trafen um doch über alte Zeiten zu reden und vielleicht doch auch um zu hören was der andere in den letzten Jahren alles erlebt hatte. Mehr nicht. Kein Grund um nervös zu sein! Oder? Ich wandte meinen Blick von ihm ab, als sich Dimitri auf den Barhocker neben mir fallen liess. "Hey", erwiderte ich doch mit einem Lächeln auf den Lippen. Gross verändert hatten wir uns beide nicht – zumindest was das Äussere anging. "Hast du gut hergefunden?" Ich wusste ja nicht, wie gut er sich in London auskannte und als ich den Pub genannt hatte, war er zuerst nicht wirklich begeistert gewesen. Es lag aber in einem Teil der Stadt, der eben doch zumindest etwas weiter weg der Touristenorte war. Ich selbst hatte ihn nur zufällig entdeckt.

Antworten

Dimitri
Gelöschter Benutzer

Re: Dimitri & Samuel | After all, you’re his number one fan | Freeplay

von Dimitri am 11.03.2018 12:21

Mein Leben war eigentlich soweit ganz in Ordnung, wahrscheinlich sogar mehr als nur 'in Ordnung'. Ich machte das was mir gefiel und lebte meinen Traum aus. Es war zwar am Anfang etwas schwerer gewesen, weil ich eben ein Halbvampir war und nun vor jedem Quidditchspiel einen Trank nehmen musste, der meine Fähigkeiten soweit unterdrückte, dass es nicht unfair war, aber dennoch blieben meine guten Reflexe und der scharfe Blick. Die hatte ich wohl von Natur aus oder dieser Trank schaffte es am Ende doch nicht alles vollkommen loszuwerden. Nur war er zugelassen und einen wirklichen Vorteil hatte ich auch nicht. Auch ich ließ nicht immer alle Bälle abprallen. Aber es war nun einmal ein Spiel, auch wenn es für mich weit mehr war. Es war meine Arbeit, ein Hobby und vor allem etwas, dass ich liebte. Nur hatte mich diese liebe auch schon einiges gekostet. Ein Familienleben, da ich immer wieder pendelte und zwar nicht nur zwischen zwei Ländern, sondern genau genommen zwischen dreien. England, Irland und Frankreich. Zwar war es nicht wirklich ein Problem, wenn man auf einem Kontinent pendeln musste, nur gab es leider keine Kaminverbindung zwischen England und Frankreich oder Irland und Frankreich. Apparieren ging über das Meer hinweg leider auch nicht, was also bedeutete, dass ich ständig auf Portschlüssel angewiesen war. Nur war das eher ein kleines Problem, wenn man es genauer betrachtete. Meine Zwillingsschwester pendelte inzwischen auch, um mich öfter zu sehen und bei mir zu sein, doch ich bemerkte immer wieder, dass es trotz Magie nicht immer ganz leicht war. Doch der größte Verlust war wohl ein ganz anderer gewesen. Ich hatte meine erste wirkliche große Liebe verloren. Durch all den Tratsch und den Klatsch, so wie durch die Fans, die allerlei Gerüchte verbreiteten. Ich liebte meine Fans, tat ich wirklich, nur manches konnte ich einfach nicht verstehen und nachdem ich bemerkte wie sehr es an Brooklyn zerrte und das es ihr einfach nicht gut damit ging, hatte ich es beendet. Es ging mir noch heute nicht wirklich gut bei dem Gedanken daran, aber ich wusste, dass es das Richtige für sie war. Und nun da ich offiziell seit Monaten wieder single war, gab es natürlich auch wieder einige Gerüchte und vor allem auch Fans, die glaubten sich an mich heran machen zu können. Mir war klar, dass ich als geborener Russe und mit meinen Genen, doch ganz gut aussah, auch wenn ich das nie wirklich in den Vordergrund gestellt hatte, aber manchmal nervte all das auch. Aber durch genau solche Sachen hatte ich meinen alten Schulfreund Samuel wieder getroffen und hatte festgestellt, dass er sich kaum verändert hatte. Es war eigentlich mal recht schön ein vertrautes Gesicht unter all den hunderten von Fans zu sehen. Auch wenn damals eher als 'Aufseher' oder Security gearbeitet hatte als das er ein Fan war. Nichts desto trotz hatten wir uns kurzerhand entschlossen etwas zusammen zu unternehmen, auch wenn ich nicht wirklich dafür gewesen war in einen Pub in Muggellondon zu gehen. Ganz einfach weil das für mich bedeutete, dass ich zuerst nach London musste und irgendwie noch den Pub finden musste, doch all das hatte irgendwie dann doch geklappt, denn im Grunde war ich schon immer ein Mann mit Plan gewesen. Nachdem ich mich also informiert hatte, hatte ich es schließlich bis hierher geschafft und setzte mich schließlich, kaum das ich Samuel entdeckt hatte, auf einen Barhocker neben ihn. Nur um ihn kurz darauf auch gleich zu begrüßen. Auf dem Weg hierher hatte ich ein bisschen von dem Gespräch zwischen ihm und dem Barkeeper aufgeschnappt, aber das lag auch nur daran, dass ich mit meinen Ohren manchmal eben Sachen hörte, die ich gar nicht wollte, doch hatte ich es ganz gut unter Kontrolle. Der Blondhaarige bemerkte mich und begrüßte mich nun auch mit einem Lächeln auf den Lippen. Ich nickte auf seine Frage hin. "Es hat zwar etwas gedauert bis ich herausfand wo der Pub ist, aber der Weg an und für sich war ganz gut zu finden.",erklärte ich dann einfach um ihm seine Frage zu beantworten, ehe ich mir dann selbst etwas bestellte. Für meinen Fall einen Whiskey, was wohl zwar dem Klischee des Russen in mir alle ehre machte, nur ließ die Vampirseite in mir sowieso nicht wirklich zu, dass der Alkohol überhaupt groß wirkte. "Wie lange bist du schon hier?",fragte ich, denn er schien auch nicht erst seit zwei Minuten an der Bar zu sitzen und ich hoffte einfach, dass ich ihn nicht hatte zu lange warten lassen, auch wenn ich recht pünktlich hier aufgeschlagen war. Etwas anderes kannte man von mir auch oft gar nicht.

Antworten

Samuel
Gelöschter Benutzer

Re: Dimitri & Samuel | After all, you’re his number one fan | Freeplay

von Samuel am 11.03.2018 13:37

Quidditch war für mich ein Hobby gewesen. Auf der Schule hatte ich es natürlich gerne gespielt. Immerhin hatte es doch dazu beigetragen, dass ich sicherer auf dem Besen geworden war. Jedoch war ich vollkommen zufrieden mit meiner Berufsauswahl. Auror zu sein war vielleicht nicht so ein angesehener Beruf und Fans hatte ich definitiv keine, aber so konnte ich mein Leben immerhin in Ruhe leben. Mich verfolgten weder Fans noch irgendwelche nervigen Journalisten, die nur zu gerne irgendwelche Details über mein Leben veröffentlichen wollten. Sowas stellte ich mir doch recht mühsam vor. Je berühmter man war, desto weniger Privatsphäre hatte man. Darauf konnte ich doch gut verzichten. Wobei ich natürlich nur erahnen konnte, wie sich sowas anfühlte. Dimitri war derjenige von uns, der mit der Aufmerksamkeit der Zaubererwelt leben musste.
Ich pendelte doch auch oft zwischen England, Frankreich und Irland. Nach Frankreich um meine Familie zu besuchen und nach Irland, wenn dort ein Spiel der Ballycastle Bats stattfand. Mein Beruf hatte mich natürlich auch schon in andere Länder geführt, aber ich war doch immer froh, wenn ich Einsätze in England hatte. So konnten wir uns doch auch mit unseren Besen fortbewegen.
Einen bestimmten Ort in Frankreich besuchte ich natürlich öfters. Meine Mutter würde mir wohl sonst die Hölle heiss machen, wenn ich mich nur an Feiertagen bei ihr blicken lassen würde! Zuerst entschied ich mich dafür Frankreich zu verlassen und dann? Dann vergass ich meine Familie? Nein, ich überraschte sie doch immer wieder gerne mit unangekündigten Besuchen.
Von Dimitris Trennung hatte ich gelesen. Es hatte mir für ihn doch leidgetan, da er und diese Brooklyn doch glücklich zusammengewirkt hatten. Wobei ich das natürlich nicht wirklich beurteilen konnte. Die Aufmerksamkeit die Dimitri auf sich zog, hatte sicherlich ab und an zwischen Problemen gesorgt. Die Gerüchteküche hatte gekocht! Spekulationen waren einige angestellt worden, wieso sich das Paar getrennt hat. Ob sie damit der Wahrheit nahegekommen waren, wusste niemand. Persönlich hatte ich mich nicht weiter mit dem Thema auseinandergesetzt. Wozu auch? Nur weil Dimitri jetzt Single war, rechnete ich mir kaum irgendwelche Chancen bei ihm aus. Einfach, weil ich daran zweifelte, dass er überhaupt an Männern interessiert war. Ausserdem war ich doch davon überzeugt gewesen, dass meine Schwärmerei für ihn doch der Vergangenheit angehörte. Darin hatte ich mich doch geirrt. Eindeutig hatte er einen gewissen Effekt auf mich, wenn er direkt vor mir stand.
Das unser doch eher zufälliges Treffen damit enden würde, dass wir uns verabreden würden, hatte ich nicht erwartet. Eher war ich davon ausgegangen, dass es eine einmalige Sache sein würde. Wir waren alte Schulfreunde, mehr nicht. Mit wem er noch alles aus der Schulzeit Kontakt hatte, wusste ich nicht. Freundschaften waren doch wichtig und vielleicht hatte er deswegen zugestimmt? Richtige Freunde zu finden war in seiner Situation sicherlich alles andere als leicht. Viele würden sicher einfach nur mit ihm befreundet sein wollen, weil er Dimitri Koslow war. Der Quidditchspieler! Ob ihm bewusst war, dass ich ein Fan war? Wohl nicht. Wir waren uns begegnet, als ich dabei gewesen war, seine Fans wegzuschicken.
Er hatte keinen anderen Vorschlag gebracht, als ich den Pub vorgeschlagen hatte. Gut, damit hatte ich ihn wohl doch etwas überfordert, da er kurz vor einem Spiel gewesen war. Ich lebte in London und kannte mich hier aus. Wobei ich natürlich auch nach Dublin gegangen wäre, hätte er sich dort wohler gefühlt. Rückgängig machen konnte ich aber all das nicht mehr, daher sass ich jetzt im Pub und wartete auf ihn. Würde es ihm hier nicht gefallen, konnten wir ja wo anders hingehen. Wir hatten Zeit, ausser er hatte noch etwas anderes geplant. Wir hatten nicht wirklich darüber geredet. Dazu war die ganze Sache wohl einfach zu spontan entschieden worden.
Meine Unterhaltung mit dem Barkeeper rutschte leicht ins Flirten hinein, aber es musste zu nichts führen. Harmlose Flirtereien waren wohl erlaubt oder? Zumindest hatte es meine Gedanken für einen Moment von meinem Treffen mit Dimitri genommen, aber auch nur solange, bis sich dieser neben mich auf den Barhocker setzte. Danach galt meine Aufmerksamkeit doch dem dunkelhaarigen Zauberer neben mir und nicht dem dunkelhaarigen Muggel hinter der Bar. Ich nickte leicht, als er meine Frage beantwortete. "Touristen verirren sich eher weniger hierher, daher gehört dieser Ort definitiv zu meinen Lieblingsorten in London." Ich nahm einen Schluck von meinem Bier, als er sich einen Whiskey bestellte. Meinen Blick wandte ich bei seiner Frage wieder ihm zu. "Noch nicht lange", antwortete ich. "10 Minuten? Höchstens. Ich habe nicht mehr wirklich auf die Uhr gesehen, nachdem ich meine Wohnung verlassen habe."

Antworten

Dimitri
Gelöschter Benutzer

Re: Dimitri & Samuel | After all, you’re his number one fan | Freeplay

von Dimitri am 14.03.2018 15:03

Aus seinem Hobby einen Beruf zu machen war wohl genau das, was viele Menschen wollten und ich hatte die Chance gehabt diesen Traum zu verwirklichen. Schon früher hatte man bemerkt, dass ich ein ziemlich guter Flieger und auch Hüter war. Einige führten das auf den Vampir und den Beschützerinstinkt gegenüber meiner Schwester zurück, doch ob dem so war, nun das konnte ich nicht sagen. Ich konnte es aber auch nicht verneinen. Aber es spielte auch gar keine Rolle. Ich war gut in dem was ich tat und meine natürlichen Reflexe waren dabei klar eine Hilfe. Wahrscheinlich half der Trank, den ich vor jedem Spiel nehmen musste zwar den Vampir in mir zu unterdrücken, aber nicht die Veranlagung welche meine Eltern mitgegeben hatten. Auch wenn ich diese gar nicht kannte, aber das musste und das wollte ich auch nicht. Meine Adoptiveltern würden immer meine Eltern bleiben. Ganz egal wer glaubte noch daher kommen zu müssen, weil man mich angeblich auf die Welt gebracht hatte. Oder meine Schwester. Ich hatte mich dennoch nie wirklich so aufgeführt wie so manch ein Quidditchspieler, nur weil er berühmt war. Aber das konnte auch an meinem ruhigen Wesen liegen. Ganz gleich. Ich hatte meine Familie und ich blieb auf dem Boden der Tatsachen, weil alles andere sowieso nicht wirklich viel gebracht hatte. Ich wusste, dass ich genauso gut von heute auf morgen weit fallen konnte, wenn ich zu hoch flog und das nicht nur im wörtlichen, sondern in diesem Fall auch im übertragenen Sinne. Und einmal hatte ich eindeutig einstecken müssen. Vor Monaten als ich meine Freundin hatte gehen lassen müssen. Ich konnte die Menschen in meiner Umgebung und gerade meine Familie und Menschen die mir nahe standen, so wie Brooklyn, einfach nicht leiden sehen. Es hatte mich zwar innerlich zerstört sie gehen lassen zu müssen, aber ich wusste auch, dass ich ihr das nicht länger antun konnte. Sah doch ganz genau wie sie sich jedes Mal schlecht fühlte, wenn sie diese Artikel las. Wenn sie sah wie die Fans mich anhimmelten und einige absurde Sachen dabei herauskamen. Es war wahrscheinlich normal für solche Leute einen heiraten oder ein Kind von einem zu wollen, aber für mich und alle anderen Außenstehenden war das wohl mehr verstörend, wenn auch manchmal schmeichelhaft. Doch gerade solche Sachen, so wie Hassbriefe, böse Blicke und abfällige Kommentare waren es gewesen, die es am Ende auch nicht besser gemacht hatten. Und so war ich nun offiziell wieder Single, wenn auch nicht gerade glücklich, welcher Single war das schon? Aber irgendwie hatte ich das mit den Monaten hinbekommen zu verarbeiten, auch wenn ich dennoch öfter an die junge Blondine dachte. Doch ich traf mich heute auch mit einer anderen Blondine. Nur, dass jene nicht weiblich war, sondern männlich. Und sie war auch keine sie, sondern ein er. Ein alter Freund aus der Schule und ehrlich gesagt waren solche Freundschaften etwas von denen ich wusste, dass sie mich nicht nur als ihren Freund wollten, weil ich nun einmal war wer ich war. Der Weltmeisterhüter Dimitri Koslow von 1994. Hüter der irischen Nationalmannschaft, Kaptain und Hüter der Bats, nein. Ich war einfach ich bei diesen Leuten und auch für Samuel schien genau das der Fall zu sein. Für ihn war ich einfach nur Dimitri. Gut ich würde es auch nicht gerade böse sehen, wenn er ein Fan, aber wenigstens musste ich bei ihm nicht im Hinterkopf haben, dass er mir möglicherweise etwas vorspielte. Eben weil wir schon früher befreundet waren. Ich genoss es ehrlich gesagt auch mal mit anderen Menschen außer meiner Familie und den beiden Mannschaften Zeit zu verbringen und Samuel kam mir da doch auch gerade recht. Zumal ich keinen Grund sah mich nicht mit ihm zu treffen. Das war einfach nur ein Treffen unter alten Freunden. Wahrscheinlich würden wir über alte Zeiten oder sonst was reden und auch wenn ich eher selten der Typ fürs ausgehen war, so hatte ich hier einfach mal die Chance gesehen unter 'normale' Leute zu kommen. Sicher im Grunde war es nicht wirklich schwer mit dem Besen so schnell wie möglich von einem Ort zum nächsten zu kommen und ich flog wirklich gern, aber ich schleppte selten eine ausweitbare Tasche mit mir herum wo ich am Ende hätte den Besen verstecken können und mit Besen hier in die Bar zu kommen wäre für Muggel sicher verstörend gewesen. Etwas gutes aber hatte diese Bar. Hier kannte man mich nicht. Die Muggel hatten keine Ahnung wer ich war und das tat manchmal auch richtig gut. Einfach weil man nicht dauernd gestört oder angestarrt wurde. Hier drinnen drehte sich keiner zu mir um, weil ich war er wer ich war. Es lagen zwar einige Blicke auf mir als ich herein kam, eher von Frauen, doch das bekam ich nicht wirklich groß mit. Stattdessen setzte ich mich neben Samuel und begrüßte ihn. Scheinbar saß er schon eine Weile hier, weswegen ich auch gleich nach fragte. Ich war nie der Typ für Unpünktlichkeit gewesen, doch Samuel schien überpünktlich gewesen zu sein. Dieser wandte sich dann auch zu mir. "Ist auf jeden Fall ein guter Ort, wenn man einmal etwas ungestört sein will.",stellte ich fest und zuckte leicht mit den Schultern, bevor ich mir dann selbst etwas von meinem Getränk nahm, dass ich mir soeben bestellt hatte. Dann aber fragte ich nach wie lange er schon wartete, doch beruhigte er mich als er mir erklärte, dass es vielleicht erst zehn Minuten waren. Eindeutig überpünktlich, wie ich im Stillen feststellte. Daher nickte ich und fuhr mir kurz durch meine dunklen Haare. "Bist du öfter in Muggellondon unterwegs?",fragte ich aus reinem Interesse, denn er schien sich hier gut auszukennen. Ich war selbst eher weniger hier unterwegs. Einfach weil ich sowieso schon pendelte, was kein Problem war, aber wenn dann kannte ich eher Muggelparis, aber London war zwar auch wunderschön, aber eben doch nicht der Ort an dem ich mich oft unter die Muggel mischte. Außer ich wollte meine Ruhe vor Fans haben, so wie in diesem Fall.

Antworten

Samuel
Gelöschter Benutzer

Re: Dimitri & Samuel | After all, you’re his number one fan | Freeplay

von Samuel am 15.03.2018 13:17

Ich konnte es mir nicht vorstellen wie es sich anfühlen musste, doch so in der Öffentlichkeit zu stehen. Auf diese Aufmerksamkeit konnte ich doch ganz gut verzichten. Durch unsere verschiedene Berufsauswahl, hatten wir beide ja doch auch den Kontakt verloren. Während unserer Schulzeit hatten wir uns doch immer gut verstanden. Wir hatten doch Recht viel Zeit zusammen verbracht, auch wenn ich mir sicher war, dass ich ihm ab und an doch auf die Nerven gegangen war. Nun ja, ich hatte ihn manchmal eben doch dazu gebracht Dinge zu tun, die er nicht unbedingt hatte tun wollen. Es war doch Recht schade gewesen, dass wir nicht mehr wirklich Kontakt gehabt hatten, nach unserem Abschluss. Jedoch war das nicht wirklich überraschend. Man konnte nicht mit jedem Schulfreund befreundet bleiben. Die Wege trennten sich eben.
Dimitri war schon immer anders gewesen und das nicht nur, weil er zum Teil ein Vampir war. Und ich hatte definitiv nicht nur für ihn geschwärmt, wegen seines hübschen Gesichts. Er sah gut aus und das konnte wohl keiner abstreiten. Was meine Schwärmerei anging, hatte ich aber nie einen Schritt auf ihn zugemacht. Unsere Freundschaft war mir doch immer wichtig gewesen und ich hatte ihn nicht wegen so etwas verlieren wollen. Ich war überzeugt davon gewesen, ich würde darüber hinwegkommen. War ich auch. Zumindest hatte ich das gedacht und ich hatte es erst geschafft, als er und ich uns nicht mehr wirklich gesehen hatten. Gefühle zu haben, von denen man sich sicher war diese würden nie erwidert werden, konnten recht unangenehm werden. Nett ausgedrückt. War nicht immer leicht mitanzusehen gewesen, wenn Dimitri doch mal mit einem Mädchen geflirtet hatte. Natürlich hatte ich auch ab und an ein schlechtes Gewissen gehabt, da ich das Gefühl gehabt hatte, ich würde ihn belügen. Hatte ich aber nicht getan. Alles was ich getan hatte, war es, ihm nichts von meinen Gefühlen zu erzählen.
Ich war aber nicht sein Fan, weil ich für ihn schwärmte. Schon während unserer Schulzeit hatte ich ihn doch für seine Fähigkeiten als Quidditchspieler beneidet. Kein Wunder war er so erfolgreich geworden. Es war doch immer faszinierend, ihm beim Spielen zu zusehen. Gab selten wirklich so einen talentierten Spieler wie ihn. Ich würde mich doch zu seinen ersten Fans zählen. Heute hatte er natürlich um einiges mehr. Fans, die sich versuchten in die Quidditchzelte zu schleichen um mit ihm zu reden bzw. wohl eher um ihn zu bedrängen! Als ob er sich wirklich auf sowas einlassen würde. Wobei es wohl doch auch seine Art war, was viele der vor allem weiblichen Fans so durchdrehen liess. Wer wusste das schon.
Dimitri und ich wollten zusammen etwas unternehmen. Wir würden sicherlich über alte Zeiten reden. In Erinnerungen schwelgen. Als Schüler war das Leben doch etwas leichter gewesen, aber natürlich vermissten wir beide sicherlich nicht das Lernen und die Prüfungen.
Wie oft er ausging, konnte ich nicht sagen. Schätzte es aber nicht als oft ein, da er schon früher nicht wirklich der Typ gewesen war, der sich gerne unter viele fremde Menschen gemischt hatte. Daher hatte ich auch diesen Pub vorgeschlagen, weil wir hier sicherlich unsere Ruhe haben würden. Abseits der Zaubererwelt und abseits der Touristen. Immerhin wollte ich doch erfahren, wie es ihm ergangen war. In den Zeitungen wurde zwar oft über ihn berichtet, aber es war etwas Anderes, es aus seiner Sicht zu erfahren.
Er war pünktlich. Ich war früher hier gewesen, daher musste er sich sicher keine Gedanken darüber machen, dass er mich hätte warten lassen. Hatte er nicht. Da ich überpünktlich gewesen war, war ich selbst Schuld, hatte ich etwas auf sein Auftauchen warten müssen. Ich war jedenfalls froh, hatte er gut hergefunden.
Ungestört konnte man in diesem Pub eindeutig sein ja. Manchmal tat das doch ganz gut. Ich war zwar gerne unter Menschen, aber manchmal wollte ich doch auch einfach meine Ruhe haben, wenn ich etwas trank. Vor allem, wenn meine Stimmung eher im Tiefpunkt lag. „Als ich damals nach London gezogen bin, hatte ich es mir doch fast schon zur Aufgabe gemacht mehr über diese Stadt zu erfahren. Daher ja. Bin ich", antwortete ich auf seine Frage. „Definitiv anders als in Paris, aber ich habe mich unter den Engländern ganz gut eingelebt." Zumindest bekam ich es heute doch ganz gut hin, ohne Akzent Englisch zu reden, weswegen die meisten dann doch überrascht waren, wenn sie hören, dass ich Franzose war. „Und was ist mit dir? In welcher Stadt bist du öfters unterwegs?" Ich zweifelte daran, dass es London war. Nicht, weil ich davon ausging, dass wir uns dann eher wieder begegnet wären... dafür war die Stadt zu gross.

Antworten

Dimitri
Gelöschter Benutzer

Re: Dimitri & Samuel | After all, you’re his number one fan | Freeplay

von Dimitri am 18.03.2018 13:09

Mit all den Jahren in welchen ich inzwischen schon eine Berühmtheit war, hatte ich mich einfach daran gewöhnt, dass ständig und überall jemand war, der eben weder ein Autogramm wollte oder aber von einer Zeitung war. Man stand immer und überall in der Öffentlichkeit, wurde hier und da von Fans erkannt. Natürlich gab es nicht nur Fans, sondern auch Personen, die einen einfach nicht mochten. Es war eigentlich verrückt, dass man verurteilt wurde nur weil man am Ende nicht zu der Mannschaft gehörte, die man mochte. Es war um ehrlich zu sein beinahe lachhaft. Natürlich war Sport und damit Quidditch etwas, dass uns alle zusammenbrachte, aber es konnte auch einiges kaputt machen. Oder vielmehr die Fan-Gemeinde. Ich wollte nicht sagen, dass ich es nicht akzeptierte, wenn man nicht mein Fan war, aber ich verstand einfach nicht wie man eine fremde Person, die man eigentlich gar nicht kannte, so hassen konnte. Genauso wenig würde ich wohl jemals verstehen wie man als angeblicher Fan der Partnerin so viel Hass gegenüber empfinden konnte. Nun gut man war vielleicht eifersüchtig, aber das war doch im Grunde kein Grund jemand fremden so sehr zu hassen. Ich wusste wie sehr meine erste richtige Liebe darunter gelitten hatte. Die Zeitungen hatten es nicht besser gemacht. Ich hatte Freunde verloren, die sich abgewandt hatten und hätte wohl auch so einige dazu bekommen, wenn ich sie nur mit offenen Armen empfangen hätte. Aber ich wollte keinen großen Haufe Freunde, von denen ich genau wusste, dass sie einfach nur mit mir befreundet sein wollten, weil ich Dimitri Koslow war. Nein, ich wollte einen kleinen Kreis und den hatte ich. Meine Familie stand für mich stets an erster Stelle und das würde sich auch nie ändern. Sie gehörten auf jeden Fall dazu und ein paar andere Menschen. Darunter immer noch Brooklyn, ob wir nun zusammen waren oder auch nicht. Im Stich lassen würde ich sie niemals, wenn sie mich brauchen würde. Zu meinem kleinen Kreis gehörte auch Samuel, der bereits zu Schulzeiten mit mir befreundet gewesen war und den ich doch recht leiden konnte. Sicher manchmal war er mir auch auf die Nerven gegangen, aber irgendwie war er doch einer der besten Freunde die ich gehabt hatte. Zugegeben ich hatte nie viele davon gehabt, aber wenn, dann waren sie mir auf jeden Fall wichtig. So wie Penelope Carmichael, die meinen Besen graviert hatte. Es war manchmal wirklich erstaunlich was aus den Leuten geworden war, die man kannte. Gut, sie war auf eine andere Schule, Hogwarts gegangen, aber wir hatten uns zufällig bei einem Spiel kennengelernt. Aber darum ging es nicht. Also wandte ich mich den wichtigen Sachen zu und die waren im Moment in dieser Bar. Nun gut, ich wollte Samuel auch nicht als Sache bezeichnen. Inzwischen saß ich neben ihm und bestellte mir selbst ein bisschen Alkohol, auch wenn der mir im Grunde nicht wirklich viel antun konnte oder gar überhaupt wirken. Keiner wusste so richtig ob der menschliche Alkohol einfach zu schwach für magische Wesen war oder ob es daran lag, dass ich ein Vampir war oder zumindest zur Hälfte. Ansonsten könnte ich gar keine Magie praktizieren und heute auch kein Quidditch spielen, was wirklich mehr als schade gewesen wäre. "Verstehe, dann bist du zusagen wegen aus wohnlichen Zwecken in London.",stellte ich fest und das lag ja irgendwie auch auf der Hand. Wenn er hier lebte, dann kannte er London sicher auch von ganz anderen Seiten. Und auch wenn ich selbst oft in London war, so hielt ich mich meistens doch nur dort auf, wo ich auch musste und das war meistens eher nicht in Muggellondon. Aber mit einem hatte Samuel recht. London war auf jeden Fall anders als Paris, aber das war ja nur normal. Dennoch waren beides wundervolle Städte, dass konnte man einfach nicht abstreiten und doch würde Paris immer mein Zuhause bleiben. Was meistens merkwürdig war, denn ich hatte von Geburt an einen russischen Akzent, sprach fließend Französisch und das meistens ohne den Akzent. Meistens bemerkte man es auch nur, wenn ich das 'R' rollte. Im Englischen bemerkte man dann doch eher schneller, dass ich auf jeden Fall kein Engländer, geschweige denn Ire war. Wobei mein Aussehen eindeutig nicht zu einem Iren gepasst hätte. "Hauptsächlich in London. Jekat hat sich hier eine Wohnung genommen, um mehr bei mir zu sein. Es ist schwer zwischen dem Training auch mal die Familie zu sehen. Daher wäre die Reinfolge wohl London, Dublin und dann erst Paris. London ist sozusagen mein Drehkreuz geworden.",antwortete ich Samuel und ja möglicherweise war das überraschend. Immerhin könnte man glauben ich blieb wegen der Arbeit mehr in Dublin oder wegen meiner Familie in Paris. Nein, ich war hier. Zum Teil weil ich für die Bats spielte, zum anderen weil ich nach Irland musste, wenn ich mit der anderen Mannschaft übte und weil meine Schwester hier war. Ich wusste, dass meine Familie viel auf sich nahm, aber ich wusste auch, dass sie hundertprozentig hinter mir standen und das war irgendwie auch mein Halt und alles was ich hatte. Alles was ich brauchte. Alles was ich wollte.

Antworten

Samuel
Gelöschter Benutzer

Re: Dimitri & Samuel | After all, you’re his number one fan | Freeplay

von Samuel am 18.03.2018 21:32

Ich konnte mir gut vorstellen, dass man sich nach einigen Jahren daran gewöhnte, berühmt zu sein. Einen Vergleich hatte ich nicht. Natürlich war ich mit verschiedenen Quidditchspielern befreundet, auch wenn ich nur wenige aus meiner Schulzeit kannte. Wie eben Dimitri, wobei er und ich, wir hatten nicht mehr wirklich Kontakt zueinander gehabt. Und wenn wir gerade bei Quidditchspielern waren, gab es da ja Lacey. Unsere Beziehung hatte zwar nicht gehalten, aber wir waren dennoch Freunde geblieben. Sie war mir wichtig und ich würde immer für sie da sein, wenn sie mich brauchen sollte. Nur weil wir kein Paar mehr waren, musste ich sie ja nicht aus meinem Leben ausschliessen und so tun, als ob wir einander nie etwas bedeutet hätten.
Quidditch brachte einen sicherlich zusammen, aber es konnte einen auch trennen. Immerhin unterstützten nicht alle das gleiche Team bzw. den gleichen Spieler. Mir persönlich war es unverständlich, wie man ein Team unterstützen konnte, aber einen Spieler davon hassen konnte. Wobei es ja auch umgekehrte Fälle gab. Sie mochten den Spieler aber das Team nicht. Gewisse Fans übertrieben es eindeutig. Wobei es nicht überraschend war. Das Wort Fan an sich stammt ja schon vom Wort Fanatiker ab. Was ja wohl schon einiges aussagte. Wenn man berühmt war, sollte man sich aber nicht von den Aussagen und Bemerkungen der Fans durcheinanderbringen lassen. Sollte es nicht zu nahe an sich heranlassen. Sicher, es war einfacher gesagt als getan, aber wenn man sich für so einen Beruf entschied oder mit jemandem zusammen war, der in der Öffentlichkeit stand, sollte man doch in der Lage sein, damit umzugehen.
Sich mit Dimitri anzufreunden war nicht leicht gewesen. Wie ich es geschafft hatte, konnte ich gar nicht sagen. Jedoch hatten wir uns eigentlich immer gut verstanden und es war doch recht schade gewesen, hatten wir doch den Kontakt nach der Schule verloren. Sicher war ich ihm ab und an auf die Nerven gegangen, wenn ich ihn doch mal wieder zu etwas hatte überreden wollen, worauf er keine Lust gehabt hatte. Seine Zwillingsschwester war doch um einiges leichter zu überreden gewesen als er. Wobei das wohl einfach daran gelegen hatte, dass sie eher Lust darauf gehabt hatte, Party zu machen. Anders als Dimitri. Dennoch hatte ich die Freundschaft zu ihm immer geschätzt. Er mochte eher das Gegenteil von mir sein, aber das hatte unsere Freundschaft doch auch besonders gemacht.
Was gewesen war, spielte im Moment gerade aber keine Rolle, da Dimitri neben mir sass und sich auch etwas zu trinken bestellt hatte. Wenn ich mich richtig erinnerte, würde der Alkohol bei ihm aber nicht wirklich eine grosse Wirkung zeigen. Zumindest erinnerte ich mich daran, dass ich mich mit dem Trinken immer zurückgehalten hatte, wenn wir zusammen aus gewesen waren. Ich redete dann noch mehr, als sonst. Wobei das ohnehin abgenommen hatte. Nicht jeder wusste es zu schätzen, dass ich ein Gespräch am laufen halten wollte. Ich nickte leicht. "Ich bin im Ministerium angestellt und da ist es doch einfacher, wenn ich in London wohne." Ich selbst hatte mich gegen das französische Ministerium entschieden. In England war zu der Zeit einfach mehr los gewesen, daher hatte ich mich dieser Herausforderung gestellt. Ich bereute es nicht, auch wenn mir Paris an manchen Tagen doch fehlte. Wie für Dimitri, war Paris auch meine Heimat. Daher versuchte ich doch auch öfters mal dort hinzugehen. Ich liebte es durch die Pariser Strassen zu laufen. All die Erinnerungen, die ich mit dieser Stadt teilte... Ich nahm einen Schluck von meinem Bier, während ich darauf wartete, dass er auf meine Frage antwortete. London hatte ich nicht erwartet, aber eigentlich lag es doch auch auf der Hand. Ich lächelte leicht, als er seine Zwillingsschwester erwähnte. "Wie geht es Jekat?", erkundigte ich mich doch nach ihr. "Sie arbeitet als Journalistin richtig? Ich war immer davon überzeugt, sie würde etwas mit Mode machen." Jekats Modeberatung war man nur selten entkommen. Schrieb sie über Mode? Ich wusste es nicht. Ich hatte bisher nichts von ihr gelesen, aber das lag mehrheitlich daran, dass ich Zeitungen eher mied. Dafür waren die meisten Schlagzeilen einfach immer zu negativ. "Ich gehe davon aus, dass du dich nicht oft in Muggellondon aufhältst?", fragte ich doch, obwohl ich es mir schon denken konnte. Die Unterstützung seiner Familie war sicher wichtig. Seine Familie war ihm schon immer wichtig gewesen und er ihnen. Daher überraschte es mich nicht das Jekat sich hier in London eine Wohnung genommen hatte. Die beiden waren Zwillinge und standen sich doch nahe.

Antworten
1  |  2  |  »  |  Letzte

« zurück zum Forum