Tribüne der Wimbourne Wasps

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Maeve

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Re: Tribüne der Wimbourne Wasps

von Maeve am 13.08.2018 21:53

Ich hatte viele Dinge in meiner Vergangenheit gemacht, auf die ich nicht ganz besonders stolz war, aber früher war es kein so großes Problem, immerhin war ich damals noch keine Profiquidditchspielerin und stand im Rampenlicht, ich musste keine Angst davor haben dass irgendwelche Leute versuchten meine Geheimnisse ans Tageslicht zu bringen. Ich wusste ganz genau, dass Ravi von der einen auf die anderen Sekunde meine komplette Karriere zerstören könnte. Naja, ganz so viel konnte ich nicht tun, höchstens für ein paar Skandale sorgen aber da ich ihn seit einem gefühlten Jahrhundert nicht mehr gesehen (naja, gesehen hatten wir uns bei dem ein oder anderen Spiel schon, aber das war nicht dasselbe), bzw gesprochen hatte, sah ich keinen Grund ihm mehr das Leben schwer zu machen. Immerhin hatte ich versucht mein Leben auf die Reihe zu bekommen und meistens hatte das funktioniert, auch wenn ich manchmal noch das ein oder andere Gerücht über einige Personen verbreitete, um mir einen Vorteil zu verschaffen. Bei Ravi wollte ich jedoch nicht mehr so weit gehen, da er ja kein Konkurrent, sondern inzwischen ein Verbündeter sein sollte, wenn wir schon im selben Team spielten.
Als unser Trainer sich dann letztenendes doch entschied hier noch aufzutauchen, war ich irgendwie erleichtert. Naja, ein ganz so tollen Start würde ich ohne ihn hier sicherlich nicht haben und mit ihm fühlte ich mich dann doch ein Stück sicherer, irgendwie angekommen. Ich blickte kurz zu Ravi und lächtelte ihn dann für einen kurzen Moment einfach nur an, bevor ich zustimmend nickte. Er hatte ja auch Recht gehabt, ich wollte es mir hier auch nicht noch schwerer machen als es sowieso war. Auf seine letzten Worte folgte ich ihm zu den anderen Spielern..meinen neuen Mitspielern um sie endlich mal alle persönlich kennenzulernen.

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I don't understand women that call themselves a "bitch". It doesn't empower a woman. Rather, it reveals to everyone that you were deeply hurt at one time. Because of the pain your still carrying, you will continue to hurt anyone that reminds you of those moments when you let your guard down and were fooled. Sadly, it sends a clear message to the observant that you are still hurt. If only women would realize that "we all" have moments of stupidity then they would stop comparing themselves to the masses.

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Ravi

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Re: Tribüne der Wimbourne Wasps

von Ravi am 23.02.2018 23:03

Grundsätzlich konnte man mich schon als eine Person bezeichnen, bei der Geheimnisse sicher waren. Aber nur grundsätzlich. Manche wenige Personen wussten ganz genau, dass ich zwar schwieg, aber niemals vergass. Und wenn ich wirklich, wirklich wütend auf eine Person war oder wusste, dass es für mich einen Vorteil hatte, wenn ich sprach, dann sprach ich auch. Die Menschen, die mich so gut kannten, hüteten sich deswegen auch – entweder davor, mir überhaupt erst vertrauliche Dinge anzuvertrauen, oder eben davon, mich jemals so sehr zum Feind zu machen, dass ich es gegen sie verwenden würde.
Ich wusste wahrscheinlich so einige heikle Tatsachen über Lachance, aber gerade jetzt, wo sie in meinem Team spielte, hatte ich diese für mich zu bewahren – wer wusste schon, was für Folgen ein Skandal wegen einer unserer Spielerinnen für uns Wespen haben würde. Zumindest jetzt mussten wir irgendwie zusammenhalten. Selbst wenn es vielleicht lustiger wäre, sie weiterhin zu necken... Wobei, eigentlich war ich nicht mehr so – oder wollte zumindest nicht mehr so sein. Irgendwie fiel man schnell in alte Muster zurück.
Weisst du, so genau will ich es eh nicht wissen. Ich würde das nur sehr ungern zugeben, aber ich hatte manchmal tatsächlich Angst davor, dass jemand meine Gedanken lesen konnte. Ich mochte die Vorstellung nicht, dass jemand dieses Chaos in meinem Kopf mithörte – es gab nicht viele Orte, die ich ganz allein für mich hatte, und der Innenraum meines Schädels war einer davon. Das sollte auch so bleiben.
War Lachance - Nein, Maeve, wenn wir nun Kollegen waren, sollte ich sie schon beim Vornamen nennen – eigentlich bewusst, dass sie auch so einiges über mich wusste, was bei bestimmten Personen ebenfalls in einem Skandal enden würde? Gut, so schlimm wie bei ihr würde es wohl nicht ausgehen, ich glaubte schon, sagen zu können, dass ich ein wenig offener mit meiner Vergangenheit umging wie sie, ausserdem hatte ich auch nicht einen mysteriösen Team-Wechsel hinter mir – aber es war und blieb eine Tatsache, dass nicht nur ihr Ruf in meinen, sondern auch mein ruf irgendwie in ihren lag. Wenn man es dramatisch ausdrückte. Aber meiner Meinung nach musste ich ihr das nicht noch unter die Nase reiben.
Ich war schon wieder in meine Gedanken abgetaucht und hatte ihr wohl einen weiteren Grund gegeben, mich aufzuziehen... jedoch schreckte ich aus meinen Gedanken auf, als ich unten auf dem Feld endlich die vertraute Gestalt unseres Trainers erkennen konnte. Er hatte es also doch noch geschafft. Ich stand auf und warf meiner ehemaligen Schul...freundin erneut einen Blick zu – ich zögerte kurz, dann lächelte ich sie tatsächlich leicht an. „Hey, du schaffst das, wirklich." So wild war unser Team dann doch nicht. „Denk' nur daran, dass dir niemand einen Grund dafür gibt, zickig zu sein", fügte ich mit einem verschmitzten grinsen hinzu. „Komm, ich glaube, da sind ein paar Leute, die dich kennenlernen wollen."

 
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Maeve

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Re: Tribüne der Wimbourne Wasps

von Maeve am 03.02.2018 00:35

Ich war mir schon damals bewusst das ich nicht gerade ein hässliches Entlein gewesen war und das ich mich äußerlich verändert hatte, war ja nichts was nicht zu erwarten war. Immerhin wurde ich nun erwachsen, beziehungsweise ich war es schon, auch wenn ich mich nicht immer so fühlte. Oft hatte ich das Gefühl das dieses kleine Mädchen noch immer in mir steckte, dass nichts besser fand als die anderen mit ihren Worten zu verletzen, auch wenn ich diese heute nicht mehr sein wollte. Inzwischen hatte ich begriffen, dass ich durch mein Talent herausstechen und erreichen wollte, dass die Leute mich respektierten.
Rave sah auch nicht mehr ganz so aus wie damals, aber da ich die Spiele von den Wimbourne Wasps schon gesehen hatte, bevor ich selbst ein Mitglied ihres Teams war, fühlte es sich irgendwie so an, als wäre ich bei seinem 'Alterungsprozess' dabei gewesen. Um ehrlich zu sein hatte ich sogar ein bisschen Angst davor, ihm hier heute gegenüber zu treten. Wie gesagt, ich hatte ihn (und viele viele andere Leute) damals nicht besonders nett behandelt und daran sollten sich die Leute nicht erinnern, wenn sie mal meinen Namen hörten.
Das er so abwesend wirkte, überraschte mich gar nicht, es gab vermutlich nichts mehr an diesem Jungen das mich noch überraschen könnte. "Wow.." meinte ich dann bloß auf seine Antowrt hin und zog meine Augenbrauen ein wenig zusammen. Als ich dann aber schon den nächsten Satz aus seinem Mund hören musste, biss ich mir leicht auf die Lippe, um mir einen dummen Spruch zu verkneifen. Sowas viel mir wirklich schwer, da ich es nicht mochte, wenn die Leute versuchten sich auf welche Art und Weise auch immer über mich lustig zu machen. "Ach? Tun sie das?" antwortete ich dann ein wenig sarkastisch. "Weißt du, ich glaube so genau will ich es eh nicht wissen." fügte ich dann hinzu. "In deinem Kopf gehen doch sowieso nur sonderbare Dinge vor." flüsterte ich dann wohl eher mir selbst zu und hoffte, er hatte es nicht gehört.
Ich gab es nicht gern zu wenn ich mal verunsichert war, doch dies war einer dieser Momente. Es war schon schlimm genug sich in einem neuen Quidditchteam einzuleben (obwohl das doch das kleinere Übel war), doch einem alten.. naja.. Schulfreunde waren wir ja nicht unbedingt..einem ehemaligen Opfer meiner Intriegen zu begegnen (einige der anderen Spieler kannte ich zwar auch aus der Schule, doch wirklich viel zutun hatten wir zu dieser Zeit nicht) war wohl das schwerste an der ganzen Sache. Immerhin kannte Meachum mich und wusste, wie ich früher (beziehungsweise manchmal immernoch – es ist nunmal schwer alte Verhaltensmuster ganz abzulegen) mit meinen Mitmenschem umgegangen bin. Das diese Sachen wohl eher nicht an die Öffentlichkeit gelangen würde ich bevorzugen. Doch wie schon gesagt, man wusste nie was in dem Köpfchen von ihm vorging, desahlb störte mich die Ungewissheit ob oer jemals mit diesen Sachen herausrücken würde oder nicht. Er schien mir aber um ehrlich nicht die Art Person zu sein, die sowas dazu benutzen würde, um das Leben eines anderen zu zerstören, das war nun eher etwas das ich tun würde.
"Vielleicht gibt es sowas ja.. ich denke das wird sich in der nächsten Zeit zeigen." meinte ich dann schulterzuckend und sah mich kurz um. Unser Trainer hatte sich nicht die Mühe gemacht heute pünklich hier aufzutauchen, was mich um ehrlich zu sein etwas wütend machte. So ein Verhalten erwartete er ja immerhin von uns auch nicht.

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Ravi

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Re: Tribüne der Wimbourne Wasps

von Ravi am 17.01.2018 20:35

Zugegeben, Lachance hatte sich schon verändert.
Einerseits war sie hübscher geworden – gut, sie war schon damals in Hogwarts nicht gerade eine Kartoffel gewesen, doch die älter, reifer wirkenden Gesichtszüge standen ihr dennoch wirklich gut. Zum anderen war sie sicher auch erwachsener geworden, jedenfalls hoffte ich das. Dennoch schien sie nicht wie eine ganz neue Person zu sein, und die Gerüchteküche bestätigte das auch – auch wenn sich niemand wirklich sicher war, warum tatsächlich sie gewechselt war.
Leider schien sie gemerkt zu haben, dass meine Konzentration schon besser gewesen war. „Ich hab dich nicht vergessen, stell dir vor", meinte ich vielleicht ein ganz klein wenig zu kühl für die Tatsache, dass wir rein theoretisch gerade Waffenstillstand hatten. Aber es war ja wirklich nicht so, dass ich ganz weggetreten war – das passierte bei mir, aber nur, wenn ich schlief, daher würde sie das so schnell nicht miterleben. Nein, ich war schon noch anwesend, nur hatte ich eben heute ein paar Dinge, über die nachgedacht werden musste.
„Ich denke, weisst du? Das tun normale Menschen", erklärte ich wieder ruhiger und bereute es schon einen Augenblick später. Ich wollte nicht ein 'An was denkst du denn?' beantworten müssen. Merlin, nicht heute. Bitte nicht heute.
Auch wenn ich erst gerne gelacht hätte – sie wusste also, dass sie nicht immer die netteste war, so schnell hatte ich das nicht aus ihrem Mund erwartet – doch ich unterdrückte es. Wenigstens ihren ersten Tag wollte ich nicht vermiesen, und auch wenn ich nicht gerade gut darin war, alte Streitigkeiten so schnell zu vergessen, vielleicht hatte sie sich ja wirklich verändert. Ich sollte wirklich erst den ganzen Quatsch von wegen neu kennenlernen durchleben.
„Nun... Gut, das stimmt schon." Als ob ich sie hier und jetzt noch anlügen würde, was das anging. „Aber, ich glaube, irgendwo in dir muss schon noch etwas stecken, was dich dazu bewegen kann, wenigstens halbwegs nett zu sein. Jedenfalls für die erste Zeit, wenn die anderen dich mal respektieren, kannst du von mir aus wieder ganz du selbst sein. Du hast schon schlimmeres geschafft."
War das nicht schon fast zu nett? Ich wirkte wahrscheinlich eh schon komisch auf sie, verschlimmern wollte ich das eigentlich nicht. Und Motivationsreden übernahm normalerweise liebend gerne unser Trainer. Der immer noch nicht aufgekreuzt war.

 
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Maeve

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Re: Tribüne der Wimbourne Wasps

von Maeve am 12.11.2017 18:10

{Sorry das es so lang gedauert hat und sorry, falls grade ein paar Schreibfehler drin sind, mit einem Verband an der Hand schreibt es sich nicht besonders gut.}

Um ehrlich zu sein, hatte dieses Gespräch gerade ein Verlangen nach Kuchen in mir geweckt. Später würde ich mir sicherlich ein Stückchen gönnen, vielleicht sogar eine ganze Torte, das würde sich dann noch ergeben.
Zu anderen Zeiten würden wir unsere kleine Fehde vermutlich weiterführen, doch wir waren älter und der Krieg hatte sowieso viele verändert. Ich hatte mir danach oft Gedanken gemacht, wer ich war und wer ich denn eigentlich sein wollte. Diese Frage hatte ich bis heute leider noch nicht zu hundert Prozent beantworten können, doch ich würde sagen ich war auf einem guten Weg. Mein altes ich (naja, so alt auch wieder nicht, da ich noch dabei war, einige meiner ehemaligen Eigenschaften abzulegen) würde vermutlich versuchen ihn durch gemeine Kommentare zu verunsichern, damit er sich irgendwie blamieren würde, doch er selbst schien auch viel selbstbewusster. Vermutlich würden meine Tricks bei ihm nicht mehr die Wirkung haben, die sie damals hatten.
Irgnedwie schien er immer wieder so abwesend, weshalb ich beschloss ihn wieder in die Realität zu holen. Ich wedelte mit meiner Hand vor seiner Nase herum und schnipste dann kurz mit den Fingern. „Erde an Ravi..?" sagte ich dann und wartete darauf, dass er sich wieder auf den Weg in die Realität machte.
„Aber natürlich, du kennst mich doch." meinte ich dann scherzend. Sich an Regeln zu halten war noch nie eine Stärke von mir gewesen. Meiner Meinung nach machten wir doch genug Sport, um uns ab und mal etwas gönnen zu dürfen.
„nicht nur die Angst zu versagen.. du kennst bestimmt viele Gerüchte.." meinte ich dann und starrte dann kurz auf meine Füße. „deshalb weißt du ja das einige davon nicht ganz gelogen sind, wenn man mal meine 'reizende' Persönlichkeit betrachtet." fügte ich hinzu. Ich wusste, dass es mit mir nicht immer leicht war, doch machte mich das wirklich zum schlechten Menschen? Ich wollte allen beiweisen das ich es besser konnte, das ich besser war, als das was die Leute über mich erzählten, denn mal ehrlich? Wie viele von denen kannten mich denn wirklich?

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Ravi

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Re: Tribüne der Wimbourne Wasps

von Ravi am 02.11.2017 18:38

Ich verdrehte die Augen, ohne es böse zu meinen. Wenn sie mich einen Kuchen backen sehen wollte, musste sie sich schon ein bisschen mehr Mühe geben.
Noch vor wenigen Jahre hätte es mir wahrscheinlich ziemlich Spass gemacht, zu sehen, wie Lachance's hübsche kleine Nase von einem Klatscher etwas umgeformt wurde. Ohne es ernsthaft böse zu meinen, versteht sich. Nun, in der Gegenwart, war ich mir dessen nicht mehr sicher. Nicht, dass ich dies ihr gegenüber jemals zugeben würde, aber mir war schon bewusst, dass wir beide uns verändert hatten. Wer wusste schon, wenn wir uns heute das erste Mal überhaupt getroffen hätten, hätten wir uns vielleicht sogar ziemlich gut verstanden.
Wäre da nicht mein Stolz und dieser Traum. Dieser verdammte Traum. Und schon wieder tauchten die Bilder vor meinem inneren Auge auf...
"Und du hast dich gaanz sicher auch daran gehalten", vermutete ich grinsend. Bei mir war das ja nicht gerade anders. Ich schränkte mein Spektrum an Essen nicht ein, um in Form zu bleiben und nicht zu verfetten. Merlin, wir trainierten jeden Tag. Praktisch gar nichts zu essen war auch nicht gerade gesund.
Ich betrachtete sie vor der Seite. "Gut!", meinte ich mit einem zufriedenen Unterton. "Ich meine, die Angst zu versagen wird dich sicher dazu bringen, dir besonders Mühe zu geben..."
Ich erinnerte mich noch viel zu gut an meinen eigenen ersten Tag. Damals war ich mehr als nur nervös gewesen und auch stolz, auch wenn ich damals noch auf der Ersatzbank sitzen durfte. Dennoch hatte ich einen Platz in meinem Lieblingsteam seit Kindeszeiten erlangt. Also hatte ich auch alles so gut wie möglich machen wollen. Und dies hatte mich in einen gewissen Übereifer getrieben. Die Folge davon war gewesen, dass ich schon nach ein paar Minuten beinahe vom Besen gefallen war, was zum Glück nur von dem damaligen Hüter bemerkt worden war.

 
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Re: Tribüne der Wimbourne Wasps

von Maeve am 31.10.2017 20:55

So war Ravi schon immer, ein guter alter sarkastischer Spruch konnte nie fehlen. Er hatte immer den perfekten für egal welche Situation parat, eigentlich war das meistens auch recht lustig gewesen, solange es nicht an mich gerichtet war. Irgendwie war ich froh, dass er diese Eigenschaft weiterhin behalten hat, vielleicht sind die Sprüche in der Zwischenzeit ebenfalls besser geweorden.
Wenn ich etwas hasste, dann um den heißen Brei reden. Wieso alles beschönigen wenn es am Ende doch sowieso aufs gleiche hinauslief? Wir würden uns ab sofort nun mal öfters sehen und damit mussten wir uns eben arrangieren. Irgendwie mussten wir ja einen Kompromiss finden, bei dem wir beide halbwegs glücklich waren. Ich war ja immerhin auch hier um Quidditch zu spielen und nicht um meine kleine Fehde die ich mit Meachum hatte weiterzuführen. Er war ein wirklich guter Treiber und ich hoffte wirklich, dass sein Groll gegen mich nicht zu stark war. Immerhin war eine seiner Aufgaben den Rest des Teams vor den Klatschern zu beschützen. Ich hatte auch nicht vor am Ende auf dem Boden des Spielfelds als Matsch zu enden.
"Ich bin erfreut das zu hören." gab ich zu. Erwartet hatte ich sowas aus seinem Mund nämlich nciht wenn ich ehrlich sein sollte. Aber mir sollte es Recht sein. "Ach, ein Kuchen ist ein Kuchen und außerdem.. der Gednake zählt." meinte ich dann leicht lächelnd, während ich mir auf die Spitzen meines Mantels sah. Als er unseren Trainer nachmachte, musste ich sogar ein wenig zu lachen anfangen. "Glaub mir, so einen Spruch hab ich auch schon das ein oder andere Mal gehört." gab ich dann zu. Vermutlich tickte jeder Trainer so, da mein ehemaliger Trainer genauso war. Doch heimlich gönnte ich mir immer wieder mal eine Pizza oder ein Stück Kürbispastete.
Ich hatte mich schon immer mal gefragt, was in Ravis Kopf so vor sich ging, doch unbemerkt in seinen Kopf gelangen konnte ich leider nicht. Auch wenn ich seit meiner Schulzeit einige Zauber die ich so benutzte perfektioniert hatte. Wollte ich mir wirklich den Inhalt seines Kopfes ansehen? Wer weiß denn schon was in diesem kriminellen Superhirn sonst noch vor sich ging.
Dieses peinliche Schweigen war mir selbst etwas unangenehm weshalb ich nur die Gegend beobachtete. Auf seine Frage hin blickte ich ihn wieder an und nickte. "Um ehrlich zu sein.. ja.. ein bisschen schon." Irgendwie fühlte ich mich nicht wohl meine Gefühle offen zu legen, naja meine Gedanken auch nicht.

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Re: Tribüne der Wimbourne Wasps

von Ravi am 18.10.2017 21:10

Ich grinste. "Gehütet und fleissig gebraucht seit 1977", fügte ich zu ihrem Kommentar über meinen Sarkasmus hinzu. Hatte sie das jetzt echt überrascht? Hatte sie ehrlich geglaubt, dass ich meine allerliebste Umgangsform über die Jahre abgelegt hatte?
Wenigstens, sie kam gleich zur Sache. Das war eines der wenigen Dinge an ihr, die ich tatsächlich schon immer irgendwie respektiert hatte. Und irgendwie traf sie ja auch ins Schwarze mit ihrer Aussage. In der Tat wollte ich sie nicht schon wieder jeden tag sehen müssen... Auch wenn ich irgendwo, tief in mir, zugegeben musste, dass sie unserer Mannschaft wahrscheinlich gut tun würde. Ich hatte sie für die Harpies spielen sehen... Wegen ihrem Können hatte sie sicher nicht wechseln müssen. Aber das würde ich nie laut zugeben. Niemals. Diese Genugtuung bekam sie nicht.
"Wenn dich ein Klatscher an der Birne trifft, dann wird es keiner aus meiner Richtung sein", versprach ich ihr, hielt kurz ihrem Blick stand und sah dann weg. Hoffentlich reichte ihr das vorerst als Friedensvertrag.
Ich lachte kurz auf. "Na, so gut war sie dann auch wieder nicht..." Meine Back-sowie auch Zaubertrankbrauerei-Künste waren miserabel. Das waren sie schon immer gewesen. Das wusste sie vielleicht sogar noch. "Ausserdem kennst du deinen neuen Trainer noch nicht. Weisst du eigentlich, wie wichtig eine gute Ernährung ist?" Bei meinem letzten Satz imitierte ich die eigentliche Stimme unseres Trainers. Das würde sie wahrscheinlich noch einige Male von ihm in Person zu hören bekommen. Das hatten wir alle getan. Und ich war überzeugt, die ganze Mannschaft hielt sich immer noch nicht daran. Man musste nur aufpassen, dass er nichts davon mitbekam.
Hatte ich ihr gerade einen wertvollen Tipp gegeben? Wenn ich das jetzt nicht gesagt hätte, hätte ich ihr tatsächlich eine Torte schenken und sie dabei erwischen lassen können...
Kaum merklich schüttelte ich den Kopf. Nein. Ich war nicht mehr in Hogwarts. ich hatte diese Zeit hinter mich gebracht. Ich war nicht mehr so.
Wieso mussten gerade jetzt wieder die Bilder aus meinem Traum vor mir auftauchen?
Für einen Moment entstand ein verlegenes Schweigen. Ich biss mir auf die Lippe und fragte dann nach einem kurzen Zögern: "Und? Aufgeregt?"
Für Lachance musste das ja schon fast eine Überdosis an Nettigkeit von mir sein, aber sie hatte ja Recht. Wir sollten wenigstens probieren, tolerant zu sein. Wir waren ja jetzt im gleichen Team.

 
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Antworten Zuletzt bearbeitet am 18.10.2017 21:11.

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Re: Tribüne der Wimbourne Wasps

von Maeve am 18.10.2017 20:08

Ich war früher nicht immer ein besonders netter Mensch gewesen.. naja sagen wir ich bin zwar immer noch nicht die netteste, aber ich hatte vor es diesesmal wenigstens zu versuchen, immerhin hatte mir das Leben hier eine neue Chance gegeben die ich ergreifen wollte. So wie ich mich aber kannte, würde ich es vermutlich am Ende dennoch vermasseln.
"Ah der altbekannte Sarkasmus des Ravi Meachum." meinte ich dann und rollte meine Augen. "Du weißt, dass ich genauso wenig Lust darauf habe dich ab sofort jeden Tag zu sehen wie du mich.." fing ich an und atmete dann erstmal kurz tief durch. "aber wir werden wohl keine andere Wahl haben als uns zu respektieren." Naja, zumindest sollten wir dies tun, wenn wir jetzt Kollegen waren.
Das ich nicht mehr bei den Holyhead Harpies spielte, hatte seine Gründe und in vielen Zeitungen wurde gerätselt oder sich das Maul zerissen, deshalb war ich mir sicher das mein Ruf mir vorauseilte. Mit den meisten meiner ehemaligen Teamkollegen stand ich nämlich auf Kriegsfuß, vermutlich weil ich immer die Beste sein wollte und sie auch nicht auf einer Ebene mit mir gesehen hatte, wenn es um Erfahrungen im Quidditch ging. Naja, am Ende hatte ich dann doch das Team verlassen - und wurde nicht rausgeschmissen, so wie es viele Leute vermutet hatten.
"Oh, warst du das?" fragte ich ihn dann mit einer Prise Sarkasmus in meiner Stimme. "So wie es aussieht hast du sie dann aber auch auf dem Weg hier her aufgegessen." fügte ich dann mit einem leichten grinsen dazu. Das er mir früher schon immer das Leben schwer gemacht hat, war nichts neues, aber sollte er es dennoch wieder versuchen, dann konnte er ein blaues Wunder erleben. Heutzutage war ich viel reizbarer als damals und ich hatte nicht vor mal wieder irgendeinen Ärger zu bekommen. Nicht für Meachum. Das es mir so schwer viel mich mit ihm gutzustellen, lag vermutlich an unserer Vergangenheit. Immerhin kannte ich die meisten meiner Teamkollegen nicht zu Hogwartszeiten, naja.. zumin dest nicht so gut. Ab und an mal ein lächeln oder ein Hallo war drin, aber mehr auch nicht.
Auf seine Aussage hin wusste ich wirklich nciht was ich sagen sollte. Hatte er gerade vor mir wieder einen Streich zu spielen oder versuchte er ernsthaft einmal in seinem Leben nett zu mir zu sein? "Was nicht ist kann ja noch werden." antwortete ich mit einem leichten lächeln auf den Lippen.

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Re: Tribüne der Wimbourne Wasps

von Ravi am 18.10.2017 13:47

Ich erschrak tatsächlich ein wenig, als ich die mir immer noch vertraute Stimme hinter mir wahrnahm. Für einen Moment fragte ich mich sogar, was sie hier zu suchen hatte. Erst dann fiel mir ein, dass Lachance ja unsere neue Sucherin war. Was hiess, dass wir uns fast jeden Tag sehen würden...
"Lachance", meinte ich mit einer ordentlicher Prise sarkastischer Freude. "Wie schön, dich hier zu sehen."
Der Holyhead Harpies-Umhang hatte ihr deutlich besser gestanden, aber sie war ja selbst Schuld daran, dass sie jetzt Gelb-Schwarz tragen musste.
Ich folgte ihr mit meinem Blick, als sie über die Reihe kletterte und sich neben mich setzte. Ach ja, sie traute mir also tatsächlich zu, dass ich eine Muggel-Apparatur brauchte, um wach zu werden? Wenn ich in Hogwarts zu spät zur ersten Stunde erschienen war, hatte das entweder daran gelegen, dass ich geträumt hatte  - was nicht mir einem Wecker zu stoppen war - oder ich hatte gewisse Dinge vorbereitet, die später bestimmte Menschen, zu denen sie nicht unoft auch dazu gehört hatte, verärgert hatten.
Gut, der Teil mit dem Träumen hatte ich ihr nie erklärt, genau wie fast allen anderen Menschen. Das brauchte sie nicht zu wissen.
"Weisst du, ich war zu beschäftigt damit, deine Willkommens-Torte zu backen, dass ich die Zeit ganz vergessen hatte", gab ich trocken zurück, ohne mir darüber Gedanken zu machen, dass ich mir eventuell wenigstens an ihrem ersten Tag Mühe geben sollte. Sie schien das offenbar zu versuchen, aber sicher war ich mir dabei nicht wirklich.
Vielleicht hatte sie ja vergessen, dass wir nach unser letzten Fahrt im Hogwarts-Express nicht gerade friedlich auseinander gegangen waren, sie mit angesengten Haarspitzen und ich mit einem geschwollenen Auge... Ich hatte das jedenfalls nicht getan. Ich erinnerte mich nur zu gut daran.
Ich drehte meinen Zauberstab in meinen Händen hin und her. "Wenn Essen nicht eines dieser Dingsbums-Zauberei-Ausnahmen wäre, würde ich dir jetzt wirklich einen Kuchen herzaubern."
Jetzt konnte ich wenigstens sagen, dass ich probiert hatte, nett zu sein.

 
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