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Re: Quibbler, Sechzehnte Ausgabe (Oktober)
von Quibbler am 09.10.2018 20:56verschwörungstheorien
eulen-gate
DAS MINISTERIUM BEKÄMPFT „LÄSTIGE" EULENTrotz des teilweise verächtlichen Rufes bei den Muggeln, so bezeichnen diese Eulen als Dämonen und Unglücksboten, gelten diese vielmehr faszinierenden und intelligenten Wesen zum alltäglichen Leben in der magischen Gesellschaft. Sie überbringen nicht nur Briefe und Pakte (Muggel haben dafür eigens angestellte andere Muggel, die sich Briefboten nennen), sondern sind auch treue Weggefährten. Schließlich bekommen viele Mädchen und Jungen zu ihrem Schulanfang an der Hogwartsschule für Hexerei und Zauberei eine Eule geschenkt die in Gefangenschaft bis zu 60 Jahre alt werden kann. Somit schlagen sie die Lebenserwartungen von Kröten (bis 12 Jahre), Katzen (bis 16 Jahre) und Ratten (bis 4 Jahre) enorm.

Doch sind unsere Freunde und Helfer, die unseren täglichen Kontakt mit anderen Personen herstellen, in Gefahr? Der Übeltäter: Wie üblich, das Zaubereiministerium! Wiederholt wurden verletzte Eulen aufgefunden, unter anderem mit gebrochenen Flügeln, Schnüren, die sich um ihre Füße wickelten oder gar mit Parasiten übersäht. Doch das Zaubereiministerium kommentiert, wie üblich!, diese Sachlage nicht. Einige der Besitzer, in deren Obhut ihre Lieblinge zurückgekehrt sind, sprechen von einem Skandal biblischen Ausmaßes (Anm. d. Red.: Die Bibel ist eine heilige Schriftensammlung nach der die Muggel leben und die Redewendung „biblischen Ausmaßes" wird bei sehr schrecklichen Geschehnissen verwendet).
„Es war ganz furchtbar! Ich hatte Gina drei Tage, bevor ich sie gefunden habe, losgeschickt um ein Päckchen nach Canterbury zu bringen. Ich selbst bin wohnhaft in Hastings – das ist nicht so weit, dass eine Eule tatsächlich so lange benötigt! Obendrein ist Gina eine ganz, ganz schnelle Eule. Jedenfalls kam das Päckchen niemals an, nachdem sich meine Schwester beschwert hatte, dass der Kuchen nicht rechtzeitig da war. Sie müssen wissen, dass ich ausgesprochen panisch wurde – jeden Tag wurde es schlimmer. Gina begleitet mich schließlich schon seit meinem elften Geburtstag. Nun ja, jedenfalls bin ich in den Garten gegangen um frische Luft zu schnappen und da sehe ich sie in Paketschnur gewickelt in einem Baum hängen! Das arme Tier war ganz schwach. Wie kann ein Mensch nur so schrecklich sein und dies einem wehrlosen Vogel an tun? Sicherlich hat das Ministerium versucht das Päckchen zu konfiszieren. Die haben es auf mich abgesehen, ich sag es Ihnen!, und ausgerechnet meine Kleine musste darunter leiden, dass sie ein solch loyales Tier ist. Mit Paketschnur umwickelt und als Warnung in meinen Garten gehängt! Es ist noch immer so schrecklich, aber Gina erholt sich langsam von ihrem Trauma."
– Ferlina Sprouder, 25 Jahre, Hastings
„Sie können mir glauben, dass ich es immer noch nicht fassen kann, was dort vor sich geht. Carol, ironischerweise übrigens ein Männchen, ist seit zwei Wochen verschwunden. Ich habe mir selten Gedanken gemacht, wenn er etwas länger für Briefe gebraucht hat, schließlich ist er nicht mehr der jüngste Uhu. Aber so lange war er nie von Zuhause fort. Dabei habe ich ihm zuvor zur Stärkung einen Horklumpsaft gegeben... Also kann er nur gefangen worden sein! Es ist so tragisch. Ich habe schon zahlreiche Briefe und Heuler an das Ministerium verfasst, dass sie meinen geliebten Carol freigeben sollen. Ich hoffe, dass es ihm soweit gut geht..."
– Gunther Guntherson, 54 Jahre, Newcastle upon Tyne
Die beiden gepeinigten Seelen waren nicht die einzigen, die der Redaktion des Quibblers ihr Leid zugetragen haben. Insgesamt gab es aus gesamt Großbritannien und Irland etwa siebenundsiebzig Zustellungen über vermisste Eulen oder jenen, die verletzt wieder aufgetaucht sind. Zum Schutze ihrer Eulen sollten sie diese vorerst nicht zum Briefe und Pakete verschicken verwenden. Erkundigen Sie sich am Besten bei der örtlichen Briefboten-Filiale der Muggel oder geben Sie ihr Hab und Gut persönlich vorbei. Schützen Sie Ihren Begleiter! (Briefe, die an das Ministerium zum Protest versandt werden sollen, nehmen wir persönlich in der Redaktion entgegen und bringen diese zum Zaubereiministerium um unser Anliegen vorzutragen, damit keine weitere Eule verletzt wird.)
09.10.2001, jovin u. holunder
Quibbler, Sechzehnte Ausgabe (Oktober)
von Quibbler am 09.10.2018 20:34
S E C H Z E H N T E A U S G A B E ( O K T O B E R )
Re: Quibbler, Fünfzehnte Ausgabe (September)
von Quibbler am 30.09.2018 23:30traumdeutung
traumdeutung mit madame desdemona moonfall
Träume, die Bilder, die das Unterbewusstsein – oder in manchen Fällen eine Gabe – entscheidet, uns zu zeigen, können sehr aufschlussreiche Hinweise über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft beinhalten. Doch auch vergangene Leben, mögliche Zukünfte und andere Universen können in Träumen erscheinen. Nur wenige kennen den Schlüssel, um den wirren, unreal scheinenden Träumen, die Wahrheit zu entlocken. Des Klitterers eigene Seherin, Sternexpertin und Traumdeuterin Madame Desdemona Moonfall, hat die Antworten auf all Ihre Fragen zu der Bedeutung Ihrer Träume:"Liebe Madame Desdemona,
in der letzten Woche hatte ich jede Nacht einen und denselben Traum. Er ist nicht sonderlich gruselig, eigentlich ist er sogar recht unterhaltsam, aber ich wundere mich, was es wohl damit auf sich hat. Der Traum beginnt in einem weiten Kornfeld, ich weiß, dass ich komplett alleine bin. Ich stehe einfach da, es ist weder Nacht noch Tag, doch der Wind weht durch meine Haare. Dann will ich los laufen, aber der Boden ist nicht fest, und ich sinke ein wie in Wasser. Dann bin ich Unterwasser, und alles ist verschwommen, bis ich an die Oberfläche gelange, und zu einer Insel mit einem schwarzen Sandstrand schwimme. Dort ist eine Schnecke, die mich darum bittet, ihr zu folgen. Sie kommt aber viel zu langsam voran, weshalb ich sie überhole, und alleine in den Wald gehe. Dort ist die Küche meiner Eltern. Mein Vater steht darin und kocht summend Spaghetti. Er tut mir einen Teller auf, doch die Spaghetti sind aus Stein und Sand, und schmecken nicht gut. Dann kommt ein fliegender Hai und fängt mich mit seinen Krallen, und trägt mich zu der Mitte der Insel, wo er mich in einen Vulkan wirft. Bevor ich in der Lava landen kann, wache ich auf."
– Eliana V., 23, aus Liverpool
Liebe Eliana,
die Natur, in der du dich die meiste Zeit deines Traums befindest, ist ein Zeichen von Freiheit. Insbesondere das Feld, in dem du dich anfangs befindest, zeigt, dass dir alle Möglichkeiten offen sind, nichts steht dir im Weg, aber das heißt auch, dass du alleine einen Weg antreten musst, etwas, das dir Angst bereitet, obwohl da nichts ist, was dich zurück hält. Deine Zukunft ist klar, aber du kannst – oder willst – sie nicht sehen, du hast Angst vor dem, was du sehen wirst. Schwarz ist die Farbe des Todes, aber schwarzer Sand ist meist voll Basalt, ein Mineral das von Mars und Mond kommt und starke Kräfte hat. Du weißt also nicht, wie stark du bist, und interpretierst gerne alles negativ. Die familiäre Situation in der Küche deiner Eltern erinnert dich an die Vergangenheit, doch in Wahrheit handelt es ich bei diesem Bild um die Zukunft; dein Vater ist ein Zeichen für etwas, das geschehen wird, Nudeln, je nach ihrer dicke, bedeuten ein finanzieller Verlust. Je dicker die Nudel, desto geringer der Verlust... Spaghetti als dünnste Nudel steht hier also für das schwerste Schicksal. die steinerne Konsistenz der Nudel bedeutet, dieser finanziellen Abstieg ist langfristig. Von einem Greifvogel gefangen zu werden bedeutet jedoch Hilfe, ein Hai anstatt eines Vogels bedeutet jedoch, dass du diese Hilfe nicht als solche Erkennen wirst. Auch der Vulkan scheint ein Omen von Katastrophe zu sein, aber eigentlich ist es ein Zeichen von Neuanfang und Neugeburt. Also kann man deinen Traum so deuten, dass du nicht weißt, was dir deine Zukunft bieten wird, und es wird einige Schwierigkeiten geben, insbesondere im finanziellen Bereich, doch unerwartete Hilfe wird dich auf den richtigen Pfad bringen und dir einen Neustart ermöglichen.
Deine
Madame Desdemona
30.09.2001, madame desdemona moonfall
Quibbler, Fünfzehnte Ausgabe (September)
von Quibbler am 30.09.2018 23:25
F Ü N F Z E H N T E A U S G A B E ( S E P T E M B E R )
Re: Quibbler, Vierzehnte Ausgabe (August)
von Quibbler am 30.08.2018 12:27verschwörungstheorien
dravies - gerücht oder heimliche liebe?
Genau das ist eine Frage, die sich nicht nur die Leser seit längerem, sondern auch vereinzelte Journalisten des Klitterers dadurch stellen. Ich habe mich dieser Frage angenommen in dem Willen, herauszufinden, was hinter dieser Vermutung steckt und die Ergebnisse sind so schockierend, wie sie herzerweichend sind. Doch fangen wir ganz am Anfang an.
Nicht nur bei der Recherche gilt ein andauerndes Motto das da wäre: Back to the roots. Und so begann ich mit meinen Nachforschungen damit, erste Artikel des Journalisten Raphael Drake aus diversen Ausgaben des Tagespropheten von anno dazumal zu durchstöbern und nach interessanten Hinweisen auf eine bereits damals vorhandene Liebe zu Roger Davies zu durchforsten – mit Erfolg, möchte man sagen. Bereits in der ersten Ausgabe in einem der ersten Artikel des inzwischen – womöglich zu Unrecht – geächteten Journalisten fand ich in einem Satz einen Hinweis darauf, dass er Davies wohl bereits damals deutlich mehr gemocht haben könnte. Nicht nur berichtete er dort umfangreich von Zauberstäben, was zweifelsohne eine unterschwellige Anspielung auf seine Neigung zum anderen Ufer ist, sondern auch drückte er in folgendem Satz seine Zuneigung zu Davies offensichtlich aus:
„Somit wäre bewiesen, dass auch aus anderen Substanzen Zauberstäbe hergestellt werden können, nur inwieweit diese Erkenntnisse sich positiv auf die Zukunft der Zaubererwelt auswirken, sei noch abzuwarten."
Selbstverständlich steht in diesem Satz der verwendete Begriff „Substanzen" viel mehr für die Bestandteile, die man benötigt, um eine Liebe oder eine Beziehung zwischen zwei Leuten aufzubauen und Drake äußert damit also offensichtlich sein Bedürfnis eines solchen Verhältnisses zu Davies, spielt er darauf an, dass diese „anderen Substanzen", wie er es nennt wohl alternative Partner wie er sind, die Davies jedoch über seinen Ruhm in der Quidditch Liga übersieht. Auch die hier erwähnten Zauberstäbe stehen, ähnlich wie zuvor, symbolisch für eine homoerotische Liebe, die aus den Substanzen, also Davies und Drake, wie letzterer hofft, hergestellt werden soll und dass er sich wünscht, dass die Erkenntnis der Möglichkeit einer solchen Bindung die Zukunft der beiden positiv beeinflusst. Auch nutzt er hier das Stilmittel der Hyperbel, indem er seine und die Zukunft Davies' metaphorisch als „Zaubererwelt" bezeichnet, was natürlich bedeutet, dass ihm diese Liebe ebenso wichtig ist wie das wohl der restlichen Welt. Oder vielmehr, dass Davies und die Beziehung zu diesem ihm die Welt bedeutet. In der Hoffnung dass Davies diesen Artikel zu lesen bekam, veröffentlichte Drake diesen Ruf an seinen Liebling in der Ausgabe vom 18.10.2000.
Jedoch nur einen halben Monat später, in der Ausgabe vom 02.11.2000 folgte der Artikel, der den gigantischen Davies-Drake-Skandal auslöste, inzwischen in aller Welt bekannt. Dabei stellte Drake heraus, dass Davies angeblich ein manipulativer und seine Mitspielerinnen verführender Kapitän sei, was offensichtlich eine Tat aus Eifersucht ist. Allein aus der Veröffentlichung des Artikels lässt sich erkennen, dass Davies scheinbar den vorherigen Artikel von Drake entweder nicht erhalten oder nicht verstanden hat und demnach nicht auf diesen Hilferuf eingegangen ist, wurden die beiden seitdem auch nicht miteinander gesehen. Nach der Veröffentlichung der Davies-Offenbarung bat ich den verantwortlichen Journalisten um ein Interview, um diesbezüglich einige Fragen, die uns Dravies-Freunden durch den Kopf gingen beantwortet zu kriegen. Prägnant stellten sich dabei die folgenden Aussagen seitens Drake heraus:
„Warum wollen sie das wissen?"
„Davies ist ein vom Erfolg geblendeter Flubberwurm."
„Womöglich war der Artikel eine Überreaktion, ja."
„Nein, Sie können nicht mein Tagebuch lesen!"
Eindeutig spiegeln sich in diesen Aussagen die vier Phasen der Trauer nach Verena Kast wieder, eine Psychologin in der Muggelwelt, die durchaus wusste, einen menschlichen Trauerprozess zu analysieren. In der ersten Phase geht es dabei um ein Ablehnen der Tatsachen und eine Nichtakzeptanz, was sich natürlich in der ersten Aussage wiederspiegelt. „Warum wollen sie das wissen?", ist eindeutig eine abweisende Gegenfrage auf meine Frage gewesen, wodurch Drake zeigt, dass er scheinbar einen Verlust oder eine Situation nicht akzeptieren will, die wohl das Schreiben dieses Artikels verursachte. Die zweite Phase zeigt sich durch zusammenbrechende Emotionen und Wut, welche sich auch durch Beleidigungen äußern kann, so wie es auch hier zu beobachten ist. Und da die Beleidigung von Drake direkt gegen Davies ging, kann man vermuten, dass dieser auch Auslöser für diese Trauer ist. Auch die nächste Aussage, die der dritten Phase, der Phase der Akzeptanz zuzuordnen ist, deutete darauf hin, dass Drake den Artikel aus einer deutlich tieferen und emotionaleren Intention heraus verfasste, als es anfänglich den Anschein machte. Er akzeptiert dort die Tatsache, dass es andere Wege geben muss, um seiner Liebe Ausdruck zu verleihen und laut verlässlichen Quellen tat er dies kurz darauf.
Aus einiger Entfernung beobachtete ein anonymer Zeuge, wie in der Nacht der Weihnachtsgala des Tagespropheten am 8. Dezember 2000 Davies mit einer jungen Frau auf der Tower Bridge scheinbar einen romantischen Moment genoss, als Drake intervenierte und eine sehr hitzige Diskussion ausbrach. Zwar verstand der Zeuge keine direkten Aussagen, jedoch verstand er Bruchstückhafte Wortfetzen seitens der Parteien:
Davies: „[...]* Wer gibt dir das Recht, solche Lügen über mich zu verbreiten?"
Drake: „[...] Ich denke wenn du diese Frage noch stellen musst, Roger Davies, dann hast du den verdammten Artikel nicht verstanden"
Davies: „[...]Was ich antworte, [...] wird dich [...] erreichen. [...] Fähig, in der richtigen Welt zu leben, [...] wirst du [...] in deinem Leben [...] Glück verspüren."
*Diese Teile fehlen in dem Bericht des Zeugen, da er sie akustisch nicht verstand, jedoch versicherte er selbst mehrfach, dass diese Worte deutlich unwichtig für das Verständnis der Situation waren.
Wie hier klar zu erkennen ist, wandelt sich der ausgeartete Streit zwischen den Liebenden schnell zu einigen beruhigenden Worten seitens Davies, um Drakes geschundene Seele zu beruhigen. Er hat wohl erkannt, was der junge Journalist für ihn empfindet und spielt hiermit darauf an, dass Drake nicht mehr lange wird auf ihn warten müssen, bevor er dann mit seiner Begleitung des Abends verschwindet. Drake bleibt aus der Fassung und reglos zurück, bevor er nach einer Weile ebenfalls das Weite sucht.
Folgend auf diese Situation hörte man lediglich noch in dem Statement des Tagespropheten über den Skandal etwas von den beiden in Kombination, etwas das hier nicht hergehört und so nur erwähnt bleiben soll. Viel eher sei zu erwähnen, dass ein weiterer anonymer Zeuge vor kurzem beobachten durfte, wie die beiden sich wohl heimlich im Tropfenden Kessel trafen. Der Zeuge berichtete von zwei männlichen Gestalten, welche er vage im schummerigen Licht des Pubs hatte erkennen können. Einer von ihnen trug den für Drake typischen Haarschnitt, blonde Locken und einen langen dunklen Umhang. Der andere hatte eindeutig Davies' sportliche Statur, weshalb nunmehr kein Zweifel besteht, dass es sich bei den Gestalten um die beiden gehandelt haben muss. Der Zeuge berichtete, dass die beiden eine Weile redeten und gemeinsam einen tranken, wobei sich die Hände mehr als oft berührten und zum Schluss verabschiedeten sie sich mit einem kleinen aber feinen Abschiedskuss, etwas das die begeisterten Fans von Dravies wohl zum Ausflippen gebracht hätte.
Mithilfe dieser Ausführung ist nun also mehrfach bewiesen, dass Davies und Drake zumindest mehr als verhasste Rivalen sind und dass diese Affäre bereits seit längerem fern von neugierigen Blicken läuft. Der Skandal war damit lediglich ein öffentliches Ausleben des typischen Beziehungsdramas zweier für einander bestimmte Seelen, die sich noch finden mussten, um nun ein glückliches Leben miteinander zu beginnen. Wir wünschen Dravies viel Glück bei ihrem hoffentlich bald folgenden Outing.
30.08.2001, lady sunshine
Quibbler, Vierzehnte Ausgabe (August)
von Quibbler am 30.08.2018 12:18
V I E R Z E H N T E A U S G A B E ( A U G U S T )
Re: Quibbler, Dreizehnte Ausgabe (Juli)
von Quibbler am 14.07.2018 16:10verschwörungstheorien
die kinder-armeen des cornelius fudge
SCROFUNGULOSE-VERSCHWÖRUNG AUFGEDECKT
Alles begann damit, dass sich unsere Reporterin Delaney Davenport mit dem renommierten Magizoologen Elmer Fleming für ein Interview traf. Seit Jahren erforscht er die Eigenschaften und Lebensweise magischer Parasiten. Der tragische Tod seiner Tochter Cosette Fleming durch Scrofungulose vor inzwischen etwas über zwanzig Jahren brachte ihn dazu, sich genauer mit jener magischen Wanze zu befassen, die diese hochgradig ansteckende Krankheit überträgt. „Den Tod seiner Tochter überwindet man nie", erzählt er unserer Reporterin, während er damit kämpft, seine Tränen zurückzuhalten. „Ich hoffe, es geht ihr gut, da, wo sie jetzt ist." Nach einigen Minuten Pause, in denen Elmer Fleming immer wieder kurz davor steht, seine Fassung zu verlieren, kann das Interview fortgesetzt werden. Delaney Davenport erfährt den Grund dafür, warum man von dem in jungen Jahren sehr erfolgreichen Magizoologen lange nichts mehr gehört hat, geschweige denn eine Publikation von ihm lesen konnte. „Nach Cosettes Tod", Mr. Fleming wischt sich über die Augen und atmet tief durch, „war ich eine Zeit lang wie erstarrt. Ich fand einfach keine Motivation, mich an die Arbeit zu setzen. Es gab sogar Zeiten, in denen ich nichts essen mochte und morgens gar nicht mehr aus dem Bett kam." Der Magizoologe, der in diesen schlimmen Monaten viel Gewicht verloren hat, was man ihm auch heute noch ansieht, hat nur durch die Worte seiner Frau wieder zu sich gefunden und konnte sich überwinden, aufzustehen und weiterzumachen. „Meine Frau, Merlin hab sie selig," - Mrs. Fleming starb vor etwas über drei Jahren bei einem Todesser-Angriff – „hat irgendwann zu mir gesagt: ‚Glaubst Du, dass es das ist, was sie wollen würde? Wenn Cosette Dich so sehen könnte, wäre sie traurig. Sie würde nicht wollen, dass Du hier herumsitzt und Dich fertigmachen lässt. Unsere kleine Cosette würde Dich so lange piesacken, bis Du es endlich schaffst, Dich aufzuraffen'", erzählt er mit einem wehmütigen Lächeln. „Und da hat es ‚Klick' gemacht. Ich musste weitermachen, für sie, und um anderen Kindern und Eltern dieses Schicksal ersparen. Von da an stand ich wieder jeden Morgen auf und setzte mich an die Arbeit. Alte Projekte brach ich ab und widmete mich dafür der Erforschung dieser Wanze." Doch seine Forschung war lange nicht von Erfolg gekrönt. „Das sind trickreiche, kleine Biester. Es hat zuerst eine Weile gedauert, bis ich an Exemplare gekommen war, die ich mir anschauen und an denen ich Versuche durchführen konnte. Ich musste mir immer gut überlegen, welche Experimente am wichtigsten sind, weil ich nicht unendlich Exemplare zur Verfügung hatte. Und selbst dann ging meine Arbeit nur schleppend voran." Mr. Fleming entdeckte, dass die Eigenschaften der Wanze nicht zu denen anderer Wanzen passten, bei denen er zuerst eine Verwandtschaft angenommen hatte. „Ich musste völlig von vorne beginnen und meine gesamten Kenntnisse, die ich glaubte, über diese Wanze zu besitzen, auf Null setzen. Es schien, als hätte ich noch nie ein vergleichbares Wesen untersucht." Flemings Nachforschungen zogen sich über Jahre fort und seine Ergebnisse wurden immer rätselhafter. „Es schien einfach keine Art auf der ganzen Welt zu geben, die mit dieser speziellen magischen Wanzenart vergleichbar war. Aber ich wollte nicht aufgeben, ich konnte nicht. Ich musste weitermachen, für Cosette. Damit ihr Tod nicht umsonst gewesen ist." Erst ein Jahr nach dem Tod seiner Frau kam ihm die entscheidende Idee. Er unterzog die übrig gebliebenen Exemplare neuen Versuchen und betrachtete sie unter völlig neuen Gesichtspunkten. So kam Elmer Fleming zu folgender Theorie: „Diese Wanze ist anders als alle bisher bekannten Wanzen. Dafür aber trägt sie Eigenschaften, die schon von anderen magischen Tierwesen bekannt sind. Es kann hierfür nur eine Erklärung geben: Die Wanze, die seit Jahrzehnten, wenn nicht Jahrhunderten, schon die Scrofungulose-Krankheit an unsere Kinder überträgt, ist eine spezielle, magische Züchtung." Eine schockierende Erkenntnis. Wer wäre so kalt und abgeklärt, eine Wanze zu züchten, die Kinder mit einer tödlichen Krankheit infiziert? Auch dafür hat der Magizoologe schon eine Theorie, wenn auch nur eine sehr vage, wie er selbst zugibt: „Ich habe zwar keine Beweise... Aber weiß eigentlich irgendwer, was die in der Mysteriumsabteilung unten im Zaubereiministerium so treiben? Für eine eigene, so widerstandsfähige magische Züchtung braucht man Unmengen an Geld und Zeit. Etwas, von dem kaum jemand so viel besitzt wie das Ministerium. Dort unten gibt es Spezialisten für alles und man sagt ja nicht umsonst, dass einige der fähigsten Hexen und Zauberer in dieser Abteilung ihr Unwesen treiben und ihre düsteren Triebe ausleben. Denkbar wäre es, oder? Mir fehlt nur noch ein Motiv..." Die letzten Worte murmelt Mr. Fleming nur noch vor sich hin, während er dabei ist, in Gedanken zu versinken. Doch auch Delaney Davenport hat der Magizoologe nun genug Stoff zum Nachdenken gegeben und so verabschiedet sie sich mit dem Versprechen, der Sache auf den Grund zu gehen. Kann das wahr sein? Versucht das Ministerium, mit einer kleinen, auf den ersten Blick harmlosen Wanze unsere Kinder zu töten? Doch Delaney Davenport weiß, bevor sie Ihnen, liebe Leser und Leserinnen, diese Theorie vorlegen kann, braucht sie Beweise, stichhaltige Beweise, wie es beim Klitterer üblich ist, und so beschließt sie, weitere Nachforschungen anzustellen.
Zu diesem Zweck wendet sie sich an das St.-Mungo-Hospital für Magische Krankheiten und Verletzungen, in dem fast alle Kinder, die in Großbritannien an Scrofungulose erkranken, behandelt werden. Doch die Leiterin der Abteilung für ansteckende magische Krankheiten weist unsere Reporterin ab. Sie hätte „die Schnauze voll" und würde „nicht mit dämlichen Klittererreportern sprechen". Außerdem bräuchten ihre Patienten Ruhe und „für so einen Quatsch" würde sie die sicher nicht opfern. Eine Überreaktion, die durch großen Druck hervorgerufen wird? Druck vom Ministerium? Das Vergreifen im Tonfall und die bewusst beleidigende Wortwahl deuten darauf hin, dass die Abteilungsleiterin unter starkem Stress leidet und eigene Unsicherheiten, wie die Angst, mit Journalisten zu sprechen, die im Begriff sind, die Wahrheit aufzudecken, verbergen möchte. Leider hält uns der äußerst engagierte Sicherheitsdienst des St. Mungo's davon ab, uns auf der Station umzusehen und den Heilern oder Patienten weitere Fragen zu stellen.
Da die zuständige Abteilungsleiterin im St.-Mungo-Hospital von ihren Bossen im Ministerium zu eingeschüchtert ist, um mit uns zu sprechen, wendet sich Delaney Davenport direkt an das Ministerium selbst. Da fast jeder und vor allem jeder gute Journalist weiß, dass es nahezu unmöglich ist, an einen Unsäglichen, so nennen die Ministeriumsangestellten ihre Kollegen in der Mysteriumsabteilung, heranzukommen und selbst, wenn das geschafft ist, die Unsäglichen einer so strengen und gut überwachten Schweigepflicht unterliegen, dass man kein Wort aus ihnen herausbekommt, wählt sie einen anderen Weg und informiert sich über die Führungsebene des Zaubereiministeriums. Sie findet heraus, dass einer der ranghöchsten Mitarbeiter, wichtig genug, um sein Büro im ersten Stock des Ministeriums zu haben, erst vor Kurzem unter ominösen Umständen entlassen wurde. Kurzerhand sucht sie ihn zu Hause auf und bittet ihn um ein Interview. Der ehemalige Ministeriumsangestellte sagt zögernd zu, als er hört, worum es geht, bittet aber darum, dass wir seinen Namen nicht nennen, damit er nicht in Schwierigkeiten kommt. Als wir uns mit ihm auf das Interview vorbereiten und das Ministerium erneut ansprechen, bricht er in Tränen aus. „Ich brauche diesen Job! Wie soll ich denn ohne ihn meine Familie ernähren? Ich habe nur einmal was mitgehen lassen, nur einmal! Ich meine, jeder macht doch mal einen Fehler! Das Horn auf diesem Schreibtisch sah wertvoll aus und ich dachte, ich könnt's verkaufen... Wissen Sie, wie viel man als Hausmeister verdient?!? Zu wenig! Viel zu wenig! Und außerdem konnte ich doch nicht ahnen, dass das Ding in meiner Kammer plötzlich losgeht! Vielleicht hätte ich das Bord vorher saubermachen sollen, aber konnte ich ahnen, dass sich die Pfütze mit den Reinigungstränken durch das Horn frisst und dass... Ach, ich bin froh, dass zum Zeitpunkt der Explosion niemand in der Nähe war. Aber sowas passiert doch jedem mal! Die... die müssen mich wieder einstellen, ich brauche diesen Job!" Nachdem unsere Reporterin den Mann beruhigt hat, fragt sie ihn, ob es nicht vielleicht einen anderen, einen wahren Grund gibt, warum er entlassen wurde. Schließlich kann niemand von jemandem, der kein ausgewiesener Experte ist, verlangen, ein Erumpent-Horn zu erkennen. Wurde er vielleicht entlassen, weil er zu viel wusste? Weil er etwas mitbekommen hat, das nicht für seine Ohren oder Augen bestimmt war? Nachdem sich der Mann wieder gefasst hat, beginnt er zu erzählen. „Ich habe tatsächlich so einige Dinge mitbekommen, die ich nicht mitbekommen sollte. Wissen Sie, wie hochnäsig diese Regierungsbeamten sind? Lassen einfach ihre Unterlagen offen auf dem Schreibtisch herumliegen. Als Sie mir von den Wanzen erzählt haben, sind mir gleich ein paar Lichter aufgegangen. Allerdings ist der Plan, den ich gesehen habe, bereits ein paar Jahre alt, das lief noch unter dem alten Minister." Gespannt lauschen wir den Berichten des Ministeriumsangestellten, der sichtbar erleichtert ist, seinem schlechten Gewissen aufgrund der Beteiligung an diesen heimtückischen Plänen Luft machen zu können. „Wissen Sie, es war so... Ich putzte [wir nehmen an, dass Begriffe wie „Hausmeister" und „putzen" nur seine Umschreibung für die Tätigkeiten sind, die er tatsächlich erledigen musste, weil diese zu abscheulich sind und zu schlechte Erinnerungen in ihm wecken, um sie zu erwähnen] im Büro des ersten Untersekretärs des damaligen Zaubereiministers und sah eine Mappe offen auf dem Tisch liegen. Was sollte ich tun, ich war angewiesen worden, den Schreibtisch gründlich zu reinigen... Also habe ich mir die Mappe angeschaut. Einiges davon war in einer mir unbekannten Sprache verfasst und wieder anderes sah sehr wissenschaftlich aus, aber einen Teil konnte ich verstehen. Es ging um die Scrofungulose. Es waren Bilder darunter, sehr detailreiche Aufnahmen, zu detailreich, wenn ich das so sagen darf. Der Krankheitsverlauf war genaustens dokumentiert. Ein ganzer Unterpunkt drehte sich nur allein um die Wanze, die die Krankheit überträgt. Und dann ging es auch noch um's St. Mungo's. An diesem Punkt wurd's dann aber sehr seltsam..." Der Mann unterbricht sich und sieht uns einige Zeit nachdenklich an, ehe Delaney Davenport ihn mit er- und aufmunternden Worten davon überzeugt, sich uns anzuvertrauen. „Das hat mich gegruselt. Da waren Aufnahmen von den toten Kindern darunter, wissen Sie?", erklärt er beinahe flüsternd. „Das war nicht witzig. Aber wenn ich die Notizen daneben richtig verstanden habe... Dann waren die Kinder gar nicht tot! Die lagen bloß im Koma. Kurz bevor ich am Ende der Mappe angelangt war, hörte ich Schritte und musste natürlich schnell alles in seinen Ursprungszustand zurückversetzen. Was ich gesehen hatte, hat mich schockiert! Ich hab bis heute mit niemandem darüber geredet, aus Angst, wissen Sie? Na, jedenfalls konnte ich mir aus dem, was ich gesehen habe, genug zusammenreimen. Ich weiß zwar nicht, ob die Wanze, so wie Sie gesagt haben, vom Ministerium entwickelt wurde, aber die benutzen die Krankheit definitiv in ihrem Sinne. Und zwar... und zwar, um sich eine Kinder-Armee aufzubauen! Wenn der Virus", ‚die Infektion' helfen wir ihm auf die Sprünge, „jaja, also wenn die Infektion sich bei den Kindern in die Hirn... ähh.. dings, ja, genau, Hirnhaut, danke. Na, jedenfalls, wenn sich die in die Hirnhaut frisst, dann polt die die Hirne von den armen Kindern um. Die fallen dann für Monate ins Koma und wirken wie tot. Dann erklärt das St. Mungo's die für tot und gibt die an's Ministerium weiter!" Wir machen kurz eine Pause, denn der Kopf des Mannes droht wie eine überreife Tomate zu zerplatzen. Sein vehementer Ausbruch bei seinen Ausführungen ist für unsere Reporterin aber mehr als verständlich, schließlich geht es um ein sehr ernstes und wirklich abscheuliches Thema. Doch Delaney Davenport muss weiterfragen; sie steht kurz vor der Auflösung dieses gigantischen Komplotts. Sie muss weitermachen, allein schon für unsere Kinder. So, wie auch Elmer Fleming, der Magizoologe, nicht aufgegeben hat. Also bittet sie den ehemaligen Ministeriumsangestellten, der sich inzwischen ein wenig beruhigen konnte, fortzufahren. „Wo war ich? Ach ja. Die geben die Kinder ans Ministerium weiter, wo sie in irgendeiner dieser geheimnisvollen Abteilungen verschwinden. Da werden sie dann umerzogen. Durch die Infekt...dings, Infektion ist ihr Gehirn Matsche geworden. Richtig weich, so richtig gut formbar. Und das nutzt das Ministerium. Die lassen die armen Dinger ihr altes Leben vergessen und züchten sie um! Zu einer Kinder-Armee, die auf Schritt und Tritt gehorcht! Na, jedenfalls haben die das gemacht. So viel konnte ich mir aus dem Teil der Notizen, den ich verstanden habe, herleiten." Wir bedanken uns bei diesem ehemals hochrangigen Ministeriumsmitarbeiter, der nur entlassen wurde, weil er zur falschen Zeit am falschen Ort war und versucht hat, die Wahrheit zu finden, für seine ehrliche Beichte, die ihm offensichtlich einiges an Selbstbeherrschung abverlangt hat. Natürlich versteht unsere Reporterin Delaney Davenport, wie schwer es ihm gefallen sein muss, so über eine Institution zu sprechen, an die er mal so sehr geglaubt hat. Doch irgendwann ist es an der Zeit, die Wahrheit ihren Weg ans Licht finden zu lassen.
Es gibt Artikel, die gehen dem engagierten Klittererjournalisten leicht von der Hand und es gibt Artikel wie diesen hier. Es ist nicht einfach, diese abscheulichen Geschehnisse in Worte zu fassen. Aber für all jene, die es mit der Wahrheit sehr genau nehmen, fassen wir hier noch einmal alles zusammen, was wir im Rechercheprozess für diesen besonderen Artikel herausfinden mussten: Die Wanze, die die ansteckende Scrofungulose-Infektion an unsere Kinder überträgt, ist keine natürliche Wanze. Ob nun von der Mysteriumsabteilung gezüchtet oder nicht, zeigt sie Eigenschaften und Verhaltensmuster auf, die allgemein für magische Parasiten, vor allem aber für magischen Wanzen nicht üblich sind. Die Scrofungulose selbst ist gar nicht so tödlich wie bisher angenommen. Tatsächlich führt sie nur in wenigen bis seltenen Fällen zum Tod. Die meisten Scrofungulose-Patienten, die dieses Stadium der Krankheit erreichen, fallen in eine Art tiefes Koma, das über Monate andauern kann. Dabei formt die Infektion ihr Gehirn so um, dass sie ihr ganzes bisheriges Leben vergessen und zu willenlosen Zombies werden, die jeden Befehl anstandslos befolgen. Das St.-Mungo-Hospital für Magische Krankheiten und Verletzungen, in dem die große Mehrzahl der Patienten behandelt wird, wird vom Zaubereiministerium drastisch unter Druck gesetzt, damit sie die Kinder für tot erklären und ihre komatösen Körper an die Mysteriumsabteilung ausliefern. Dort werden sie gepflegt, bis sie aufwachen und zu perfekten, kleinen Soldaten erzogen werden können. Da diese Prozedur unter Cornelius Fudge, einem ehemaligen Zaubereiminister, begonnen wurde, ist es nicht sicher, ob die bisher aufgebaute Kinder-Armee überhaupt noch einen Zweck hat. Vermutlich hat er damals den Befehl zu dieser Abscheulichkeit gegeben, weil er sich wie so oft in seinem Amt bedroht sah und seine Position festigen wollte. Ein Genie-Streich, wenn wir ehrlich sind. Wer legt sich schon mit einer Armee aus Kindern an?
Ob der jetzige Minister von den fürchterlichen Vorgängen in der Mysteriumsabteilung überhaupt Kenntnis besitzt, ist nicht bekannt. Wir glauben aber daran, dass ein Mann wie Kingsley Shacklebolt diesem widerlichen Treiben längst ein Ende gesetzt hätte und damit an die Öffentlichkeit gegangen wäre. Das, Herr Minister, haben wir Ihnen hiermit gerne abgenommen. Aber schauen Sie sich die Leute, mit denen Sie zusammenarbeiten, noch einmal genauer an. Sind sie wirklich die, für die Sie sie halten? Können Sie ihnen wirklich bedingungslos vertrauen? Dank dieser Entdeckung wissen wir nun, dass wir das nicht können. Und Sie, liebe Leserinnen und Leser, sollten das auch nicht tun. Hinterfragen Sie weiter fleißig das, was Sie zu sehen glauben, und lassen Sie sich von keinem noch so sympathischen Zaubereiminister einen Bären aufbinden.
14.07.2001, delaney davenport
Quibbler, Dreizehnte Ausgabe (Juli)
von Quibbler am 14.07.2018 16:04 T H E

D R E I Z E H N T E A U S G A B E ( J U L I )
Re: Quibbler, Zwölfte Ausgabe (Juni)
von Quibbler am 15.06.2018 12:28
rezepte
bekommen sie ihr leben auf die reihe!
LADY VERONIQUE BORDEAUX TEILT IHRE TIPPS UND TRICKS FÜR EINEN EINFACHEN ALLTAG
1. In ein paar Tagen oder gar am nächsten Morgen steht ein wichtiger Tag an? Sie haben ein Bewerbungsgespräch, dass Sie nicht vermasseln dürfen? Sie schreiben eine Prüfung? Oder heiraten gar? Vielleicht müssen Sie bis morgen auch irgendeine Deadline einhalten? Kein Problem!
Trinken Sie einfach einen Ingwertee bei Mondschein. Der Tee wird Ihnen dabei helfen die positive Energie des Mondlichtes einzufangen, in Ihrem Körper zu bündeln und sich, durch die heilende Wirkung des Ingwers, in all Ihre Zellen ausbreiten. Sie werden merken, wie Sie sich von Minute zu Minute mehr entspannen. Ihr Geist löst sich von all der negativen Energie, die von dem matten Licht aus dem Körper verbannt wird und Ihre Reserven laden sich wieder auf. (Vorsicht! Die Wirkung ist bei Vollmond ausgesprochen stark, so dass sie sich benommen fühlen oder gar ohnmächtig werden könnten.)
2. Sie beginnen zu kränkeln und das ausgerechnet jetzt, wo Ihr Kollege Urlaub macht und Sie den Laden alleine schmeißen? Oder die gesamte Familie kündigt sich an, obwohl Sie sich ausschließlich in Ihrem Bett einrollen wollen? Nicht verzagen, Lady Bordeaux fragen!
Kennen Sie den Horklump? Nein? Sollten Sie aber! Der Horklump ist ein Tierwesen, welches einem fleischigen rötlichen Pilz ähnelt und mit schwarzen Borsten bewachsen ist. Klingt nicht sonderlich ansprechend, allerdings hat er viele Vorteile. Es lohnt sich auf jeden Fall diesen im Garten anzupflanzen – lassen Sie sich übrigens nicht von den Tentakeln erschrecken, die er anstatt Wurzeln hat. Verarbeiten Sie den Horklump als Beilage fürs Brot, als Häppchen für zwischendurch oder, wie ich ihn selbst am liebsten habe, als Zutat für Schokoladenmuffins. Entfernen Sie jedoch bei jeder Mahlzeit die Borsten, die sind nicht bekömmlich. Die Tentakeln des Horklumps bieten zahlreiche Nährstoffe, die Sie benötigen um wieder gesund zu werden – tatsächlich sogar so viele, dass sie glatt auf den Aufpeppeltrank der örtlichen Apotheke verzichten können! Das zarte Fleisch regt den Stoffwechsel an und unterstützt die Abwehr gegen Krankheitserreger, weswegen Sie sich schon bald wieder fit und ausgeruht fühlen. Wollen Sie verhindern überhaupt krank zu werden, sollten Sie sich mindestens zwei mal die Woche ein Gericht mit Horklump kochen.
3. Sie hatten eine ganze Weile keine Zeit oder Lust Ihren Garten zu pflegen? Keine Sorge. Legen Sie sich einfach einen Streeler, eine Riesenschnecke die die Farbe ihres Hauses ändert, zu und lassen diese durch Ihren Garten kriechen. In null Komma nichts haben Sie dem gesamten Unkraut den Garaus gemacht. Passen Sie allerdings auf, das Tier frisst Ihnen die Horklumps vor der Nase weg!
4. Sie haben Angst vor böswilliger Zauberei, weil Ihr Arbeitskollege oder gar Ihre Nachbarn Ihnen nach Schaden trachten? Besorgen Sie sich in der örtlichen Apotheke oder bei dem netten Straßenverkäufer mit den großen Taschen und dem dunklen Mantel, häufig in der Nokturngasse anzutreffen, ein Murtlap. Selbstverständlich kennen Sie die Murtlap-Essenz, welche Schnitte und Abschürfungen verheilt, doch geht es viel mehr um das Gewächs, welches auf dem Rücken des rattenartigen Meereswesen wächst. Legen Sie dieses, es erinnert an eine Seeanemone, drei Wochen lang in Tümpelwasser ein bevor Sie es verzehren (keine falsche Scheu, schlagen Sie richtig zu!) und ihre Widerstandskraft gegen Flüche und Zauberei steigt rasant an. Seine Wirkung entfaltet sich doch erst, so bald Ihr Ohrhaar eine purpurrote Farbe annimmt. So lange ihre Widerstandskraft erhöht ist, bleibt die Farbe, doch ist dies ein geringer Preis für Ihre Sicherheit, nicht?
5. Sie haben ein gewaltiges Problem damit, zu putzen? Aufräum- und Reinigungszauber liegen Ihnen nicht? Dann legen Sie sich unbedingt ein Bundimuns zu. Das Ministerium hat schon vor vielen Jahren das Gerücht verbreitet, dass diese grünlichen Wesen mit Augen und spindeldürren Beinchen ganze Häuser zum Einsturz bringen können, da die Fundamente angegriffen werden. Dies ist aber, wie so vieles vom Ministerium, lediglich eine Lüge um Hexen und Zauberer weiterhin abhängig von Reinigungsflüssigkeiten zu machen, die Sie kaufen müssen! Tatsächlich fressen Bundimuns, die weltweit vor kommen, Schmutz und Staub. Sollte ein Verwesungsgestank auftauchen, dann ist das Tier, dass eine ausgesprochen kurze Lebensspanne hat, leider verstorben und Sie müssen sich ein neues zulegen. Sie müssen den Kadaver nicht einmal suchen und entfernen, dass übernimmt Ihr neuer Freund und Helfer so gleich!
6. Falls Sie für Ihre nächste Gartenparty ein absolutes Topgetränk brauen wollen, welches alle umhauen wird: Pressen Sie den Saft aus den Blüten des Flutterby Bush. Das süßliche Gebräu, welches Sie am Besten mit Wasser aufgießen sollten (ein Verhältnis von 1:5 wird empfohlen) wird der absolute Renner. Noch ist es ein absoluter Geheimtipp, doch Vorsicht – Ihre Gäste werden nicht genug bekommen können.
7. Sie möchten ein paar Kilo für den Strandurlaub abnehmen? Ihr Partner hat zugelegt und Sie finden Ihn nicht mehr so attraktiv wie einst? Dann trinken Sie selbst (oder schieben es Ihrem Partner unter) täglich einen halben Liter Gillyweed-Saft. Die Kilos werden nur so purzeln! Allerdings sollten sie vorgewarnt werden. Der Saft schmeckt nicht besonders gut und es könnte sein, dass Sie sich erbrechen müssen. Leider neutralisiert Zucker oder sonstige Zugaben die Wirkung. Doch wer schön sein will muss bekanntlich leiden .. Zumindest eine Zeit lang. Danach können Sie wieder richtig schlemmen.
8. Falls Sie Neues erleben wollen, doch Ihre familiären und/oder beruflichen Pflichten lassen dies nicht zu, empfehle ich Ihnen wärmsten eine esoterische Erfahrung, welche Sie durch die Pflanze Puffapod erleben können. Nehmen Sie eine der scheinenden Bohnen und essen diese (nur in sicherer Umgebung und bevorzugt unter Aufsicht!) und Sie werden ein wahrliches Feuerwerk der Empfindungen und Farben wahrnehmen. Die Bohne sorgt für einen Rauschzustand, der schätzungsweise drei Stunden anhält. Danach sollten Sie sich allerdings einen Horklump-Muffin und einen Ingwertee im Mondschein gönnen, damit Sie wieder in die Realität zurückkehren und all die gewonnen Eindrücke verarbeiten können.
15.06.2001, veronique bordeaux
Re: Quibbler, Zwölfte Ausgabe (Juni)
von Quibbler am 13.06.2018 22:48
verschwörungstheorien
bei mord „something wicked deluxe"
Das zweite Album der britischen Zaubererband The Weird Sisters erhielt nach dem bahnbrechenden Erfolg eine Deluxe Version, welche sich auf ganze hundertfünfzig Exemplare beschränkte. Doch ging es wirklich darum, etwas Exklusives rauszubringen oder darum einen hohen Gewinn zu erzielen, da sich natürlich viele Fans für das Album mit dem hohen Sammlerwert interessierten? Nein! Tatsächlich wurde die Platte auf eine so geringe Stückzahl begrenzt, weil diese aus den Hörnern getöteter Flusstrolle geschaffen sind. Dadurch, dass diese Trollrasse allerdings nur kurze Hörner hat, käme eine hohe Anfertigung einer solchen Platte einem Massenmord gleich, der allerdings viel zu viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde. Der silbern glänzende Aufdruck des Covers wurde aus den Schuppen des seltenen Ramora Fisches gefertigt, der im Indischen Ozean beheimatet ist und, trotz diverser Vorschriften, ein beliebtes Ziel von Wilderern ist. Neben der Band ist, wie so oft, das profitgierige Ministerium in das gesamte Unterfangen eingeweiht!
13.06.2001, jovin u. holunder

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