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DailyProphet

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Re: Daily Prophet: Ausgabe 21, März

von DailyProphet am 01.04.2019 16:37

LOKALES
VAMPIRMORDE IN LONDON AUFGEKLÄRT

Eine Epidemie an kaltblütigen Morden in Westminster, London, wurde an diesem Wochenende endlich aufgeklärt. Die Opfer: Ein lokaler Vampirzirkel, einer der ältesten londoner Clans. Insgesamt sechs Mitglieder wurden in vergangenen Monaten mit angespitzten Pfählen in der Brust aufgefunden. Zunächst ging die Strafverfolgung von einem Rachezug eines anderen Clans aus, der seit Jahrhunderten mit den Opfern in einer Fehde verwickelt ist. Aus Zeugenaussagen ging nämlich hervor, dass nur jemand mit Einblick in die privatesten Bereiche des Alltags der Opfer diese Taten hätten vollbringen können, und britische Vampirkultur sich seit Jahrhunderten kaum verändert hat. Doch da diese selbst, nachdem nach den ersten Morden strengste Vorsichtsmaßnahmen eingeführt worden waren, weiterhin geschahen, musste davon ausgegangen werden, dass sich der Täter in den eigenen Reihen befanden. Schlussendlich wurden die Täter gefasst: Es handelte sich um zwei Vampirjägerinnen, die sich in den Zirkel geschleust hatten. Sie gaben sich als Akolythen aus, zutiefst ergebene Sterbliche, die dem Zirkel dienen, um im Gegenzug nach mehreren Jahren der Aufopferung schlussendlich selbst verwandelt zu werden. Diese Praktik ist seit dem Jahre 1891 nur noch unter bestimmten Bedingungen legal, die sicherstellen, dass Hexen, Zauberer und Muggel, die sich eine Verwandlung wünschen, aus freien Zügen zustimmen und niemand gegen seinen Willen verwandelt wird. Dazu werden nicht nur schriftliche Verträge mit dem Zirkel benötigt (seit einem brenzligen Fall im Jahre 1930 sind mündliche Versprechen nicht mehr legal gültig), es müssen auch mehrere Anträge an das Ministerium gestellt werden. Durch Unschlüssigkeiten in diesen Papieren wurde aufgedeckt, dass die Hexen Natalia und Nicoleta Văduva ein Doppelleben führten, und sich unter Vortäuschung falscher Tatsachen in den Zirkel geschmuggelt hatten. Diese Fährte verknüpfte sie schlussendlich mit den Morden. Die beiden waren zunächst von niemandem verdächtigt, und auch die Überprüfungen der Hintergründe aller Zirkelmitglieder dauerte, bei den langen Leben die viele Vampire bereits gelebt hatten, ausgesprochen lang, sodass es ein Zufall war, dass einem Praktikanten dieser Fehler in den Papieren aufgefallen war. Es stellte sich heraus, dass die Văduva-Zwillinge aus einer rumänischen Vampirjägertradition stammen, die seit Jahrhunderten mit dem einschleusen von Spionen und Mördern die Vampirbevölkerung bedrohen. Das Ermorden von Vampiren (mit Ausnahme von Notwehr) wurde bereits im Untotenakt von 1879 in Großbritannien geächtet, und auch in Rumänien, wo sich über hunderte Jahre Vampire und Vampirjäger einen erbitterten Krieg lieferten, wurde in den 1950ern das lynchen von beiden Seiten endgültig verboten.
Die Schwestern haben sich schuldig bekannt und erwarten jetzt ein Gerichtsverfahren, die Opfer wurden am Freitag im privaten Kreise nach Vampirtradition eingeäschert und beigesetzt.
31.03.2002, OTIS OTIS 

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Daily Prophet: Ausgabe 21, März

von DailyProphet am 01.04.2019 15:56

THE DAILY PROPHET
Ausgabe 21                                       MÄRZ

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Re: Daily Prophet: Ausgabe 20, Februar

von DailyProphet am 28.02.2019 15:02

LOKALES
QUEENS BLOCK ORCHESTRA IN LONDON

London. Geschäftliche Heimat unseres hochverehrten Zaubereiministers, europäisches Handelszentrum und Kulturmetropole. Weltweit bekannt für aufregende Partynächte, irrsinnig hohe Mietpreise und geschichtsträchtige Sehenswürdigkeiten wie das Globe Theatre. Und nun wird unsere einzigartige und kulturträchtige Hauptstadt für unbestimmte Zeit um eine musikalische Attraktion reicher: Das Queens Block Orchestra, ein international bekanntes und aktuell schwer angesagtes Jazzquintett aus New York City, macht auf seiner Weltreise Halt in London.
Wie die Leaderin der Jazzband, die Kontrabassistin Ayita Jackson, uns in einem kurzen Interview während ihres ersten Konzerts in London verriet, befinden sich Queens Block Orchestra derzeit in internationalen Gewässern auf der Suche nach neuen Einflüssen und unkonventionellen Melodien. Vor ihrem Stop bei uns in Großbritannien besuchten sie bereits Länder wie Chile, die Föderierten Staaten von Mikronesien, Finnland und das Königreich Bhutan. Über weitere Reiseziele konnte uns Jackson jedoch keine Auskunft geben. „Wir wissen noch nicht, wo es hingeht. Jetzt sind wir hier und wir bleiben so lange, bis es uns danach verlangt, weiterzuziehen. Ich will nicht so tun, als gäbe es eine Art übergeordnete Macht, die uns sagt, wo wir als nächstes hingehen sollen. Das wäre Bullshit. Wir befinden uns bloß in der traumhaften Lage, frei und noch dazu spontan entscheiden zu können, was wir als nächstes tun und dort zu arbeiten, wo wir gerne würden. Dafür dankeschön, im Namen von uns allen", gab uns die Kontrabassistin als Statement, bevor sie wieder zum Instrument griff und das Interview auf diese Weise nicht auf Englisch, sondern in der verständlichsten und schönsten aller Sprachen beendete: Der Musik.
Queens Block Orchestra, die diesen Namen ihrer schicksalsträchtigen Kennlerngeschichte verdanken, in der die Bandmitglieder während ihrer Kindheit in ihrer gemeinsamen Heimat, dem New Yorker Stadtteil Queens, zueinander und dabei zu ihrer Leidenschaft für die Musik finden, spielen während ihres Aufenthalts in London u.a. im Hyde Park, vor Florean Fortescues Eissalon in der Winkelgasse und im Saturn's Rings, einer Jazzbar am Stadtrand. Weitere Auftritte in Edinburgh, Manchester und Bristol sind geplant. Die Termine, die bereits bekannt gegeben wurden, finden Sie unter dem Artikel aufgelistet. Über alle weiteren werden wir Sie selbstverständlich rechtzeitig informieren. Die Empfehlung der Redaktion: Nehmen Sie sich die Zeit und besuchen Sie eines der Konzerte, so lange die Band vor Ort ist, selbst, wenn Jazz für Ihre Ohren Neuland ist. Es heißt nicht umsonst, dass Queens Block Orchestra so gut sind, dass sie selbst so manchen jahrelangen Jazzhasser durch die Zwanglosigkeit ihrer Musik umzukehren vermögen. Ein Besuch lohnt sich, versprochen!
28.02.2002, LEXI M. DAVIES

Antworten Zuletzt bearbeitet am 28.02.2019 15:02.

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Daily Prophet: Ausgabe 20, Februar

von DailyProphet am 28.02.2019 14:57

THE DAILY PROPHET
Ausgabe 20                                    FEBRUAR

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Re: Daily Prophet: Sonderausgabe

von DailyProphet am 02.02.2019 18:35

THE DAILY PROPHET: DAS GROßE HEXENWOCHE SPEZIAL
VIPS

Was meine Tattoos bedeuten
Diese Stars zeigen uns, was ihnen unter die Haut geht

Edward Darcy ist ein riesig großer Mann, doch wenn er auf dem Besen sitzt, segelt er so majestätisch dahin wie ein Drache. Wir haben uns jedoch nicht mit dem Treiber für die Wigtown Wanderers jedoch nicht getroffen, um über Quidditch zu reden; was viele Fans nicht wissen, ist, dass sich unter den blutroten Roben, die er auf dem Feld trägt, noch etwas anderes verbirgt als stahlharte Muskeln. Wir setzen uns gemeinsam hin, und er zeigt uns stolz das Tattoo, das die gesamte rechte Seite seines Brustkorbs einnimmt. „Das hier ist meine kleine Kaulquappe.“, erzählt er uns, und er klingt stolz, fast schon zärtlich. ‚Klein‘ ist dabei eine Untertreibung, sie ist nämlich ungefähr so groß wie eine geballte Faust, in Proportion zum Tattoo selbst könnte man sie jedoch durchaus klein nennen. Sie schwimmt eifrig ihre Kreise in der Pfütze aus Tinte unter seiner Haut, und lässt sich von den anderen Dingen, die dort, wie auf Wasser, vor sich hin treiben, nicht beirren. „Das soll den Kreis des Lebens darstellen“, sagt Darcy über das Motiv. „Die Kaulquappe wird im Laufe einer Woche zu einer Kröte, und wenn sie dann Sonntag Nacht stirbt, ist für ein paar Minuten ganz still in dem Teich, bis dann der Laich hochblubbert, und dann eine Quappe schlüpft.“ Wir sitzen an einem Montag Nachmittag zusammen, weshalb die Kaulquappe schon kleine Arme und Beine aufweist. „Sie ist wie ein Phönix. Nur halt eben eine Kröte. Das soll heißen, das Leben passiert mit uns allen, ob wir jetzt so besonders sind wie ein Phönix, oder eben so gewöhnlich wie eine kleine Kröte.“ Darcy ließ sich das Tattoo vor sieben Jahren stechen, ein paar Wochen nach einem traumatischen Erlebnis. „Es war ein ganz normaler Nachmittag, ich kam vom Training nach Hause.
Normalerweise fing meine Baumkröte Buddy immer, wenn er die Haustür hörte, an zu quaken wie verrückt. Weil er mich halt vermisst hat. Und weil er Hunger hat, der kleine Racker. Aber an dem Tag war er still. Ich dachte mir nichts dabei, vielleicht schläft er ja, nicht? Ich geh in die Küche, trink was, sowas halt, und dann will ich schauen, wie es Buddy geht. Er hat sich gar nicht bewegt, und als ich ihn rausholen wollte, war er ganz steif und kalt... Also kalt sind die ja eh, aber er war wie eine Statue. Und da wusste, ich... er war gestorben.“ Wir geben Darcy eine Minute um sich zu sammeln, die Geschichte nimmt ihn noch immer sichtlich mit. „Er war mein bester Freund. Ich hab ihn mit elf bekommen, er ist mit mir zur Schule gekommen, und hat mir immer beigestanden. Er war immer für mich da, immer, wenn ich wen zum Reden brauchte, konnte ich auf ihn zählen, und er auf mich. Buddy hat mir alles bedeutet. Er war immer so ein lebhafter Kerl…“ Er wird still und schaut mit glasigen Augen in die Ferne, was für uns das Zeichen ist, ihn zu fragen, wie er sich dazu entschied, diese Erfahrung in einem Tattoo zu verarbeiten. „Ich hab ihn halt vermisst und so. Ich hab ihm eine ganz schöne Beerdigung bereitet, so auf so einer Wiese wo wir immer gern gespielt haben. Ich wollt das Grab nicht mit Magie ausheben, weil ich mir dachte, Buddy verdient meinen Schweiß und meine Anstrengung. Aber der Boden war gefroren, weil es Winter war, also konnte ich ihn nicht so tief vergraben. Jedenfalls hab ich so ne Zeremonie gemacht und alles, aber ich wollte was Permanentes. Also hab ich das Tattoo gemacht. Ist voll schön geworden, oder? Am Anfang, als ich das bekommen hab, konnte ich gar nicht aufhören, das anzustarren. Er sah halt so echt aus, wie Buddy in seinem Leben. Das hat mich voll so... berührt.“ Auf unsere Nachfrage, erklärt er auch die restlichen Details des Tattoos. „Da in der Mitte vom Tümpel schwimmt halt noch so... Uhrzeiger, weil die Zeit immer nur vorwärts geht. Man kann die nicht zurück drehen, man muss vorwärts schauen. Das hat mich Buddy gelehrt. Die drehen sich auch, aber nicht in unserer Zeit, sondern in der Lebenszeit von der kleinen Kaulquappe. Also halt — eine Kröte hat ja ein längeres Leben als nur eine Woche. Deshalb dachte ich, wäre schön so, wenn die Zeiger in der Zeit von der Kröte gehen, also so voll viel schneller. Da drum rum sind Löwenzahn Blumen, weil die auf der Wiese wachsen, wo Buddy und ich gespielt haben, und wo der auch begraben ist. Die fand er immer voll schön, und ich find die auch voll schön. Die verblühen auch gegen Ende der Woche, und werden zu Pusteblumen, und dann lassen sich die Puschel von denen weg pusten. Das fand ich schön so.“ Und wir stimmen dem zu. Man kann sagen, dass für Edward Darcy dieses bedeutungsvolle Tattoo mehr als nur unter die Haut geht.
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Orsino Thruston, der Schlagzeuger der Weird Sisters ist von Kopf bis Fuß tätowiert, fast wortwörtlich. Es ist noch einiges an Haut unberührt, und auf unsere Frage, ob das so bleiben soll, zuckt er nur mit den Schultern und sagt ganz mysteriös „Wer weiß?“, doch über ein Dutzend Bilder, klein und groß, zieren seine Haut, von seiner linken Ohrmuschel bis zu seiner rechten Ferse. Er erzählte uns zu allen ein wenig, doch wir durften uns fünf aussuchen, zu denen er uns ein bisschen mehr erzählte. Zunächst ist da sein allererstes Tattoo: „Das habe ich mir mit sechzehn machen lassen.“, sagt er, während er sich den linken Ärmel hoch schiebt und uns seinen Bizeps zeigt — der auch so schon nicht unansehnlich ist, aber es geht ja um das Bild darauf. „Ich hab’ einfach behauptet, ich sei schon volljährig, mein Freund Kirley hätte für mich gebürgt, aber der Tätowierer hat nicht einmal nachgefragt. Jedenfalls, das ist meine schwarze Witwe.“ Wer an dieser Stelle an eine Spinne denkt, liegt meilenweit daneben, denn es handelt sich wortwörtlich um die Figur einer Frau, die in einem langen, schwarzen Kleid da steht und trauert. Vor ihrem Gesicht ist ein undurchsichtiger schwarzer Schleier, der mit den Bewegungen des Arms des Schlagzeugers mit schwingt. Er demonstriert es uns, bevor er ein wenig näher rückt und uns den Arm vor’s Gesicht hält. Eine Gelegenheit, die wir definitiv für nähere Betrachtungen ausnutzten. Und natürlich, um uns sein Tattoo anzusehen. „Pustet mal.“, fordert er uns mit einem Grinsen auf, und wir kommen dem neugierig nach. Der Schleier der Witwe lüftet sich auf unser Wegpusten hin, und offenbart, dass das Gesicht der Witwe ein Skelett ist. „Es hat ehrlich gesagt von all meinen Tattoos am wenigsten Bedeutung, bis auf die, dass es mein erstes ist. Aber ich hatte da keinen tieferen Gedanken, der dahinter steckt. Ich finde, sie sieht einfach cool aus. Das Stechen hat mehrere Stunden gedauert, aber das war es definitiv wert.“ Dann zeigt er uns, dass der Schleier der Witwe, egal wie er den Arm hält, immer nach unten hängt, als würde auch die Tinte des Tattoos den Regeln der Schwerkraft folgen müssen — die Liebe zum Detail ist atemberaubend. 


Dann offenbart uns Orsino – wie wir ihn nennen dürfen – das nächste Tattoo. Wer die Witwe ein wenig gruselig fand, dem wird dieses vielleicht einen Schrecken einjagen, doch zu Orsino und seinem Stil passt das Motiv eigentlich recht gut. Es ist ein Mund, aber es ist auch ein Auge. Ein Auge in einem Mund? „Es geht um Worte. Man sagt immer, dass die Augen die Fenster zur Seele seien. Aber wieso nicht der Mund? Mit Worten kann man, meiner Meinung nach, so viel mehr ausdrücken als mit Blicken — auch, wenn es immer heißt, es sei anders herum. Worte sind so viel unmissverständlicher, und ich finde sie, ehrlich gesagt, auch sehr viel schöner. Ein Sonett hat so viel mehr Substanz als ein sehnsüchtiger Blick, auch, wenn sie die gleiche Bedeutung tragen mögen. Worte können Blicke beschreiben, Blicke aber keine Worte. Deshalb habe ich mir dieses Fenster zum Fenster der Seele stechen lassen.“ Als wir unsere Verblüffung über diese ehrliche, tiefsinnige Antwort ausdrücken, lacht er nur und zwinkert. „Ich habe so meine Momente.“ Das Mund-Auge, dessen kontrastreiches Design uns wundern lässt, ob es nun Wimpern sind oder die Falten der Lippen, die es umgeben, blinzelt nicht. Es folgt uns nur, still und wachsam. 

Als nächstes krempelt der Musiker das Bein seiner Jeans hoch, und zeigt uns seine Wade, wo ein dicker schwarzer Mistkäfer seine recht vogelartigen Flügel schlägt und mit den Antennen wackelt. Irgendwie süß, aber nur, wenn man ein Fan von Krabbeltieren ist. Der Käfer ist nur ein paar Zentimeter groß, und nicht sonderlich detailgetreu, aber seine auf der Stelle krabbelnden Beinchen scheinen doch erschreckend lebensecht. „Mein Skarabäus.“, sagt Orsino, fast entschuldigend bei dem Anblick unserer Gesichter. „In altägyptischer Mythologie ein Glücksbringer. Er wurde auch mit dem Sonnenlauf und Schöpfung in Verbindung gebracht. Ich schöpfe gerne neues, namentlich neue Songs, und Glück kann ich immer gebrauchen, also hab ich mir ihn hier auf unserer Afrika-Tour stechen lassen. Wir haben ein Konzert in einem angeblich verfluchten Pharaonengrab gegeben, das war verdammt cool.“ Sein Grinsen können wir nicht ganz so enthusiastisch erwidern, doch wir sind ganz froh, dass das Skarabäus-Tattoo ihn vor einem antiken Fluch geschützt hat. Jahrtausendealte Magie soll nämlich tierisch schwer zu entwirren sein. 

Uns sind bereits die ganze Zeit ein Set an Tattoos aufgefallen, das auf Orsinos Finger verteilt ist. Nonchalant winkt er mit seinen Händen, während er spricht, und die minimalistischen Symbole auf seinen ersten Fingergliedern scheinen zu tanzen. Sobald er jedoch still hält, tun sie das auch. „Nordische Runen.“ erklärt er, als wir die gezackten Linien begutachten. „Ich kann euch nicht mehr sagen, als ich in den ersten paar Jahren Alte Runen mitbekommen habe, aber sie sind ebenfalls wie eine Art Glücksbringer.“ Dann sagt er uns, was jede Rune bedeutet: Er beginnt mit Freude und Erfolg an seinem rechten Daumen, Stärke und Aktivität am rechten Zeigefinger, und Schutz und Unterstützung am Ringfinger der selben Hand. Sein linker Zeigefinger trägt Kreativität und Inspiration, der Mittelfinger Ziele, am Ringfinger Erfolg und der kleine Finger Veränderung und Bewegung. „Es sind alles Dinge, die ich mir auch für meine Zukunft und Karriere wünsche.“ Was er mit dem freien Platz auf den restlichen Fingern mache? „Mal sehen, es existieren auf jeden Fall noch ein paar mehr Runen.“ 

Das letzte Tattoo, von dem er spricht, befindet sich auf seinem rechten Oberarm. Es ist der Kopf einer Bärin, vor einem Hintergrund aus filigranen geometrischen Figuren, gepunkteten Linien und Sternen. „Das Sternbild ist Ursa Major. Das ist das Sternzeichen, unter dem ich geboren wurde, weshalb meine Eltern auch diesen Namen für mich ausgesucht haben. Aber das Tattoo steht für meine Mutter.“ Die Bärin blinzelt uns andächtig an. „Weil wenn ich der kleine Bär bin, ist sie die große Bärin. Sie ist die stärkste Frau, die ich kenne.“ Orsino erzählt uns mehr über seine Mutter, ein Muggel, die als Lehrerin für jüngere Muggelschüler arbeitet. „Sie ist unerschütterlich, und hat meine Schwester und mich mit ein bisschen gut gemeinter Strenge und ganz, ganz viel Liebe erzogen. Wie eine Bärin eben.“ Die Rührung treibt uns schon fast die Tränen in die Augen, denn obwohl auch seine anderen Tattoos nicht ganz ohne Sinn und Bedeutung sind, geht ein Tattoo für eine wichtige Person in seinem Leben doch sehr viel tiefer als nur unter die Haut. Auf die Frage hin, was seine Mutter zu dem Tattoo gesagt hätte, lacht er. „Anfangs war sie nicht sehr begeistert. Mit jedem weiteren Tattoo, das ich nach Hause gebracht habe, hat sie die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Sie findet, Tattoos sind für Seemänner und Kriminelle. Aber mit der Zeit hat sie sich auch an das Tattoo gewöhnt, und jedes andere. Einmal hab ich versucht, es ihr zu erklären, und meinte ‚Ma, ich bin ein Rockstar!‘, aber das wollte sie nicht hören. Sie meinte, ich sähe nicht aus wie ein Rockstar sondern wie eins der Pulte in ihrem Klassenraum: Überall vollgekritzelt.“ Er lacht wieder, und wenn er das so leicht nimmt, tun wir es auch. 

Wir sind neugierig, und können gar nicht genug bekommen. Wir fragen nach den anderen Tattoos, auf die wir einen Blick erhascht haben, beispielsweise eine zweibucklige Katze auf seiner rechten Wade, doch er schnalzt nur mit der Zunge. „Wollen wir uns das nicht für das nächste Mal aufheben?“ Er hat recht, aus den ausgemachten drei Tattoos sind fünf geworden, aber seine Geschichten sind nunmal einfach zu spannend. Doch wir stimmen ihm zu, und bedanken uns für seine Zeit und detaillierten Antworten.
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Der Künstler Kardhayin ist nicht nur für seine Gemälde oder Skulpturen bekannt, sondern auch für die Kunst, die er auf seiner eigenen Haut in Form von Tattoos ausübt und über die er heute eingewilligt hat, mit uns zu reden. Da er ein überaus großer Mann ist, den unglaublich zahlreiche Tattoos zieren, baten wir ihn jedoch darum, uns nur jene zu erläutern,
die ihm am wichtigsten erscheinen. Sieht man jedoch nun in sein Gesicht, fällt dabei sofort die Zahl 21 auf, die er auf seine atemberaubenden Wangenknochen tätowiert hat. Auf Nachfrage, was denn diese Zahl zu bedeuten habe, schenkt er uns ein verwegenes Grinsen. „Das ist natürlich mein Alter und verändert sich auch mit diesem“, antwortet er und uns bleibt eine Sekunde die Luft weg, scheint dieser Mann doch tatsächlich erst 21 Jahre alt zu sein? Jedoch lacht er daraufhin nur ein sanftes Lachen und fügt hinzu: „Ach ich vergaß zu erwähnen, es handelt sich dabei um mein seelisches Alter, nicht mein körperliches…auch wenn das sehr angenehm wäre“, nach einem kurzen Lacher fragen wir nach, was es denn mit diesem seelischen Alter auf sich habe. „Wissen sie, jeder Mensch hat ein körperliches und ein seelisches Alter. Naheliegend, dass dabei das körperliche Alter jenes ist, welches man uns äußerlich ansehen kann. Das seelische Alter hingegen ist…mehr oder weniger mit unseren…besonderen Erfahrungen gleichzusetzen, die wir im Laufe des Lebens mitbringen.“ Ein kleiner Schauder läuft uns über den Rücken, als er dies mit seiner sehr glatten Stimme erläutert und wir wollen wissen, ob er dazu in der Lage wäre, unser seelisches Alter einzuschätzen. Daraufhin schenkt er uns nur ein leises, sanftes Lachen. „Tja, das seelische Alter liegt bei den meisten Menschen leider bei Null, da es eine Menge kostet, die nötigen Erfahrungen zu machen. Man muss nicht nur Einiges aufgeben sondern auch mit viel mehr…“, er macht eine kurze Pause und schenkt uns einen mit seinen stechend blauen Augen fast übernatürlich magischen Blick, „Leidenschaft an die Dinge herangehen.“ Nach dieser Erklärung bleiben diesbezüglich keine Fragen mehr offen und wir bitten ihn, uns noch weitere seiner Tattoos zu erläutern.

Also zieht er die Ärmel seines flaumigen Gewandes hoch und präsentiert uns auf seinen Unterarmen zwei Raben, welche, als er die Unterarme passend aneinander hält zum Leben erwachen und jeweils ihren einen Flügel in die Höhe schwingen, so als handele es sich um einen Raben mit zwei Köpfen, welcher zuerst in der Mitte getrennt und nun wieder zusammengefügt wurde. „Sie tragen die Namen Ivanka und Sredoje. Ivanka ist weiblich und sie steht für den Geist und das Herz und die Leidenschaft, weshalb sie auch das rot schimmernde Gefieder trägt.“, er weist auf seinen rechten Arm, „Sredoje ist männlich und steht für das Ende und die Vergänglichkeit, der Grund weshalb er kein Gefieder und auch keine Haut mehr besitzt, sondern lediglich ein Skelett seiner selbst darstellt“, er weist auf seinen linken Arm und wir nicken verstehend. „Die beiden sind unzertrennlich und gehören zusammen, jedoch können sie auch nicht immer beieinander sein, denn sie würden sich daran gegenseitig zerstören. Sie leben in einer Symbiose, die sie jedoch auch nach und nach gegenseitig zerstört, bis weder vom Leben, noch vom Tod etwas übrig ist“, erklärt er noch und seine kryptischen Worte versetzen uns ins Nachdenken und daraufhin steht er auf und verkündet, dass er ein beschäftigter Mann sei und uns nun leider verlassen müsste. Gefesselt von diesem einzigartigen Mann verbleiben wir also.

IMELDA THORNTON UND ROSE TRISTYN

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Re: Daily Prophet: Ausgabe 19, Januar

von DailyProphet am 31.01.2019 03:22

STYLING & FASHION
 
WARME WINTERWOLLE ZUM WOHLFÜHLEN

Probieren Sie diesen Winter die Wollkollektion von Woolworth's Wool World. Die trendigen Teile für Hexen und schicken Schnitte für Zauberer tragen sich nicht nur wohlig warm und weich, sondern sind von bester Qualität. Schottische Schafe liefern schöne und schaumweiche Wolle, was die weltweite Wollproduktion weiterbringt. Es ist garantiert, dass keine zusätzlichen Zauber zur Züchtung und Scherung der Tiere genutzt und die Faser keinen unnötigen Untaten unterzogen werden. Sie werden lediglich gründlich geputzt, gegebenenfalls gefärbt und zu guterletzt gefilzt, und zu rabiaten Roben, atemberaubenden Abendkleidern, wunderschönen Wintermänteln, herrlichen Hüten und fabelhaften Fingerhandschuhen verarbeitet. Die Preise beginnen bei lediglich 30 Galleonen, für ein Stück, das sie den Rest ihres Lebens lang begleiten und ihnen Wärme und Wonne spenden wird. 

10.07.2001, ENRIQUE ERDNUSS

Antworten Zuletzt bearbeitet am 31.01.2019 15:26.

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Daily Prophet: Ausgabe 19, Januar

von DailyProphet am 31.01.2019 02:58

THE DAILY PROPHET
Ausgabe 19                                      JANUAR


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Re: Daily Prophet: Ausgabe 18, Dezember

von DailyProphet am 29.12.2018 23:02

KOMMENTARE & ESSAYS
GOODBYE, 2001!

Und wieder einmal neigt sich ein spektakuläres und ereignisreiches Jahr dem Ende zu. 2001 war geprägt vom Aufleben der Zaubererschaft nach einer schweren Episode voller Trauer und Verluste, die wir nun endlich hinter uns lassen können. Die Zeiten von Angst und Leid sind vorbei. Vor der Tür wartet das blühende Leben! Und deshalb haben die Hexen und Zauberer Großbritanniens in diesem Jahr ihr Leben in vollen Zügen genossen. Wie viele seiner Verwandten war 2001 ein Jahr voller Pannen und Peinlichkeiten, Schwierigkeiten und Konflikte, vor allem aber war 2001 das Jahr der Versöhnung, von Freundschaft und Liebe, von Freude und Glück. Halten Sie Ihren Zauberstab griffbereit und lassen Sie sich von uns auf eine alphabetische Reise durch die aufregendsten und emotionalsten Ereignisse von 2001 mitnehmen!

A wie Attraktivität
Der heißeste Punkt gleich zu Beginn: Natürlich fand auch 2001 wieder die alljährliche Wahl zur Sexiest Witch und zum Sexiest Wizard Alive statt. Unter den prominenten Mitgliedern der Zaubererschaft wurden jeweils die verführerischste Hexe und der begehrenswerteste Hexer gesucht und sogar gefunden: Caoimhe Coughlin und Roger Davies repräsentieren, so zumindest das Urteil der fachkundigen Jury, das gegenwärtige Schönheitsideal. Herzlichen Glückwunsch!

B wie Bildung

Nach der tragischen Schlacht von Hogwarts, die trotz immenser Opfer letztlich ein gutes Ende nahm, lag das einst so imposante Schloss in Schutt und Asche. Dank hilfsbereiter Sponsoren und tatkräftigen Helfern konnte das Internat nach langwierigen Renovierungsarbeiten seinen alten Glanz wiedererlangen. Inzwischen kann dort wieder ungestört unterrichtet und die ausgezeichnete Zauberer-Ausbildung, die die Schüler*innen in Hogwarts schon seit über tausend Jahren erfahren,
fortgesetzt werden.

C wie Charakter

Der sehr beschwingte Charakter dieses Jahres riss uns alle mit auf seine Schwingen, ging es bereits zu Beginn mit viel Motivation ins neue Jahr, viele Vorsätze wurden erstellt und eingehalten und so blieb der Verlauf des Jahres mehr als positiv und angenehm. Natürlich wurde dies auch durch die zahllosen positiven Ereignisse und Errungenschaften gestützt, die im Laufe des Jahres und dieses Rückblicks noch folgten und folgen.

D wie Demokratie
Nicht nur standen dieses Jahr unglaublich viele Entscheidungen über diverseste Themen an, auch wurden diese zu vielen Teilen erstmals auf einer demokratischen Ebene entschieden, wie sie das Zaubereiministerium bisher nur selten sah. Der Zaubereiminister Kingsley Shacklebolt bestand auf ein allgemeineres System vor allem im Bereich der Justiz und so wurden die tatsächlich eher wenigen Entscheidungen über Recht und Schlecht im Jahr 2001 zwar deutlich zeitaufwendiger aber auch deutlich mehr im Sinne der Allgemeinheit behandelt.

E wie Ehre
Im Jahr 2001 schreiben wir offiziell die niedrigste Foulrate in unserer so beliebten Quidditchliga, die spannenden Spiele, die wir erleben durften, fanden stets mit einer Fairness und einer Sportlichkeit statt, die wohl niemand in diesem Ausmaß hätte erwarten können. Selbst Spieler wie der Kapitän der Wimbourne Wasps, Marcus Flint, welche für grobes Foulspiel bekannt sind, hielten sich diesbezüglich zurück und auch nach den Spielen hatten die Verlierer trotzdem noch etwas zu lachen, hatte Quidditch dieses Jahr einfach nur Spaß und Freude gebracht. Da vergaß man sogar als Zuschauer zeitweise die Wettkampfsituation, in der sich alle Spieler und Trainer befanden.

F wie Fortschritt
Ein Jahr voll industrieller Innovation, medizinischem Einfallsreichtum und geistiger Weiterentwicklung liegt hinter uns. Mit Branchen revolutionierenden Neuheiten wie dem Firebolt Thunder, der mit seiner technischen Raffinesse die Rennbesenproduktion auf ein anderes Level hebt, und neuen Praktiken wie dem Verwenden einer speziellen Liebstöckel-Tinktur gegen Schlangenbisse beweist sich die Gesellschaft einmal mehr selbst, dass der Fortschritt bekanntlich nicht aufzuhalten ist. Auch der soziale Fortschritt der magischen Gemeinschaft in Form von Verbreitung aufgeschlossenen und liberalen Gedankenguts war 2001 nicht zu übersehen, resultierend beispielsweise in einem immer stärkeren Rückgang der Hauselfenhaushalte in Großbritannien und Irland.

G wie Galleonen
Die Zaubererbank Gringotts in der Winkelgasse erhöhte durch die Ereignisse während des Krieges die Sicherheitsstufen zunehmend, wobei dieses Jahr nun endlich sämtliche Ausbauarbeiten, die sich vorgenommen worden waren, soweit abgeschlossen waren, dass die Mitarbeiter der Bank offiziell angaben, Galleonen und andere Wertsachen, die nun dort gelagert werden sollen, seien unter der Obhut der neuen Vorkehrungen zur Sicherung und Sicherheit besser aufgehoben denn je. Allein dadurch also stiegen die Anfragen für neue Verließe enorm und inzwischen wird über eine Erweiterung der Kapazitäten nachgedacht, jedoch bisher noch ohne Ergebnis. Trotzdem verbuchen wir diesen Ausbau als großen Erfolg dieses Jahres.

H wie Heldentum
Jedes Jahr offenbaren sich uns neue Helden, die durch ihren Einsatz und ihren Mut die Welt zu einem besseren Ort machen. Wie zum Beispiel Maisie Cattermole, der dieses Jahr für ihre Rettung der Bewohner des St.-Oswald's Home for Old Witches and Wizards vor einem Brand den Orden des Merlin 2. Klasse verliehen wurde. Doch nicht immer braucht es ein Problem oder eine Katastrophe für eine Heldentat. So haben wir dieses Jahr in Roger Davies einen neuen Quidditchhelden gefunden, als der Tutshill Tornados-Jäger mit der sensationellen Leistung, in seinem ersten Jahr als Kapitän mit seinem Team die Meisterschaft zu gewinnen, Geschichte schrieb.

I wie Integration
Seit dem Ende des Zweiten Zaubererkrieges bemühen sich Hexen und Zauberer in ganz Großbritannien, ihre Abneigung gegen Rassismus und Ausgrenzung zu verdeutlichen und die allgemeine Toleranz von muggelstämmigen Zauberern und Hexen, Squibs sowie Muggeln zu fördern. In diesem Jahr starteten einige großartige und erfolgversprechende Aktionen, die zu einer friedlichen Verständigung zwischen den Fronten und zu mehr Akzeptanz anderer Lebensstile beitragen sollen. Enorm hervorgetan hat sich dabei Antonia Campbell, eine Hexe, die 2001 nicht nur den Ratgeber „Zurechtfinden in der magischen Welt" veröffentlichte, sondern auch noch die erste magische Kindertagesstätte eröffnete, einen Ort, an dem Kinder aus allen Zaubererfamilien gemeinsam auf das Leben in der magischen Welt vorbereitet werden. Aber auch Zauberer wie Garry Goodman, der Gründer des ersten Muggel-Adventureparks in Großbritannien, tragen mit ihren Projekten maßgeblich zur Integration bei.

J wie Jugendwort
Nachdem in den letzten Jahren dem Thema Jugend durch den Krieg und die vielen Aufbauarbeiten nach dem Sturz von Dem-dessen-Name-nicht-genannt-werden-durfte eher weniger Aufmerksamkeit geschenkt wurde, brachte es eine kleine Abordnung von Zauberern dieses Jahr mal wieder dazu, ein Jugendwort des Jahres zu küren. Auf der Basis zahlreicher Nachforschungen im Bereich der Jugendsprache unter jungen Zauberern und Hexen, wurden dabei zunächst mehrere verwendete Worte in einer Statistik verzeichnet und schließlich ausgewertet, welches davon am häufigsten hervortrat. Erstaunlicherweise stach dabei ein gewisser Begriff ganz besonders intensiv ins Auge des Komitees: „bobold." Laut der Erklärung einer quietschfidelen Hexe wäre dies eine simple Modifikation des Wortes „Kobold", welches angeblich durch einen hastigen Schreibfehler entstanden sein soll und sich dann als simples und lustiges Wort etabliert hatte, etwa in Satzzusammenhängen wie „I bims 1 bobold." Doch daraus wird wohl auch nur noch die heutige Jugend schlau...

K wie Kreativität
2001 war ein wirklich erfolgreiches Jahr für die Kunst- und Kulturbranche. Die Zahl der Besucher in britischen Zauberertheatern stieg im Vergleich zum Vorjahr um ganze 27% und auch die Kunstgaleristen des Landes sprechen von einem wirtschaftlich mehr als zufriedenstellenden Jahr. Ein außergewöhnliches Highlight war die in der magischen Presse vielfach gelobte Ausstellung des serbischen Virtuosen Dražan Kasun, besser bekannt unter seinem Künstlernamen „Kardhayin". Auch eine Vielzahl von Büchern wurde in diesem Jahr veröffentlicht, sowohl im Belletristik- als auch im Sachbuchbereich. Besondere Aufmerksamkeit bekam u.a. der neue Roman der bekannten Romantikautorin Wendy Slinkhard, „Sleepless in Tutsmill".

L wie Lebewohl
Dieses Jahr mussten wir uns von einigen bekannten Gesichtern der magischen Welt verabschieden. Beispielsweise gab die gefeierte Sucherin der Appleby Arrows den Rücktritt von ihrem Posten als Kapitänin und Sucherin, sowie ihren vorläufigen Rückzug aus der Öffentlichkeit bekannt. Auch Dimitri Koslow, irischer Nationalspieler und Kapitän der Ballycastle Bats, zog sich nach eigenen Angaben wegen familiärer Gründe aus der Öffentlichkeit zurück, genau wie sein Nachfolger bei den Bats, Luke McLame, der seinen neuen Posten in Rekordzeit wieder verließ.
An dieser Stelle wünschen wir allen, die sich in diesem Jahr für einen radikalen Lebenswandel entschieden haben, viel Erfolg für die Zukunft und ein langes, glückliches Leben.

M wie Medien
Im Zuge der Integration behandelte ein kleines Komitee des Ministeriums aus dem Büro gegen den Missbrauch von Muggelartefakten den Gedanken, mehr ebendieser Artefakte in den Alltag der Zauberer zu integrieren und auch offizieller Informationen und Anweisungen insbesondere bezüglich technischer Fortschritte der Muggel an die Allgemeinheit auszugeben, sodass zum Beispiel auch für muggelfanatische Reinblutsfamilien die Möglichkeit besteht, ein sogenanntes Fernsehgerät oder ein Telefon zu verwenden. Teil an den Muggelmedien zu haben könnte nicht nur der einfacheren Unterhaltung, sondern auch der Information bezüglich der Kleidung und der Verhaltensweisen der Muggel dienen, sodass wir diese nach und nach einfacher in unser Alltagsleben integrieren können und uns auch mit ihrer Kultur vertrauter machen.

N wie Naturnah
Zauberstabforscher entdeckten bei einem „Back to the Roots"-Projekt, dass es möglich wäre, eine neue Generation von Zauberstäben aus den Wurzeln verschiedener Bäume herzustellen, welche einen anderen Charakter und eine bodenständigere Wesensart zeigen könnten, sodass sich diesbezüglich nun auch für ein breiter gefächertes Spektrum von Zauberern und Hexen genau der richtige Stab finden ließe. Die Forscher gehen hierbei also wortwörtlich „Zurück zu den Wurzeln".
Auch ließ sich feststellen, dass Yakmilch in Zaubertränken eine ganz besondere und unerwartete Wirkung zeigte. Ein etwas exzentrischer Zauberer namens Cavinius Bubbles ließ sein Getränk bei dem Versuch, einen Vielsaft Trank zu brauen in den Kessel fallen und stellte aus Forschungsdrang nachher fest, dass der Trank dadurch wohl erstens eine ungemeine Cremigkeit und außerdem eine stärkere und länger anhaltende Wirkung erhielt. Inzwischen wird also mit Yakmilch deutlich mehr experimentiert, um herauszufinden, wie viel sie als Zutat für Zaubertränke taugt.

O wie Ohrwurm
Nachdem das Album bereits 1996 von der beliebten Gruppe „The Weird Sisters" veröffentlicht wurde, fand „Something Wicked" im Jahr 2001 erneut einen besonderen Aufschwung, was wohl insbesondere seinem nachdenklichen sowie emotionalen Song „A Gargoyle's Dream" zu verdanken ist, welcher immer wieder in den verschiedensten Umgebungen zu hören gewesen war. Der besonders aufwühlende Refrain mit dem Text „Stone eyes cry stone tears, who thought that after all these years a stone heart would start to beat to the beat of the rain in the street" geht sofort ins Ohr und bleibt ewig in den Köpfen. Woher genau jedoch dieser Ohrwurm der Zauberergesellschaft plötzlich kam, nachdem es das Album inzwischen ja schon eine Weile gibt, ist nicht ersichtlich.

P wie Partnerschaft
Hier möchten wir nochmal besonders die Partnerschaft dieses Jahr mit der Hexenwoche hervorheben, die Spezialausgabe bereitete nicht nur den Mitgliedern beider Redaktionen unglaublichen Spaß und eine Menge Erzählstoff sondern ist auch die Ausgabe selbst zugegebenermaßen eine der am meisten verkauften Ausgaben seit langen Jahren, was ein recht stabiler Nachweis für die Beliebtheit dieser ist. Hier nochmal ein offizielles Dankeschön an die Redaktion der Hexenwoche für die Kooperation und die sehr gelungene Partnerschaft.

Q wie Quidditch
Nicht nur sprengte das Team der Tutshill Tornados dieses Jahr die Erwartungen der Quidditch Liga in Großbritannien, auch die anderen Teams zeigten atemberaubende Performances und waghalsige Manöver des so beliebten Zauberersports und hielten mit ihrer Spielleistung auch die Zuschauerschaft und die Fans sowie die Journalisten, die über die Spiele berichten durften in Atem. Damit geht nun also ein sehr erfolgreiches und erfreuliches Jahr der Quidditch Liga zuende und wir freuen uns schon auf nächstes Jahr.

R wie Reiselust
Das Ausland lockt und so auch die besonders günstigen Gelegenheiten, die sich boten, wurden einige neuere Schnittstellen des Flohnetzwerks in verschiedenen Ländern wie Bulgarien, Amerika, Deutschland und Japan eröffnet, in die Zauberer aus aller Welt nun deutlich einfacher auch international reisen können. Natürlich findet all das nur unter der strengen Kontrolle zuständiger Behörden statt, welche die neuen Kamine rund um die Uhr überprüfen und überwachen.

S wie Schwachsinn
Wie immer haben nicht nur wir vom Tagespropheten uns verpflichtet gefühlt, für Ihre Weiterbildung im Bereich Aktuelles Wissen zu sorgen, sondern auch unsere Kollegen vom Klitterer-Magazin. Während Sie es bei uns jedoch – wie üblich - mit knallharten, wahrheitsgetreuen Fakten zu tun hatten, hat der Klitterer seinen Lesern wieder einmal Artikel über einfallsreiche Themen wie Traumdeutung oder Kinder-Armeen, die angeblich im Hinterzimmer des Zaubereiministers geplant werden, zweifelhafte Meisterwerke der Poesie und unsachliche Interviews mit zweitklassigen Prominenten präsentiert.

T wie Temperaturschwankung
Eine alte Bauernweisheit über das Wetter besagt: April, April, der macht, was er will. Würde man dem folgen, war das ganze Jahr 2001 eine zwölf Monate andauernde Ausgabe des Aprils. Auf einen ungewöhnlich langen und heißen Sommer folgte ein so plötzlicher Kältesturz, dass das Londoner Flohnetzwerk unter der spontan in die Höhe schießenden Zahl an Kaminreisenden zusammenbrach. Ein für die britischen Inseln eher untypisches Wetter, aber können wir uns wirklich beschweren? Immerhin ergaben sich daraus die geringsten Niederschlagswerte seit über einem Jahrzehnt.

U wie Urgestein
Wir verloren natürlich dieses Jahr auch einige unserer bedeutendsten und einflussreichsten Magier in der Zaubereigeschichte, darunter der Illustrator diverser Lehrbücher und Kindergeschichten Stanemin Leevil, welcher wohl vor allem für die belustigenden Bilder aus den Büchern unserer eigenen Kindheit und der unserer Eltern bekannt ist. So also auch eine Ausgabe von „Die Märchen von Beedle dem Barden", wobei er einen eindeutigen Hang dazu hatte, sich in seinen Werken selbst mit unterzubringen. Neben Leevil also ging auch ein sehr bedeutender und langjähirger Forscher der Zaubertränke von uns. Sollte ihnen der Name Stevin Hallking nichts sagen, der Zauberer entdeckte unter anderem einige inzwischen sehr bekannte und vielseits verwendete Zutaten für Zaubertränke und war ein Meister der Brauerei. Wir ehren hiermit nochmal unsere von uns gegangenen Meister ihres Fachs und verweisen auf ihre hervorragende Arbeit.

V wie Versöhnung
Wer steht nicht auf eine ausgiebige, allumfassende Versöhnung, nach der man die Vergangenheit endlich ruhen lassen kann? Von der Sorte gab es dieses Jahr besonders viele. Auch der Tagesprophet konnte sich über die Beilegung eines Zerwürfnisses freuen und so dürfen wir mit Stolz verkünden, uns nach einem kleinen und unwichtigen Missverständnis wieder mit dem äußerst talentierten und gutaussehenden Tutshill Tornados-Kapitän Roger Davies versöhnt zu haben, der einen fehlerhaft abgedruckten und daher leicht misszuverstehenden Artikel von einem missverstandenen Journalisten missverstanden hatte.

W wie Weihnachten
Die Weihnachtszeit war im Jahr 2001 eine besonders sinnliche und frohe Zeit, es war eine Zeit für Familien und Heimat, für Freude und Melancholie und so ehrten viele Zauberer dieses Jahr das Weihnachtsfest wieder auf eine ganz besondere Art und Weise. Neben einigen Feiern und Veranstaltungen in der Winkelgasse und einem gemeinsamen, freiwilligen und offiziellen Weihnachtssingen für die Patienten im St. Mungo's fand sich auch in den Häusern und Heimen der Zauberer eine wunderbare Nächstenliebe und Sinnlichkeit, hörte man überall die Lieder und Klänge und roch man an jeder Ecke die Gerüche der schönen und trotz Winter warmen Weihnachtszeit.

X wie X-Chromosom
2001 war das Jahr der Frauenpower. Nicht nur beim Tagespropheten, der, wie Sie hoffentlich bereits wissen, eine, mit Verlaub, äußerst gelungene Sonderausgabe in Kooperation mit der Hexenwoche, DEM Magazin für die selbstbewusste Hexe von heute, herausgebracht hat, nein, auch in der Irischen und Britischen Quidditch-Liga trumpften die Frauen auf und belegten mehr als doppelt so viele Quidditchposten wie die männlichen Mitspieler. Zweifelsohne ein wichtiger Schritt Richtung Gleichberechtigung.

Y wie Yoga
Es stellte sich ja bereits vor einiger Zeit heraus, dass sich bei gewissen Amnesiepatienten im St. Mungo's tatsächlich Yoga als eine heilende Herangehensweise herausstellt doch inzwischen wurde diese Therapiemethode im Bereich der Behandlung von erkrankten Zauberern und Hexen deutlich mehr etabliert und nun auch für die Gruppentherapie und für die Behandlung von starker Ruhelosigkeit und Aufmerksamkeitsdefiziten verwendet.

Z wie Zaubereiministerium
Auch in der zuletzt ein wenig in den Hintergrund geratenen Politik hat sich dieses Jahr einiges getan. Nicht nur, dass Kingsley Shacklebolt inzwischen als offizieller Zaubereiminister engagiert daran arbeitet, seine zum Amtsantritt verkündeten Pläne für eine dringend nötige Reformierung des Ministeriums und eine komplette Neuaufstellung unserer Regierung in die Tat umzusetzen, auch andere neue Gesetzesentwürfe und -änderungen konnten beschlossen werden. Was diese Umgestaltung bewirkt, konnten wir bereits gegen Ende des Sommers durch die Veröffentlichung der aktuellen Kriminalitätsstatistik von der Abteilung für magische Strafverfolgung erkennen: Die Zaubererschaft Großbritanniens und Irlands lebt derzeit so sicher und friedlich wie zuletzt vor zwei Jahrzehnten.

Damit neigt sich nun nicht nur das Jahr 2001, sondern auch unser Jahresrückblick dem Ende zu. Es war uns eine Freude, Ihnen auch in diesem Jahr die wichtigsten Neuigkeiten der Zaubererwelt sauber recherchiert und brandaktuell neben den Frühstücksteller zu liefern. Wir bedanken uns bei allen Abonnenten für Ihre Treue und hoffen, dass Sie uns auch weiterhin als Leser erhalten bleiben. Und nun bleibt uns nicht mehr übrig, liebe Leser*innen, als uns für dieses Jahr von Ihnen zu verabschieden und Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen. Möge es gleich dreimal so gut werden wie das vorangegangene.

29.12.2001, DIE REDAKTION DES TAGESPROPHETEN

Antworten Zuletzt bearbeitet am 29.12.2018 23:02.

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Daily Prophet: Ausgabe 18, Dezember

von DailyProphet am 29.12.2018 22:52

THE DAILY PROPHET
Ausgabe 18                                    DEZEMBER


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Re: Daily Prophet: Sonderausgabe

von DailyProphet am 11.12.2018 21:44

THE DAILY PROPHET: DAS GROßE HEXENWOCHE SPECIAL
TRENDS

Die Liebestrank-Revolution
Eine neue chance für wahre gefühle








       







Die Hexe von heute hat eine große Auswahl an Zaubertränken zur Verfügung, wenn es darum geht, einen Liebhaber zu verführen. Die Essenz wahrer Liebe hat noch niemand zu brauen vermocht, doch Amortentia und Co genießen seit Jahrhunderten große Beliebtheit unter Hexen sowie auch Zauberern. Pioniere wie Laverne de Montmorency und die Brüder Weasley haben eine ganze Reihe an Zaubertränken mit variierenden Effekten erfunden und zugänglich für die Öffentlichkeit gemacht. Von Tränken, die den Trinker ganz kusswütig machen bis hin zu Gebräuen, die ihn für mehrere Stunden nur in Liebesgedichten sprechen lassen, ist für jeden Bedarf etwas dabei. Langfristige Effekte sind hierbei nur schwer zu erzielen, wenn man den Trinker nicht regelmäßig mit den Mitteln versorgen will, und es gibt eins, mit dem sich die Spezialisten noch nach Jahrhunderten der Forschung schwer tun: Bisher hat noch niemand wahre Liebe mit einem Korken verschließen können.

Das ändert sich mit diesem Trank: RELOVEUTION lässt den Trinker keine künstlichen Gefühle verspüren, sondern verstärkt das, was bereits da ist. Die Dinge, die ihm an Ihnen gefallen, werden ihm stärker auffallen, und er wird sich daran erinnern, weshalb er sich in Sie verliebt hat. Zwischen Karriere, Freizeit und Familie haben Sie am Ende des Tages nicht die Energie, sich noch mit einander auseinander zu setzen? Seitdem er auf die andere Seite des Landes versetzt wurde fühlen Sie sich auch, wenn Sie zusammen sind, fern? Seine kleinen Macken gehen Ihnen enorm auf den Keks, insbesondere seine Angewohnheit, Sie für Ihre eigenen Launen zu kritisieren? RELOVEUTION hat eine Lösung: Nur ein paar Tropfen, einzunehmen mit jeglichem Getränk oder Mahlzeit, und alle negativen Gedanken verflüchtigen sich. Alles, was Sie stört, wird für den Moment belanglos, und stattdessen sehen Sie einander wieder durch die rosarote Brille, die Sie so lang verlegt haben. Der Funke mag seit Langem erloschen sein, und es schein, als würden Sie einander nur noch ertragen? Noch ist nichts ist verloren! RELOVEUTION führt Ihnen die Gründe vor Augen, weshalb Sie sich für einander entscheiden haben. Verspüren Sie selbst die Funken der ersten Monate, als Sie frisch verliebt waren — die Welt kann Ihnen wieder zu Füßen liegen. Anders als mit Zaubertränken, die versuchen, wahre Gefühle nachzuahmen, die mit dem Abklingen der Wirkung ebenfalls schwinden, kann RELOVEUTION langfristige Effekte zeigen. Auch, wenn die Wirkung des Zaubertrankes nicht ewig anhält, hat die Erinnerung an die Erfahrung bei Testpersonen auch Monate nach der Anwendung noch positive Gefühle hervorgerufen. Paare, die RELOVEUTION testeten, sagten darüber aus, dass sie bereits nach einmaligem Einnehmen eine sehr viel engere und entspanntere Beziehung teilten.

RELOVEUTION gab uns den Funken zurück, der uns nach der Jahrelangen Routine abhanden gekommen war!
” — Milli und Mark

“
Dieser Trank hat meine Ehe gerettet.” — Catrina und Geralt

“Mein Mausebärchen und ich sind überlücklich dank RELOVEUTION!” — Gareth und Dareth

CELINE WITHERSTON

Antworten Zuletzt bearbeitet am 11.12.2018 21:46.
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