Wiese

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Lucian

32, Männlich

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Falmouth Falcons Quidditchspieler Kapitän Treiber Hogwarts Slytherin Abschluss Reinblut Neutral

Beiträge: 306

Re: Wiese

von Lucian am 17.08.2018 00:27

„Tu dir keinen Zwang an.", unterstützte ich sie in ihrer Aussage, dass sie ihn später möglicherweise drauf ansprechen würde. Natürlich wäre es jetzt merkwürdig, wenn ich sie davon abhalten wollen würde, allerdings hoffte ich dann doch, dass sie dies nicht würde. Auch wenn ich aktuell nicht gut auf ihn zu sprechen war, hieß es nicht, dass ich provozieren wollte, dass er nicht gut auf mich zu sprechen war. Obwohl .. so besonders gut konnte es ja nicht sein, wenn er es als notwendig sah meine alleinige Existenz zu verschweigen. Wäre ich nicht so von mir selber überzeugt, und vor allem davon, dass ich jemand bin, wäre vielleicht der Gedanke in mir aufgekommen, dass ich tatsächlich ein niemand für ihn war. Jemand mit dem man Zeit verbringen konnte, wenn es einem gerade passte, der aber abgeschoben wurde sobald sich etwas besseres ergab oder deren Existenz man ansonsten vor anderen leugnete. Und wieso bei Salazar dachte ich immer noch darüber nach?
Die Tatsache, dass sie mich mit angehobenen Augenbrauen ansah, als würe sie ein wenig verwundert, ignorierte ich gekonnt. Schließlich wusste ich selber, dass dies normalerweise nicht zu unseren normalen Gesprächsthemen gehörte. „Man weiß nie wie es jemandem geht, es gibt erstaunlich viele Menschen, die das gut überspielen können.", warf ich schließlich ein und konnte mir ein leichtes Lachen nicht verkneifen, weil ich es selber gerade etwas absurd fand das zu sagen, während ich selber meine Wut – ausschließlich Wut! – unterdrückte. „Es freut mich dennoch zu hören, dass es dir gut geht." Ich nickte schließlich leicht zustimmend bei ihren Worten. „Ehrlich gesagt ich auch. Ich meine,.. Es ist nicht schlecht besucht, die Musik ist auch nicht übel, das Catering soweit okay; nicht ganz mein Geschmack, aber das ist ja eine persönliche Präferenz und es hätte durchaus Potenzial. Vielleicht sollte man das mal den Mitarbeitern der Quidditch League mitteilen, immerhin schafft der Daily Prophet es ja auch, dass immer ein wenig Action ist." Möglicherweise lag dies auch an der Unterschiedlichkeit der beiden Zeitungen. Zwar bemühte sich der Daily Prophet zur Seriösität, was er während des Krieges ja eher nicht getan hatte, aber ein Hauch von Kimmkorns Vermächtnis blieb dennoch in diversen Artikeln haften. „Was trinkst du denn gerne? Champagner, Whiskey etwas ganz anderes oder alkoholfreies?" Immerhin wollte ich ihr auch keinen Drink holen, den sie am Ende abstoßend fand – was immerhin einen gewissen Grad an Höflichkeit mit sich brachte. Oder auch das größte, das ich an „Fürsorge" aufbringen konnte (oder wollte).


Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.08.2018 00:29.

Tessa
Gelöschter Benutzer

Re: Wiese

von Tessa am 16.08.2018 16:30

Ich sah sein Zwinkern und konnte  nicht anders als leicht zu lachen. Charmant war er ja und vielleicht auch ein wenig selbstverliebt. Zu seinem Kommentar hin gab ich jedoch keine weitere Antwort, jedoch schien es mir fast so als hatte er den Drang mir beweisen zu müssen dass sein Tratsch stimmte. 
"Vielleicht spreche ich ihn ja später einfach mal darauf an", sagte ich und grinste leicht dabei. Natürlich würde ich das nicht machen. Das war einfach nicht meine Art. Ich würde jedoch einen Weg finden um die Wahrheit oder etwas in der Richtung heraus zu finden. Ich war einfach nicht eine Person die Gerüchte in die Welt stellte und die Person dann am Ende mit verletzte oder ihr Leben auf den Kopf stellte. Deswegen schrieb ich auch selten über Tratsch. Aber ich würde schon noch herausfinden ob Lucian da Recht behielt oder ob etwas anderes dahinter steckte.
Als er dann jedoch das Themna wechselte blickte ich ihn mit erhobenen Augenbrauen an. Smaltalk war bisher noch nicht wirklich unser Ding gewesen, da wir meist nur über Artikel oder solche Dinge wie gerade sprachen. Aber warum auch nicht? Er sah gut aus und konnte auch ganz nett sein. Er entschuldigte sich sogar. Das hatte ich wirklich nicht wartet.
"Wie du siehst geht es mir gut und über die Arbeit kann ich mich auch nicht beschweren... aber auf der anderen Seite hatte ich mir das hier ein wenig spannender vorgestellt", antwortete ich auf seine Frage und blickte mich erneut um. Es passierte wirklich kaum etwas hier auf diesem Event. Ich hatte mehr erwartet. Ein paar Dramen oder sonstiges. "Wie gefällt es dir denn bisher?", fragte ich ihn dann und sah zu wie er seinen Drink auf einen Zug hinunterkippte und mich fragte ob ich noch etwas haben wollte. Ich blickte auf mein Glas. Viel war ja nicht mehr darin. "Gerne. Warum nicht", antwortete ich dann und trank mein Glas leer. Das bisschen Alkohol schadete mir nicht. Vielleicht würde ich die Dinge hier dann auch interessanter finden. Ich schenkte ihm ein leichtes Grinsen. 

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Lucian

32, Männlich

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Falmouth Falcons Quidditchspieler Kapitän Treiber Hogwarts Slytherin Abschluss Reinblut Neutral

Beiträge: 306

Re: Wiese

von Lucian am 15.08.2018 23:58

„Ich bitte dich, Liebes. Ich bin Lucian Bole. Ich weiß eine ganze menge Dinge." Ich konnte es mir nicht verkneifen ihr ein Zwinkern zu schenken. Ich drehte das Glas, welches sich noch in meiner Hand befand, ein wenig, weswegen die dunkle Füssigkeit hin und her schwappte. „Obendrein hat er es mir gesagt. Frauen haben das Konzept des ‚sich miteinander unterhalten' nicht für sich allein gepachtet." Mir war durchaus bewusst wie viel Frauen über ihre Männerbekanntschaften (und anderen Kram) reden konnten. Tabitha und Nerissa waren insbesondere zu Beginn des vierten Schuljahres wirklich schwer zu ignorieren, wenn sie erst einmal angefangen hatten. Aber wie ich es bereits gesagt hatte: Männer konnten das auch gut. Zwar auf andere Art und Weise und viel weniger Details, aber das war ja irrelevant. Mich würde es aber, ohne dieses mal zu lügen, kaum überraschen, wenn Dinah und Roger was miteinander hätten. Was den Gedanken aber auch nicht weniger nervig machte.
Mir war klar, dass sie nicht einfach irgendetwas aufgreifen würde, nur weil ich es gesagt hatte. Aber wer weiß wen ich finden konnte, der bei der ganzen Sache mitmachte – unabhängig ob nun bewusst oder unbewusst. Immerhin gab es mehr als eine handvoll Leute die sich regelrecht danach sehnten, dass ein Gerücht aufkam, mit dem sie sich beschäftigen konnten.
„Ich erkundige mich nachher mal bei Kollegen, vielleicht weiß jemand was tatsächlich mit Holloway ist und, was noch interessanter wäre, wer die Unbekannte ist." Mit den Worten trank ich meinen Whiskey aus und stellte das leere Glas vor mir auf dem Tisch ab. Es interessierte mich in der Tat um wen es sich bei der Göre handelte, denn nach meinem Geschmack standen die beiden nicht nur viel zu nah beieinander, sondern sie blickte ihn mir auch eindeutig zu gespannt an, zu glücklich. Ich würde viel zu gerne wissen worüber sie sprachen, obwohl deren viel zu glückliche Gesichtsausdrücke mir doch deutlich vermittelten, dass ich es eben nicht wollte – oder wollen sollte. Wieso bei Merlin beschäftigte ich mich damit überhaupt? Innerlich schüttelte ich den Kopf, gut, dass ich wusste wie man seine Gefühle für sich behielt.
„Nun gut,.. Genug von anderen und Verzeihung für meine erneute Unhöflichkeit: Wie geht es dir eigentlich? Wie läuft die Arbeit?", erkundigte ich mich schließlich bei ihr. Man konnte uns beide vielleicht nicht unbedingt als Freunde bezeichnen, doch konnte ich auch nicht sagen, dass sie mir gänzlich unsympathisch war. Tatsächlich erschien sie mir sogar recht umgänglich, allerdings hatte sich bisher nie mehr ergeben als gelegentliche Gespräche, bei denen es jedoch mehr um die Arbeit ging, als um das Persönliche. Obwohl hin und wieder ein flirtender Unterton vorhanden war. Zwar hatte sie, im Gegensatz zu mir, noch etwas zu trinken doch würde dies vermutlich auch nicht mehr allzu lange halten. Zumindest ging ich davon aus. Es bestand natürlich auch die Möglichkeit, dass sie wirklich langsam trank. „Möchtest du noch etwas zu trinken?", stellte ich schließlich eine weitere Frage in den Raum und schenkte ihr einen freundlichen Gesichtsausdruck, hinter dem ich die aufkochende Wut versteckte und unterdrückte. Nein, ich würde mir diesen absolut fantastischen Tag jetzt nicht versauen lassen. Von niemandem.


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Zoey
Gelöschter Benutzer

Re: Wiese

von Zoey am 15.08.2018 03:35

Rogers Nähe, die ich mehr unterbewusst als bewusst bemerkte, aber die mich trotzdem ein klein wenig nervös machte, zwang mich dazu, zu ihm aufzublicken, wenn ich ihm ins Gesicht schauen wollte. In dem ungewohnten Blickwinkel blendete mich die helle Nachmittagssonne etwas, weshalb ich ein paar Mal blinzeln musste, ehe meine Augen sich an das Sonnenlicht gewöhnen konnten. Dabei realisierte ich, dass Roger und ich uns seit der Weihnachtsgala vom Tagespropheten nicht mehr so nah gegenüber gestanden hatten. Und seit unserem Beinahe-Kuss. Ich schluckte. Falls es denn überhaupt ein Beinahe-Kuss gewesen war. Ich hatte nicht verhindern können, mir einige, okay, um ehrlich zu sein, viel zu viele Gedanken darüber zu machen. Hatte ich mich blamiert? Hatte ich etwas falsch gemacht? Oder falsch gedeutet? Aber Roger hatte diesbezüglich nie das Gespräch mit mir gesucht oder das, was zwischen uns vorgefallen bzw. nicht vorgefallen war, am Rande erwähnt. Auch in seinem Umgangston hatte sich nichts geändert, er war weder herzlicher noch in irgendeiner Form unterkühlter geworden. Deshalb hatte ich irgendwann aufgehört, mir Sorgen zu machen und das Thema war schleichend aus meinen Gedanken verschwunden. Erst seine Nähe zu mir heute hatte die Erinnerungen wieder aufgewirbelt. Aber die Umstände unseres kleinen Treffens auf dieser Feier waren leicht zu erklären. Es war laut, unheimlich viele Menschen liefen und standen um uns herum - dass uns einige davon beobachteten oder weniger erfreute Blicke zuwarfen, bemerkte ich in meiner Achtlosigkeit gar nicht - und ich war einfach nur eins seiner Teammitglieder. Mir war bewusst, dass ihm positive Beziehungen zu seinen Mitspielern wichtig waren und ich sollte definitiv aufhören, in seine Nettigkeiten so viel hineinzuinterpretieren. Ich machte mir einfach zu viele Gedanken. Oder?
Rogers Zwinkern erwiderte ich mit einem glücklichen Grinsen. Ohne es zu wollen oder sogar ohne es so richtig zu bemerken, fasste ich seine Zuwendung und seinen charmanten Umgangston, der, wahrscheinlich aufgrund der anhaltenden Siegestrunkenheit, die auch bei mir vorhielt, noch ein wenig intensiver und freizügiger ausfiel als sonst, als Flirt auf und reagierte darauf dementsprechend. Na gut, vielleicht wollte ich es auch gar nicht bemerken und den Moment stattdessen einfach genießen. Ich strahlte ihn an. "Die Saison hätte wirklich nicht besser laufen können. Hut ab, Davies", neckte ich ihn ein wenig. Mein Mund verzog sich zu einem unbeschwerten Lächeln. Momentan hatte ich wirklich eine Menge zu genießen, Roger sicher auch. Alle Bereiche meines Lebens waren gerade im Gleichgewicht, funktionierten einfach wie von allein und das musste ich ausnutzen und genießen, so lange es ging. Meine aktuelle Sorglosigkeit begünstigte die ausgelassene und glückselige Stimmung, die ich heute verspürte. Wie Roger erhob ich das Glas, das er mir mitgebracht hatte und prostete ihm ebenfalls zu. "Auf uns!" Mit "uns" meinte ich die Tutshill Tornados. Dass man meine Antwort auch anders hätte interpretieren können, kam mir in diesem Moment gar nicht in den Sinn. Ich wollte unser Team feiern, das sich das nach seinem hart erkämpften Erfolg auch verdammt nochmal verdient hatte. Zwar war ich in dieser Saison in keinem der ligarelevanten Spiele für die Tornados geflogen, aber ich hatte wirklich hart an mir gearbeitet und bei unseren Trainings alles gegeben. Ich war stolz auf mich und fand selbst, dass ich es mir verdient hatte zu feiern. Und dazu kam die moralische, mentale und emotionale Unterstützung, die ich auch stets bemüht gewesen war, zu liefern. Ich hatte, seitdem ich bei den Tornados aufgenommen worden war, wirklich alles an Zeit, Energie, Leidenschaft und Herzblut in die Mannschaft gesteckt, was mir zur Verfügung stand. Und ich bereute es nicht, kein bisschen. Im Gegenteil. Ich war immer noch stolz wie Bolle, dass die Tornados mich ausgewählt hatten, für sie zu spielen, wenn auch für's Erste in der zweiten Mannschaft, und war hochmotiviert, weiterhin wie ein Hauself dafür zu schuften. Egal, was sich in der kommenden Saison für mich ändern oder eben nicht ändern würde.
Wieder schaute ich zu Roger hoch und erneut konnte ich erst nach einigen Sekunden heftigsten Blinzelns erkennen, was sich in seinem Gesicht abspielte. Ich bemerkte, dass er mich musterte und das dabei auf seinen Lippen entstehende Lächeln trieb mir das Blut in die Wangen. Bemerken konnte man das allerdings wahrscheinlich nicht, worüber ich ganz froh war, denn meine gute Laune sowie das warme Wetter sorgten ohnehin schon für einen frischen, rötlichen Teint auf meinen Wangen. Als Roger sich dazu entschloss, weiterhin zu schweigen und seinen Blick, der immer verschmitzter und in seiner Wirkung noch durch sein Schmunzeln unterstützt wurde, nicht zu erklären, legte ich den Kopf leicht schief und blickte ihn aus meinen nur ganz dezent geschminkten Augen neugierig an, so als wolle ich herausfinden, was er gerade dachte. Dabei blieb ein amüsierter Ausdruck auf meinen Lippen zurück, was man an meinen Mundwinkeln gerade noch erkennen konnte. Das Champagnerglas, das er während dieser Gesprächspause an seine Lippen hob, lenkte meinen Blick ganz automatisch auf seine Lippen. Und ganz eventuell trat dabei ein leicht sehnsüchtiger Ausdruck in meine Augen, dessen ich mir in diesem Moment keineswegs bewusst war. In den Gedanken bei den Ereignissen der Weihnachtsgala vor etwas über einem halben Jahr verweilend blieb mein Blick an seinen Lippen hängen, bis er das Glas wieder absetzte. Die winzigen Tropfen, die der Champagner auf seiner Unterlippe hinterließ, funkelten golden im Sonnenlicht. Gerade noch konnte ich mich selbst davon abhalten, mir über die Lippen zu lecken. Dafür fuhr Roger mit der Zunge über seine Lippen und biss sich anschließend, nur für den Bruchteil einer Sekunde, auf die Unterlippe, die eben noch mit funkelnden Champagnertropfen besetzt gewesen war. Merlin. Die meisten Männer ahnten wirklich nicht, wie anziehend solche kleine Gesten waren. Bei Roger war ich mir da hingegen nicht so sicher. Immerhin riss mich diese keine Sekunde andauernde Regung aus meinem tranceartigen Zustand. Nun nahm ich wahr, wie mir das Herz bis zum Hals schlug, so laut, dass ich fast glaubte, Roger müsste es hören und wie trocken mein Mund geworden war. Trotz meiner Aufregung zwang ich mich, ruhig zu reagieren und so zu tun, als wäre nichts passiert. Als hätte ich eben nicht wie ein verhungernder Letifold auf seine Lippen gestarrt. Vielleicht hatte er das ja auch gar nicht bemerkt. Oder es war mir intensiver und länger vorgekommen, als es eigentlich gewesen war. Ich hob den Blick, langsam, damit ich nicht wirkte, als sei ich bei etwas ertappt worden, wie ich auch mein eigenes Glas hob und nun meinerseits einen Schluck nahm, um meinen trockenen Mund mit Champagner zu befeuchten, was den angenehmen Nebeneffekt mit sich brachte, dass ich nicht das Gefühl hatte, das immer noch andauernde Schweigen brechen zu müssen. Dabei erwiderte ich Rogers schelmischen Blick, von dem ich nun annehmen musste, dass er die ganze Zeit auf mir gelegen hatte, offen, fast herausfordernd. Ich wollte wissen, woran er dachte, warum er mich so geheimnisvoll ansah. Natürlich war das genau die Wirkung, die er mit seinem kleinen Spielchen hatte erzielen wollen, aber ich konnte mich nicht dagegen wehren. Als ich nach ein, zwei Schlucken Champagner, von denen ich wusste, dass sie mir schnell zu Kopf steigen würden, mein Glas absetzte, blieb ein angenehm prickelnder Film der goldenen Flüssigkeit auf meinen Lippen zurück. Während ich immer noch in seine Augen blickte, brach Roger endlich das Schweigen. Seine Äußerung verschaffte mir allerdings nicht die gewünschte Klarheit im Bezug auf seine Gedanken oder den Grund, warum er mich so lange so intensiv gemustert hatte und deshalb betrachtete ich ihn mit einem fragenden Blick, wie nach einer Erklärung verlangend. Lange musste ich darauf nicht warten und als sie kam, konnte ich ein geschmeicheltes und glückstrahlendes Lächeln auch mit aller Kraft nicht unterdrücken. So, wie er das Kompliment aufgebaut und mich darauf warten lassen hatte, und mit dem ausdrucksstarken Tonfall, in dem er diese Worte ausgesprochen hatte, hätte er damit selbst die härteste und emotionsloseste aller Frauen erweichen können. Ein warmes Gefühl breitete sich in meiner Bauchgegend aus, und ich war ziemlich sicher, dass das nicht nur vom Champagner herrührte. "Ich.. Danke. Vielleicht liegt das daran, dass ich mich auch so fühle", erwiderte ich, viel zu baff, um über die Worte nachzudenken, bevor sie meinen Mund verließen. "Aber Du hast wohl recht, denn der Sieg steht Dir ganz ausgezeichnet." Herrje, hatte ich gerade wirklich einfach ausgesprochen, was mir durch den Kopf gegangen war? Vor Schreck nahm ich noch einen Schluck Champagner, so als könnte ich die Worte damit wieder herunterspülen. Ich schämte mich zwar nicht direkt dafür, doch war ich vorher noch nie so offen ihm gegenüber gewesen. Die Ausgelassenheit und der Champagner taten wohl ihre Wirkung. Aber Roger würde mir das ganz sicher nicht übel nehmen und wenn doch, dann schob ich es auf den Alkohol. Ich war zu unbeschwert, zu glücklich, um mir heute Sorgen darüber zu machen. Mit einem etwas schüchterneren, aber immer noch freudestrahlenden Lächeln blinzelte ich erneut zu ihm hoch. Die Sonne stand nun am Himmel genau hinter ihm, was es mir etwas erschwerte, seine Gesichtszüge zu erkennen und zu deuten, ihn aber noch mehr leuchten ließ, als er es seit dem Sieg im Finale schon von ganz alleine tat. Es war unmöglich, ihn hier und heute zu übersehen.

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Tessa
Gelöschter Benutzer

Re: Wiese

von Tessa am 14.08.2018 14:04

Dass ich auf Höflichkeit wert legte, wussten die meisten Leute die ich kannte, jedoch hatte ich auch angefangen es zu ignorieren wenn manche das einfach nicht so sahen wie ich. Ich versuchte einfach nicht mehr die Menschen um mich herum zu ändern, da sie es meistens nicht zuliesen und so blieben wie sie waren. Aber ich kannte das. Wenn man versuchte mich zu verändern, dann stieß man auch da gegen eine Wand.
Als er dann seinen Blick auf Rodger Daviews warf, zog ich interessiert meine Augenbrauen in die Luft. Ich hatte den Artikel natrülich gelesen. Wie denn auch nicht. Jeder wollte schließlich wissen was mit dem Sexiest Wizard Alive war und ich glaubte auch jeder meiner Freundinnen hatte diesen Artikel verschlungen und sich Hoffnung gemacht, dass er gerade niemanden datete. 
"Woher weißt du das?", fragte ich ihn dann und blickte ihn neugierig an. Was sollte ich dazu schon großartig sagen? Ich brauchte leider mehr als nur einen andere Quidditch-Spieler der etwas behauptete und gerade stand er schließlich auch mit einem Mädchen vor uns, dass ich leider nicht erkennen konnte. Bei seiner nächsten Behauptung zog ich dann überrascht meine Augenbrauen in die Luft. Ich hatte sie wirklich nicht so sehr verfolgt, wenn ich ehrlich war. Ich hatte mich die letzten Tage auch nicht auf Quidditch konzentriert musste ich dazu sagen. 
"Das sollten wir vielleicht erst einmal ein wenig mehr beobachten", sagte ich und schenkte ihm ein Lächeln. Ich mochte zwar Klatsch, aber ohne einen winzigen Beweis konnte ich das nun mal auch nicht so schreiben. Ich würde Rodger auf jeden Fall im Auge behalten die nächsten Stunde und Tage. Vielleicht kam man ja wirklich auf etwas in der Art. Aber jemanden als Schwanger zu betiteln, der vielleicht einfach nur seine Ruhe wollte... konnte man machen. Aber wohl dabei war es mir dann nicht.
"Ich werde definitiv schauen ob ich sie nicht einmal finden kann und ein paar meine Freunde darauf ansetzen. Vielleicht kennt einer meiner Freunde sie ja und erzählt mir ein wenig davon", sagte ich und blickte weiterhin zu Rodger und dem Mädchen, ehe ich meinen Blick von ihnen wendete. Stalken wollte ich ihn schließlich auch nicht. Ich würde schon dahinter kommen wenn es der Fall war. 

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Roger
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Re: Wiese

von Roger am 13.08.2018 23:14

Vielleicht stand ich ein wenig näher an ihr dran, als nötig war, doch es war voll hier, Menschen liefen hin und her, und von dem großen Hauptzelt tönte laute Musik. Demnach war es nur logisch, dass ich ihr einen Schritt näher kam, damit wir nicht den Menschen im Weg waren und sie mich hören konnte. Ich dachte mir, ehrlich gesagt, nichts dabei. Ich hatte nicht die Intention, mit ihr zu flirten, oder ihr irgendwie zu vermitteln, dass ich Interesse an ihr hätte. Ich vermutete zwar, dass sie mehr als nur Bewunderung für mich empfand, aber daran dachte ich in diesem Moment gar nicht. Ich hatte sie als Teamkollegin und vielleicht sogar Freundin angesprochen; seit der Gala hatten wir selten Zeit außerhalb des Trainings miteinander verbracht, und wenn, dann nur unter anderen Teamkameraden. Ich hatte darauf geachtet, sie nicht sich außenvor fühlen zu lassen, hatte ihr im Training und bei Meetings, sowie auch bei privaten Treffen und Feiern Aufmerksamkeit geschenkt, aufmunternde Blicke zugeworfen, und auch den einen oder anderen Satz mit ihr gewechselt. Nichts davon konstituierte eine Freundschaft, doch es war nicht so, dass ich es nicht wollte – es war für mich noch immer Priorität, ein angenehmes persönliches Verhältnis mit meinen Teamkollegen und potenziellen zukünftigen Teamkollegen zu etablieren. Sich privat gut zu verstehen, sorgte für eine ganz andere Dynamik auf dem Feld. Es reichte nicht, zu erraten, wie der Mitspieler handeln würde. Um auf einer Wellenlänge zu spielen, musste man wissen, wie der andere dachte – und nichts machte dies leichter, als sich mit ihm anzufreunden. Bei Zoey würde ich das auch noch tun – ich konnte nichts bestätigen, aber ich war bereits mit Trainern und Managern im Gespräch über die Aufstellung der Mannschaft in der nächsten Saison. Es konnte gut sein, dass uns ein paar Spieler verlassen würden, insbesondere die älteren fanden es angemessen, ihre Karriere auf einem Hoch zu beenden. Bisher war ich jedoch einfach noch nicht dazu gekommen. Aber deshalb war ich ja jetzt hier.
"Natürlich, gerade wir haben doch eine Menge zu genießen, nicht?", antwortete ich mit einem kecken Zwinkern. Man merkte mir an, dass ich in diesen Tagen mein Leben sehr viel mehr genoss. Der Sieg strahlte wie eine Sonne darauf herab und tauchte alles in Gold. Es fühlte sich an, als hätte mein Tee jeden Morgen einen Schuss Felix Felicis darin, nur dass ich mir das alles selbst verdient hatte, anstatt auf Betrug zurückzufallen. Ich hob mein Sektglas an und prostete Zoey zu. "Auf unseren Sieg." Ich nannte es bewusst unseren Sieg. Auch, wenn sie in diesem Spiel nicht auf dem Feld gewesen war, und auch den Rest der Saison auf der Bank verbracht hatte, war sie doch ein Teil des Teams. Die Tutshill Tornados hatten gewonnen. Wir waren die Tutshill Tornados, vom Teamkapitän bis hin zum Schwenker der winzigsten himmelblauen Fahne. Wir hatten es geschafft. Auch ihr Beistand hatte uns dort hin gebracht, wo wir jetzt waren. Und wer weiß, vielleicht konnte sie uns in der nächsten Saison sogar noch aktivere Unterstützung bieten?
Ich ließ meinen Blick über ihr Gesicht wandern, und ein verschmitztes Lächeln schlich sich auf meine Züge. Von Nahem – und ich war ihr gerade wirklich nah – glänzten ihre Augen im Licht wie Peridot-Steine. Sie schien wirklich genau so froh zu sein, wie ich. Ich sah sie einen weiteren Moment schmunzelnd an, und sagte nichts. Stattdessen nahm ich mir die Zeit, ein paar Schlucke Champagner zu trinken, ohne sie für einen Moment aus dem Blick zu lassen. Als ich mein Glas absetzte, hinterließ es meine Unterlippe mit Tropfen des prickelnden Schaumweines benetzt. Ohne mein Lächeln loszuwerden, ließ ich meine Zungenspitze darüber fahren, und biss mir dann leicht auf die Unterlippe. Unsere Redepause war nun bereits länger, als eigentlich aushaltbar, aber ich fixierte sie noch immer mit meinem Blick und lächelte sie an, als hätte ich einen heimlichen Gedanken über sie, den ich vielleicht jeden Moment mit ihr teilen könnte. "Ich muss ganz ehrlich sagen, Gewinnen steht uns, findest du nicht?", brach ich dann das Schweigen. Für einen Moment pausierte ich wieder, um sie mit leich schief gelegtem Kopf zu mustern. "Du siehst jedenfalls strahlend aus." Allein mit dem Ton meiner Stimme drückte ich wow aus, ohne es überhaupt zu sagen. Sie sah wirklich strahlend aus, wie in Gold getaucht. Ihr Glück reflektierte mein Glück, es fühlte sich an, als würde ich meine eigene Euphorie im Spiegel sehen, und genau so spüren. Doppelt euphorisch. Wir hatten es geschafft, wir hatten gewonnen.


GEBURTSDATUM

01.06.1978

TRIKOTNUMMER
21

TREFFERQUOTE
78.8%

HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT
263km/h

GESPIELTE LIGASPIELE
22

GEWONNENE LIGASPIELE
16

Früher Jäger und Kapitän der Hausmannschaft von Ravenclaw, heute Jäger und seit 2000 auch Kapitän der Tutshill Tornados. Roger Davies' größte Stärken als Spieler liegen in seinem flinken, zielgenauen Passspiel und der intensiven, sowie vertrauten Zusammenarbeit im Jäger-Trio. Auch seine Strategie als Mannschaftskapitän beruht auf dem eingespielten Miteinander seines Teams und der Schnelligkeit, in der die hart antrainierten Manöver durchgeführt werden. Diese hohen Passgeschwindigkeiten bergen zwar ein großes Risiko, halten den Gegner aber auch dauerhaft in Atem, was die ausdauerstarken Tornados zu einem gefährlichen Konkurrenten im Kampf um den Quidditchpokal macht. Davies' bislang größte Leistung bestand darin, die Tornados bereits in seiner ersten Saison als Kapitän zum Sieg in der britisch-irischen Quidditch-Liga zu führen.

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Lucian

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Re: Wiese

von Lucian am 13.08.2018 21:51

Das Augenrollen von Tessa ignorierte ich, wie üblich, gekonnt. Mir war zwar bekannt, dass sie wohl jemand war der viel auf höfliche Floskeln gab, nicht, dass ich nicht höflich sein konnte, aber ich gab mir tatsächlich nur selten die Mühe mich an so etwas belangloses zu halten. Wieso sollte ich mir auch besonders mühe damit geben? Ich konnte es mir schließlich erlauben und die Leute akzeptierten meine Art dennoch. Wahrscheinlich gab es auch Leute, die mich genau deswegen mochten. Aber wie sollte es auch anders sein? Immerhin hatte ich das Privileg Lucian Bole zu sein. Egozentrisch? Vielleicht ein bisschen.
Tatsächlich kam mir für einen ganz kurzen Augenblick in den Sinn ihr zu stecken, dass Roger Davies nicht so ausschließlich auf Frauen stand, wie die Allgemeinheit glaubte – allein der letzte Artikel beim Daily Prophet hatte schon aufgezeigt, dass niemand auf die Idee kam, dass er auch ein gewisses Interesse an Männern zu haben schien, weil er sonst wohl kaum schon über einen längeren Zeitraum etwas mit mir hätte. Allerdings würde ich dann selber in die Sache hineingezogen werden, und so angepisst ich gerade auch auf Roger war wegen seiner gewählten Worte bei seinem letzten Interview bezüglich des Sexiest Wizard Alive Award, wollte ich es dann doch nicht so weit treiben. Außerdem war es selbst mir eine Schublade zu tief jemanden zu outen; falls man es bei ihm überhaupt so nennen konnte, weil ich mir inzwischen gar nicht mehr so sicher war ob er nicht nur gerne längerfristig experimentierte. Was irgendwie .. absurd klang.
„Schön das du fragst.", meinte ich schließlich mit einem Schmunzeln auf den Lippen. Möglicherweise hatte ich etwas Zeit geschunden damit mir einfiel was ich ihr jetzt verklickern konnte, nachdem ich mal wieder gesprochen bevor ich etwas zu Ende überlegt hatte. Mit einem eindeutigen Blick schaute ich zu Roger Davies und dem Mädchen, das ich immer noch nicht als Ersatzspielerin Zoey Shepherd identifizieren konnte. „Entgegen seiner kürzlichen Behauptung, dass er ab und an auf ein Date geht, kann ich dir bestätigen, dass es gelogen ist. Eigentlich trifft er sich schon seit einer ganzen Weile mit der Hüterin der Montrose Magpies Dinah Holloway." Tatsächlich wäre die Geschichte für die Öffentlichkeit nicht allzu weit hergeholt, immerhin waren die beiden gut befreundet, das wusste sogar ich, und netterweise sah man sie auch hin und wieder recht vertraut miteinander in der Öffentlichkeit. „Ich habe keine Ahnung wieso die beiden es unbedingt geheim halten wollen, aber ist dir mal aufgefallen, dass man sie seit dem letzten Spiel der Magpies nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen hat? Kein Interview, kein Lebenszeichen, nichts. Vielleicht ist sie ja schwanger." Letzteres war möglicherweise gar nicht so weit hergeholt. Tatsächlich hatte man von Holloway nichts mehr mitbekommen, auch wenn ich stark bezweifelte, dass ausgerechnet Roger etwas damit zu tun hatte. „Und jetzt flirtet er mit einer anderen. Wäre ich mit Dinah befreundet würde sie mir leid tun, andererseits fand ich es schon immer amüsant, dass Roger gerne zweigleisig fährt und seine Freundinnen es nie bemerken.", fügte ich beiläufig hinzu, während mein Blick noch einmal kurz zu ihm rüber wanderte, ehe ich Tessa wieder ansah – ohne auch nur einen Hauch Scham bezüglich der Lüge im Gesicht zu haben. Manche sahen die Fähigkeit hervorragend zu lügen als verwerflich an, ich hingegen nannte es praktisch.


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Tessa
Gelöschter Benutzer

Re: Wiese

von Tessa am 13.08.2018 20:08

Auf sein Kommentar hin verkniff ich es mir mit den Augen zu rollen. Lucian war nicht gerade das was man als Höflich beschrieb, jedoch kannte ich ihn nun schon etwas länger und ich konnte darüber hinwegsehen. Schließlich lieferte er mir ab und an wirklich gute Storys, die ich entweder für mich behielt oder auch für den Daily Prophet schrieb.
Dass sich der Quidditchspieler hier neben mir gerade umschaute und jemanden zu suchen schien, ignorierte ich und nahm einen Schluck meines Drinks. Ich wusste gar nicht so recht was ich da überhaupt in mich hinein kippte, aber ich wusste dass es Alkohol war, denn er brannte in meinem Hals. Ich blinzelte ein paar Mal, ehe ich mich umschaute. Die meisten Leute hier kannte ich wirklich nur weil sie Spieler waren aus ein paar der Teams. Jedoch gab es auch viele Gesichter die ich bisher noch nicht kannte. Wahrscheinlich waren auch ein paar Fans hier unterwegs und versuchten von ihrem Idol ein Autogramm oder ähnliches zu ergattern.
Dass ein Spieler aus  Puddlemere Unite hier war, war nun wirklich kein Skandal, auch wenn man es vielleicht in einem Nebensatz schreiben könnte für jemanden den es interessiere, aber das nun mal wirklich nicht worüber man etwas schreiben konnte. Zu mindest würde es keinen Interessieren.
"Gossip? Interessant. Aber ob es interessant genug für einen Artikel ist, entscheide ich am Ende dann", sagte ich und zuckte mit den Schultern. "Wieso? Was gibt es denn für Gossip?", fragte ich ihn dann auch schon und wendete meinen Oberkörper in seine Richtung und sprach auch ein wenig leiser, da ich schließlich nicht wusste um wen es ging und ob die Person in der Nähe von uns stand.

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Lucian

32, Männlich

  Anfänger

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Beiträge: 306

Re: Wiese

von Lucian am 13.08.2018 17:54

„Hmm,.. Tragisch.", seufzte ich gespielt enttäuscht und trank schließlich einen Schluck aus meinem Glas, wobei ich das brennen des Feuerwhiskeys in meiner Kehle regelrecht genoss. Es ging nichts über einen guten Whiskey – zumindest wenn es um alkoholische Getränke ging. Ansonsten fielen mir diverse Dinge und Aktivitäten ein, die ich einem Whiskey vorziehen würde. Angefangen bei Quidditch. „Leider muss ich dich enttäuschen. Das skandalöseste, das ich heute hier beobachtet habe, ist die Tatsache, dass sich ernsthaft Spieler von Puddlemere United hier hin getraut haben." Ich konnte mir ein schadenfrohes lachen nicht verkneifen. Ich war noch nie ein sonderlicher Fan von dieser Mannschaft gewesen und die Tatsache, dass sie mit nur 190 Punkten am Ende der Tabelle standen erheiterte eindeutig mein Gemüt.
Schließlich ließ ich doch wieder meinen Blick über die Wiese gleiten. Vom Weiten erkannte ich eine Jägerin meines Teams, Aurélie Mercier, mit ihrer Freundin, die in Flint's Team spielte. Was mich für einen Moment fragen ließ weshalb er nicht hier war – zumindest hatte ich ihn noch nicht gesehen und wenn man eines über Marcus Flint nicht sagen konnte, dann, dass er leicht zu übersehen war. Doch statt Marcus, oder einer anderen Person die für eine peinliche, skandalträchtige oder sogar interessante Geschichte zu haben war, fiel mir Roger auf, der sich gerade mit einer jungen Frau unterhielt, die mir bekannt vorkam. Vielleicht irgendeine namenlose Quidditchspielerin? Irgendeine Journalistin? Möglicherweise auch einfach nur ein Fan, der einem irgendwo mal über den Weg gelaufen war oder das Anhängsel von irgendwem. Immerhin waren hier genügend Leute. „Wie sehr stehst du auf Gossip und wie groß ist bei dir der Spielraum für eigene Interpretation?", wandte ich mich schließlich wieder an Tessa, bevor ich einen weiteren Schluck aus meinem Glas trank und dem gefühlten Turteltäubchen einen argwöhnischen Seitenblick zu warf. Ich wusste nicht wieso oder was es eigentlich war, aber es missfiel mir, auch wenn ich eine eindeutige Haltung diesbezüglich vor Theresa verbarg.


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Tessa
Gelöschter Benutzer

Re: Wiese

von Tessa am 13.08.2018 13:11

Mich hatte es nicht überrascht, dass ich eine Einladung zu diesem Event bekommen hatte. Zwar schrieb ich nicht viel über Quidditch für den Daily Prophet, aber ab und an tat ich es dann doch und bisher hatte ich kaum schlechte Kritik bekommen für meine Artikel. Natürlich gab es einige Zeitschriften, die sich nur auf Quidditch spezialisierten, aber auch meine wollte solche Neuigkeiten nicht verpassen. 
Für gewöhnlich schrieb ich jedoch über die Muggelwelt oder andere Neuigkeiten. Als ich das Event betreten hatte, befanden sich so viele Spieler hier, dass ich anfangs nicht einmal wusste mit wem ich mich zuerst unterhalten sollte. Die meisten Spieler waren genervt, dass sie nicht den ersten Platz bekommen hatten - was natürlich auch verständlich war. Aber diese Spieler wollte ich auch nicht großartig nerven. Ich hatte versucht mich zu einem der Gewinner vorzuschlagen, jedoch waren alle entweder schon in einem Interview, oder mit ihren Freunden beschäftigt.
Demnach hatte ich mich einfach mit einem Drink in der Hand an einen der Stehtische gestellt und beobachtete meine Opfer ein wenig. Ich würde darauf warten, dass jemand für einen Augenblick niemanden vor sich stehen haben würde und dann würde ich zuschlagen. Ein Gespräch zu unterbrechen war einfach nicht mein Ding. Dafür war ich wahrscheinlich zu Höflich erzogen worden. Und meistens hatten die Leute dann auch keine Lust auf ein Interview und gaben kurze Antworten, die mir fast nichts brachten.
So stand ich also eine Weile hier, als ich auch schon eine mir bekannte Stimme neben mir hörte und meinen Kopf zu Lucian wendete, der mich ohne zu Begrüße ansprach. Daran hatte ich mich jedoch auch schon gewöhnt.
"Auch dir einen wunderschönen Abend", sagte ich und grinste ihn leicht an. "Nein", gab ich dann auch schon zu seiner Frage antwort und schenkte ihm dann auch schon meine Aufmerksamkeit. "Aber vielleicht kommt es ja jetzt dazu", fügte ich hinzu und zwinkerte ihm zu. "Ist dir schon etwas ins Auge gefallen, dass ich womöglich verpasst habe?"

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